Fotos, Grafikkarte, Widescreen - welches Notebook?

Hallo,

Ich stehe vor dem Kauf eines neuen Notebooks, und bin absolut nicht zufrieden mit dem, was derzeit „in“ zu sein scheint: spiegelnde Displays und Widescreen-Format.
Ich möchte Fotos bearbeiten können, ohne dass sie verzerrt werden, das ist der eine Punkt, der gegen Widescreen spricht, der andere, dass ich ein großes Display haben möchte, was bei 4:3 eher der Fall ist. Aber bekommt man das überhaupt noch?

Da ich auch Videoschnitt machen möchte, muss es schon ein leistungsstarkes Notebook mit guter Grafikkarte sein, Arbeitsspeicher und Festplatte wünsche ich mir in ordentlicher Größe, aber mehr als 1200 EUR will ich nicht ausgeben, sonst mache ich lieber Kompromisse.

In Frage kommt das hier:
Acer Aspire 7730G-944G64MN, zu finden z.B. unter Bestellnr. 37326584 bei http://www.otto.de. Angeblich mattes Display, leider aber anscheinend auch Widescreen (laut dem Kundenkommentar)

oder z.B.
http://www.ep-netshop.de zu finden:
Asus X72VN-7S083C sehr ähnlich in der Ausstattung, leider mit spiegelndem Display und natürlich auch Widescreen. Die Grafikleistung ist allerdings mit 1024 MB doppelt so groß angegeben wie beim Acer.

Frage an die Kenner:

  1. Lohnt sich die höhere Grafikleistung? (für Videoschnitt etc.) Oder sind 512 MB genug? Ich denke auch daran, dass das Notebook mindestens 4-5 Jahre mithalten können soll.
    Oder kann ich auf die 1028 MB verzichten, da ich ansonsten das spiegelnde Display in Kauf nehmen muss?

Und:
2. Irre ich mich, wenn ich denke, dass Fotos im üblichen Format auf Widescreen verzerrt werden, oder hängt das von der Grafikkarte ab?
Für Bildbearbeitung nehme ich Photoimpact XL und für Diashows verwende ich Magix Fotos auf DVD 8.

Danke!

Julia

Achtung - lang geworden
Hallo,

Ich stehe vor dem Kauf eines neuen Notebooks, und bin absolut
nicht zufrieden mit dem, was derzeit „in“ zu sein scheint:
spiegelnde Displays und Widescreen-Format.

Glare-Displays haben Vor- und Nachteile gegenüber Mattdisplays, so haben sie meist einen besseren Kontrast und größere Einblickwinkel. Annähernde Farbtreue hast du bei Notebookdisplays eh äußerst selten und gute Glare-Displays mit ordentlicher Hintergrundbeleuchtung spiegeln kaum. An der Beschichtung hat sich in den letzten Jahren vieles zum Positiven verändert, an den Displays selbst leider nicht. In Notebooks werden heute quasi ausschließlich TN-Panel verbaut und die sind für professionelle Bildbearbeitung eigentlich nicht zu gebrauchen, da sie weder den Adobe-Farbraum halbwegs abdecken noch Farben korrekt darstellen noch genug Kontrast haben. Insofern solltest du dir ein Notebook mit HDMI-Ausgang und einen externen Monitor mit S-PVA-Panel gönnen.

Ich möchte Fotos bearbeiten können, ohne dass sie verzerrt
werden, das ist der eine Punkt, der gegen Widescreen spricht

Ein Widescreen-Monitor verzerrt keine Fotos, wie kommst du darauf? Meist haben Widescreen-Displays in derselben Preisklasse sogar eine höhere vertikale Auflösung gegenüber Standarddisplays, so dass sie Bilder detaillierter darstellen können. Und der zusätzliche Platz an der Seite ist prima, um seine Werkzeugleisten zu platzieren, wenn man z.B. mit Photoshop oder Fireworks arbeitet.

der andere, dass ich ein großes Display haben möchte, was bei
4:3 eher der Fall ist. Aber bekommt man das überhaupt noch?

Es gibt Notebooks und notebookähnliche Klapp-PCs bis 20", nur konterkariert das eigentlich den Einsatzzweck eines Notebooks. Man hat dann zwar ein Notebook, ist aber nicht mobil. Daher wäre, wie bereits erwähnt, eine Kombination aus portablem 14"- oder 15"-Notebook und einem zusätzlichen, qualitativ hochwertigen Monitor in meinen Augen die perfekte Kombination. Als Monitor kann ich den DELL 2408WFP empfehlen, der ist bei noch recht günstigem Preis mit einer Auflösung von 1920x1200 Pixeln, großer Bildfläche, einer hervorragenden Farbwiedergabe, hohem statischem Kontrast und sehr guter Videowiedergabe eigentlich zwingend für die semiprofessionelle Video- und Bildbearbeitung.

Da ich auch Videoschnitt machen möchte, muss es schon ein
leistungsstarkes Notebook mit guter Grafikkarte sein

Die Rechenleistung der Grafikkarte hat rein prinzipiell weder mit Videobearbeitung noch mit Bildbearbeitung irgendwas zu schaffen. Bilder und Videos sind 2-dimensionale Bildinhalte, Grafikkarten berechnen 3D. Leistungsstarke Grafikkarten braucht man fast ausschließlich für Computerspiele.

In Frage kommt das hier:
Acer Aspire 7730G-944G64MN, zu finden z.B. unter Bestellnr.
37326584 bei http://www.otto.de. Angeblich mattes Display,
leider aber anscheinend auch Widescreen (laut dem
Kundenkommentar)

Von der ACER Aspire - Reihe halte ich überhaupt nix, dass ist IMHO Plastikschrott mit eingebautem Verfallsdatum. Typisches Comsumersegment - coll gestylt, glanzlackiert, mieses Display, heiß laus, einmal runtergefallen = Totalschaden.

http://www.ep-netshop.de zu finden:
Asus X72VN-7S083C sehr ähnlich in der Ausstattung, leider mit
spiegelndem Display und natürlich auch Widescreen. Die
Grafikleistung ist allerdings mit 1024 MB doppelt so groß
angegeben wie beim Acer.

Die Größe des Grafikspeichers hat soviel mit der Grafikleistung zu tun, wie die Größe des Kofferraums mit der Leistung eines PKW. Du solltest dich vor dem Notebookkauf besser erstmal ein paar Grundkenntnisse in Sachen Hardware aneignen, damit du nicht beim Kauf gnadenlos über den Tisch gezogen wirst oder selbst ins Klo greifst.

Das Asus ist zwar sicher besser, als das ACER-Gerät, aber es ist ein vollgestopftes Consumernotebook, das eher Computerspieler ansprechen dürfte. Da kaufst du kurze Akkulaufzeit, eine laute Kühlung, warme Hände und ein ordentliches Kampfgewicht als Tribut an eine Grafikleistung, die du überhaupt nicht benötigst. Im Übrigen stehen Asus-Geräte unter Generalverdacht, wirklich recht spielgelnde Displays zu besitzen. Es gibt aus den Business-Serien von Asus (S1, S2) allerdings auch sehr robuste und hochwertige Geräte mit Mattdisplays zu kaufen.

Frage an die Kenner:

  1. Lohnt sich die höhere Grafikleistung? (für Videoschnitt
    etc.) Oder sind 512 MB genug?

a) MB ist eine Speichermenge und keine Grafikleistung (die wird in IPS gemessen)

b) Videobearbeitung benötigt nicht die 3D-Fähigkeit der Grafikkarte. Es gibt zwar Eigenschaften einer Grafikkarte, die den Prozessor bei der Videowiedergabe unterstützen können, aber das ist was ganz anderes und innerhalb entsprechender Modelllinien auch auf den schwächsten Karten integriert. Dann gibt es seit einigen Monaten noch Bestrebungen, moderne Grafikkarten sozusagen als Zweitprozessor für normale Rechenaufgaben zweckzuentfremden (GPGPU). Aber über die Fähigkeit, diesen Ansatz sinnvoll in Leistung umzusetzen, verfügen momentan nur wenige, aktuelle Programme. Den Notebookkauf würde ich davon nicht abhängig machen.
Insbesondere solltest du auch bedenken, dass hohe Ausstattung und Leistung (insbesondere Grafikleistung) bei Notebooks üblicherweise mit höherem Gewicht, lauterem Lüfter und sinkender Akkulaufzeit verbunden sind. Man sollte daher das Gesamte sehen und einen guten Kompromiss zwischen Ergonomie und Leistung suchen.

Ich denke auch daran, dass das
Notebook mindestens 4-5 Jahre mithalten können soll.

Dann würde ich kein ACER kaufen und bei ASUS zumindest in die Businessklasse greifen. Nicht, dass nach 2 Jahren das Display wegraucht, die Tastatur klemmt oder der Notebookdeckel beim Tippen von alleine runterklappt.

Oder kann ich auf die 1028 MB verzichten, da ich ansonsten das
spiegelnde Display in Kauf nehmen muss?

Es gibt gute und schlechte Glare-Displays und gute und schlechte Mattdisplays. Ein gutes, hochauflösendes Glaredisplay mit LED-Hintergrundbeleuchtung, wie z.B. in den neuen MacBooks verbaut, kann 90% aller matten TN-Displays mit ihrem schlechten Kontrast und starken Blickwinkelabhängigkeit nach Hause schicken. Wichtig ist, sich das betreffende Notebook inkl. Display vor dem Kauf mal anzusehen.

Und:
2. Irre ich mich, wenn ich denke, dass Fotos im üblichen
Format auf Widescreen verzerrt werden, oder hängt das von der
Grafikkarte ab?

Du irrst dich, sie werden nicht verzerrt und es hängt auch nicht von der grafikkarte ab. Fotos werden auf einem Display nur verzerrt dargestellt, wenn im Betriebssystem eine Bildauflösung eingestellt ist, die nicht der tatsächlichen Auflösung des Displays entspricht. Wenn du auf einem 4:3-Panel eine 16:10-Auflösung einstellst, werden die Bilder genauso verzerrt, wie umgekehrt.

Für Bildbearbeitung nehme ich Photoimpact XL und für Diashows
verwende ich Magix Fotos auf DVD 8.

Also eher hobbymäßig als semiprofessionell? Dann solltest du meinen Tip mit dem Kauf eines extra Monitors vielleicht doch noch mal überdenken bzw. auf ein günstigeres Modell ausweichen. Der Lenovo ThinkVision L220x hat auch ein weitgehend farbtreues S-PVA-Panel und einen guten Kontrast und kostet AFAIR nur rund 350 EUR.

Danke!

Gern.

Gruß, Jesse

Hallo Jesse,

wow, vielen Dank für deine vielen Infos, das ist super!
Ich glaube, ich muss mal per Mail noch ein bisschen mit dir quatschen, damit sich das Forum hier nicht ob der zu vielen Details langweilt.

Jedenfalls: Ja, du hast recht, Videoschnitt/Diashows alles nur im Hobbybereich. Das Semiprofessionelle vielleicht später mal (dann sicher wieder mit einem anderen PC).

Über die Glare-Displays kann man im Netz meist lesen, dass der Grossteil der Nutzer genervt davon ist.
Ich möchte ja ein Notebook, um damit auch mal auf meinem Balkon, meiner Terrasse, oder im Wohnzimmer sitzen zu können, und auch um es mal auf einen Geschäftstermin mitzunehmen. Selten auch mal für lange Zugfahrten.
Aber was nützt mir das Notebook dann, wenn ich es im Freien oder bei ungünstiger Beleuchtung nicht nehmen kann, weil es zu sehr spiegelt.
Du sagst zwar, gute spiegeln kaum, aber das weiss ich ja nicht vorher. Dazu müsste ich es vorher haben und mal in die Sonne stellen… Oder kann man das an irgendwas erkennen?

ein Notebook mit HDMI-Ausgang
und einen externen Monitor mit S-PVA-Panel gönnen.

Durchaus eine Überlegung wert!! Weil ich täglich - selbständig geschäftlich - viel am PC bin, und da EIGENTLICH schon gerne so ein richtig schönes großes Display hätte… schon allein auch, weil ich wegen des „tiefen“ Notebook-Displays im Lauf der Zeit ziemlich ungesund in mich zusammensinke.
Jetzt muss ich aber etwas doof fragen: Was macht man dann mit dem Notebook-Display - hat man dann zwei Displays gleichzeitig nebeneinander?? Das eigentliche Notebook-Display ist doch dann sozusagen im Weg!

Es gibt Notebooks und notebookähnliche Klapp-PCs bis 20", nur
konterkariert das eigentlich den Einsatzzweck eines Notebooks.

…und die sind nochmal 500 EUR teurer…

Man hat dann zwar ein Notebook, ist aber nicht mobil. Daher
wäre, wie bereits erwähnt, eine Kombination aus portablem 14"-
oder 15"-Notebook und einem zusätzlichen, qualitativ
hochwertigen Monitor in meinen Augen die perfekte Kombination.

Ich werde mit der Idee langsam warm :smile:

Als Monitor kann ich den DELL 2408WFP empfehlen,

Auch wenn ich es nur hobbymäßig mache - der sieht echt gut aus :smile:
Ich stelle mir vor, dass man ein Display doch etwas länger hat als ein Notebook, also darf er vielleicht wirklich etwas teurer sein. Dafür reicht mir ja dann ein kleineres Notebook…

Leistungsstarke Grafikkarten
braucht man fast ausschließlich für Computerspiele.

Oh, da hab ich mich ja mal echt wieder als Kennerin geoutet. Aber auch die im Fachhandel haben mir dann Quatsch erzählt.

Von der ACER Aspire - Reihe halte ich überhaupt nix, dass ist
IMHO Plastikschrott mit eingebautem Verfallsdatum.

Kann ich in Maßen bestätigen. Ich tippe grade auf so einem. Nach 2 Jahren ging während eines heißen Sommers die Festplatte ins Nirvana. Seit ich die allerdings ersetzt habe, läuft er einwandfrei (jetzt 4,5 Jahre alt).

Die Größe des Grafikspeichers hat soviel mit der
Grafikleistung zu tun, wie die Größe des Kofferraums mit der
Leistung eines PKW. Du solltest dich vor dem Notebookkauf
besser erstmal ein paar Grundkenntnisse in Sachen Hardware
aneignen, damit du nicht beim Kauf gnadenlos über den Tisch
gezogen wirst oder selbst ins Klo greifst.

Das versuche ich hier ja gerade…
Wobei ich hier nur das abgetippt habe, was in der Beschreibung steht: Grafikleistung: 1024 MB.

Brauche ich tatsächlich keine dolle Grafikleistung? Auf meinem alten Notebook kann ich nicht mal die interaktiven Nachrichten ruckelfrei abspielen, und Diashow mit soften Übergängen geht gar nicht. Liegt das wirklich nicht an der Grafikkarte?

Es gibt aus den Business-Serien von Asus
(S1, S2) allerdings auch sehr robuste und hochwertige Geräte
mit Mattdisplays zu kaufen.

Business klingt nach teuer…

Insbesondere solltest du auch bedenken, dass hohe Ausstattung
und Leistung (insbesondere Grafikleistung) bei Notebooks
üblicherweise mit höherem Gewicht, lauterem Lüfter und
sinkender Akkulaufzeit verbunden sind.

Gewicht und Akkulaufzeit sind mir nicht so wichtig, da ich das Notebook hauptsächlich im Haus rumtragen möchte. Notfalls kann ich ihn auch im Garten ans Netz hängen. Lauter Lüfter ist allerdings ein Argument!

Nicht, dass nach 2 Jahren das Display
wegraucht, die Tastatur klemmt oder der Notebookdeckel beim
Tippen von alleine runterklappt.

Also das zumindest ist bei meinem jetzigen Acer Aspire alles nicht der Fall.

Es gibt gute und schlechte Glare-Displays und gute und
schlechte Mattdisplays.

Aber das weiß man doch nicht vorher *seufz*

Ein gutes, hochauflösendes

Glaredisplay mit LED-Hintergrundbeleuchtung, wie z.B. in den
neuen MacBooks verbaut, kann 90% aller matten TN-Displays mit
ihrem schlechten Kontrast und starken Blickwinkelabhängigkeit
nach Hause schicken. Wichtig ist, sich das betreffende
Notebook inkl. Display vor dem Kauf mal anzusehen.

Tja.
Aber was, wenn man in einer Kleinstadt wohnt, wo die Elektrohändler nur eine minimale Auswahl anbieten?
Und selbst wenn, werde ich kaum ein gutes Display von einem schlechten unterscheiden können…

ausweichen. Der Lenovo ThinkVision L220x hat auch ein
weitgehend farbtreues S-PVA-Panel und einen guten Kontrast und
kostet AFAIR nur rund 350 EUR.

Was ist denn an dem schlechter als an dem Dell? Ausser dass es etwas kleiner ist.

Viele Fragen, aber ich bin SOO froh, dass hier offenbar jemand ist, der sich auskennt, bin dir wirklich sehr dankbar!!

Grüßle,

Julia

Hallo,

Über die Glare-Displays kann man im Netz meist lesen, dass der
Grossteil der Nutzer genervt davon ist.

das liegt vermutlich, weil die meisten Leute billige Consumer-Notebooks kaufen, in denen billige und schlechte Glare-Displays verbaut sind.

Ich möchte ja ein Notebook, um damit auch mal auf meinem
Balkon, meiner Terrasse, oder im Wohnzimmer sitzen zu können,
und auch um es mal auf einen Geschäftstermin mitzunehmen.
Selten auch mal für lange Zugfahrten.
Aber was nützt mir das Notebook dann, wenn ich es im Freien
oder bei ungünstiger Beleuchtung nicht nehmen kann, weil es zu
sehr spiegelt.

Nix? :smiley:

Und was nützt dir ein mattes Display, das einen viel schlechteren Kontrast als ein Glaredisplay hat und gleichzeitig eine schwache Hintergrundbeleuchtung, so dass du es bei ungünstiger Beleuchtung nicht nehmen kannst? :stuck_out_tongue:

Du sagst zwar, gute spiegeln kaum, aber das weiss ich ja nicht
vorher. Dazu müsste ich es vorher haben und mal in die Sonne
stellen… Oder kann man das an irgendwas erkennen?

Man sieht das eigentlich schon beim Kauf, wenn man mal die Hintergrundbeleuchtung hoch- und runterdreht und das gerät gegen eine Lichtquelle hält.
Schau dir mal die LED-beleuchteten Glare-Displays im neuen MacBook Pro oder in der Dell Studio-Linie an, die sind 1a. Leider gibt es eben leider auch sehr, sehr viele schlechte Glare-Displays, das ist wohl wahr. Der größte Mangel ist aber in jedem Fall eine schlechte Hintergrundbeleuchtung, solange die stärker ist als das einfallende Licht, spiegelt gar nichts. In richtig edlen Notebooks gibt es sogar transflektive Displays, die das einfallende Licht umbrechen und als zusätzliche Displaybeleuchtung nutzen - je heller die Sonne reinscheint, desto heller wird also das Display - super feine Erfindung, wenn man das nötige Kleingeld hat, um sich ein teures IBM etc. zu kaufen.

ein Notebook mit HDMI-Ausgang
und einen externen Monitor mit S-PVA-Panel gönnen.

Durchaus eine Überlegung wert!! Weil ich täglich - selbständig
geschäftlich - viel am PC bin, und da EIGENTLICH schon gerne
so ein richtig schönes großes Display hätte… schon allein
auch, weil ich wegen des „tiefen“ Notebook-Displays im Lauf
der Zeit ziemlich ungesund in mich zusammensinke.

Denk ich auch. v.a. ist es ebenso nervig, an einem 15"-Display Bildbearbeitung zu machen, wie es nervig ist, ein 17" großes und 4 kg schweres Notebook zu Geschäftsterminen mitzuschleppen.

Jetzt muss ich aber etwas doof fragen: Was macht man dann mit
dem Notebook-Display - hat man dann zwei Displays gleichzeitig
nebeneinander?? Das eigentliche Notebook-Display ist doch dann
sozusagen im Weg!

Steck eine externe Tastatur und Mouse an das Notebook und lass es zugeklappt in der Ecke liegen. :smile:

Als Monitor kann ich den DELL 2408WFP empfehlen,

Auch wenn ich es nur hobbymäßig mache - der sieht echt gut aus

)

ich habe das Vorgängermodell 2407WFP, der hat damals noch 800 EUR gekostet, aber ich habe den kauf keinen Tag bereut. Für mich sind die DELL S-PVA Monitore das beste, was es gibt, denn sie sind super ausgestattet und haben wirklich keine Schwächen.

Oh, da hab ich mich ja mal echt wieder als Kennerin geoutet.
Aber auch die im Fachhandel haben mir dann Quatsch erzählt.

mal schauen, ob ich telepatisch ermittlen kann, wie der ‚Fachhändler‘ hieß…ähm…MediaMarkt/ Saturn? :wink:

Kann ich in Maßen bestätigen. Ich tippe grade auf so einem.
Nach 2 Jahren ging während eines heißen Sommers die Festplatte
ins Nirvana. Seit ich die allerdings ersetzt habe, läuft er
einwandfrei (jetzt 4,5 Jahre alt).

Ich habe im Labor einen, der kippelt, wenn man den Akku rausnimmt, weil die Standfüße am Akku sind. Der Akku muss aber im Netzbetrieb raus, weil er keine ordentliche Laderegelung hat. Totaler Pfusch. Die tastatur biegt sich durch, der nervig leute Lüfter bläst einem 60°C warme Luft auf die Mousehand und nach 4 Jahren war das Display hinüber.

Das versuche ich hier ja gerade…
Wobei ich hier nur das abgetippt habe, was in der Beschreibung
steht: Grafikleistung: 1024 MB.

So ein schwachsinn, da könnte man sich echt aufregen. :-/

Brauche ich tatsächlich keine dolle Grafikleistung? Auf meinem
alten Notebook kann ich nicht mal die interaktiven Nachrichten
ruckelfrei abspielen, und Diashow mit soften Übergängen geht
gar nicht. Liegt das wirklich nicht an der Grafikkarte?

Nein, tut es nicht, entweder ist das ein Softwareproblem (zu alte treiber/ Flashversion, treiberkonflikt etc.) oder CPU/ Speichersystem sind zu schwach.
Wenn du Windows Vista nutzt, sollte die Grafikkarte DirectX 9 - fähig sein, um die durchscheinenden Desktopanimationen schick wiedergeben zu können, aber so gut ist heute jedes Notebook ausgestattet. Leistungsstarke Grafikchips benötigst du nur für Computerspiele und evtl. für 3D-Construktion (AutoCAD), aber sie reduzieren die steckdosenfreie Laufzeit eines ansonsten gleich ausgestatteten Notebooks oft fast um die Hälfe.

Es gibt aus den Business-Serien von Asus
(S1, S2) allerdings auch sehr robuste und hochwertige Geräte
mit Mattdisplays zu kaufen.

Business klingt nach teuer…

Um die 1000 - 1200 EUR. Ich persönlich bevorzuge aber DELL, da bekommst du dieselbe Qualität und Leistung für 2/3 des Preises. Habe selbst ein DELL XPS M1530 und bin sehr zufrieden. Kleines problem bei DELL waren immer die Displays, aber seit in der Studio/ XPS-Serie LED-Displays verbaut werden, sind diese Geräte uneingeschränkt zu empfehlen. Nahezu frei konfigurierbar und tolles PLV.

Noch besser sind IMHO die Lenovo/IBM Thinkpad-Serie und das MacBook Pro, hier bekommst du wirklich ultimative Qualität und Ergonomie. Leider lassen sich die hersteller das aber auch sehr gut bezahlen.

Es gibt gute und schlechte Glare-Displays und gute und
schlechte Mattdisplays.

Aber das weiß man doch nicht vorher *seufz*

Naja, ich weiß zumindest, wer keine guten verbaut - ACER und Asus. :smiley:

Tja.
Aber was, wenn man in einer Kleinstadt wohnt, wo die
Elektrohändler nur eine minimale Auswahl anbieten?
Und selbst wenn, werde ich kaum ein gutes Display von einem
schlechten unterscheiden können…

Wenn du bei DELL kaufst, hast du 2 Wochen Zeit, um das gerät zu testen. bei Nichtgefallen: ein Anruf genügt und DELL lässt es via UPS wieder bei dir abholen.
Ansonsten denke ich, dass sich bei einer Investition von ca. 1000 EUR auch mal die Fahrt in die nächste Großstadt lohnt für eine umfassende Testsession?

Was ist denn an dem schlechter als an dem Dell? Ausser dass es
etwas kleiner ist.

Die Verarbeitungsqualität, die Farbtreue, der Kontrast, die Ausstattung mit Anschlüssen und vor allem die Interpolation auf kleinere Auflösungen. Aber im Vergleich zu anderen Monitoren seiner preisklasse ist er trotzdem um Längen besser. Aber der DELL 2408WFP ist qualitativ sonst nur mit >1000 EUR - Monitoren vergleichbar, das ist nochmal eine andere Liga.

LG, Jesse