Hallo Boris,
ich habe den bisherigen Thread gelesen und sehe, dass Du aufgrund unterschiedlciher Anforderungen immer noch am schwanken bist. Ich möchte daher mal eine salomonische Antwort versuchen.
Nimm beides! Wenn der Fokus zunächst mal darauf liegt Pressebilder (BTW: Tageszeitung s/w oder Hochglanzmagazin?) zu machen (ich gehe hier jetzt erst mal von s/w bzw. farbig im normalen Tageszeitungsdruck aus), dann ist die Geschwindigkeit oberste Prio. Die nötige Qualität bieten inzwischen durchaus schon digitale Geräte für rund DM 1000,–. Achte auf ein möglichst gutes optisches Zoom, einen Anschluss für einen externen Blitz, die Latenzzeit, die Aufnahmegeschwindigkeit bei Serienaufnahmen und das weitere Zubehörprogramm. Klar, wenn man Geld hat, sind natürlich die Geräte jenseits der DM 3000,-- Grenze klasse, aber Du wirst sie hierfür eigentlich nicht brauchen.
Investiere das Geld lieber in eine zusätzliche konventionelle Spiegelreflex-Kamera, mit der Du dann die Aufnahmen machst, die besonders hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden sollen. Dann noch einen vernünftigen Blitz, den Du mit beiden Geräten betreiben kannst, und schon kann es los gehen.
Habe selbst auch mal vor langer Zeit mein Taschengeld mit Zeitungsfotos verdient und musste damals noch jede Woche für mindestens zwei Nachmittage ins Labor, Filme und Bilder in s/w zu entwickeln. Von der erreichten Qualität war dann in der Zeitung üblicherweise kaum noch etwas zu sehen. Die Kollegen von damals laufen jetzt fast nur noch mit digitalen Geräten der Mittelklasse durch die Gegend, und die abgedruckte Qualität ist auch nicht schlechter geworden. Habe dann in den letzten Monaten mal wieder eine größere Zahl von Bildern in der Presse gehabt (Wahlkampf meiner Frau) und habe dafür auch immer die nicht mehr ganz neue Digitale (Olympus Cammedia 1400) verwendet. Selbst relativ große Farbfotos waren in der Zeitung, und ich war erstaunt, wie gut diese doch herausgekommen sind. Hätte mich selbst nie getraut, digitale Bilder mit der Auflösung (unter 1 Mio. Pixel) so groß abzudrucken.
Für das Hobby und die Dinge, die einen gewissen Ewigkeitsanspruch haben, nehme ich weiterhin meine gute alte Canon AE1 Program mit den Wechselobjektiven. Es sit eine grundsolide Kamera, die vor allem noch eine vollkommen manuelle Arbeitsweise blind erlaubt. Das Labor nutze ich nur noch äußerst gelegentlich, wenn ich mal wieder Zeit hatte, einige richtig gute s/w Aufnahmen zu machen, die wirklich nur im eigenen Labor etwas werden. An farbe habe ich mich aus Gründen der Kosten und des Aufwands nie versucht. Die Urlaubsbilder wandern daher ins Großlabor (es macht übrigens kaum einen Unterschied, wo man seine Bilder zum Entwickeln abgibt, es gibt bundesweit nicht mal mehr eine Handvoll Großlabore).
Gruß vom Wiz
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