Fotovoltaikanlage

Hallo zusammen

meine Eltern haben sich gestern mit einem Herrn unterhalten, der Fotovoltaikanlagen verkauft. Er het ihnen gesagt, dass sie das ganze NIX kostet! Da der Staat was dazu gibt und der überzählige Strom irgendwie ins Netz gespeist wird und was weiss ich was noch.
Kann das sein?
Sie haben grad erst das Dach neu gedeckt und haben im Moment wirklich kein Geld übrig.

Gruss
Karen

Hallo zusammen,

meine Eltern haben sich gestern mit einem Herrn unterhalten,
der Fotovoltaikanlagen verkauft. Er het ihnen gesagt, dass sie
das ganze NIX kostet! Da der Staat was dazu gibt und der
überzählige Strom irgendwie ins Netz gespeist wird und was
weiss ich was noch.
Kann das sein?
Sie haben grad erst das Dach neu gedeckt und haben im Moment
wirklich kein Geld übrig.

Hallo Karen,
Um eine Photovoltaikanlage sinnvoll zu nutzen muss der gesamte Stromertrag ins Netz eingespeist werden.

Nur dann,wenn Lage und Dachneigung im optimalen Bereich sind, kann sich solch eine Anlage rentieren.

http://www.solarserver.de/service/strahlungsdaten.html

Viele Grüße
Markus

Hallo Karen

meine Eltern haben sich gestern mit einem Herrn unterhalten,
der Fotovoltaikanlagen verkauft. Er het ihnen gesagt, dass sie
das ganze NIX kostet! Da der Staat was dazu gibt und der
überzählige Strom irgendwie ins Netz gespeist wird und was
weiss ich was noch.
Kann das sein?

Jaaaaa, innerhalb von 20 Jahren amortisiert sich das schon. Sollte sich schon nach etwa 12 Jahren abbezahlt haben. Aber erstmal kostet die Anlage NATÜRLICH was. Als Richtwert sag ich mal so 5000€ pro kWp Leistung.

So ein Einfamilienhausdach zuzupflastern, kann also schon mal 50000€ kosten.

Wieso wenden sie sich nicht für ein Vergleichsangebot an einen Elektriker oder sonstige Firmen, die PV Anlagen bauen? Niemand nimmt das erstbeste Angebot, außer man kennt die Firma und vertraut ihr. Hier ist übrigens nicht das billigste das beste Angebot, sondern das mit den besten Modulen. Sie sollen schließlich 20 Jahre funktionieren und dem Wetter standhalten.

Sie haben grad erst das Dach neu gedeckt und haben im Moment
wirklich kein Geld übrig.

Das Geld gibts von der Bank, die PV-Anlage selbst ist die Sicherheit.

Eine PV Anlage soll sich auch rechnen, wenn sie zu 100% fremdfinanziert ist. Ich hab das noch nicht durchgerechnet. Je höher der Eigenanteil ist, desto schneller rechnet sie sich logischerweise.

Bei einer PV Anlage auch immer unbedingt den erforderlichen Aufwand für den elektrischen Anschluß ans Netz berücksichtigen, nicht daß ein fleißiger Verkäufer das dann verschweigt. Reine Verkäufer haben oft gar keine Ahnung von der Technik, können den Aufwand auch gar nicht beurteilen. Im Vergleich zu der ganzen Anlage sind die Anschlußkosten in der Regel aber eher gering.

Ganz wichtig auch: Die Anlage gegen alle möglichen Risiken versichern. Module nehmen, deren Hersteller z.B. 20 Jahre Leistungsgarantie geben und am Besten in ein paar Jahren auch noch existieren. Die Wechselrichter mit möglichst viel Garantie, z.B. 5 Jahre nehmen. Denn die sind immer noch ein Schwachpunkt und können schon mal ausfallen.

Also viele Infos selbst einholen oder einem renommierten Anlagenbauer vertrauen. Am Besten einem, der in der Nähe ist und einen Ruf zu verlieren hat.

Hans

Hallo Hans

Jaaaaa, innerhalb von 20 Jahren amortisiert sich das schon.
Sollte sich schon nach etwa 12 Jahren abbezahlt haben. Aber
erstmal kostet die Anlage NATÜRLICH was. Als Richtwert sag ich
mal so 5000€ pro kWp Leistung.

So ein Einfamilienhausdach zuzupflastern, kann also schon mal
50000€ kosten.

Genau von 50000 hat der Herr auch gesprochen. Und er ist einer aus dem Nachbarort.
Er sprach davon, dass es sich praktisch von selbst bezahlt, also meine Eltern erstmal einen Kredit aufnehmen müssten und dann die Zuschüsse vom Staat und der Stromendpreis,der bei 0,4? € pro weissgradnimmerwiedasbeistromheisst),liegt,das bezahlen. Er hat gesagt, dass der Preis für den Strom festgelegt wäre für die nächsten 20 Jahre, aber die Anlage sich in ca 15 Jahren schon rentieren würde, also meine Eltern was rauskriegen.

Wieso wenden sie sich nicht für ein Vergleichsangebot an einen
Elektriker oder sonstige Firmen, die PV Anlagen bauen?

Er baut solche Anlagen. Einen anderen kennen sie nicht.

Das Geld gibts von der Bank, die PV-Anlage selbst ist die
Sicherheit.

Das hat er auch gesagt (du bist nicht zufällig der Herr?*gg*)
aber wieviel müssten sie zurückbezahlen?Kann das die Anlage reinbringen?

. Je
höher der Eigenanteil ist, desto schneller rechnet sie sich
logischerweise.

Wie gesagt, sie haben kein Geld mehr übrig im Moment. Nen Kredit würden sie natürlich bekommen, aber bezahlen könnten sie ihn nur, wenn die Anlage soviel abwirft.

. Im

Vergleich zu der ganzen Anlage sind die Anschlußkosten in der
Regel aber eher gering.

hmm, das weiss ich nicht, ob sie darüber geredet haben. muss ich mal nachhaken. Danke!

Ganz wichtig auch: Die Anlage gegen alle möglichen Risiken
versichern. Module nehmen, deren Hersteller z.B. 20 Jahre
Leistungsgarantie geben und am Besten in ein paar Jahren auch
noch existieren. Die Wechselrichter mit möglichst viel
Garantie, z.B. 5 Jahre nehmen. Denn die sind immer noch ein
Schwachpunkt und können schon mal ausfallen.

Also viele Infos selbst einholen oder einem renommierten
Anlagenbauer vertrauen. Am Besten einem, der in der Nähe ist
und einen Ruf zu verlieren hat.

Whow, vielen Dank für die vielen Infos
Du scheinst es echt draufzuhaben! Danke!

Gruss
Karen

Hallo Markus

Um eine Photovoltaikanlage sinnvoll zu nutzen muss der gesamte
Stromertrag ins Netz eingespeist werden.

Hmm, sie hatten vor sie auch für die Warmwasseraufbereitung zu nutzen.Ist das dann schlecht?

Nur dann,wenn Lage und Dachneigung im optimalen Bereich sind,
kann sich solch eine Anlage rentieren.

Bis auf 2 Bäume im Garten, die dann wegmüssen (heul um meine Eiche), soll das Dach, die ideale Lage und Neigung haben.

http://www.solarserver.de/service/strahlungsdaten.html

Da werd ich mal kucken.
Vielen Dank für die Antworten!!!

Dankenden Gruss
Karen

Hallo,

Um eine Photovoltaikanlage sinnvoll zu nutzen muss der gesamte
Stromertrag ins Netz eingespeist werden.

Hmm, sie hatten vor sie auch für die Warmwasseraufbereitung zu
nutzen.Ist das dann schlecht?

Naja, es sind zwei verschiedene Systeme.
Mit einer Photovoltaikanlage wird direkt auf dem Dach Strom erzeugt der wie schon gesagt komplett ins Netz eingespeist werden sollte.
Eine Wassererwärmung mit Solarstrom wäre verschleudertes Geld.

Um Wasser aufzubereiten nimmt man i.d.R.Thermische Solarkollektoren.

Durch diese Fließt Wasser das durch Sonneneinstrahlung erhitzt wird. Das erhitzte Wasser gibt dann in dem Warmwasserspeicher durch Wärmetauscher die Wärme an diesen ab.

Allerdings sollte auch hier genau berechnet werden ob solch eine Investition Rentabel ist.

Für ca. 15-20000 Euro kann auch mit einer Gas oder Ölheizung einiges geduscht und gebadet werden.

Viele Grüße
Markus

Hallo,

Für ca. 15-20000 Euro kann auch mit einer Gas oder Ölheizung
einiges geduscht und gebadet werden.

OK, dann werd ich nochmal mit ihnen reden!
Danke
Gruss
Karen

Hallo!

Genau von 50000 hat der Herr auch gesprochen. Und er ist einer
aus dem Nachbarort.

Das wären fast 80 Quadratmeter Panels, was ist das für ein Haus?

Er sprach davon, dass es sich praktisch von selbst bezahlt,
also meine Eltern erstmal einen Kredit aufnehmen müssten und
dann die Zuschüsse vom Staat und der Stromendpreis,der bei
0,4? € pro weissgradnimmerwiedasbeistromheisst),liegt,das
bezahlen.

Soweit stimmt noch alles.

Er hat gesagt, dass der Preis für den Strom
festgelegt wäre für die nächsten 20 Jahre, aber die Anlage
sich in ca 15 Jahren schon rentieren würde, also meine Eltern
was rauskriegen.

Das stimmt auch noch aber hat er auch gesagt, das die KFW nur
10 Jahreskredite vergibt. Soll heißen der Kredit wird in 10 Jahren
abbezahlt. Das bedeutet dann natürlich auch, das in den ersten
10 Jahren Miese gemacht werden. In den Jahren 10-15 erziehlt die
Anlage dann die Einnahmen um auch dies zu begleichen.

. Je
höher der Eigenanteil ist, desto schneller rechnet sie sich
logischerweise.

Das stimmt nicht so ganz, die Frage ist wo bekomme ich wieviel
Prozente und da kann eine 100% Finanzierung durchaus Sinn
machen.

Vergleich zu der ganzen Anlage sind die Anschlußkosten in der
Regel aber eher gering.

hmm, das weiss ich nicht, ob sie darüber geredet haben. muss
ich mal nachhaken. Danke!

Man muß noch über sehr viel mehr nach denken. Für den sinnvollen
Betrieb einer PV-Anlage sollte immer ein Gewerbe angemeldet werden,
der Gesetzgeber hat die Grundlagen geschaffen damit man die MwSt
wiederbekommt (bei 50k sind das immerhin ca. 8k).
Diese 8k muß man in der Regel 2-4 Monate vorstrecken können.

Da man als Gewerbetreibender die Anlage linear über 10 Jahre
abschreibt ergeben sich reizvolle steuerliche Möglichkeiten.

Inwieweit deine Eltern dann Steuern sparen hängt natürlich vom
Einkommen ab und kann euch ein Steuerberater sagen.

Gruß
Stefan

Hallo!

.

Das wären fast 80 Quadratmeter Panels, was ist das für ein
Haus?

Ich hab nochmal in Gedanken nachgerechnet, es könnten auch nur 60 Quadratmeter sein. Ich weiss es nicht genau.
es ist ein ganz normales 2 Familienhaus.

Er hat gesagt, dass der Preis für den Strom
festgelegt wäre für die nächsten 20 Jahre, aber die Anlage

sich in ca 15 Jahren schon rentieren würde, also meine Eltern
was rauskriegen.

Das stimmt auch noch aber hat er auch gesagt, das die KFW nur
10 Jahreskredite vergibt. Soll heißen der Kredit wird in 10
Jahren
abbezahlt. Das bedeutet dann natürlich auch, das in den ersten
10 Jahren Miese gemacht werden. In den Jahren 10-15 erziehlt
die
Anlage dann die Einnahmen um auch dies zu begleichen.

Nein, hat er nicht:frowning:

Man muß noch über sehr viel mehr nach denken. Für den
sinnvollen
Betrieb einer PV-Anlage sollte immer ein Gewerbe angemeldet
werden,
der Gesetzgeber hat die Grundlagen geschaffen damit man die
MwSt
wiederbekommt (bei 50k sind das immerhin ca. 8k).
Diese 8k muß man in der Regel 2-4 Monate vorstrecken können.

Das hab ich meiner Mutter heute gesagt, sie hat ganz überlegend gekuckt.:smile:

Da man als Gewerbetreibender die Anlage linear über 10 Jahre
abschreibt ergeben sich reizvolle steuerliche Möglichkeiten.

Inwieweit deine Eltern dann Steuern sparen hängt natürlich vom
Einkommen ab und kann euch ein Steuerberater sagen.

Sie sind beide schon über 70 und Rentner. Sie machen keinen Steuerausgleich mehr.
Oh Mann, da haben wir ne Menge zu Besprechen!
(Und das mit nem Mann (meinem Vater), der ein NEUES Auto aus dem Prospekt kauft. OHNE Probefahrt!)

Danke dir!!
Gruss
Karen

Hallo Karen,

ich finde so ein Angebot unseriös. Meine Eltern sind 76 und wurden auch schon auf so eine Anlage angesprochen. Beim derzeitigen Vergütungspreis für die kWh sind 13-15 Jahre bis zur Amortisation zu rechnen. Aber nur wenn die Kosten von 5000 Euro/kWp nicht überschritten werden (Markenmodule vorausgesetzt).
Wie schon vorher von anderen erwähnt, wird der Kredit in 10 Jahren zurück bezahlt. Das heißt 10 Jahre lang muß man noch zu den Einnahmen etwas dazu bezahlen um den Kredit zu tilgen und die Zinsen zu bezahlen, weil die Einnahmen durch die Anlage ganz einfach nicht reichen. Nach diesen 10 Jahren holt man sich diese Ausgaben wieder zurück (also ca. 4-5 Jahre). Nun hat man den Punkt erreicht wo die Ausgaben und Einnahmen deckungsgleich sind (also null auf null). Erst jetzt hat man die restlichen Jahre (also 5-6) einen Gewinn.
Wie alt sind deine Eltern dann?
Also ich habe es meinen Eltern ausgeredet.

Außerdem muß im Zählerkasten noch ein Zähler gesetzt werden. Ist der Platz dafür vorhanden? Wenn ja, dann ist es einfach. Wenn nein, dann kann es sein, dass der Zählerkasten neu gesetzt werden muß. Das kostet extra und ist bestimmt in den 50000 Euro noch nicht dabei.

Also bitte genau überlegen und erst dann unterschreiben.

Wenn Du mehr wissen willst, dann frage bitte. ICh habe selbst so eine Anlage und spreche aus Erfahrung.

Viele Grüße
Michael

Die Antworten hier sind etwas zu pauschal!

Jeder Standort, Ausrichtung, Neigung sind anders und die Erträge somit auch. Es gibt unzählige verschiedene Module, Wechselrichter, u.s.w zu unterschiedlichen Preisen.

Ein seriöser Solarteur wird immer nur eine Anlage anbieten, wenn sich das Ganze nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch rechnet. Die schlechteres unserer Anlagen hat eine Amrotisationszeit von 12 Jahren gehabt, die Beste nur 7 Jahre.

Aber egal wie, am Anfang muss man erst einmal das Geld haben (und sei es von der Bank). Bis 2002 ging es auch Ohne, aber diese Zeiten sind vorbei. Nur in manchen Fällen (z.B. Indachanlagen) und Regionen (NRW) gibt es zur EInspeisung nochmals direkte Zuschüsse.

Die PV-Anlage ist immer noch eine ganz tolle, wirtschaftliche Investition, aber die Goldgräberzeiten sind rum, dafür sind Interessierte jetzt ca. 5 Jahre zu spät dran. Einen Großteil ausgleichen kann man durch Selbstbau (machen ca. 80% unserer Kunden). Wir rechnen dann ohne Montage, die Anlage auch im Warenpreis noch günstiger ab.

Eine gute Anlage läuft nicht nur während der gesetztlich zugesicherten Vergütungszeit (20 + 1 Installationsjahr), sondern kann sicherlich 30 - 40 Jahre gute Erträge liefern, die man dann notfalls selbst nutzt. Nicht wenige unserer Kunden sind weit über 60 Jahre alt. Sie wollen damit ihre Rente verbessern und notfalls den Kindern etwas vererben.

Diese Investition ist also sicherlich nicht nur für „Junge“.

Wichtig ist sich genau zu informieren, NUR zu echten Solarteuren zu gehen und die anderen techniken nicht damit zu verwechseln (also z.B. SOlarWÄRME).

Auf unserer Homepage informieren wir seit 8 Jahren sehr ausführlich und unabhängig.

www.oeko-energie.de