„Un parigot désigne une personne venant de Paris, sa région ou en général d’au-dessus de Valence.“
Ich bekomme einfach keinen Sinn in den participe présent und verstehe sinngemäß, dass ein Parigot jemand ist, der ursprünglich aus Valenzia oder Umgebung kommt und nach Paris gezogen ist?!
Könnte mir das jemand von Euch irgendwie erklären?
„Parigot bezeichnet eine aus Paris, der Pariser Region oder generell von oberhalb von Valence/Valenzia(?) kommende Person.“
So ist das Partizip auch in der Übersetzung noch erhalten, allerdings würde man wahrscheinlich eher mit einem Relativsatz übersetzen: „Parigot bezeichnet eine Person, die … kommt.“
Ich glaube, das „en général d’au-dessus de Valence“ ist
Unsinn
Das glaube ich nicht. In Valence fängt der Grand Sud an (von dort aus gesehen), während er von Norden her kommend sich bereits ab Vienne ahnen lässt.
Die Eindrücke aus dem Rhônetal, wenn der Schnellzug mit (verglichen mit deutschen Geschwindigkeiten 1975) fantastischem Tempo und etwas weniger fantastischem Material im Abendlicht Valence entgegenfegte, sind meine ersten aus F überhaupt (die jumelage BC-Valence war ziemlich aktiv). Und wenn der Opa dann nachher beim Apéro meinte „Commeprreunez pourtang mieux cette année…“, dann war das die Ankunft im Midi.
Ich wohne in Südfrankreich und für uns Südfranzosen beginnt der Norden geich nach Avignon (das ist natürlich übertrieben, wie die Südleuten alles übertreiben können). Valence ist eine Kleinstadt nPordlich von Avignon.
Ein Parigot bezeichnet jemanden der aus Paris kommt und der mit einem komischen Akzent (accent pointu) spricht. Es gibt sogar eine Beleidigung, die heisst "parigot, tête de veau (Kalbkopf)
Tut mir Leid für meine späte Antwort aber ich hatte eine informatische Panne.
Hast Du das mit der Kleinstadt dem Präfekten des Départements Drôme mal gesagt ?
Sicher kann man die Grenzen ganz unterschiedlich betrachten, und „von innen aus“ gesehen sind die Grenzen immer etwas enger gezogen - ich schmunzle auch jedes Mal, wenn ich sehe, wie weit nach Ansicht der Milchindustrie „Bodensee“ und „Allgäu“ gehen…
Sprachlich gehört aber Drôme und sogar noch kleine Teile von Isère zum alten Oc-Gebiet. Und, was wichtiger ist, weintechnisch würde man mit einer Grenzziehung schon bei Avignon sowohl den Châteauneuf-du-Pape als auch den Gigondas ausschließen, was zweifellos schade wäre.
Auch wenn man sich anschaut, wo die Butterküche aufhört und die Ölküche anfängt, kommt man irgendwo zwischen Vienne und Valence raus. Und wenn mans meteorologisch angehen will: In Valence hab ich auch schon einen gepflegten Cisampo erleben dürfen, dass mir bald die Ohren weggeflogen sind…
Dass bereits Vienne eine kleine Melodie von Süden hat, mag bloß dem Reisenden aus dem Norden so vorkommen. Aber Valence, Montélimar und Orange sowieso würde ich wirklich nicht mehr zum Zentrum rechnen.