Frage

Ist Religion oder die Beweggründe die es für Religion gibt der Willkür unterworfen, oder gibt es zwingende Gründe für Religiösität und den Glauben. Ist die Entscheidung für oder gegen Glauben also eigentlich nichtig und Glaube zwingend? Gibt es noch einen dritten Weg?
T.

Hallo, Temper,
kaum weiß man etwas, verflüchtigt sich der Glaube.
Gruß
Eckard.

Hallo Eckard,

kaum weiß man etwas, verflüchtigt sich der Glaube.

das Wissen festigt den Glauben!

Weil Glaube bedeutet Vertrauen. Und durch positive Erlebnisse mit Gott vertieft sich das Vertrauen zu IHM (der Glaube an IHN).

Gruss Harald

Ist Religion oder die Beweggründe die es für Religion gibt der
Willkür unterworfen,

Die Religion ist sicherlich keiner Willkür unterworfen, höchstens ihre Inhalte könnten als willkürlich bezeichnet werden. Und auch das wäre schon gewagt, immerhin entsteht eine Religion ja nicht aus dem „luftleeren Raum“.

oder gibt es zwingende Gründe für
Religiösität und den Glauben.

Gründe gibt’s natürlich schon, wie zwingend die sind, hängt wohl stark von der individuellen Einstellung ab.

Ist die Entscheidung für oder
gegen Glauben also eigentlich nichtig und Glaube zwingend?

Glaube ist nie zwingend. Glaube erfolgt grundsätzlich freiwillig.

Gibt es noch einen dritten Weg?

Als Alternative zu „glauben / nicht glauben“? Wie sollte das aussehen? Erinnert irgendwie an „ein bißchen schwanger“…

Gruß Kubi

kaum weiß man etwas, verflüchtigt sich der Glaube.

Wie die Bibel es sagt, „Glaube ist die Vergegenwärtigung des Ungesehenen“, gibt es aber auch zwei Formen von Glauben:
a) der Glaube an das Gesehene (in der Bibel nicht als „Glaube“ im eigentlichen Sinne aufgefaßt)
b) der Glaube an das Ungesehene, eine „Ahnung“.
Sind halt zwei Definitionen.

Aber ich würde mal sagen, Glaube ist auch keine „vage Hoffnung“, sondern eine Gewißheit.

Ich zB GLAUBE daran, daß es auf dem Mond nachts kalt ist. Das hat mir mal wer gesagt, das steht so in den Büchern, aber bestätigen kann ich es nicht, weil ich nicht da war.
Wenn ich auf dem Mond BIN, dann ist dieser Glaube eine Gewissheit. Aber wenn ich wieder vom Mond runterkomme, dann ist es wieder ein Glaube, denn es könnte sich ja zwischenzeitlich geändert haben.

Abgesehen davon, daß Religion nicht unbedingt als zwingend notwendig zu erachten ist, behaupte ich doch, jeder Mensch glaubt an irgendwas.
Die Monotheisten glauben an ihren Gott, die Polytheisten an ihre Götter, die Schamanen an ihre Geister, die Esoteriker an die Kräfte der Natur, die Existentialisten glauben an das Hier und Jetzt
… und die Atheisten glauben daran, daß dies alles Humbug ist :smile:
Und damit glauben auch die Atheisten was.

Ein Mensch, der nichts „glaubt“, glaubt immer noch damit recht zu haben daß es nichts zu glauben gibt. Und wenn er das nicht glaubt, dann glaubt er irgendwo daß es doch was zu glauben gibt auch wenn er daran nicht glaubt… na, verwirrt genug?

kaum weiß man etwas, verflüchtigt sich der Glaube.
Eckard.

hallo Eckard,
es kommt immer darauf an, welchen Glauben du jetzt genau meinst.
Nehmen wir mal den Islam !
Im Koran stehen viele Informationen, die ein Mensch zu der damaligen Zeit nicht wissen konnte.
Nach knapp 1500 Jahren, in einer Zeit (also heute*g*) in der die Wissenschaft weit entwickelt ist, kann man viele Sachen, die man damals angeblich nur „behauptet“ hatte (die im Koran stehen!), mit heutigen mitteln beweisen.
In dem Fall wird ein Glaube gefestigt.
Viele Wissenschaftler, sind nach einigen zufälligen Beweisen, zum Islam konfertiert.

hi,

Gibt es noch einen dritten Weg?

ja, Agnostizismus.

datafox

Und für Alle die es nicht kennen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus

T.