Frage an älteren Dermatologen wg. Formalin

Hallo,

ich wüßte gern, in welcher Konzentration früher (also z. B. noch vor ca. 25 Jahren) Formalinlösung z. B. als Fußbad gegen Fußpilz eingesetzt wurde. War es eine 5%ige oder 10%ige Lösung? Badedauer war, wenn ich nicht irre, 10 Minuten.

Gruß
Uwe

Hallo,

Die handelsübliche Formalinlösung war 40%, zumindest in der Drogerie, die sich ziemlich an die Gepflogenheiten der Apotheken anlehnte(e). Allerdings wurde die Lösung nur in kleinen Mengen als (Fuß)Badezusatz dosiert.

Es grüßt

Der Daimio

Hallo, vielen Dank für die Antwort.

Die handelsübliche Formalinlösung war 40%, zumindest in der
Drogerie, die sich ziemlich an die Gepflogenheiten der
Apotheken anlehnte(e). Allerdings wurde die Lösung nur in
kleinen Mengen als (Fuß)Badezusatz dosiert.

Ja, genau das meine ich. Meine Frage zielt aber darauf ab, welche Konzentration (bzw. Verdünnung) des Fußbades zu Fußpilztherapie üblich war. Badete man die Füße in einer 5- oder 10%igen Lösung?

Gruß
Uwe

Hallo Uwe. meine Erfahrung mit Formalin geht auf Klauenbehandlung bei Schafen zurück. Dort wurden 3%ige Verdünnungen empfohlen, macht kaum einer noch. Ganz weglassen ist bestimmt das beste. Formalin ist gefährlich, allein wegen der eingeatmeten Dämpfe. Das Myzel sitzt oft sehr tief, da müsstest Du die Haut genauso tief durchgerben (abtöten). Gruß, eck.

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Hallo Eckhart, vielen Dank für die Antwort.

meine Erfahrung mit Formalin geht auf
Klauenbehandlung bei Schafen zurück. Dort wurden 3%ige
Verdünnungen empfohlen, macht kaum einer noch.

Ok. Dann wird die 5%ige Verdünnung die richtige sein.

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Das Myzel sitzt oft sehr tief, da
müßtest Du die Haut genauso tief durchgerben (abtöten).

Das genau ist das Problem. Die handelsüblichen Cremes dringen nicht tief genug in die Haut ein, der Pilz verschwindet nur oberflächlich, nach einer Weile fängt es tief in der Haut wieder an zu jucken und das Spiel beginnt von neuem. Nach jahrzehntelangen erfolglosen Versuchen der Therapie ist man es irgendwann leid.

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Ganz weglassen ist bestimmt das beste.

Dann behalte ich aber auch die Pilze, also keine wirkliche Alternative. Wüßtest Du was besseres?
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Formalin ist gefährlich, allein wegen der eingeatmeten Dämpfe.

Dieses Problem ließe sich dadurch umgehen, daß man sich mit dem Fußbad (bei angenehmen Außentemperaturen versteht sich) nach draußen setzt. Bei Windstille könnte man zudem die Luft über dem Fußbad von einem Ventilator wegsaugen lassen.

Beste Grüße
Uwe

Hallo,

sag doch mal bitte welche Mittelchen Du schon versucht hast und ggfs welche zus. Maßnahmen, wie zB Desinfektion Schuhe, Strümpfe etc pp.

Gruß
M.

sag doch mal bitte welche Mittelchen Du schon versucht hast
und ggfs welche zus. Maßnahmen, wie zB Desinfektion Schuhe,
Strümpfe etc pp.

Das volle Programm: alle Cremes und Salben, die es in der Apotheke gibt (vom Dermatologen verordnet), zusätzlich fungiziden Puder etc.; Socken grundsätzlich Kochwäsche mit anschließender Wäschedesinfektion im letzten Spülbad, Schuhe mit Formalindämpfen (Wattebausch mit H2CO, Plastiktüte, 24 h, danach an die frische Luft für mehrere Tage) begast. Diese Maßnahmen mit den Schuhen müßte ich mal wieder treffen, warte damit aber bis Mai, damit ich die Schuhe anschließend zum Ausgasen nach draußen stellen kann.

Das Problem ist vermutlich dadurch entstanden, daß ich zu Beginn des Befalls nicht mit der gehörigen Disziplin an die Sache herangegangen bin, sondern es erst u. A. mit Hausmittelchen versucht habe. Da sich die Symptome auch zunächst verflüchtigten, glaubte ich an einen Therapieerfolg. Dann kamen die Symptome nach Wochen wieder. So ging das über Jahre, so daß der Pilz offenbar genug Zeit und Gelegenheit hatte, sich in der Tiefe einzunisten.

Momentan versuche ich es mit abwechselnd Clotrimazol und Bifonazol. An einem der beiden Füße habe ich nun schon seit fast einem Jahr auch keine Symptome mehr, auch kein Jucken. Dennoch behandele ich den zur Sicherheit weiter mit.

Am anderen Fuß spüre ich insbesondere beim Baden oder bei viel Wärme (Wärmflasche) ein starkes Jucken unter der Haut in der Mitte der Zehenreihe knapp unterhalb derselben im Zehenballen. Wenn ich dann dort mit dem Bimsstein genug lange herumrubbele, habe ich einen Hautfetzen in der Hand. In der Hautschicht darunter sitzt offenbar das Mycel. Da habe ich natürlich schon ein paarmal auch direkt das jeweilige Zeug aufgetragen. Offenbar gelangte das aber noch nicht bis in die nötige Tiefe.

Gruß
Uwe

Wenn der Befall zwischen den Zehen liegt, ist folgendes einfach und wirksam. Nach dem Waschen abtrocknen und dann saugfähiges, mehrlagiges Papier zwischen die Zehen legen, täglich erneuern und nie vergessen. Das Papier trocknet die Stellen aus, die Haut heilt ab, als gäbe es keinen Pilz. Der bleibt, aber Du spürst ihn nicht mehr.

Der bleibt, aber Du spürst ihn nicht mehr.

Er soll aber nicht bleiben.

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Hallo,

ist denn da mal eine Kultur angelegt worden?

Es gibt noch eine Reihe weitere Wirkstoffe sowohl zum Auftragen, als auch zum Einnehmen wenn eine systemische Behandlung sinnvoll ist, was bei Hautpilzen die tief im Gewebe sitzen der Fall sein kann.

Bei der lokalen Anwendung sollte man ein Präparat verwenden das in der Lage ist seinen Wirkstoff tief in die Haut zu transportieren. Dazu werden dem Präparat Stoffe zugesetzt, die die Hautbarriere durchlässiger machen. Ethanol kann dazu beitragen dass die Haut durchlässiger wird (entfettet), DMSO ist aber idR stärker.
-> Arzt fragen mit welchem Antimykotikum DMSO kombiniert werden könnte.

Hast Du schonmal Lamisil Sprayversucht? Das enthält den Wirkstoff Terbinafin, das es auch in Tablettenform zum Einnehmen gibt.
Lamisil Once legt dabei ein Wirkstoff-Depot in der Haut an, weshalb es auch nur ein Mal verwendet werden darf.
Zum Einnehmen gibt es rezeptpflichtige Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff. Die sind leider idR alles andere als leberschonend…

Pilze mögen es grundsätzlich weder sauer noch salzig, also kannst Du ruhig regelmäßig Deine Füsse mit Salzwasser oder Essigwasser abspülen.
Anschliessen die Füsse immer gut abtrocknen auch zwischen den Zehen.
Das Schuhwerk solltest Du regelmäßig wechseln, damit es Zeit hat auszutrocknen und ggfs regelmäßig desinfizieren.
Socken mit einem Waschmittel das fungizid wirkt so heiss wie möglich waschen.
Wenn Socken zwischendurch feucht geschwitzt sind -> wechseln.
Das muss absolut konsequent gehandgabt werden sonst besteht die Gefahr sich immer wieder selbst anzustecken.
Nach Möglichkeit auch nicht kratzen, da man damit die Sporen an andere Körperstellen transferieren kann. Microverletzungen der Haut reichen dem Pilz dann aus um einzudringen.

Gruß
M.

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Hallo,
laß Dich auf Candida intestinalis untersuchen, der Befund ist sicher positiv. Nach der Darmsanierung verschwindet auch der Fußpilz. Viel Erfolg!
Gruß Heike