Hallo! Ich schreib nochmal was heute. Ich wollte mal fragen, wie schwer ihr (Studenten) das Studium findet verglichen zum Gymnasium und was ihr studiert. Bin nämlich am Überlegen, ob ich eine Ausbildung machen soll oder studieren soll, will mir aber nicht unbedingt sooo viel Stress nochmal antun
Danke!
Moien
Das Studium ist wesentlich einfacherer als alles was davor war.
… so und jetzt rate mal was ich studiert hab …
cu
Hallöle!
Also so 100%ig kann man Hochschule und Oberstufe natürlich nicht vergleichen, es kommt auch immer darauf an, was für einen Studiengang du wählst, bzw. deine Motivation bzw. Vorwissen.
Ich studiere selber noch nicht lange, habe ein Semester an einer Uni in einem hoffnungslos überfüllten Studiengang mitgemacht, und kann aus meiner Erfahrung (die ja natürlich nicht verallgemeinert werden kann) sagen, dass das absolut ätzend war. Durfallquoten von 80% in Mathe sind nicht wirklich motivierend (war ein Dipl-Ing-Studiengang), genauso wie mit 800 Leuten im Vorlesungssaal zu hocken (also das war echt nervig; jeden Tag die obligatorische Diskussionen, dass man hinter dem Rücken des Profs keine Papierflieger zu werfen hätte; auf der Treppe hocken, usw).
Ich habe dann auch ziemlich schnell umgedacht, und beschlossen auf eine Fachhochschule zu gehen. Und das erste Semester habe ich recht erfolgreich abgeschlossen, ohne jetzt die ganze Zeit Stress gehabt zu haben. Man muss aber auch dazu sagen, dass mich dieser Studiengang auch wirklich interessiert.
Und das ist imho das Wichtigste. Wenn du weisst du kannst da was, und kannst dir damit auch eine Zukunft vorstellen, dann ist das echt Gold wert. Das Niveau ist zwar in den speziellen Fächern schon sehr viel höher, aber die Sache ist, du musst dich nicht - wie an der Schule - mit irgendwelchem Quatsch rumschlagen, mit dem du persönlich nichts anfangen kannst.
Grundlegende Sachen bleiben zwar gleich, du sitzt auf nem Stuhl und da vorne erzählt dir jemand was (FH ist da mehr wie Schule als Uni - aber nicht im negativen Sinn; kleinere „Klassen“, persönlicher).
Und die Nachteile werden auch kleiner durch das neue Bachelor/Master System. Mein Resumee: Bis jetzt find ich „meine“ FH toll 
Wenn dir was Spaß macht, dann wird Stress relativ…
mfg
Matze
Hallo Kerstin,
begib Dich in die nächste Bücherei / Buchhandlung und suche
nach folgendem Buch. Es wird alle Deine Fragen beantworten.
http://rzhome.rrze.uni-erlangen.de/~unsr04/1/erstsos…
Ganz allgemein gilt für das Studium:
Es ist ein hohes Maß an Selbständigkeit und Disziplin erforderlich, um mit der Freiheit umgehen zu können.
Zudem sollte jede/r das Studium wählen für das das Herz schlägt. Leidenschaft ist eine gute Voraussetzung für Erfolg. Jedenfalls eine bessere Voraussetzung als Prognosen zu den beruflichen Einstiegsmöglichkeiten nach einem Studium: wer kann heute schon sagen, was in drei bis fünf Jahren ist?
Grüsse aus Lüneburg
Heiner Gierling
Hi,
also so ganz spontan würde ich sagen: Angewandte Informatik??
mfg
Matze
Hi,
du musst wissen, was du willst - beruflich und privat. Reichen dir zwei/drei Jahre Ausbildung und willst du schnell GelD verdienen? Dann mach eine Ausbildung (bei Abi oft ein Jahr kürzer möglich).
Willst du dich tiefer mit einem Thema beschäftigen, noch einige Zeit von Ikea leben und WGs genießen? Dann Studiere.
Ich habe gerade das zweite Semester hinter mir und mein „Traumstudium“ und muss sagen, dass es alles andere als einfach war für mich. Ein Studium fordert etwas von dir - und bringt (hoffentlich) das Beste in dir zum Vorschein: Ausdauer, Neugier, Disziplin, Gemeinschaft, … du lernst den Umgang mit Zeitdruck, Recherschen, Notizen machen, Schreiben, und struckturiert denken und was sonst noch so alles.
Mit Sicherheit gibt es Phasen, in denen du keinen Bock hast und vielleicht alles hinschmeißen willst, aber da hilft der Wille und die Entscheidung, dass es doch dass ist, was du wirklich machen wolltest.
Im Gegensatz zur Ausbildung hab ich hier viel mehr über mich und meine Macken und mein Denken gelernt, als ich auch nur annähernt geahnt habe.
Finde heraus, was dein Traumjob/-studium wäre und dann zieh es durch. Geld, was du vielleicht in 5 oder 8 Jahren mal verdienen wirst, ist nicht gerade die Motivation, die einem im monotonen Alltag durchhalten lässt … zumindest nicht mich.
Studium: hart, herausfordern und einfach wunderbar! 
Ich wünsche dir Weisheit und hör auf dein Herz.
Hallo Kerstin,
dürfen auch ehemalige Studenten was schreiben?
Ich wollte mal fragen,
wie schwer ihr (Studenten) das Studium findet verglichen zum
Gymnasium
es läßt sich kaum vergleichen, denn:
- Du studierst (meist) etwas, was Dich (prinzipiell) interessiert.
Auch wenn es in fast allen Studiengängen Fächer gibt, die Dich kaum interessieren, ja die Du sogar abgrundtief hassen wirst. - Ein Studium ist (noch) nicht soverschult wie eine Oberstufe.
und was ihr studiert.
Chemie und Biotechnologie
Bin nämlich am Überlegen, ob
ich eine Ausbildung machen soll oder studieren soll, will mir
aber nicht unbedingt sooo viel Stress nochmal antun
Ein Studium ist sicher länger und wohl auch anstrengender als eine Ausbildung, aber spätestens wenn Du nach ca. zehn Jahren Beruferfahrung das erste mal einen jüngeren Chef vor die Nase gesetzt kriegst, der zwar kaum Ahnung von der Praxis, dafür aber ein Diplom hat, fragst Du Dich wohl das erste mal, ob es nicht besser gewesen wäre zu studieren.
Die Karierechancen ohne Studium sind nicht so üppig!
Zudem sind Tätigkeiten nach einem Studium meist anspruchs- und verantwortungsvoller, abwechlungsreichere und nicht zuletztauch besser bezahlt.
Wenn ich wieder vor der Wahl stünde, würde ich wieder ein Studium wählen.
Was Du zudem bedenken solltest:
Ein Studium ist auch eine Zeit der persönlichen Entwicklung.
Ich habe dort einige Menschen kennen gelernt, die ich auch heute noch zu meinen engsten und besten Freunden zählen darf.
Gandalf
Moin moin,
wenn Du nicht zwingend eine Uni haben musst und ein wenig Probleme bei der Eigenmotivation hast (warum soll ich zu einer Vorlesung, wenn mich keiner vermisst), denk mal über einen Abschluss an einer Berufsakademie nach.
Dazu kommt der praktische Aspekt, der auch nicht zu unterschätzen ist.
Wobei grundsätzlich erst mal die Frage nach dem Was und dann erst nach dem Wie ist.
Also, welches Thema und dann, welche Methode.
Gruß
ALex
Hallo Kerstin,
Hallo! Ich schreib nochmal was heute. Ich wollte mal fragen,
wie schwer ihr (Studenten) das Studium findet verglichen zum
Gymnasium und was ihr studiert. Bin nämlich am Überlegen, ob
ich eine Ausbildung machen soll oder studieren soll, will mir
aber nicht unbedingt sooo viel Stress nochmal antunDanke!
ich habe Biologie auf Diplom studiert. Das Studium war vom Pensum her deutlich härter als die Schule, aber ich habe mich mit dem Lernen nicht so schwer getan wie in der Schule, weil es sich immerhin um ein Fach handelte, dass ich wirklich studieren wollte. Ich kann heute ganz altklug sagen, dass das Studium die bisher beste Zeit in meinem Leben war. 
Trotzdem solltest du nicht mit dem Gedanken rangehen „so wenig Stress wie möglich“. Das kannst du nie vermeiden. Du weißt vorher nicht, ob es wirklich das Richtige für dich ist, ob die Kommilitonen Scheiße sind oder die Profs - und das Gleiche gilt für eine Ausbildung. Dazu kommt, dass der eigentliche Stress meistens erst im Berufsleben losgeht.
Ich bin ganz froh, dass ich im Studium noch jede Menge Freiheiten genießen konnte - wenn man erstmal voll arbeitet, kommt man nicht mehr zu viel. Wenn man eine Ausbildung macht, ist das, glaube ich, ähnlich.
Gruß
Cess
will mir
aber nicht unbedingt sooo viel Stress nochmal antun
dann solltest du nicht studieren:wink:
mfg:smile:
rene
Auch Hallo,
mir fällt das studieren wesentlich leichter als die Oberstufe, das liegt zum einen natürlich daran das ich jetzt „nur noch“ das mache was mir Spaß macht, außerdem habe ich das Glück in einem recht kleinem Studiengang gelandet zu sein.
In meinem Hauptfach muss ich um Scheine zu bekommen Hausarbeiten schreiben, das fällt mir wesentlich leichter als Klausuren.
Bevor ich angefangen habe zu studieren habe ich auch überlegt eine Ausbildung zu machen deshalb mein rat: schau mal wann es in einer Uni in deiner nähe einen Tag der offenen Tür gibt, da kannst du dich informieren was es für Studiengänge gibt, so habe ich „mein“ Fach auch gefunden :o)
Hi,
leider muss ich mich meinem eloquenten Vorredner
anschließen. Wenn du das Gymnasium schon als stressig empfandest, dann wird ein Studium eigentlich nicht das richtige für dich sein. Allerdings ist auch eine Ausbildung nicht unbedingt stressfrei.
Was empfindest du denn als stressig?
Ich habe eine Berufsausbildung (Industrieelektroniker) und studiere zur Zeit Physik.
Potentielle Stressfaktoren Ausbildung:
-du musst pünktlich zur Arbeit erscheinen
-schwänzen ist nicht wenn du mal einen schlechten Tag hast
-du musst Leistung zeigen (Lernerfolge, vernünftige Arbeit abliefern)
-wenn dir dein Chef unsympathisch ist ist das dein Problem, Arbeit/Ausbildung hat Vorrang
+fachlich meist weit weniger anspruchsvoll als Studium
+du kriegst schon ganz gut Geld, das du in deiner Freizeit zum Stressabbau verwenden kannst ^^
Studium:
-fachlich viel Anspruchsvoller als Gymnasium
-du musst Selbstdisziplin haben und regelmäßig lernen
-das meiste musst du dir selbstständig beibringen, da dir die Profs die Infos die du für die Klausuren brauchst nicht vorkauen
-wenn du nicht gerade Kind reicher ELtern bist siehts mit dem Geld ziemlich Mau aus
+freie Zeiteinteilung
+sehr flexible Fächerwahl
Mein Fazit: Stressfreier als Schule, wo du dich nur reinhocken und zulullen lassen musstest und 2 Tage vor einer Prüfung mal ins Buch guckst, wirds nimmer.
Mein Tipp: Du solltest dir im Vorfeld weniger Gedanken machen welche Ausbildung dich mehr stresst, als welche Tätigkeit dir wirklich zusagt.
Tätigkeiten die dir Spass machen empfindest du auch nicht als so belastend.
Oder beklagst du dich auch über Einkaufsstress wenn du zum 100.Mal in nen Klamottenladen rennst um dir das neueste „was auch immer“ zu kaufen? Nein, weil es dir Spass macht.
Gruss
Marco
PS: Der Klamottenladen steht selbstverständlich für Hobbies jeglicher Art die andere Menschen auch als stressig empfinden könnten und soll keinesfalls eines dieser eingemotteten Frauenklischees sein.
)
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Hi,
wie schon einige gesagt haben, kann man Uni und Schule nicht vergleichen.
Ich persönlich liebe die Uni, versuche, nach meinem Magister dort unterrichten zu können. (Ich studiere Indogermanistik…)
Wenn ich an der Uni so wie an der Schule z.B. auch Physik hätte lernen müssen, hätte ich’s nicht gemacht. Das war das Schlimme an der Scbule - die Fächer, die einen nicht interessieren oder einem nicht liegen. An der Uni fällt mir fast alles leicht, weil ich mich wirklich dafür interessiere.
Aber bei Deiner Entscheidung solltest Du Dich nicht nach uns anderen richten oder danach, was Deiner Meinung nach mehr Streß macht. Überleg Dir gut, was Du gerne machen willst, welcher Beruf Dich interessiert, ob Studium oder Ausbildung besser ist.
Ich kenne einige Studenten, die nach dem Grundstudium die Uni geschmissen haben, weil’s ihnen dann doch zu theoretisch war und sie lieber einen Lehrberuf machen wollten.
Umgekehrt kenne ich auch einige, die nach der Lehre lieber doch zur Uni kamen.
Geh doch mal zur Berufsberatung beim Arbeitsamt ( B erufs I nformations Z entrum) und informiere Dich über alles Berufe, die Dich interessieren.
Hallo Kerstin,
als Mutter einer gerade eben Ex-Studentin erlaube ich mir einen anderen Vorschlag einzubringen:
Neben all dem anderen, was die Vorschreiber schon geschrieben haben, gibt es noch einen Weg, den meine Tochter gegangen ist, obwohl sie schon genau wusste, dass sie studieren wolle:
Überleg mal, ob es Dir was bringt, wenn Du ein Jahr mit etwas anderem einschiebst. Das kann mit Deinen möglichen Berufswünschen zu tun haben (meine Tochter, derzeit Referendarin am Gymnasium, hat ein freiwilliges soziales Jahr in einem Kinderheim gemacht) oder etwas sein, das Du schon immer mal machen wolltest, aber keine Ahnung hast, ob das "berufstauglich ist.
Bin nämlich am Überlegen, ob
ich eine Ausbildung machen soll oder studieren soll, will mir
aber nicht unbedingt sooo viel Stress nochmal antun
Das Gefühl von „soo viel Stress“ kann nämlich auch aus einem gewissen Lernüberdruss kommen. Da ist möglicherweise eine definierte kürzere Lernpause sinnvoller, als eine mehrjährige Ausbildung zu beginnen, die dann doch nicht so passt.
Übrigens solltest Du Dich vor der Entscheidung für eine Ausbildung unbedingt auch mit Menschen austauschen, die diese Ausbildung gemacht haben. Duale Ausbildungen sind auch nicht ganz stressfrei.
Gruß, Karin
Hallo Kerstin,
allgemeine Meinungen hast du schon genug, da erspar ich dir meine.
Aber du hast ja ausdruecklich nach den persoenlichen Erfahrungen gefragt. Die hatte ich hier schonmal geschrieben:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Allerdings soll es auch leichtere Studiengaenge geben- hab ich gehoert…
Kati
Hallo,
nun will ich auch mal meinen persönlichen Senf dazugeben:
Ich studiere noch an einer FH (Mikro-Feinwerktechnik) und muss sagen, dass es durchaus „einfache“ und „schwierige“ Fächer gibt, weil es immer irgend etwas gibt, das einem mehr liegt oder eben nicht. Aber prinzipiell ist es schon leichter, sich mit etwas ausführlicher zu befassen, das für die eigene Person von Interesse ist, als - so war es bei mir - Geschichte, Erdkunde und Kunst zu lernen. Ich bin eigentlich ganz glücklich, aber Stress ist es allemal - nur eben in einer anderen Ebene.
Allerdings verweise ich auch mal darauf, dass es durchaus Sinn machen kann, zuvor eine fundierte Berufsausbildung in der vorschwebenden Richtung (zur Not ähnlich geartet) gemacht zu haben. Zum Einen profitiert man im Studium davon und es fallen manche Dinge einfach leichter, zum Anderen weiß man einfach, wovon da die Rede ist, während der Rest des Auditoriums keine Ahnung hat, was ein Drehmomentenschlüssel, ein Schneideisen, eine 2-Hand-Sicherheitsschaltung nach DIN, … ist.
Nur ist die Frage, ob du wirklich 8 Jahre oder länger lernen willst, zuerst Berufsausbildung und dann Studium. Es ist eine Möglichkeit, die abgesehen von dem Zeitaufwand keinen Nachteil, dafür viele Vorteile bringt.
Thea