Frage an Fachmann zu Burnout

Hallo,

ich habe Burnout erkrankungen und mein Hausarzt ist etwas damit erfordert.

Aktiv habe ich momentan Tinitus, machmal Zahnschmerzen, manchmal migräne.

Kurz zu mir. Ich bin Meister und Techniker und arbeite sehr gerne und viel. Siche schnell den Erfolg in der Arbeit und neuen Aufgaben. Mir macht es ansich viel Spass.
Arbeite im Exponate und Messebau als techniker. Habe oft 30-40 Aufgaben gleichzeitig. Das Geschäft ist sehr shcnellebig, oftmals vergehen selbst beo grossen Sachen von der Kundenanfrage bis zur Auftragsfertigstellung nur 2 Wochen.
Die Firma in der ich arbeite hat sich aber teils total mit lukrativen Aufträgen übernommen. Oder auch manche kollegen die an sich keine techniker sind übernehmen sich total mit kleinen Aufträgen wo wir Profis dann wieder alles gerade biegen für sie.
Auch hatte ich manchmal noch für kleine Serienprodukte die entwicklung und Kalkulation gemacht.

Bis letzten September war alles ok, hatte viel Spass, alle Kollegen und vor allem die Cheffs waren sehr zufrieden mit mir.
Dann zog ich mir in Paris eine Krankheit zu die sich über 2 Monate zog.
Hatte ständig Nierenschmerzen, Schwindel, Leistungsverlust, Demotivation. Da ging es dann für die Diagnose dahin, erst Hausarzt, dann Facharzt, dann Nierenarzt Klinik, dann in Herrsching zu Internisten. Erst mal kahm ordentlich Antibiotika dran. Im Urin hatte ich immer Eiweiss manchmal waren wiesse blutkörper zu hoch, manchmal die Roten viel zu hoch. Durchgecheckt, Gerönkt und Ultraschall wurde alles an mir. An den Nieren lag es nicht, ansonsten auch alles an Gefässen HErz usw. in Ordnung.
Ich Idiot habe da imemr dennoch weiter gearbeitet, weil ich meinte das ich gebraucht werde und mich die Kollegen und Cheffs dringend brauchen. Leider ist es nicht möglich in diesen Bereich eine guten Kollegen zu finden der mich vertreten könnte. Im Messegeschäft mag wegen dem Stress halt niemand gerne arbeiten.

Nach über 2 Monaten war die Krankheit weg, der Verdacht lag auf einen Virus. Gefunden wurde nichts.

Ab Dezember ging es dann mit Ktankheiten los.
Grippe. Entzündung am Zeh. später Erkältung.
Im Januar dann Schindelig, erschäft, demotiviert. Alles war mir zu viel.

Seit einer WOche habe ich nun einen Tinitus und bekomme Infusuinen, hatte immer mal wieder Zahnweh, obwohl ich an sich gesunde zähne und Zahnfleisch habe, und manchmal Migräne.

Meine Leistungsfähigkeit und Aufnahmefähigkeit schätze ich momentan auf unter 50% von dem was ich früher normal geleistet habe.
Ich bekomme meine Aufgaben nicht richtig auf die Riehe, kann mich nicht konzentrieren, finde manche Sachen nicht. oder vergesse einfch wichtige Sachen wie in der Firma anrufen das ich einen Tag krank bin.

Ein grosses Problem war auch das ich über ein Jahr nie Urlaub oder erholung hatte und seit 1,5 Jahren kein Sport mache.
Noch dazu bin ich Raucher. Alkohol hingegen trinke ich eigentlich seit 3 Jaren nur als Genuss und selten.

Vor kurzen sind auch 2 gute Freunde von mir und auch meine Tante verstorben. worüber ich immer noch sehr traurig bin.
Auch hatte ich eine Gerichtsverhandlung wo sich die Sache über 3,5 Jahre gezogen hat, wo ich aber freigesprochen wurde. Ein trost da war das selbst der Stastsanwalt sagte ich sei unschuldig. Ich glaube die Sache hat mich auch sehr belastet das ich unschuldig war und bissel dran verzwifelte. Aber ist ja nun postiv beendet.

Ein problem für mich stelt auch gerade dar das Kollegen auf mich sauer sind weil ich meien Arbeit nicht mehr sehr gut sondern nur noch befriedigend bis ausreichend erledigen kann.

Ah habe vergessen das ich in einem Jahr 10 KG zugenommen habe und nun bei 187 ca. 120 kg wiege. Habe aber weil ein rechter Bär bin schon als ich schlank, ohne Bauch, war so 97 Kg gehabt

Ich überlege mir gerade zu kündigen und da ich noch 44 Tage für Urlaub habe mir Mai und Juni zu erholen und etwas für meine Gesundheit tuhe.

Da ich recht unglücklich über meinen momentanen Zustand bin würd ich auch Geld für ausgeben. Also müsste nicht unbedingt etwas von der Krankenkasse sein.

Da ich eigentlich weiss was mir fehlt und woran es liegt wusste mein Hausarzt auch nicht was er mit mir anfangen soll.

Wiess jemand woin ich mich Raum FFb / München wenden kann?

Hallo Maxi,

bei Deiner Vielzahl an Beschwerden und bei der geringen Aussagekraft Deiner Vika ist es natürlich schwer, Dir eine fundierten Rat zu geben.
Kein Wunder, dass Dein HA damit überfordert ist, das wären wohl alle, die damit konfrontiert werden.
Mein Tipp: such Dir mit Hilfe Deines Hausarztes eine/n gute(n) PsychtherapeutIn, der Dir zuhört.
Lass Dir von Deinem Hausarzt eine gute psychosomatische Klinik empfehlen, in der Du Dich erholen kannst und in der Deine Probleme besprochen werden können (in Deiner Nähe am Chiemsee gibt es eine gute psychosomatische Klinik).
Sei offen für Kritik an Deiner Lebensweise, nicht alle Beschwerden kommen von Deiner geheimnisvollen Krankheit, die Du Dir in Paris zugezogen hast…
Zuletzt: es gibt ein Leben außerhalb der Arbeit und des Berufes…
Gute Besserung wünscht
synapse

Hallo,

vorweg, die Fachleute sitzen im Brett „Psychologie“.

ich habe Burnout erkrankungen und mein Hausarzt ist etwas
damit erfordert.

ich muss gestehen, ich bin ziemlich erschüttert, keinesfalls über Dich, sondern über Deinen Hausarzt!
Du beschreibst die zahllosen Symptome der psychischen und physischen Überforderung und wie Du in einer Endlosspirale drinsteckst und immer weitermachst, um allen gerecht zu werden, nur nicht mehr Dir selbst. Du machst Dir fortwährend Druck, dem Du nicht mehr gewachsen ist, dem auch niemand anders gewachsen wäre. So wir Dir, geht es sehr vielen Menschen. Mach Dir bewusst: Du bist mit diesem Problem nicht allein.

Aktiv habe ich momentan Tinitus, machmal Zahnschmerzen,
manchmal migräne.

Der Druck ist so stark, dass sich Dein Körper wehrt: Tinnitus, Migräne, Zahnschmerzen ohne physische Grundlage, gehören zu den Stresssymptomen, die man ernst nehmen muss. Der Körper sendet SOS-Signale.
Menschen, die an Burn-out erkranken, sind vorwiegend Menschen, die sehr ehrgeizig sind, die länger, schneller, gewissenhafter arbeiten wollen als andere, die sich für alles verantwortlich fühlen, die denken, ohne sie ginge es nicht, die lieber alle Arbeiten selber erledigen, anstatt auch mal einen Teil zu delegieren, was durchaus notwendig sein kann.

Dann kommt die Überforderung, sie wird stärker, man ist verunsichert, man macht Fehler, vergisst auf einmal wichtige Dinge, wird krank, weil durch die permanente Überforderung das Immunsystem ebenfalls in eine Krise gerät.

Ab Dezember ging es dann mit Ktankheiten los.

Grippe. Entzündung am Zeh. später Erkältung.
Im Januar dann Schindelig, erschäft, demotiviert. Alles war
mir zu viel.

Daher passt es gerade jetzt ins Bild, zu aller Überforderung auch noch irgendwelche Infektionskrankheiten bekommen. Haltung wahren und weiterarbeiten fällt immer schwerer, aber man ist immer noch zu ehrgeizig. Weil man nun nicht mehr die gewohnte Leistung erbringt und gestresst wirkt, können häufig Chef und Kollegen die Situation zunehmend nicht recht verstehen und machen ihrerseits Druck. Die Überforderung wächst. Viele Menschen in dieser Lage entwickeln starke Depressionen, deren Vorhandensein das Burn-out-Syndrom bekräftigen.

Da ich eigentlich weiss was mir fehlt und woran es liegt
wusste mein Hausarzt auch nicht was er mit mir anfangen soll.

Die Menschen, die mit Burn-out zu ihrem Hausarzt kommen, werden von ihm zu einem guten Psychologen überwiesen!!!
Aber ich hatte kürzlich noch gelesen, dass viele Hausärzte tatsächlich in hohem Prozentsatz diese Notwendigkeit bei ihren Patienten nicht erkennen…

Manche Hausärzte machen sich allerdings die Mühe, einen passenden Psychologen für ihren Patienten herauszusuchen. Leider gibt es Wartezeiten bis man den ersten Termin bekommt. Manchmal muss man etwas herumtelefonieren (lassen). Dann gibt es natürlich Folgetermine.

Erfahrungsgemäß sind diese Gespräche anfangs nicht ganz einfach, denn der Patient lernt sich selber zu erkennen. Er lernt zu verstehen, was ihm diesen ungesunden Druck verursacht hat. Er lernt jetzt, auf sich selber, auf seine Psyche und auf seinen Körper und dessen Symptome zu hören, lernt sich keinesfalls in jedes Problem mit hineinzuhängen, lernt Arbeit abzugeben. Das tun andere Menschen auch, man ist dann nicht weniger wert. Man lernt hauszuhalten mit seinen Kräften. Wenn nötig, kann auch für einen Zeitabschnitt ein Antidepressivum weiterhelfen, wenn der Patient es will oder braucht. Manche lehnen es völlig ab, andere sind froh, weil sie damit besser zurecht kommen. Das wird mit dem Psychologen zusammen überlegt.
Eventuell kommt auch eine Kur in Frage, eine Organisationsfrage zwischen Arzt und Krankenkasse.

Bedenke alles mit Ruhe, begehe jetzt keine Kurzschlusshandlung. Die Arbeit wirst Du natürlich nicht kündigen. Wer kündigt, bekommt die ersten 3 Monate schließlich kein Arbeitslosengeld, besser man kündigt Dir, aber vielleicht ist das ja alles gar nicht notwendig. Aber mitbedenken muss man es.

Wenn Dir Dein Hausarzt tatsächlich nicht weiterhelfen kann, dann bitte Deine Krankenkasse telefonisch um eine Adressenliste der ortsansässigen Psychologen. Doch eine Orientierungshilfe über einen überweisenden Arzt wäre gerade jetzt für Dich eine große Erleichterung.
Wenn die Termine beim Psychologen einmal laufen und ihr eine Antenne füreinander habt, dann bist Du schon einmal auf einem guten Weg, dann findet sich alles nach und nach. (Falls man es mit dem Psychologen nicht kann und umgekehrt, kann man laut Krankenkasse bis zu 2x wechseln, soviel ich weiß – denn die Chemie muss stimmen).

Und Du wirst Dich wundern, wenn Du diesen Weg gehst, wie viele Leute in Deinem Umfeld, bis zu manchen Chefs, sich auf einmal outen, dass sie auch bereits so weit waren und wegen Burn-out einen Psychologen in Anspruch nehmen mussten.

Du wirst bald sehen, es gibt Hilfe und Lösungen, und es wird dann bergauf gehen - auch wenn es ein langer Weg werden wird.

Gute Besserung wünscht

Renate
(die selten eine so lange Antwort geschrieben hat)

MOD:Ganzkörperzitat entfernt

Danke

MOD:Ganzkörperzitat entfernt

Danke dir, das ist hilfreich für mich.
Werde am Montag mit dem Hausarzt darüber reden.