Frage an 'Helligkeitsfanatiker' ;-)

Hallo Boardies,

mal eine Frage an Euch:

In diesem Raum, in welchem ich gerade sitze und dies schreibe, hängt an der Decke ein Strahler mit drei Lampen (Reflektorbirnen) a 60 Watt.
Das Zimmer ist nicht gerade groß, 24 qm, die Decke mit weißer Paneele bestückt.
Trotzdem ist mir das alles zu dunkel, speziell wenn ich was schreiben oder lesen will.
Könnte es an den Reflektorlampen liegen, da diese nur in eine Richtung strahlen?
Würden Halogenlampen mit 60 Watt (stärker verträgt die Fassung nicht) mehr Lichtausbeute bringen?
Oder komme ich um den Kauf einer anderen Deckenlampe, welche Birnen mit höherer Wattzahl verträgt, nicht drum herum?

Schönen Abend

Jürgen

Hi Jürgen,

eine DECKEN-Lampe zum Lesen im Sitzen ist immer verkehrt.
Man sollte dazu eine Lampe nehmen, die links vom Buch in Höhe des Kopfes des Lesenden angebracht ist und auf das Buch scheint.
Dann reicht auch EINE 40W-Reflektorbirne.

Andererseits könntest du in deiner Deckenlampe statt der 3 60 W Reflektor-Glühbirnen 3 20 W Stromsparlampen einschrauben.
Die wären doppelt so hell wie 60W Glühbirnen, erzeugen aber nur ein Drittel soviel Wärme, deshalb passen sie auch in die Fassungen.
Dadurch sparst du auch Strom (60 W statt 180 W, trotzdem doppelt so hell).
Gruß
BT

Trotzdem ist mir das alles zu dunkel, speziell wenn ich was
schreiben oder lesen will.
Jürgen

Hallo Jürgen,

du könntest dich auch mal auf grauen Star untersuchen lassen (kein Witz, an deiner Vita sehe ich ja nicht, ob du vielleicht erst 16 bist). Was meinen denn andere zu der Beleuchtung?

Gruss Reinhard

Moin,

es gibt eigentlich keine schlechtere Beleuchtung als diese Deckenleuchten mit Spots. Egal ob da nun Halogenlampen oder herkömmliche Lampen drin sind, man hat immer Dunkelzonen.
Wenn Deine Lampen die R80 Reflektorlampen sind, dann gibts diese mit 30° und 80° Ausstrahlwinkel. 30° wären natürlich denkbar ungünstig.
Die Theoretisch beste Raumausleuchtung wäre eine „nackte“ Allgebrauchslampe an der Decke, aber schick aussehen tuts natürlich nicht :wink:
Im professionellen Bereich gibts für jede Leuchte eine Lichtverteilungskurve (LVK).
Ein relativ homogenes Licht bekommt man mit einer Deckenleuchte die neben dem direkten Licht auch einen indirekten Lichtanteil hat.
Es gibt auch spezielle Deckenfluter mit Kompaktleuchtstofflampen, die eine direkt/indirekt Beleuchtung bieten, allerdings ist sowas nicht gerade billig.
Von Reflektorlampen in Deckenleuchten ist eigentlich immer abzuraten, aber die sind wohl Mode momentan.
Alternativen gibts reichlich, aber über Design lässt sich ja bekanntlich streiten (oder auch nicht).
Eine Pendelleuchte mit opalem Glasschirm wäre hier wohl sinnvoll.
Darin verwendest Du z.B. eine 30W Energiesparlampe (entspricht ca. 150W Allgebrauchslampe) und wirst erstaunt sein wie gut, hell und gleichzeitig günstig eine vernünftige Beleuchtung sein kann.
Viel Watt machen bei Allgebrauchslampen, wozu auch die Reflektorlampen gehören, viel Wärme, aber nicht unbedingt viel Licht.

Gruss Jakob

Hallo,
Jakob van Tast, Reinhard Kern und Beuteltier,

ich möchte mich bei allen für Eure Antworten und Mühe danken.
´tschuldigung, wenn ich alles in einem Schreiben zusammen fasse:

Jakob hat mich davon überzeugt, daß die Reflektorlampen wirklich ungünstig sind. Ich kann diese Dinger drehen und wenden wie ich will, irgend ein anderer Winkel ist dann garantiert unbeleuchtet. Zwar nicht dunkel, aber auch nicht hell.

An Reinhard:
Erst 16 :smile:) mach mal einen Zahlendreher draus, das kommt der Sache dann etwas näher…
Yepp, meine Frau ist auch der Meinung bzgl. schlechter Ausleuchtung.
Sie hat am Compi eine Tastatur mit zweisprachiger Beschriftung und kann diese besonders schlecht lesen.
Auf grauen (und grünen) Star lass ich mich jedes Jahr untersuchen.

Hat einen ganz simplen Grund: Bin jedes Jahr einmal in Russland und kaufe meine Brillen dort. Die Werte der Augen lass ich hier untersuchen und die Brille mit Gläsern kauf ich dort. Unschlagbar supergünstige Preise. Und der Clou dabei, die Gestelle sind meistens
„Made in Germany“

Hallo Beuteltier,
Deine Anregung mit spezieller Leselampe wird angenommen.

Fazit aus dem Ganzen:
Habe im Internet Deckenlampen gefunden, welche aus einem ziemlich flachen Sockel bestehen, der eine oder drei Fassungen enthält, in welche Birnen eingeschraubt werden können.
Die Ausleuchtung ist dadurch nach allen Richtungen frei gewährleistet.
Werde mir eine solche anschaffen und mit Energiesparlampen bestücken. Es gibt solche mit Kugelkörper. Hat mir sofort gefallen.
Und mein Frauchen bekommt eine Schreibtischlampe, ganz speziell zur Beleuchtung ihrer Tastatur.

Nochmals Danke für Eure ausführlichen Antworten.

Gruß

Jürgen

Re: Frage an ‚Helligkeitsfanatiker‘ :wink:
Hallo Karl-Jürgen

wenn ich lese das du herkömmliche Leuchtmittel einsetzt wird mir Übel.
Nach aussagen der Elektroindustrie wird es in spätestens 5 Jahren die herkömmliche beleuchtung Mittels Glühdraht nicht mehr geben, die LED-Technik macht zur Zeit extreme Fortschritte aber auch die bereits erhältlichen Lampen erreichen für deinen Zweck gute Ergebnisse.

Beim Kauf einer Leuchte für Räume die mit Bisdschirmarbeitsplätzen ausgestattet sind sollte man darauf achten, das die Umgebung gleichmäßig hell (in der gleichen helligkeit wie der Bildschirm) ausgeleuchtet ist um das Auge nich durch unnötiges wechseln vonn hell auf dunkel zu belasten.

Du solltest darauf achten das du beim Blick auf die Lampe das Leuchtmittel nicht direkt siehst sondern das das Licht über Reflektoren in den Raum verteilt wird, je nach Ausstattung der Lampe über weiße Flächen odre über matt verchromte Flächen.

Gute Büroleuchten verfügen über ein Downlight zur Beleuchtung der Arbeitsflächen und einen Deckenfluter zur gleichmäßigen Ausleuchtung des Raumes, was sich bei Dir bei einer weißen Decke anbitet.

schau einfach mal hier:http://www.glamox.de/glx/eCat/DataSheet.aspx?T=SL&ta…
dies ist nur eine Anregung und soll keine Werbung sein ich haabe auf die Schnelle nur keine Andere Lampe gefunden.

Gruß

Thomas

Moin,

Nach aussagen der Elektroindustrie wird es in spätestens 5
Jahren die herkömmliche beleuchtung Mittels Glühdraht nicht
mehr geben, die LED-Technik macht zur Zeit extreme
Fortschritte aber auch die bereits erhältlichen Lampen
erreichen für deinen Zweck gute Ergebnisse.

Sorry, da muss ich widersprechen. Gerade die LED haben bisher eine saumässige Lichtverteilung. Eine Wendel kann ich mittig in einem Reklektor platzieren, bei LED geht das nicht.
LED ergeben bisher nur relativ punktuelles Licht.
Bei einem Versuch habe ich festgestellt dass man zwar unter einer LED im Gegensatz zu einer Halogenlampe deutlich mehr Lux erreicht, aber sobald man das Zentrum des Lichtkegels der LED auch nur ein paar Zentimeter verlässt hat die Halogenlampe die Nase vorn.
Das LED zur Raumbeleuchtung nicht geeignet ist und auch in dem von Dir genanntem Zeitraum noch nicht sein wird, darin ist sich die Fachwelt einig.
LED sind da sinnvoll wo Wärmeabstrahlung nach vorn nicht erwünscht ist, wo UV-Abstrahlung unerwünscht ist etc.
Vorwiegend also zur Beleuchtung von Exponaten in Museen, in Verkaufsdisplays, Vitrinen etc.
Zur Akzentuierung bestens geeignet, zur Beleuchtung nicht brauchbar.
Die Lösung von Beleuchtungsproblemen ist mein Job und alle die entgegen meiner Ratschläge LED einsetzten mussten hinterher zugeben das ich Recht hatte.
Im Bereich der Raumbeleuchtung kann man die LED vergessen.

Gruss Jakob

Ich werde auch sicher noch in 5 Jahren in Arbeits und teils in Wohnbereichen mit Glühbirnen einsetzen :smile:
Das Licht ist einfach besser und auch viel besser für die Nerven.