Frage an Profis - messen von dingen um 10nm

mit welcher einfachen aber sicheren methode läßt sich die Größe von gegenständen in der größenordnung um 10 nanometer messen? REM möchte ich mal ausschließen, das kann ich nicht bezahlen.

Hi Frank (dezenter Hinweis)

schon mal an Rasterkraftmikroskopie gedacht?
http://www.nano.geo.uni-muenchen.de/external/researc…

Aber wirklich BILLIG wird vermutlich keine Methode sein

Gruß (auch dezenter Hinweis)
Mike

welche Probe?
Hi,

Mit REM wirst du nicht weit kommen, vielleicht geht noch was mit in-lens FEISEM. Für Nanopartikel ist aber TEM wahrscheinlich die Methode der Wahl.
Evtl. kommt auch wie Mike schon gesagt hat, AFM (oder STM oder SNOM) in Frage.
Je nachdem, um welche Probe (Kolloide, Proteine?) es sich handelt, gibt es vielleicht auch noch andere Methoden. Richtig billig wird es aber nicht …

mit welcher einfachen aber sicheren methode läßt sich die
Größe von gegenständen in der größenordnung um 10 nanometer
messen? REM möchte ich mal ausschließen, das kann ich nicht
bezahlen.

(Anmerkung: REM ist ein billiges (!) Analyseverfahren, taugt aber für deine Fragestellung nicht.)
REM und AFM Analysen bekommst du z.B. hier:
http://www.nano-tools.com/

Ciao Rossi

mit welcher einfachen aber sicheren methode läßt sich die
Größe von gegenständen in der größenordnung um 10 nanometer
messen? REM möchte ich mal ausschließen, das kann ich nicht
bezahlen.

Die mittlere Partikelgröße läßt sich über die Lichtstreuung bestimmen. Die Partikel müssen nur in einer wässrigen Lösung sein. Proffessionell wird sowas in Durchflußzytometern angewendet. Eine aufwendige Probenvorbereitung wie für Mikroskopische Untersuchungen (REM, TEM, AFM, …) ist nicht nötig. Vielleicht kannst du an einer Uni-Klinik mal höflich nachfragen, ob sie deine Probe mitmessen können (vielleicht im Rahmen eines Praktikums für Med-Studis).

Gruß
Jochen

Vielen Dank,
ich glaube, das ist die wohl aufschlußreichste Antwort bislang. Hast du zufällig nähere Informationen über das Prinzip dieser Meßmethode? Ich kann mir bislang nicht vorstellen, wie sich mit relativ langwelligem Licht (ca. 300-500nm) so kliene Partikel messen lassen können.

Hm, ja, wahrscheinlich mußt du sehr kurzwellige EM_Strahlung nehmen ([Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

taugt nur für stabile Kolloide
Hi

Die mittlere Partikelgröße läßt sich über die Lichtstreuung
bestimmen. Die Partikel müssen nur in einer wässrigen Lösung
sein.

Wenn das Kolloid nicht stabil ist, bestimmst du mit der Methode wahrscheinlich eher die mittlere Grösse von Partikelagglomeraten. Die Lichtstreuung wird nämlich u.A. auch dazu eingesetzt, die Stabilität der Kolloide zu ermitteln. Der Fragesteller will aber die Grösse einzelner Partikel (?)bestimmen. Um eine sinnvolle Analysetechnik empfehlen zu können, ist deshalb weitere Information über die Probe erforderlich.

Ciao Rossi

REM und AFM-Analysen sind ab etwa euro 200 zu haben. Ich bezweifle, dass eine sichere Analyse (egal welche) wesentlich billiger zu haben ist.

Präzisierung
es solle sich einerseits um pulver handeln, andererseits wäre auch inbteressant, ob man damit auch strukturen in dieser größenordnung messen könnte. z.b. eine art rohr mit 10nm außendurchmesser, 7nm innen.

TEM evtl. SAX
Hi,
wenn du „in die Partikel“ schauen willst, ist TEM die Methode der Wahl. Beispiel Kohlenstoff Nanotubes:
http://hammurabi.casaccia.enea.it/nanos_HTML/samples…

Was TEM bei Core-Shell-Nanopartikeln erreichen kann, siehst du hier:
http://webcoloides.uvigo.es/nano/tem_pics.html

AFM ist da lange nicht so erfolgreich:
http://webcoloides.uvigo.es/nano/afm_pics.html

Wenn du nicht weisst, unter welchen Bedingungen dein Pulver ein stabiles Kolloid bildet, würde ich keine Methoden zur Analyse einsetzen, bei der du erst herausfinden musst, wie du das Kolloid stabil bekommst.
Da kann zwar die eigentliche Analyse billig sein, du musst dann aber Arbeit und Geld in die Verfikation der Daten stecken.

Noch ein Tipp: Vielleicht ist SAX (small angle x-ray diffraction) noch eine gute „trockene“ Methode, mit der du hilfreiche Information bekommst. Hier bin ich aber kein Experte. (SAX: http://www.ornl.gov/divisions/ctd/SAX.htm, die Partikelgrössen wurden aber hier auch wieder mit Lichtstreuung gemessen)

Grüsse Rossi

so einfach ist es nun auch wieder nicht.
Hallo,
die Partikelmessung in Flüssigkeiten ist zwar eine
rel. einfache Methode, wird aber unter 100nm sehr schwierig
bzw. unmöglich.
Die Meßtechnik dazu kostet auch ab ca. 100TDM aufwärts.

Ich kenne ein optisches Verfahren, für Feststoffaerosole,
das sehr leistungsfähig ist und bis zu wenigen nm funktioniert.
Dazu wird ein Leistungslaser (grün) benutzt, der die Partikel
auf ca4500…6000°C aufheizt. Dann wird die Reemmisionszeit
gemessen, die ein Maß für die Masse des Partikels ist.
Da kostet der Laser+Stromversorgg. allerdings einiges.
Nun muß ich auch fragen, um was es eigentlich geht, sonst
kann man keine pauschalen Lösungen angeben. Zur Verifikation
jeglicher indirekter Meßverfahren ist Elektronenmikroskopie
immer noch das Referenzverfahren.
Gruß Uwi (dersichvielmitStaubbeschäftigt)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]