mein 16 Jahre alter Hund ist jetzt schon seit 4 Wochen tot.
Ich mußte ihn einschläfern lassen. Ich hoffe es war die richtige Entscheidung.
Dieser Hund war mein Leben.
Ich hatte ihn seit er ein Welpe war und über die Hälfte meines eigenen Lebens.
Ich kann nur noch heulen, habe zu nix mehr Lust, denke fast jede Minute an meinen Hund und frage mich von morgens bis abends ob es die richtige Entscheidung war. Das ist alles so schrecklich.
Frage an Leute die auch ihr Tier einschläfern lassen mußten:
Ist das nach 4 Wochen noch normal?
Kann ich noch Hoffnung haben, daß ich irgendwann an meinen Hund denken kann, ohne anfangen müssen zu heulen? Wie lange hat das bei euch denn so gedauert?
Hi Meike,
wenn Du Deinen Hund so lange hattest, finde ich vier Wochen tiefer Trauer nicht zuviel.
Ich hatte einen Kater, der nach drei Jahren vom Auto angefahren wurde - mußte ihn so steif wie er war, angebissene Zunge aus dem Maul hängend, nach Hause tragen: ich glaube, ich habe ein Jahr lang immer wieder mal geheult, und vermißt habe ich ihn noch länger.
Trauer um ein Tier ist für mich ebenso berechtigt wie um einen Menschen.
Eine alte Weisheit lautet: Die Zeit heilt alle Wunden - sie wird es auch bei Deiner schaffen.
Habe meine Katze vor fünf Jahren einschläfern lassen. Sie war auch stolze 16. Vermisse sie auch, aber sie leiden zu sehen wäre auch keine Lösung gewesen. Ich denke, dass sie mich im Katzenhimmel immernoch lieb hat.
Meine Hündin „Esther“ haben wir auch eingeschläfern lassen, weil sie Krebs hatte. Wobei sie ein paar Jahre zuvor noch einen Schlangenbiss nur um haaresbreite überlebt hat.
ich denke vier Wochen ist nicht zu lang, wenn man sowas überhaupt sagen kann. Ich denke für mich und das geht anderen Menschen wohl auch so, dass das geliebte Tier fast den gleichen Stellenwert einnimmt wie ein guter Freund. Schließlich hat man es den ganzen Tag um sich, es tröstet einen, man freut sich mit ihm.
Bisher musste ich diese schwere Entscheidung noch nicht treffen und ich weiss, das es für mich sehr schwer werden wird. Allein der Abschied von meiner Pflegehündin vor 4 Jahren ist mir sehr schwer gefallen. Aber ich denke man muss sich einfach Zeit lassen. Sicher wird man immer wieder ein paar Tränen vergießen, aber irgendwann wird der Schmerz nachlassen. In deinem Herzen ist dein Hund ja immer bei dir und vielleicht seht ihr euch ja auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke irgendwann einmal wieder…
Ich wünsche dir viel Kraft in den nächsten Monaten und mach dir keine Vorwürfe, dass du deinen Hund erlöst hast. Du wirst den richtigen Moment schon gefunden haben, man spürt das einfach.
mich hat einer meiner hunde 14 jahre begleitet bis ich 19 war.
als wir sie einschläfern liessen hab ich gedacht ich würde sterben.
dieser hund war für mich weit mehr als ein hund undwie bei dir hat
sie mich viele jahre meines lebens begleitet. und wohl auch mehr,
sie war schon auch eine art halt in vielen momenten denke ich.
ich weiss nicht mehr wie lange ich getrauert habe, sehr sehr lange.
bis heute träume ich gelegentlich von ihr, aber meistens positiv und bis heute muss ich aufpassen wann ich was von ihr erzähle, sonst heul ich wieder - bin aber inzwischen 41 - wobei es sich heute anders anfühlt als in den ersten 1 -2 jahren. damals zog ich weg aus meiner gegend und ich nehme an, das mir das auch geholfen hat.
danach hatte ich nochmal einen hund und das half mir schon auch,
als meine eltern einen anderen hund später nach jahren einschläfern lassen mussten (die ja nun bedeutend älter waren nochmal als du)
haben wir nach einer weile wieder einen neuen für meine eltern hund gekauft, weil wir in sorge um meinen vater waren, er erholte sich nicht von dem schmerz und der trauer.
ich denke, wenn man sehr fixiert auf seinen hund war, je grösser die rolle des hundes in deinem leben war, desto grösser der schmerz, desto länger dauert die trauer. wird es einfach länger dauern - 4 wochen sind gar nichts in sachen trauer, das ist also normal. nur solltest du dennoch gut für dich sorgen. wenn du selbst unter der starken trauer leidest, kannst du dir evtl überlegen was dir helfen würde…was dir guttun könnte.
vielleicht suchst du mal im internet eine seite für jugendliche die ein haustier verloren haben und tauscht dich dort reglemässig aus - dort kennt man ja den schmerz und niemand wird genervt sein wenn du zum 100 mal das gleiche schreibst:wink: sie tun es ja auch.
Kann ich noch Hoffnung haben, daß ich irgendwann an meinen
Hund denken kann, ohne anfangen müssen zu heulen?
Ja.
Wie lange
hat das bei euch denn so gedauert?
Hm, ab ca. 9 Monaten nach seinem Tod brach ich nicht mehr jedes Mal in Tränen aus, wenn ich an ihn denken musste. Jetzt ist es fast ein Jahr her und - na ja, es geht. Wenn ich an ihn denke, dann spüre ich tiefe Trauer und Sehnsucht. Aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass er nicht mehr hier bei uns ist und erfreue mich an den schönen Erinnerungen sowie an der Überzeugung, dass er glücklich war mit uns. Gleichgültig lässt mich die Erinnerung noch lange nicht, aber das Leben geht weiter und irgendwann findest du dich damit ab, dass er nie mehr zurückkommen wird.
viel bedenklicher als daß du „schon“ 4 wochen trauerst, finde ich, daß du schon zum wiederholten male hier nachfragst, ob du gegen irgendwelche normen verstößt, wenn du länger trauerst, als es wer(?) für richtig hält.
genauso oft haben dir doch nun schon viele hier gesagt, daß es völlig ok ist, wenn du um ein geschöpf, mit dem du viele jahre verbracht hast und eine tiefe bindung hattest, so lange trauerst, wie du es brauchst.
also: wer setzt dich unter druck, damit aufzuhören?
um mit deiner trauer klarzukommen solltest du dir vielleicht mal vor augen führen, daß zum leben eben auch der tod gehört.
zwar ist jedes wesen einzigartig, aber es gibt schon seit jahrmillionen einzigartige wesen. die wenigsten von ihnen leben noch, das ist der lauf der zeit. und - verzeih mir - dieser lauf funktioniert auch schon seit anbeginn der zeit. es scheint also nicht das schlechteste konzept zu sein, daß alles leben auch mal ein ende hat, sonst hätte die evolution längst eine andere lösung hervorgebracht. dein hund befindet sich also in bester gesellschaft (ich meine das ernst).
aber warum hast du denn gar nichts, das deine leere jetzt füllt?
war der hund dein einziger kontakt zu dieser erde? was ist mit eltern, freunden?
niemand kann und will dir deinen hund ersetzen - aber gibt es nicht auch noch andere liebenswerte wesen?
hast du denn nicht noch die eine oder andere aufgabe in dieser welt zu erfüllen?
lass dir bloß von niemand einreden, 4 Wochen Trauer seien genug, und du solltest jetzt allmählich zur Tagesordnung übergehen, oder Ähnliches. Jeder Mensch hat seine eigene Art, mit einem Verlust umzugehen und seine eigene Zeit, ihn zu verarbeiten. Da gibt es keine ‚Normen‘.
Ich kenne deine Grübeleien, ob das Einschläfern nun richtig war, aus eigener Erfahrung. Ich hatte einige Katzen, und sein Ja zum Einschläfern zu geben, ist immer eine schwierige Entscheidung, selbst wenn man dem Tierarzt vertraut. Ich habe in einem Fall mal nein gesagt, weil die Katze noch Tage vorher gesund und munter gewirkt hatte, und dann plötzlich einen unheilbaren Lungentumor haben sollte, und ich es nicht glauben konnte. Dann hat sie aber noch 3 Tage schrecklich gelitten, der Tierarzt hatte nämlich recht gehabt! Das hätte ich ihr im Nachhinein lieber erspart.
Auch wenn es jetzt schrecklich wehtut - irgendwann schaffst du es bestimmt, die Gedanken an den Tod deines Hundes und das Für und Wider abzuschließen und zu sagen: Es war, wie es war.
Alles Gute
Ingrid
Das ist normal. Manche Menschen brauchen halt länger zum trauern. Heul dich ruhig aus soviel wie du möchtest. Ich habe mich am Wochenende auch ausgeheult, weil mein Freund seinen L15 Wels verkauft hat. Hatte den doch so lieb. Könnte immernoch los heulen bei dem Gedanken.