Hallo erstmal,
was mir letztens beim Fernsehen mal wieder aufgefallen ist: In Shows haben Moderatoren und auch ihre Gäste ein Headset oder ein kleines Mikro am Revers/im „Ausschnitt“ oder so
Wenn es allerdings dazu kommt, dass sie ein Lied singen, bekommen sie immer ein Handmikro dafür … Nun würd mich mal interessieren was da dahintersteckt… Sind die kleinen Mikros technisch schlechter oder woran liegts?
tatsächlich sind gute gesangsmikros mit einem rein für sprache optimierten mikro nicht zu vergleichen. es gibt allerdings auch gute gesangsmikros als headset, die werden zb. von den sängerinnen verwendet, die sehr viel auch tanzen.
für gefühlvolle balladen mit einer großen dynamischen bandbreite ist nicht nur ein gutes mikro unerläßlich, sondern auch eine gute mikrotechnik. wenn du genau schaust, wirst du immer wieder sehen, wie die sängerInnen bei bestimmten tönen das mikro zb. vom mund wegbewegen. das geht mit einem headset klarerweise nicht.
das ganze hat wohl noch einen simplen technischen aspekt: beim gesagt sind ganz andere pegel da als beim sprechen. der techniker müsste das selbe mikro von einer sekunde auf die nächste komplett umstellen. so muß man nur das mikro wechseln und die beim soundcheck eingestellten parameter passen perfekt.
so ein Ansteckteil ist nett für Gesprächsrunden ohne Beschallung in der Nähe. Aber beim Singen würde man deutlich lauter Nebengeräusche mit dabei haben (Rascheln der Kleidung, Instrumente, Tänzer …) und nicht jeder hat einen Knopf im Ohr für’s Playback, sondern einen Monitor vor sich. Da würde ein Ansteckmikrophon fast nur den Schall aus dem Lautsprecher aufnehmen.
die Frage würde ich entschieden anders beantworten (eher so wie Stefan).
tatsächlich sind gute gesangsmikros mit einem rein für sprache
optimierten mikro nicht zu vergleichen.
Das ist Unsinn! In der Gewichtsklasse, von der hier die Rede ist. Die Lavalier/Ansteck-Mikrofone, die im TV genutzt werden, haben das „technische Können“ auch Gesang adäquat auf zu nehmen.
es gibt allerdings
auch gute gesangsmikros als headset, die werden zb. von den
sängerinnen verwendet, die sehr viel auch tanzen.
EBEN!
für gefühlvolle balladen mit einer großen dynamischen
bandbreite ist nicht nur ein gutes mikro unerläßlich, […]
wie die sängerInnen bei bestimmten tönen
das mikro zb. vom mund wegbewegen. das geht mit einem headset
klarerweise nicht.
Das geht bei Lavalieren/Ansteckern nicht, ist aber (aus rein technischen Gründen) nicht nötig.
das ganze hat wohl noch einen simplen technischen aspekt: beim
gesagt sind ganz andere pegel da als beim sprechen. der
techniker müsste das selbe mikro von einer sekunde auf die
nächste komplett umstellen. so muß man nur das mikro wechseln
und die beim soundcheck eingestellten parameter passen
perfekt.
Das ist auch überholt! Erstens wäre die Sache mit dem Pegel eh nur das GAIN-Poti zu drehen, zum anderen gibt es Limiter und Digital-Pulte mit Speicher
Die Sache ist eher die, die Stefan so trefflich beschriebt: Beim Musizieren reden wir über einen anderen Bühnenpegel. Es gibt Mitmusiker, Monitor-Lautsprecher (die dem Sänger den Teil der Musik zu hören geben, den er für den Gesang braucht) und der Gleichen Dinge mehr. Auf dem Mikrofon des Sängers (oder der Sängerin) soll aber möglichst nur der Gesang des Einen zu hören sein. Das geht mit Headsets zwar, aber nicht mit Ansteckern. Übrigens: Im Opern und Musical-Sektor werden die Mikros, die man im TV zum Anstecken verwendet gerne auch mal ins Kostüm eingearbeitet!
deine Frage wurde ja ausführlich beantwortet, aber auf eine Sache wurde nicht eingegangen:
„Normalerweise“ singen fast alle Künstler in Fernsehshows nicht mehr life. Alles kommt als Vollplayback von der CD oder was auch immer.
Damit die Fernsehzuschauer aber denken, daß man die Stimme life hört, muß ein sichtbares Mikrofon verwendet werden. So werden die Zuschauer getäuscht.