Ich habe eine nicht dislozierte (verschoben/verstellte) Fraktur am Grundglied des rechten kleinen Fingers.
Sieht eigentlich recht harmlos aus (Röntgenbild) und schmerzt auch so gut wie gar nicht mehr.
Der Finger ist zusammen mit dem Ringfinger seit 12 Tagen geschient und soll in 1-2 Tagen dann mit einem Buddy-Tape versehen werden.
Mein Arzt meinte, dass ich dann alles machen könne was nicht schmerzt, aber keine starke Belastung (Heben/Ziehen) für 6 Wochen, Fahrradfahren soll aber gehen.
Was habt ihr denn da für Erfahrungen? Ich bin relativ jung und fühle mich auch fit. Nun habe ich Urlaub und wüsste gerne was komplett tabu ist und was in Ordnung ist.
Würde nämlich einem Freund nächstes Wochenende bei einem Umzug helfen und diese Woche Gartenarbeit verrichten.
Vielen Dank schonmal für alle hilfreichen Antworten.
es kommt auch darauf an wo die Frakturlinie verläuft welche Belastungen Du durchführen darfst und welche nicht.
Für eine vernünftige Heilung benötigt ein Knochenbruch zwei mechanische Dinge: Druck der Frakturenden aufeinander und möglichst keine Scher- oder Zugkräfte auf den Bruchspalt. Der Bruch wird nach wenigen Wochen mit sog. Kallus umbaut, der eine Art (Leit)Schiene für die eigentlich knöcherne Heilung ist. Das dauert je nach Ort und Art sehr unterschiedlich lange. Beim Fingergrundglied kommen sechs Wochen bei jungen Leuten hin.
Der kleine Finger läßt sich bei einige Arbeiten ganz gut raus halten, aber gerade bei „unkontrollierten“ Tätigkeiten wie Umzug und Gartenarbeit, kann es passieren, dass man sich plötzlich mal abstützen oder fester zupacken muss. Wenn dann die Fraktur abrutscht, brauchst Du eine OP. Ich halte die Wahrscheinlichkeit mit den paar Daten die ich habe nicht für sonderlich hoch, aber einen Freibrief kann ich Dir nicht geben.