Hallo zusammen,
ich hatte Anfang November starke Grippe mit den üblichen Symptomen wie Gliederschmerzen, Fieber etc.
Seitdem bin ich jedoch nicht wirklich auf die Beine gekommen; ab und an geht es besser und dann bekomme ich wieder Schübe von Gliederschmerzen. Außerdem fühle ich mich total erschöpft.
Der Arzt hat schon alles mögliche untersucht, jedoch immer gesagt, dass alles in Ordnung ist.
In letzter Zeit habe ich noch zusätzlich Herzrasen und Herzstolpern und als ich nach der Überweisung zum Internisten gefragt habe, habe ich die Blutwerte von meinem Hausarzt bekommen.
Die Blutwerte, welche rot hinterlegt sind, sind folgende:
CMV lgG (U/ml) - 618
EBV-EBNA (U/ml) - 96.00
EBV-VCA IgG - 1:320
EBV-VCA IgM - negativ
Nachdem ich etwas gegoogelt habe, bin ich auf das EBV-Virus gekommen.
Kann es sein, dass es das EBV-Virus ist?
Habe mir jetzt erst die Blutwerte angeschaut, da ja mein Hausarzt gesagt hat, dass alles in Ordnung ist.
Oder kann man das an den Blutwerten gar nicht erkennen und das sind einfache Entzündungszeichen?
Danke vorab für Eure Hilfe!
Viele Grüße
Olga
Hallo Olga,
dein Arzt muss bereits schon eine Vorahnung gehabt haben, dass du das EBV hast. Denn die EBV Werte im Blut muss man extra spezifisch testen lassen. Das ist auch nicht gerade günstig. Du hast das pfeiffersche Drüsenfieber, nur leider gibt es dafür noch keine Behandlung. Du musst das wie eine Erkältung durchstehen. Ich habe 2 Wochen immer 37 grad gehabt mit Grippe Symtomen, dann 6 Wochen 40 Grad Fieber und dann lange lange Zeit total schlapp und kaum mobil und viel Haarausfall. Du musst bei EBV unter Beobachtung eines Arztes bleiben weil die Leber und Milz anschwellen und im schlimmsten Fall reißen können. Bei weiteren Fragen einfach schreiben.
LG Katja
Hallo Katja,
Vielen Dank für Deine Antwort. Wie kommst Du darauf, dass es das
Pfeiffersche Drüsenfieber ist? Kannst Du das an den
Bltwerten erkennen? Der Arzt hat nach der Untersuchung der
Blutwerte gesagt, dass alles in Ordnung ist.
Fieber hatte ich auch nur Anfang November; seitdem nur immerwiederkehrende
Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Schlappheit.
Danke und Gruesse
Olga
Quelle: Wikipedia
Der Nachweis von IgG-Antikörpern gegen das nukleäre Antigen von EBV (EBNA-1-IgG) beweist das Vorhandensein des Virus. Ist der EBNA-1-IgG-Test eindeutig positiv, so ist jeder weitere Test zum Virusnachweis bei einer akuten Erkrankung (Mononukleose) unnötig. Eine Mononukleose nach frischer Infektion ist bei positivem EBNA-IgG-Nachweis ausgeschlossen, da diese Antikörper erst im Laufe von mehreren Wochen bis Monaten nach Auftreten der Symptome und beim Übergang in die Viruslatenz vom Immunsystem produziert werden. Bei etwa 95 % der Menschen mit zurückliegender EBV-Infektion sind EBNA-1-IgG-Antikörper nachweisbar.
Ist das EBNA-1-IgG negativ, sollte das IgG gegen das virale Capsid-Antigen (VCA-IgG) getestet werden. Es ist ein Marker für aktuellen oder früheren Kontakt mit EBV und bleibt in der Regel lebenslang nachweisbar.
Zum Nachweis einer akuten Infektion werden bei positivem VCA-IgG die IgM-Antikörper gegen das virale Capsid (VCA-IgM) getestet. Sind diese positiv, so spricht dies für eine frische bzw. kürzliche Infektion (beweist diese allerdings nicht!).
Bei starker körperlicher Belastung (besonders bei Leistungssportlern) kann das VCA-IgM persistieren. Man spricht von einer verlängerten (prolongierten) Ausheilung, wenn das EBNA-1-IgG bereits positiv ist.
In diagnostischen Problemfällen kann häufig durch einen Immunoblot und/oder eine Aviditätstestung eine akute von einer zurückliegenden Infektion unterschieden werden. Der Nachweis einer hohen Avidität der VCA-IgG-Antikörper beweist einen länger zurückliegenden Infektionszeitpunkt, eine deutliche VCA-p18-Bande im IgG-Immunoblot spricht ebenfalls dafür. Typische Befunde bei einer akuten Infektion sind: Fehlen von EBNA-1-IgG-Antikörpern, niedrige Avidität der VCA-IgG-Antikörper und Nachweis von IgG- und/oder IgM-Antikörper gegen EA (early antigen).
Bei Immunschwäche (Immuninkompetenz) kann das Virus von der Ruhephase (Latenz) wieder in eine aktive Vermehrung übergehen (Reaktivierung). Hierbei kann das EBNA-1-IgG beispielsweise bei HIV-Patienten sekundär wieder negativ werden. Eine zuverlässige Einschätzung von EBV-Reaktivierungen bei Immunschwäche ist nur anhand der Bestimmung der Viruslast durch Polymerase-Kettenreaktion möglich.
Der direkte Nachweis der Virus-DNA mittels Polymerase-Kettenreaktion ist bei Immungesunden meist nicht sinnvoll, da im Blut auch das latente Genom nachgewiesen werden kann und gleichzeitig symptomlose Träger das Virus konstant oder vorübergehend mit dem Speichel ausscheiden. Die oben genannten Reaktivierungen bereiten einem immungesunden Menschen in aller Regel keine Beschwerden, sie stellen lediglich ein labordiagnostisches Problem dar, da der Nachweis von VCA-IgG in hohen Konzentrationen und ggf. wieder auftretendes VCA-IgM zu Fehlinterpretationen führen kann.
Hallo, ich bin eigentlich falsch ausgewählt und kann dazu nichts beitragen , außer mit der Empfehlung Dich zum Endokrinologen ueberweisen zu lassen. Der sollte die Werte besser deuten.
Gruß, C