Frage,Erhaltung des Gesamtimpulses eines Systems

Hallo liebe www-Leser

Es gibt den Satz in der Physik , das der Gesamtimpuls eines Systems nicht verändert wird , solange nicht eine äußere Kraft einwirkt .

Ich habe in letzter Zeit das Problem , diese Regel gefällt mir nicht , oder genauer gesagt , ich möchte sie mit einem Trick durchbrechen . Es würde in dem Zusammenhang auch schon ausreichen , eine für den Zweck einer Abstoßung oder Anziehung hervorgerufenen Kopplung mit größeren Objekten ( der Erde oder der Sonne ) erzeugen zu können .

Unter anderem habe ich unter Verwendung eines Physikbuches festgestellt , Impuls ist nicht dasselbe wie Energie , es gelingt mir nicht , Energie in einen Impuls zu verwandeln .
Im Falle eines „normalen“ Antriebes , also abgestoßene Partikel geht zunächst fast alle aufgewendete Energie in die Partikel , unabhängig davon , ob Impuls = Gegenimpuls usw… Das gilt um so stärker , je geringer die Masse des Strahles und je höher seine Geschwindigkeit ist ; oder in anderen Worten , Beschleunigung klappt am besten , wenn man festen Boden unter den Füßen hat , oder etwas woran man „ziehen“ oder „schieben“ kann , was eine größere Masse hat .

Nun hat dieses Problem bei mir zu verschiedenen Ansätzen geführt , welche jedoch nichts fruchteten , wie zu Beispiel :
man bewege 2 Massen einzeln gegen eine einzelne Größere und hole jedoch beide gleichzeitig zurück , wiederholt das sooft , bis ein Impuls entsteht .
Oder man macht etwas ähnliches mit Aktion auf einem Förderband :
Ein Förderband wird von einem Schwungrad angetrieben . Am Förderband befindet sich eine unbewegte Masse am Gestell .
Nun wird an dieser Masse eine zweite Masse , zum Beispiel kleinere Masse hin und herbewegt , und zwar in der einen Richtung durch beliebige Abstoßung , in der anderen Richtung jedoch von einer auf dem Förderband befindlichen Schleuder . Es soll mit dem Förderband eine Geschwindigkeit simuliert werden .
Das ändert zwar nichts an den Impulsen und Gegenimpulsen , jedoch erhalte ich einen „Fehler“ im Energieaufwand für die Beschleunigung vom Förderband . Dieser wäre dann größer , weil ich eine größere relative Geschwindigkeit für eine rückwärtige Bewegung erzeugen müßte usw…

Ein anderer Ansatz geht jetzt dahin , eine Art Kopplung mit Objekten , welche Schwerkraft erzeugen , herzustellen ,oder die Materie zu „teachen“ oder „aufzuladen“ , damit sie Gewicht verliert ; hiervon habe jedoch noch weniger eine Vorstellung .

Ansätze , welche ich im Internet gefunden habe , einschließlich „Bifeld-Brown“ - Effekt und andere , erscheinen mir etwas suspekt , oder es geht um etwas anderes .

Nun habe ich versucht eine Vorstellung zu geben , worum es mir geht ,
kann jemand etwas hilfreiches dazu sagen ?

Vielen Dank
Matthias

Impulserhaltung
Salut,

Es gibt den Satz in der Physik , das der Gesamtimpuls eines
Systems nicht verändert wird , solange nicht eine äußere Kraft
einwirkt .

Ich habe in letzter Zeit das Problem , diese Regel gefällt mir
nicht:

Gefallen oder Missfallen - die Naturgesetze stoert es nicht; und aendern kann man sie auch nicht - es kann nur sein, dass man sie nicht (ausreichend) kennt.

, oder genauer gesagt , ich möchte sie mit einem Trick
durchbrechen. Es würde in dem Zusammenhang auch schon
ausreichen , eine für den Zweck einer Abstoßung oder Anziehung
hervorgerufenen Kopplung mit größeren Objekten ( der Erde oder
der Sonne ) erzeugen zu können.

Sobald Du Dein System mit etwas anderem Koppelst, umfasst das System, in dem Du Energie-, Drehimpuls- und Impulserhaltung betrachten musst, auch dieses Objekt, an das Du ankoppelst.

Unter anderem habe ich unter Verwendung eines Physikbuches
festgestellt , Impuls ist nicht dasselbe wie Energie , es
gelingt mir nicht, Energie in einen Impuls zu verwandeln.

Sind ja auch zwei verschieden Sachen:
(kinetische Energie: E = 0.5 m v^2
Impuls: p = m v

Im Falle eines „normalen“ Antriebes , also abgestoßene
Partikel geht zunächst fast alle aufgewendete Energie in die
Partikel, unabhängig davon, ob Impuls = Gegenimpuls usw…
Das gilt um so stärker, je geringer die Masse des Strahles
und je höher seine Geschwindigkeit ist; oder in anderen
Worten, Beschleunigung klappt am besten, wenn man festen
Boden unter den Füßen hat , oder etwas woran man „ziehen“ oder
„schieben“ kann, was eine größere Masse hat .

Sorry, das stimmt nicht. Wenn man z.B. mit einem Auto beschleunigt in Richtung A, so beschleunigt man die Erde in Richtung -A - nur eben seeeeeehr viel geringer, da die Erde schwerer ist. Erde und Auto sind hier ein System und somit gelten die oben genannten Erhaltungssaetze wieder.

[…]

Ein anderer Ansatz geht jetzt dahin , eine Art Kopplung mit
Objekten , welche Schwerkraft erzeugen , herzustellen ,oder
die Materie zu „teachen“ oder „aufzuladen“ , damit sie Gewicht
verliert ; hiervon habe jedoch noch weniger eine Vorstellung .

… klingt sehr nach Esoterik …

Ansätze , welche ich im Internet gefunden habe ,
einschließlich „Bifeld-Brown“ - Effekt und andere , erscheinen
mir etwas suspekt , oder es geht um etwas anderes .

Dieser Effekt muss mir nix sagen, oder?

kann jemand etwas hilfreiches dazu sagen ?

kommt auf Deine Interpretation drauf an.

Gruss
Ingo

Hallo , ich laß das mal stehen , wo ich was zu sagen möchte :

Im Falle eines „normalen“ Antriebes , also abgestoßene
Partikel geht zunächst fast alle aufgewendete Energie in die
Partikel, unabhängig davon, ob Impuls = Gegenimpuls usw…
Das gilt um so stärker, je geringer die Masse des Strahles
und je höher seine Geschwindigkeit ist; oder in anderen
Worten, Beschleunigung klappt am besten, wenn man festen
Boden unter den Füßen hat , oder etwas woran man „ziehen“ oder
„schieben“ kann, was eine größere Masse hat .

Sorry, das stimmt nicht. Wenn man z.B. mit einem Auto
beschleunigt in Richtung A, so beschleunigt man die Erde in
Richtung -A - nur eben seeeeeehr viel geringer, da die Erde
schwerer ist. Erde und Auto sind hier ein System und somit
gelten die oben genannten Erhaltungssaetze wieder.

Ja , es gilt der Impulserhaltungssatz, im Falle der Erde ist auch ein Drehimpuls dabei , aber ich wollte mich auf die aufgewendete Energie beziehen und nicht auf den Impuls, und da hat die größere Masse zum Abstoßen den entscheidenden Faktor . Die Erde nimmt zwar den gleichen Impuls auf , aber viel weniger kinetische Energie als das Auto .
Das sollte dann auch ein Ansatz sein : Vielleicht kann man ein leichtes Objekt beschleunigen , so das es relativ viel kinetische Energie enthält (kann man), und anschließend , diese Energie auf einen größere Masse ohne Stöße übertragen .( Problem ist)

[…]

Ein anderer Ansatz geht jetzt dahin , eine Art Kopplung mit
Objekten , welche Schwerkraft erzeugen , herzustellen ,oder
die Materie zu „teachen“ oder „aufzuladen“ , damit sie Gewicht
verliert ; hiervon habe jedoch noch weniger eine Vorstellung .

… klingt sehr nach Esoterik …

weswegen ich ja auch noch weniger Ahnung von habe , aber ich möchte keine Möglichkeit ausschließen .

Ansätze , welche ich im Internet gefunden habe ,
einschließlich „Bifeld-Brown“ - Effekt und andere , erscheinen
mir etwas suspekt , oder es geht um etwas anderes .

Dieser Effekt muss mir nix sagen, oder?

Eigentlich nein , ich habe mir das angesehen , das was man im Internet dazu findet , ist nach meiner Einschätzung meistens ohne Bedeutung .
( Sollte Biefeld-Brown heißen )

Ich dachte , vielleicht schreibt ja jemand , "gute Idee , schau mal hier oder da " oder irgendein Hinweis der zum Erfolg führen könnte . Ich bin aber selber pessimistisch . Ich glaube , ich sollte mal ein paar Versuche ausführen .
Also wenn jemand etwas schlaues weiß ? Danke im Vorraus .

MfG
Matthias

Also, nach mehrmaligem Durchlesen Deines Artikels glaube ich verstanden zu haben, dass Du einen Antrieb bauen willst. Wenn Du eine Vorrichtung, wie kompliziert sie auch immer sein mag, mit Schleudern, Partikeln, Foerderbandern, Explosionen, weissen Maeusen, Uhrwerken und was auch immer etc. in eine genuegend grosse, gedachte, hermetisch abgeriegelte und lichtdichte Kiste hineintust, dann hat die Kiste mit allem darin, einen und genau einen Gesamt-Impuls. Dieser aendert sich niemals, ganz egal, was man in der Kiste auffuehrt (Das ist der Stand des Wissens). Willst Du die Kiste antreiben, dann musst Du gegen etwas schieben. Das ist immer eine Masse ausserhalb der Kiste. Bei einem Raketenantrieb schiebt man nur einen Teil der Masse in die eine Richtung, der andere Teil geht in die entgegengesetzte Richtung. Die Kiste (die dann gross genug sein muss, und Antriebsgase sowie Nutzlast zu jeder Zeit umfassen muss) bleibt an Ort und Stelle. D.H der Gesamtimpuls und auch der Schwerpunkt der Rakete bleibt vor und nach dem Start der gleiche.

Richtig ist, dass der Energie-Inhalt eines Raketenbrennstoffs quadratisch zum spezifischen Impuls sein muss.

Gruss
Moriarty

Im Falle eines „normalen“ Antriebes , also abgestoßene
Partikel geht zunächst fast alle aufgewendete Energie in die
Partikel , unabhängig davon , ob Impuls = Gegenimpuls usw…

Es ist genau umgekehrt. Der Impulserhaltungssatz hat Vorrang. Bei einem unelastischen Stoß erzwingt der Impulserhaltungssatz beispielsweise die Umwandlung von kinetischer Energie in Wärme. Die Summe aller Impulsänderungen ist also immer Null, auch wenn das auf Kosten der mechanischen Energie geht.

Was er wohl meint, ist die quadratische Abhaengigkeit der kinetischen Energie vom Impuls. Wenn also ein Triebwerk bei gegebenem Massedurchsatz einen gewissen Schub haben soll, dann muss dasselbe Triebwerk bei selbem Massedurchsatz, aber doppeltem Schub die vierfache Leistung umsetzen. Am besten steosst man sich sozusagen wo anders, nur nicht von der eigenen Masse ab.

Gruss
Moriarty

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Hallo

Ja , du hast meine Absicht mit dem Antrieb ganz gut verstanden .
Der Stand der Wissenschaft ist anscheinend auch so , wie Du es beschreibst .
Tierquälerei möchte ich aber bei physikalischen Problemen ausschließen .
Trotzdem möchte ich mal einen oder zwei Versuche machen , was mit dieser oder jener Methode tatsächlich passiert . Ein Erfolg wäre ein ganz überragender Fortschritt , ob mit oder ohne weiße Mäuse . Wegen einem scheinbar aussichtslosem Versuch würde ich mich nicht unbedingt schämen oder so ähnlich . Möglicherweise könnte ich von mir selber behaupten , ich habe mir zuviel Science-Fiction Romane reingezogen , mehr aber nicht , denn da wird sowas als Selbstverständlichkeit hingenommen , ja ganze Berge auch Büchern und anderem würden nicht existieren .

MfG
Matthias