Frage für ein Gespräch

Hallo!

Vor einem Jahr wurde zu unserem Chef- noch eine Chefin eingestellt, die nun zwischen ihm und uns Angestellten (nur Frauen) arbeitet.

Von Anfang an, war es schwierig.

Ihr Arbeitsfeld ist sehr gross und umfangreich—sie war noch niemals auf so einer Stelle und uns allen ist klar, dass das nicht einfach ist.

Das Problem dabei ist, dass diese Chefin sich selber noch einen unglaublichen Druck macht und mit diesem dann sehr schwer umgänglich wird.
Arbeitet man mit ihr zusammen ist sie wirklich nett—sobald es aber stressig wird oder sie Anordnungen durchsetzen will- wird sie autoritär, pampig….verweist auf ihr Studiertsein….pocht auf ihre Position.

Dazu ist sie sehr launisch…den einen Tag wird mit einem netten guten Morgen gegrüsst….am nächsten kommt nur ein verkniffener Gruss und jeder geht ihr aus dem Weg da sie dann sehr schnell pampig wird und sich echt im Ton vergreift.
In diesem Jahr hat sie sich schon mit jedem „behangen“….

Ihr eigenes Problem ist, dass sie zu uns dazugehören will- aber ja im Gegenzug ihre Position dann sehr unangenehm „raushängen“ lässt.
Wir Angestellten- bilden natürlich da eine Front.
Nicht, weil wir das so unbedingt wollen—aber wie soll man mit jemandem gut umgehen, wenn er heute lächelt und lacht und morgen dann einen ablaufen lässt?- wo soll das Vertrauen herkommen?

Wir haben trotzdem immer versucht klarzukommen……auch, weil man das eine oder andere Private mitbekommen hat—das sie gerne einen Mann hätte……gerne Familie gehabt hätte……sehr alleine ist und gesundheitlich nicht die Fitteste……-- man versucht zu verstehen und nicht alles zu ernst zu nehmen, was aber auf Dauer eben dann doch schwer fällt!

Nun ist sie jedenfalls zum Chef gegangen- und hat sich über das Klima beschwert!
Wir wären eine Front gegen sie……sie würde sich unwohl fühlen……—und nun sind wir aufgefordert in einem Zweiergespräch mit dem Chef dann mal darüber zu reden.

Ich selber finde es wirklich nicht gut, dass niemals der Weg direkt zu uns gesucht wurde….- sondern nun gleich „von oben“ agiert wird….(wobei es passt, denn Fehler werden bei ihr nur von anderen gemacht und jetzt sind wir es ja auch!)

Meine Frage ist nun- was kann ich dem Chef sagen- was sollte ich tunlichst vermeiden?

kitty

Hi kitty

Meine Frage ist nun- was kann ich dem Chef sagen- was sollte
ich tunlichst vermeiden?

Ich würde das schildern, was du uns gerade geschildert hast. Sachlich, nicht von Antipathie oder zuz starker Emotion getragen, sondern mehr wie ein außenstehender Beobachter detwas beschreiben würde.
Gruß,
Branden

Hi Kitty!

Das ist eine komplizierte Situation, aber hinter ihrem Rücken mit dem Chef reden ist bestimmt nicht der richtige Weg.

Warum wird hier nicht mit Offenheit operiert?

Es sieht für mich sehr danach aus, dass hier mal ein offenes Gespräch mit allen Beteiligten geführt werden sollte.

Sicher ist ihre Rolle keine leichte, und sie hat offensichtlich Probleme mit der Führungsrolle, ihrer Autorität und der Abgrenzung nach oben und unten, sprich ihrer Positionierung. Möglicherweise benötigt sie dabei Hilfe, zumindest aber eine klare Definition.

Ich würde sagen, dass hier ein Coach das gesamte Team unterstützen sollte. Oder glaubst du, dass eine Anweisung vom Chef, nachdem ihr ihn instruiert habt, dazu führt, dass sie sich anders verhält? DAS ist wohl kaum zu erwarten.

Sprecht deutlich aber ohne Vorwürfe aus, mit welchem Verhalten ihr nicht zurechtkommt und formuliert klar, welches Verhalten ihr stattdessen haben möchtet. Und geht es gemeinsam an. Auch das gehört zur Teamarbeit.

LiebeGrüßeChrisTine

Hallo!

Das ist eine komplizierte Situation, aber hinter ihrem Rücken
mit dem Chef reden ist bestimmt nicht der richtige Weg.

Sehe ich genauso- aber diesen Weg hat SIE nun selber gepflastert.

Chef will nun das Gespräch- nie war die Rede davon, daß man zusammen am Tisch sitzt- oder sie dabei anwesend ist.
Das alles ist eine Entscheidung der Chefs-- was soll man da als Untergebener dann anderes tun als da nun mitmachen??

Warum wird hier nicht mit Offenheit operiert?

Tja-- DAS frage ich mich auch!

Es sieht für mich sehr danach aus, dass hier mal ein offenes
Gespräch mit allen Beteiligten geführt werden sollte.

Vermutlich wäre hier ein Psychologe richtig, der einordnen kann, warum die Chefin genau das ja nicht will.

Sicher ist ihre Rolle keine leichte, und sie hat
offensichtlich Probleme mit der Führungsrolle, ihrer Autorität
und der Abgrenzung nach oben und unten, sprich ihrer
Positionierung. Möglicherweise benötigt sie dabei Hilfe,
zumindest aber eine klare Definition.

Ich würde sagen, dass hier ein Coach das gesamte Team
unterstützen sollte. Oder glaubst du, dass eine Anweisung vom
Chef, nachdem ihr ihn instruiert habt, dazu führt, dass sie
sich anders verhält? DAS ist wohl kaum zu erwarten.

Niemand will hier irgendwas „instruieren“!!!
Genau deshalb frage ich hier ja-- denn dieser Eindruck kommt dann nämlich ruckzuck auf.

Ich persönlich habe meine Bedenken, was diesen ganzen Vorgang angeht, denn die Chefin will sich selber nicht stellen-- das soll nun der Chef übernehmen und damit entzieht sie sich ja eine Konfrontation.

Das mit einem Coaching- werde ich mal vorsichtig ansprechen…- denke, wir können davon alle nur profitieren.
Wer will schon ständig Stress auf der Arbeit haben??

danke
kitty

Hallo,

Das mit einem Coaching- werde ich mal vorsichtig
ansprechen…- denke, wir können davon alle nur profitieren.

Das würde ich tunlichst lassen. Dem Chef indirekt oder direkt Anleitungen geben. So ein wohl gemeinter Ratschlag wird sehr häufig völlig anders aufgenommen. Der Chef wird den Fehler seiner falschen Personalauswahl selbst bemerken, sofern es eine falsche war.

Wer will schon ständig Stress auf der Arbeit haben??

Es ist kein Frauenvergnügungsclub, es ist euer aller vom Chef bezahlter Job.

Ihr verhaltet euch irgendwie so „typisch zickig“. Stellt einfach die Arbeit in den Vordergrund und Privates deutlich hintenan. An normale Spielregeln eines Vorgesetzten-Untergebenen-Verhältnis denken und danach handeln. Auch wenn es schwierig ist, die richtige Mischung zu finden. Kommt jeweils auch auf den Job und die Anzahl der Mitarbeiter an.

Grüße
Tommy

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Hallo kitty40,

Arbeitet man mit ihr zusammen ist sie wirklich nett—sobald es
aber stressig wird oder sie Anordnungen durchsetzen will- wird
sie autoritär, pampig….verweist auf ihr Studiertsein….pocht
auf ihre Position.

ich frage mich, warum sie darauf pochen muss. Wird ihr widersprochen? Gibt es Diskussionen? Sie ist halt Chefin, verfügt vermutlich über die erforderlichen Qualifikationen und muss sich ggf. auch mal Respekt verschaffen. Neue Chefs haben meist die Eigenschaft, manches eben anders anzugehen, als ihre Vorgänger. Deshalb muss es aber nicht richtiger oder falscher sein.

Ihr eigenes Problem ist, dass sie zu uns dazugehören will-
aber ja im Gegenzug ihre Position dann sehr unangenehm
„raushängen“ lässt.
Wir Angestellten- bilden natürlich da eine Front.

Dann müsst ihr euch nicht wundern.

Nicht, weil wir das so unbedingt wollen—aber wie soll man mit
jemandem gut umgehen, wenn er heute lächelt und lacht und
morgen dann einen ablaufen lässt?- wo soll das Vertrauen
herkommen?

Vielleicht wenn ihr sie einfach als Chefin akzeptiert. Für Altgediente ist es manchmal nicht einfach. Anfällige Gruppen schießen sich dann allzu schnell mal auf einen „Eindringling“ ein. Wenn sie merkt, dass sie akzeptiert wird, gibt sich das vielleicht. Versetz dich mal in ihre Lage. Mit welchem Gefühl kämst du dann zur Arbeit?

Nun ist sie jedenfalls zum Chef gegangen- und hat sich über
das Klima beschwert!

Klar, wenn es so nicht geht, kann man das Gespräch suchen, den Dienstweg wählen oder Augen zu und durch. Sie hat sich für den Dienstweg entschieden und wird ihre Gründe dafür haben.

Wir wären eine Front gegen sie……sie würde sich unwohl
fühlen……—und nun sind wir aufgefordert in einem
Zweiergespräch mit dem Chef dann mal darüber zu reden.

Du sagst ja selbst, dass ihr eine Front gegen sie bildet. Das würde ich nochmal überdenken. Ich halte das für unschlau.

Meine Frage ist nun- was kann ich dem Chef sagen- was sollte
ich tunlichst vermeiden?

Vermeiden: Anschuldigungen, Persönliches, Charaktereigenschaften.

Ansonsten: sachlich/fachlich bleiben, den Willen zur Zusammenarbeit bekunden, zum persönlichen Gespräch einladen, Ruhe bewahren, mit Kollegen die eigene Haltung nochmal überdenken.

Ich will keineswegs behaupten, dass ihr an der Situation schuld seid. Das kann niemand hier beurteilen. Ich möchte bloß darauf hinweisen, dass an einer zwischenmenschlichen Beziehung immer mindestens zwei beteiligt sind, und wenn da etwas hakt, muss sich auch jeder fragen, was er selbst ändern könnte, um das zu verbessern, sofern überhaupt Interesse daran besteht. Diesen Ansatz kann ich in deinen Postings nicht wirklich entdecken, und deine Antwort auf Flaschenposts Posting…

Sehe ich genauso- aber diesen Weg hat SIE nun selber gepflastert.

…scheint mir sehr einseitig. Die Mittel der Chefin (dazugehören wollen, freundschaftlich sein, andererseits Respekt einfordern und Autorität ausstrahlen, Druck von oben aufnehmen und ggf. auch mal nach unten weitergeben müssen) scheinen jedenfalls ausgeschöpft zu sein. Ich vermute, jetzt liegt es an euch.

LG
Huttatta

Hallo!

Danke Dir für Deine Antwort!

Ich würde da nun gerne drauf eingehen, aber das ist alles dann doch recht kompliziert und würde hier viel zu weit führen.

Nachdenken- über den Anteil, den ich oder wir haben- an dieser Situation- tue ich durchaus…und da waren nun auch gute Gedanken in Deinen Worten.

Daß es der Chefin nicht gut geht- ist klar…aber für uns andere ist das alles auch nicht leicht-- und nicht erst seit der Situation jetzt.

Ich hoffe, daß sich alles gut finden wird…weder ich noch die anderen Kollegen sind von dem Schlag, daß man Stress untereinander haben möchte!

Danke
kitty

Hallo Kitty

Ihr würdet wahrscheinlich weinen wenn ihr den Druck eurer Chefin aushalten müsstet.

Ausserdem seid ihr zum arbeiten in der Firma und nix anderes!

Also nicht während der Arbeitszeit das Hauptthema:Na wie war der Sauerbraten heute ?oder ähnliches.

In den Pausen könnt ihr euch dann ausreden da habt ihr genug Zeit.

Freundliche Grüsse vom Zitronenfalter

P.S.Ihr bekommt ja auch euer Geld und dafür arbietet ihr dann… wenn ihr nicht mehr wollt sind noch 1-2 Menschen :wink: da die euren Job mit Kusshand nehmen würden.

Hi Kitty,

Sehe ich genauso- aber diesen Weg hat SIE nun selber
gepflastert.

Hat sie. Punkt. Das ist nicht dein Bier.

Dein Bier ist die Frage, wie du damit umgehst. Und ich denke, du bist da auf einem sehr guten Weg. Mal vorausgesetzt, der Chef ist jemand, dem es wichtig ist, dass Ihr gemeinsam ein Team bildet und eben nicht nur Friss-oder-stirb-von-oben-nach-unten-Mentalität herrscht - in diesem Fall könntest du doch offen reden.
Wobei offen hier heißt: Ich-Botschaften senden ohne Ende! Es geht NICHT darum, die Chefin zu bewerten oder über sie zu urteilen („die ist launisch/zickig etc.“), sondern zu schildern, was deine ganz persönliche Wahrnehmung der Sache ist. „Ich nehme folgendes wahr, das löst bei mir folgendes aus… Mit der Zeit hat sich eine Situation ergeben, die ich wie folgt einschätze: wir haben eine Front etc., ich fühle mich nicht wohl damit…“ usw. Benenne einfach klar, was DICH betrifft. Aber nur das! Was die anderen betrifft, das ist deren Sache. Du kannst nur für dich selbst sprechen.

So wie du hier schreibst, entsteht bei mir durchaus der Eindruck, dass dir eigentlich daran gelegen wäre, eine gute Basis für eine gemeinsame Team-Arbeit zu finden. Wenn dein Chef ebenso den Team-Gedanken verfolgt, dann wird vielleicht auch dein Wunsch nach externer Unterstützung auf fruchtbaren Boden fallen. Wobei ich für ein solches Setting keinen Coach empfehlen würde, sondern eher jemanden, der Ahnung von Supervision und Organisationsberatung hat. Jemanden, der den Teambildungsprozess begleiten könnte. Wenn neue Leute ins Team kommen, dann bildet sich die Gruppenstruktur immer um, das ist völlig normal. Solche Prozesse begleiten zu lassen, ist absolut nicht unüblich.

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr einen Weg findet!

Grüße,
Lizzie

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Ich würde das schildern, was du uns gerade geschildert hast.
Sachlich, nicht von Antipathie oder zuz starker Emotion
getragen, sondern mehr wie ein außenstehender Beobachter
detwas beschreiben würde.

Hallole,

mit dem, was Branden sagt, bin ich vollkommen einverstanden. Aber wie dieses Gespräch zustamde kommen könnte, da gibt es wohl noch Stolperfallen.

Der Chef könnte etwa sagen … erzähl mal Kitty … wie ist denn das so mit Frau Chefin … wie ist denn so ihr Eindruck …

Und Kitty plaudert jetzt los und redet sich um Kopf und Kragen.

Die Ausgangslage sollte so sein, dass der Chef erst einmal erklären muss, warum er Kitty gerufen hat bzw Kitty fragt: … also Chef … was kan ich denn für Sie tun … wo drückt denn der Schuh.

Die Fragen des Chefs, die so ganz unkonkret sind und zum Plaudern auffordern halte ich für gefährlich. Kittys Frage sollte immer sein: was meinen Sie genau … ?
Lieber den Chef reden lassen.

Viel Glück für das Gespräch

PW

Hallo,
es ist eine sehr gute Strategie eine gewisse Distanz zwischen der Geschäftsleitung (den Weisungsgebern) und den Angestellten zu halten. Und war von beiden Seiten.

Dass jemand im Stress oder unter Druck die Beherrschung verliert ist, obwohl es eine eher negativ behaftete Eigenschaft ist, eher normal.

Die Angestellten müssen wohl mit den Launen lernen umzugehen, genauso wie sie lernen sollte ihre Launen in den Griff zu bekommen. Da kann der Chef vielleicht bei dem Prozess behilflich sein. Einen Arbeitspsychologen ins Haus zu holen wird wahrscheinlich zu aufwendig und zu teuer sein.

Was etwas durchklingt, sind die Betonung ihrer persönlichen Schwächen (sie hat zwar studiert, aber ist launisch und sie hätte gern einen Mann, Familie etc) - das geht euch nichts an und sollte in einem Gespräch auch kein Thema sein. Diese Art von „Stutenbissigkeit“ in einem Betrieb absolut unerwünscht.

Ich würde an Deiner Stelle in dem Gespräch mit den Chef auch nicht viel sagen. Es bringt in den meisten Fällen nie etwas in Abwesenheit der betreffenden Person über ihr (Miss)verhalten zu sprechen. Ich würde eher vorschlagen, dass ihr eurere wichtigsten Punkte, zusammenträgt. Dann wählt ihr zwei Vertreter, die das direkte Gespräch mit dem Chef und der Chefin zu suchen, um eine Lösung im Arbeitsklima herbeizuführen.

Viele Grüße

Hallo!

es ist eine sehr gute Strategie eine gewisse Distanz zwischen
der Geschäftsleitung (den Weisungsgebern) und den Angestellten
zu halten. Und war von beiden Seiten.

Sehe ich genauso und die Problematik die nun vorhanden ist ist ja die, daß die Chefin gerne auf einer „freundschaftlichen Art“ Kontakt mit uns will- zusätzlich zu der „Chefposition“, welches aber so nicht funktioniert.

Dass jemand im Stress oder unter Druck die Beherrschung
verliert ist, obwohl es eine eher negativ behaftete
Eigenschaft ist, eher normal.

Bei aller Liebe- aber „die Beherrschung“ verlieren- sollte alles andere als „normal“ sein!
Wir arbeiten seit Jahren phasenweise immer wieder unter einem sehr grossen Druck und Stress- und natürlich verhält man sich dann anders als wenn alles locker abläuft-- deshalb muss kein Mensch anfangen rumzumotzen, Leute anzuschnauzen und damit die ganze Truppe noch mehr stressen!

Wenn jeder sich nur noch auslebt, weils ja „normal“ ist-- wie soll denn so eine Arbeit ablaufen, wenn dann 3-4 Leute anfangen nur noch miteinander rumzuplärren!!

Im übrigen- haben wir so die letzten Jahre gearbeitet-- man kann das also :wink:…und da macht es auch mit viel Stress Spass!

Die Angestellten müssen wohl mit den Launen lernen umzugehen,
genauso wie sie lernen sollte ihre Launen in den Griff zu
bekommen.

Mal zu den „Launen“:
Kein Mensch verlangt, daß man jeden Tag gut gelaunt zur Arbeit erscheint- immer nen guten Spruch auf den Lippen hat und alle anlächelt!
Aber ein freundliches „guten morgen“…kann man erwarten…genauso, daß nicht solche Aussagen wie „wie kann man sich so blöd anstellen“ kommen.

Was etwas durchklingt, sind die Betonung ihrer persönlichen
Schwächen (sie hat zwar studiert, aber ist launisch und sie
hätte gern einen Mann, Familie etc) - das geht euch nichts an
und sollte in einem Gespräch auch kein Thema sein. Diese Art
von „Stutenbissigkeit“ in einem Betrieb absolut unerwünscht.

Was Du nun als „Stutenbissigkeit“ liest-- ist genau das Gegenteil!
Wir wissen um diese Hintergründe und in einem Satz, der dann heisst „sie ist vielleicht so, weil…“-- steckt ausschliesslich der Versuch, den Ball flach zu halten- Verständnis zu haben…und eben NICHT darauf herumzuhacken!

Das man sowas beim Chef nicht sagen kann…ist klar!

Es ist uns allen vollkommen klar- wenn die Chefin ihr Verhalten nciht ändert- dann muss man damit klarkommen und leben.
Das sind wir ja bis jetzt auch- selbst, wenn wir uns mit so einem- uns bis dahin ganz fremden Verhalten- nicht gerade gut fühlen.
Dennoch ist es so- wir sind ihr untergeordnet und damit ein Stück weit „ausgeliefert“.

Meiner Erfahrung nach- gibt es Chefs, die wirklich gut sind-- und Chefs, mit denen es schwerer auszukommen ist.
Die „Guten“ hatten nen guten Draht zur „Gefolgschaft“- und allen gings damit gut.

Was ich noch nie erlebt habe ist aber, daß ein Chef, der schwierig ist und sich damit für das Team in eine Aussenseiterrolle begibt ( wer sucht die Nähe eines Menschen, der schwierig wirkt?)-- dann im Gegenzug darunter leidet!
Schwierige Chefs- stehen fest in ihrer Rolle…sind nicht immer leicht zu handhaben- aber denen macht diese Rolle dann auch nichts aus.

Ich wurde hier nun mehrfach auch angegriffen- und dabei stehe ich durchaus auf der Position, daß ich mich nicht für fehlerfrei halte und nur die Chefin „anklage“.
Ich übernehme durchaus meinen Anteil an Verantwortung für das gemeinsame Verhältnis!
Genauso, wie ich über hier geschriebene Gedanken nachdenke,

Warum dann hier jetzt teilweise in den Antworten durchaus rüberkam, daß die Chefin ja die ist, die kann und darf, was sie will…und man als Angstellter am besten für jeden Tritt noch dankbar sein sollte…-- ist mir wirklich schleierhaft…

Wenn ich nur hätte rummotzen wollen- hätte ich das getan…- dann hätte ich erst gar nicht hier reingeschrieben und um Hilfe gebeten…denn dann wäre ich mir ja sicher, daß nur die anderen Fehler haben!!

kitty

Hallo Zitronenfalter,

wenn du Chef wärst, wüsstest du, dass es kaum eine schwierigere Aufgabe für einen Chef gibt, als die Posten in seiner Firma gut zu besetzen.
Ich kenne Chefs, die umfassende Verantwortung tragen (also auch Unternehmer sind) die gehen so mit ihren „Humanressourcen“ um, wie du empfohlen hast. Keinem dieser Unternehmen geht es wirtschaftlich gut. Die Fluktuation ist hoch. Was auf der einen Seite durch „Effizienten Einsatz“ der Mitarbeiter eingespart wird, geht auf der anderen Seite durch häufigere Einarbeitungszeiten neuer Mitarbeiter wieder verloren. Langfristig aufgebautes Know-how gibt es quasi gar nicht. Das mag ein Modell für Aldi-Märkte sein, taugt aber nicht beliebig für produzierende Unternehmen.
Häufiger begegnet mir die Haltung bei angestellten Managern, die dann nach kurzfristigen „Erfolgen“ in ihren Geschäftseinheiten auf einmal Probleme bekommen. Oh, Wunder.

Meiner Ansicht nach ist dauerhafter unternehmerischer Erfolg nur mit nachhaltiger Bewirtschaftung aller Ressourcen erreichbar.

Gruß
Burkh

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Sehr gut!
Hallo Kitty,
ich finde, dass Du Deine Erwartungen an Deine Chefin sehr gut formulieren kannst. Wenn Du das auch noch in einem unaufgeregten und sachlichen Ton im Dreiergespräch mit mit Chef und Chefin vortragen kannst, würde ich mal behaupten, dass Du nichts falsch machen kannst und die Chefin in Erklärungszwang steht.

Viel Glück!