Frage- Gefühle verdrängen

Hallo,

habe gerade jemanden kennen gelernt und nun gelernt, dass man mit jemandem, der seine Gefühle verdrängt (hat einen starken Willen und viel Disziplin dafür erlernt) nicht reden kann.

Ich würde gern wissen, ob das auch so ist, wenn derjenige nur seine Aggressionen verdrängt (Schuldgefühle, von früher, war schwarzes Schaf in der Familie), also nicht offen zulassen kann. Außerdem, ob man mit ihm nur über Gefühle nicht reden kann, also deswegen komplett aneinander vorbeiredet und keinen Konsens findet. Derjenige kann sich vermutlich (ein theoretischer Gedanke von mir, es macht aber auch den EIndruck) nicht festlegen. Ich denke, wenn man nicht über Gefühle reden kann, kann man garnicht effektiv, d.h. verbindlich, kommunizieren. Stimmt das?

Außerdem würde ich gern wissen, ob sich dieser Mensch mit meiner Unterstützung verändern kann (und ob sich das für mich lohnt, d.h., ob ich mich vor Ausnutzung schützen kann), ich verstehe sein Problem nämlich besser als er selbst. Er belügt sich selbst, er scheitert kontinuierlich im Arbeitsleben, weil er vor dem (konsequenten) Scheitern Angst hat, er übernimmt wenig Verantwortung für sein Leben und lässt es von anderen bezahlen.

Danke und Gruß

ich verdräng auch alles und hab trotzdem leue mit denen ich reden kann

Hallo,

habe gerade jemanden kennen gelernt und nun gelernt, dass man
mit jemandem, der seine Gefühle verdrängt (hat einen starken
Willen und viel Disziplin dafür erlernt) nicht reden kann.

??? Entschuldigung, aber was soll denn diese Aussage ? Natürlich gibt es Menschen, die ihre Gefühle zwar verdrängen, dennich können Sie drüber erzählen

Ich würde gern wissen, ob das auch so ist, wenn derjenige nur
seine Aggressionen verdrängt (Schuldgefühle, von früher, war
schwarzes Schaf in der Familie), also nicht offen zulassen
kann. Außerdem, ob man mit ihm nur über Gefühle nicht reden
kann, also deswegen komplett aneinander vorbeiredet und keinen
Konsens findet.

Warum sollte man mit dem Menschen nicht über andere Themen reden können ?

Derjenige kann sich vermutlich (ein

theoretischer Gedanke von mir, es macht aber auch den
EIndruck) nicht festlegen. Ich denke, wenn man nicht über
Gefühle reden kann, kann man garnicht effektiv, d.h.
verbindlich, kommunizieren. Stimmt das?

Mag ich so nicht direkt unterschreiben. Ich erlaube mir mal, meine Wenigkeit als Beispiel heranzuziehen: ich leide an einer dysthymen Störung (auch lavierte Depression genannt). Auch wenn es für mich persönlich mehr als schwierig ist, eben wegen negativer Erfahrungen in meiner Jugend, Gefühle bei mir freizulassen, kann man sich doch mit mir effektiv unterhalten.
Von daher sage ich, dass dies von dem jeweiligem Menschen nebst dessen, was er (bewußt/unbewußt) erlernt hat.

Außerdem würde ich gern wissen, ob sich dieser Mensch mit
meiner Unterstützung verändern kann

Puh!
Möglich wäre es schon, aber eine Garantie geben kann ich nicht. das ganze ist abhängig von diversen Faktoren, von denen der Faktor „Zeit“ der wichtigste ist.

ich
verstehe sein Problem nämlich besser als er selbst. Er belügt
sich selbst, er scheitert kontinuierlich im Arbeitsleben, weil er vor dem (konsequenten) Scheitern Angst hat, er übernimmt wenig Verantwortung für sein Leben

Ja, das klingt sehr stark nach einem Menschen, der in seiner Jugend seelisch sehr misshandelt wurde.
Das ganze klingt für mich nach einem Fall, der eher in psychotherapeutische Therapie gehen sollte.
Wenn Sie den Menschen mögen und unterstützen wollen, finde ich das toll und ehrt Sie, aber - wie gesagt: eigene Erfahrung - erwarten Sie bitte nicht, dass ein solches sehr tiefliegendes Problem innerhalb weniger Tage oder Wochen gelöst wird (ich bin jetzt seit 2 Jahren deswegen in psychotherapeutischer Behandlung, und erst jetzt kommen die ersten ganz feinen Risse in die Mauer, die ich aufgebaut habe und hinter der sich meine Gefühle verstecken).

Lieben Gruß
Michael Vogl

Danke,

kenne seine Probleme, da ich selbst ähnliche hatte (einige verarbeitet). Es ist irgendwie kompliziert. Ich kann ihm nicht sagen, was ich fühle, d.h., es scheint ihn nicht zu interessieren, obwohl er sich viel Mühe gibt. Ich dachte, das ist so, weil er seine Gefühle verdrängt hat und daher nicht auf die Idee kommt, meine zu sehen und ernst zu nehmen.

Er hat Angst, ausgenutzt zu werden, bleibt hinter seiner Mauer, und neigt dabei dazu, mich auszunutzen. Wir beide neigen auch dazu, uns ausnutzen zu lassen- vermutlich. Es ist schwer, die Anteile auseinander zu halten, aber ich setze mich zumindest mit meinen Gefühlen auseinander. Die Gefahr ist groß, sich gegenseitig zu benutzen und wir zerren irgendwie aneinander, auch schon wegen des räumlichen Abstandes. Das, was einen nervt, wird nicht angesprochen, sondern kommt untergründig durch.

Danke für den Hinweis, dass er sehr stark verletzt worden sein muss. Das ist ja auch logisch.

Grüße

Hi,

zuerst muss ich dich fragen, ob es sich für dich lohnt, mit dem Menschen auf so etwas einzugehen(also mit Gefühle reden, evt. eine Freundschaft anzufangen etc.) oder ob du es aus einem reinen Gewissen tun möchtest.

Wenn du ersteres tun willst, dann darfst du weiter lesen, ansonsten lass es lieber.

Es gibt viele Menschen, die ihre Gefühle verstecken, aus den verschiedensten Gründen. Man kann diese Menschen auch grob einschätzen, mit Menschenkenntnis.

Wenn du diese Person einschätzen kannst, dass sie mit dir reden würde, wenn es soweit ist, dann kannst du das auch tun.

Du kannst diesen Menschen nicht verändern, ihn aber zu etwas bewegen.
So wie ich es einschätze, braucht er eine Spritze mit Selbsvertrauen und einen Arschtritt… und das musst du ihm auf geschickte Weise so beibringen, dass er es garnicht merkt. Dieses Gespräch zu fürhen, geht leichter,wenn man Redegewandt ist.

mfg,

Hanzo

Hallo,
danke. Mir fehlt manchmal das Einfühlungsvermögen oder vielleicht wirklich das Interesse, da mir wichtiger war, dass er mich nicht verlässt. Es ist klar, dass er das braucht, und ich möchte ihm das auch wirklich geben und würde alles hysterische Gehabe gern sein lassen.

Gruß

Hallo,

ich tret Dir jetzt mal bewußt ein klein wenig auf die Füße.
Ich denke Du kannst ds vertragen, da Du ja auch ensprechend mit
Deinem Partner umzugehen weißt. Und der direkte Weg immer noch der
Beste ist :wink:)

habe gerade jemanden kennen gelernt und nun gelernt, dass man
mit jemandem, der seine Gefühle verdrängt (hat einen starken
Willen und viel Disziplin dafür erlernt) nicht reden kann.

Willst Du reden, therapieren oder was willst Du von diesem Menschen, den Du nur kurz kennst und der doch so gar nicht Deinen Vorstellungen gerecht werden kann?

Habt Ihr auch Spaß miteinander?
100 % … 50 % … 2 % Spaß ???
Und wie gefällt Dir das?

Da hast ja den Tipp für die beste Art jemanden zu vergraulen:

Vorwürfe, tiefere Gedanken und Analysen, gleich von vornherein und vor allem fest zu wissen, dass:

… man mit ihm nur über Gefühle nicht reden
kann, also deswegen komplett aneinander vorbeiredet und keinen
Konsens findet.

Warum sollte er ?
Jetzt am Beginn des Anfangs einer Beziehung?
Oder hat er Dich wegen einer Therapie aufgesucht?

Derjenige kann sich vermutlich sofort

(ein :theoretischer Gedanke von mir, es macht aber auch den
EIndruck) nicht festlegen.
Ich denke, wenn man nicht über
Gefühle reden kann, kann man garnicht effektiv, d.h.
verbindlich, kommunizieren. Stimmt das?

ich lese immer „theoretisch“, „Gedanken“, „ich denke“
„verbindlich kommunizieren“
Puh, welche Schwere. Meine Güte, ich seh Euch beide vor mir:
wie ihr da sitzt, den Kopf in den Händen, die Schultern niedergedrückt, Du „laberst“ ihn voll, setzt immer weiter nach.
Er ringt nach Worten. Frau, Du hast es drauf! Wirklich!

Er muss dich wirklich mögen, wenn er noch da ist :wink:

Ich habe bei Dir nichts gelesen von Liebe, von Schmetterlingen, von Freude, nichts davon, was er für ein toller Mann ist, dass Du die Zeit mit ihm genießt und den nächsten Tag nicht abwarten kannst. (??)

Auf welcher Seite liegt denn wirklich das Problem?

Außerdem würde ich gern wissen, ob sich dieser Mensch mit
meiner Unterstützung verändern kann (und ob sich das für mich
lohnt, d.h., ob ich mich vor Ausnutzung schützen kann), ich
verstehe sein Problem nämlich besser als er selbst.

Klar doch! „Dieser Mensch“ muss sich ändern, ob er will oder nicht.
Wer wüßte das nicht besser als Du.

Er belügt
sich selbst, er scheitert kontinuierlich im Arbeitsleben, weil
er vor dem (konsequenten) Scheitern Angst hat, er übernimmt
wenig Verantwortung für sein Leben und lässt es von anderen
bezahlen.

Ja dann: Hände weg von diesem Monster !

Ich glaube allerdings ganz fest daran, dass er sich bald ändern wird.
…sich verändern wird. Nämlich weg von Dir. Willst Du das?

PS: Zeig ihm doch mal diese Beiträge hier. Das (!) wäre ein Gesprächsthema. Vermutlich allerdings Euer letztes.