intereressante debatte
hallo ihr,
das sind interessante fragen-.
als biologin und ökologin und ex-vegetarierin und mutter einer vegetarisch lebenden tochter bin ich ein bißchen „drin“ in der materie.
daher werde ich aufmerksam lesen, was hier noch zu lesen ist.
meine hinweise:
der körper stellt sich nach einer weile auf vegetatische kost um, dann kommt der ekel vor fleisch. physiologisch gesehen. soweit ich’s noch weiß. mir ging es so.
meine stieftocher verträgt kein milcheiweiß. wir sind auf soja angewiesen. nicht besonders ökologisch. seit ich sie kenne, ist eiweißaufnahme ein thema bei uns. sie ist deutlich kleiner als viele ihrer mitschülerinnen. ich habe manchmal angst, dass sie aufgrund des eiweißmangels kleiner bleibt.
mein vater hat jahrzehntelang kein fleisch gegessen und ißt nun ein wenig und dazu fisch, damit er weiterhin gesund bleibt. meine mutter ißt sehr wenig und beide sind superfit (beide laufen auch, sind ca. 70).
ökologisch bin ich mir noch nicht sicher, ob der fleischverzicht die bessere variante ist. mal ab von der intensivhaltung und dem globalen rumgefliege von nahrungsmitteln ist das tier seit urzeiten im lebenskreislauf des menschen enthalten. biolandwirschaft kommt ohne tier in europa nicht längs (dünger).
ich kann mir nicht vorstellen, was es für auswirkungen hätte, wären MEHR leute vegetarier. zunächst wäre das ökologisch sicher eine erleichterung, aber vielleicht gibt es irgendwo einen point-of-break-even, wo tierhaltung unverzichtbar ist?
bedeutet der verzicht auf fleisch und leder, dass kein tier wegen einem stirbt? wie weit mag man da mit der konsequenz gehen? geht ein blick in die forstwirtschaft (jägerei) schon zu weit? wie ist es mit dem ökologischen rucksack, den man so mit sich trägt?
ich denke da oft drüber nach, wegen der tochter. ist das „naiver“ tierschutz oder „aktiver“ tierschutz… wieweit wird ihr zu erwartender „jugendkonsum“ tiere/ökosysteme in gefahr bringen…
ich selber denke, wenn fleisch, dann in maßen und aus ökohaltung ist bedingung. aus physiologischen, ökologischen und globalen gründen. verzicht ist sicher vor allem fürs persönliche wohlsein/gutsein gut.
was meint ihr?
tilli