Frage nach des Genitives

Hi.

Nach dem Genitiv fragt man bekanntlich „wessen (oder was)“ ist das Ding.
Z.B.
Der Schuh der Frau ist rot.
Wessen Schuh ist rot? Der Frau.

Aber wie fragt man nach folgendem Genitiv?
Trockenen Fußes erreichten wir die Stadt.
---- ??

☼ Markuss ☼

P.S.: Wer es noch nicht gemerkt hat: Der Titel dieses Artikels ist nicht ernst gemeint, da grammatikalisch nicht korrekt.

Hi.

Aber wie fragt man nach folgendem Genitiv?
Trockenen Fußes erreichten wir die Stadt.

Das ist ein modaler Genitivus absolutus.
Also fragt man danach mit

-W-I-E- erreichten wir die Stadt?

P.S.: Wer es noch nicht gemerkt hat: Der Titel dieses Artikels ist nicht ernst gemeint, da grammatikalisch nicht korrekt.

Juxe erklären??? Macht man sowas? Das merkt man doch gleich!

Gruß Fritz

Hallo Markus,

obwohl ich Aussagen ausgewiesener Experten sonst gerne annehme, handelt es sich meiner Meinung nach schlicht um ein Genitivobjekt. Es gibt eben noch einige Verben, die einen Genitiv nach sich ziehen, z.B. ich gehe des Wege, ich freue mich des Lebens usf.

Viele Grüße,
Andreas

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Kein Genitivobjekt

obwohl ich Aussagen ausgewiesener Experten sonst gerne
annehme, handelt es sich meiner Meinung nach schlicht um ein
Genitivobjekt. Es gibt eben noch einige Verben, die einen
Genitiv nach sich ziehen, z.B. ich gehe des Wege, ich freue
mich des Lebens usf.

Nein, das stimmt nicht. Fritzens Auskunft ist richtig.
Es gibt zwar Genitivobjekte, eins davon führst du ja auf: „ich freue mich des Lebens“ - und danach fragt man dann „wessen (er)freust du dich?“
Genitivobjekte werden heutzutage nur noch selten (bzw. im Juristendeutsch) gebraucht. Einige weitere Beispiele wären noch:
Dieser Besuch bedarf einer Genehmigung. - Wessen bedarf der Besuch?
Er wurde des Diebstahls überführt. - Wessen wurde er überführt?

Dein Beispiel „ich gehe des Wege“ ist weder ein Genitivobjekt noch überhaupt ein richtiger deutscher Satz.

Gruß
Uschi

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Nur wessen, nicht was.

Hi.

Nach dem Genitiv fragt man bekanntlich „wessen (oder was)“ ist
das Ding.

Nach dem Genitiv kann immer nur mit „wessen“ gefragt werden. Vielleicth wird es in (Grund-)Schulen manchmal anders beigebracht, aber in welchem Fall soll man mit „was“ nach einem Genitiv fragen?
Ich selbst würde auch beim Dativ immer nur „wem“ verwenden und nicht „was“, aber beim Genitiv geht es überhaupt nicht.

Überzeugt

Nein, das stimmt nicht. Fritzens Auskunft ist richtig.

Ja, sehe ich ein. Habe zu schnell geschrieben, wie man auch daran sieht:

Dein Beispiel „ich gehe des Wege“ ist weder ein Genitivobjekt
noch überhaupt ein richtiger deutscher Satz.

Es heißt natürlich „des Weges“. Dann stimmt es mit dem Genitivobjekt.

Viele Grüße,
Andreas

Wieder sehr geschwätzig
Also, das

obwohl ich Aussagen ausgewiesener Experten sonst gerne annehme,

ehrt dich! :wink:

handelt es sich meiner Meinung nach schlicht um ein Genitivobjekt. Es gibt eben noch einige Verben, die einen Genitiv nach sich ziehen, z.B. ich gehe des Wege, ich freue mich des Lebens usf.

Hier hättest du aber auch …

Was du sagst, stimmt im Falle von „sich freuen“, den da kann man fragen: Wessen freust du dich?

So auch bei den Verben: anklagen, beschuldigen, bezichtigen, überführen, verdächtigen, sich annehmen, sich bedienen, bedürfen, sich bemächtigen, sich erbarmen, sich erinnern, gedenken sich vergewissern, (sich) versichern.

Aber nicht bei gehen!

Fragst du denn wirklich: Wessen gehst du?

Hier haben wir wieder, nun aber einen lokalen Genitivus absolutus.

Oder - um nun doch die korrekte Bezeichnung einzuführen - um eine adverbiale Bestimmung des Ortes.

Es gibt solche im Akkusativ „Er hat die ganze Woche geschwänzt.“
und im Dativ, da aber nur mit Präpositionen: " Im Zweifelsfalle für den Angelhaken."

Auch hier fragt man nicht " Wen hat er geschwänzt?, sondern Wie lange? und auch nicht Worin? , sondern Wann?.

Es gibt auch adverbiale Bestimmungen der Zeit , wie etwa eines Tages.

Danach fragst du doch auch nicht:

Wessen geschah das? ,

sondern

Wann geschah das?

Und noch eine modale: „Er rannte sehenden Augens ins Unglück, als er sie zur Frau nahm.“

Gruß Fritz

PS Im Duden wird das in den §§ 1148ff abgehandelt.

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Wieder schneller!
Heee, Uschi!

Daschamangediegen! :wink:

Ich brech mir da fast die Finger, um eine niet- und nagelfeste Begründung zu liefern und du überzeugst Andreas mit zwei Sätzen!

Das, also, *räusper* naja! :wink:

Gruß Fritz

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