Frage wegen Gesundheitszeugnis

Liebe/-r Experte/-in,
ich habe eine ganz dringende Frage und hoffe, dass sie mir weiterhelfen können.
Mein Sohn hat ein Gesundheitszeugnis beantragt das er für seine Ausbildungsstelle braucht.
Es wurde ihm verweigert weil er sich einmal am Arm geritzt hat. Einmal ist das passiert, jetzt wird er hingestellt als wäre er phychisch krank.
Die erste Absage von einer Stelle ist schon wegen dem fehlenden Zeugnis gekommen.
Kann man da nichts machen?
Er ist doch nicht krank und jetzt wird im so seine ganze berufliche Zukunft verbaut.
Gibt es eine höhere Stelle als den Amtsarzt an den ich mich wenden kann?
Wir sind total verzweifelt.

Hallo, warum hat er sich denn am Arm geritzt und warum wurde die Narbe überhaupt entdeckt ?? Wer will denn überhaupt ein ärztl. Zeugnis - ist doch eher ungewöhnlich - ? Und warum von einem sog. Amtsarzt ? Ich müsste einige Details wissen - insbesondere was für Ausbildung - um ggf. helfen zu können. Also, wenn Sie wollen, kontakten Sie mich nochmal. Gruss, HWA

Hallo, mein Sohn möchte Beamter werden und hat auch inzwischen schon alle Tests bestanden. Er würde ab Oktober ein duales Studium beginnen.
Es fehlte nur noch das Gesundheitszeugnis.
Er hat sich mal in den Arm geritzt als er Ärger mit seiner Freundin hatte.
Im Internet hat er gelesen das es hilft wenn man Probleme mit seinem Partner hat.
Ihm hat es aber nicht geholfen und deswegen bereut er es auch heute.
Der Amtsarzt hat es gesehen und wollte dass er erst einmal zum Phychater geht und hat derweil dem Amt, bei dem er seine Ausbildung machen will geschrieben, dass es kein Gesundheitszeugnis gibt.
Das war letzte Woche. Heute kam dann ein Brief, dass sie die Zusage deswegen zurückziehen müssen.
Mein Sohn trinkt keinen Alkohol, nimmt keine Drogen und raucht nicht.
Er hatte nur das Ziel mit dem dualen Studium im Auge und hat auch dementsprechend daraufhin gearbeitet und nun soll alles vorbei sein, weil ser Amtarzt meint er wäre phychisch krank.

Also, es hilft eigentlich nie, sich bei solchen Probs die Adern aufzuritzen. Komisch, was die Leute so lesen und dann auch noch glauben. Die Ablehnung des „Amtsarztes“ ist natürlich Blödsinn, aber typisch. Machen Sie folgendes: Schildern Sie den Sachverhalt - ganz ruhig und ohne Übertreibungen - an die zuständige Kassenärztl. Vereinigung Ihrer Gegend und nachrichtlich an die zuständige Ärztekammer und bitten um eine nochmalige neutrale Begutachtung - mit Eilantrag / Frist -. Vor Absendung können Sie mir Ihren Text ja mal zeigen, wenn Sie wollen. Dann können Sie mich die Antworten wissen lassen, und wenn die nicht im Sinne Ihres Jungen sein sollten, können Sie sich an das zuständige Berufsgericht für Heilberufe wenden: Da sitzen smarte Profis, und unprofessionelle Ärzte haben da keine guten Karten; es würde Sie nicht mal was kosten. So, jetzt hab’ ich aber erst mal genug für Sie getan. Gruss, HWA

Hallo, ich habe heute beim Psychater angerufen und die hat mir von einem Vorstellungsgespräch abgeraten, denn wenn ich ihre Hilfe in Anspruch nehme, kann ich gleich vergessen ein Gesundheitszeugnis zu bekommen.
War dann bei meinem Hausarzt und der meinte, da könne man nichts machen. Ein Amtsarzt wäre schon die höchste Stelle, an seiner Entscheidung kann man nichts ändern.
Welche Rolle spielt dabei die zuständige Kassenärztl. Vereinigung und die Ärztekammer? Steht der Amtsarzt nicht über denen?
LG Sylvia

Also nochmals: solange ich keine Details kenne,
kann ich auch nicht qualifiziert raten. Da es ja
um die berufl. Zukunft Ihres Jungen geht, müssen
Sie schon eine gewisse Hartnäckigkeit zeigen und dürfen
nicht so schnell zurück stecken. Amtsärzte haben
grundsätzlich garnichts zu sagen. Schreiben Sie an die
zuständige Ärztekammer und teilen den Sachverhalt in
ruhigen, aber konkreten Zeilen mit, oder lassen Sie es einen Anwalt tun.

Gruss, HWA