Frage wegen Unterhalt

wer bumst, muß mit nachwuchs rechnen
so einfach ist das.
daß es heutzutage verhütungsmittel gibt, heißt noch lange nicht, daß sie in jedem fall und bei jeder wetterlage zum gewünschten ergebnis führen.

100%ige sicherheit kannst du nur als mann erlangen. und zwar durch no sex und/oder sterilisation.

aber eigentlich galt mein schallendes gelächter deiner völligen ignoranz demografischer gesichtspunkte.

es grüßt
ann (nie müde, jungen leuten den zusammenhang zwischen geschlechtlicher betätigung und fortpflanzung zu erklären)

so einfach ist das.

So formuliert widerspreche ich Dir. Wer bumst, kann das Risiko von Nachwuchs nie ganz ausschließen - richtig. Und wer bumst, sollte nie vergessen, dass da dafür gemacht wurde, Nachwuchs zuerzeugen, auch richtig. Aber wer bumst, muss sich noch lange nicht abzocken lassen.

daß es heutzutage verhütungsmittel gibt, heißt noch lange
nicht, daß sie in jedem fall und bei jeder wetterlage zum
gewünschten ergebnis führen.

100%ige sicherheit kannst du nur als mann erlangen. und
zwar durch no sex und/oder sterilisation.

Oh, als Frau kann man sich auch sterilisieren lassen. 99%ige Sicherheit reicht btw.

aber eigentlich galt mein schallendes gelächter deiner
völligen ignoranz demografischer gesichtspunkte.

Ach, Du spielst auf die alte Leier an, wir bräuchten ja ach so dringend Kinder? Wer das so platt und unreflektiert von sich gibt, hat das Problem glaub ich noch nicht so ganz verstanden. Wir brauchen nicht mehr Kinder, wir brauchen mehr Kinder, aus denen mal Leistungsträger werden. Daraus einen Aufruf zum umgehemmten Vögeln an Jedermann schlußzufolgern, halte ich tatsächlich für fatal.

Gruß retour,

Malte (physiologisch hinreichend ausgebildet)

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Hallo!

Wieso das denn? Okay, man muss eine Betreuungsmöglichkeit
finden und die muss irgendwie bezahlt werden, und man muss
einen Job finden, der dazu passt.

Wir leben nicht in Frankreich. Einen Betreuungsplatz für ein unter dreijähriges Kind zu finden ist sicherlich nicht so einfach wie Du denkst. Auch, wenn mir da die praktische Erfahrung ein wenig fehlt. Außerdem finde ich es in der Tat nicht verwerflich, wenn sich auch eine alleinerziehende Mutter das Recht nimmt, in den ersten drei Lebensjahren ein wenig intensiver für das Kind da zu sein, als das dann später der Fall ist.
Darüber hinaus gehe ich nach der Schilderung des Sachverhalts mal gefühlsmäßig von der durchschnittlichen alleinerziehenden jungen Frau aus, wie wir sie hier in Dortmund etwa in Scharnhorst antreffen würden…für die Berliner vielleicht im Wedding, für die Kölner vielleicht in Chorweiler, die im Zweifel nicht derart qualifiziert ist, dass sie einen Job findet, der sie ernähren kann und der ihr die finanziellen Mittel an die Hand gibt, um eine Ganztagsbetreuung für ein kleines Kind zu finanzieren…aber das ist wohl weniger ein Problem des Gesetzgebers, sondern ein individuelles Problem.
Dennoch: Die Entscheidung, die der Gesetzgeber hier getroffen hat, um die Position alleinerziehender Mütter zu stärken, ist sicherlich eine richtige Entscheidung.

Gruß,

Florian.

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Hi Simsy,

Das kann ich mir gut vorstellen, dass das nicht gerade gut
ist, aber wenn man verheiratet ist (wie in dem hier zur
Diskussion stehenden Fall), dann ist ja ein Ende abzusehen.

Äh, sorry. Von verheiratet steht da nix im Ursprungspost. Nur von Exfreundin.
Auf die anderen Punkte gehe ich jetzt mal nicht ein.

Gruss Sebastian

aber eigentlich galt mein schallendes gelächter deiner
völligen ignoranz demografischer gesichtspunkte.

Schade, dass Du an der Stelle nicht mein schallendes Gelächter vernehmen konntest! Was für ein ausgemachter Blödsinn!! Willst Du damit sagen, irgendwer auf diesem Planeten bekommt Kinder, weil er damit seiner selbst auferlegten sozialdemographischen Verantwortung gerecht werden will!? Und dann soll es auch noch ok sein, den finanziellen Teil einseitig dem männlichen Teil des Erzeugerteams aufzuerlegen??
Hier sind Neuigkeiten für Dich: aufgrund fortschreitender Globalisierung steigt die Cahnce, dass es sich um den nächsten Sozialhilfeempfänger (der sich einen Dreck um die Finanzierung der Rente seiner Eltern und Großeltern schert) handelt, stetig an!

T.

Sternchen von mir (owt)

owt

Hallo

Deshalb
besteht auch - natürlich - ein Unterhaltsanspruch des Kindes
an den nicht-erziehenden Elternteil.

Wenn beide arbeiten gehen, gibt es doch gar keinen erziehenden Elternteil mehr. Dann könnten ja beide Unterhalt zahlen.

So gut hast Du also den Artikel gelesen - nämlich gar nicht?
Nur Unterhalt gelesen und mal gemoppert? Von verheiratet steht
da nichts, es ist sogar explizit von „die Freundin“ die Rede.

Da habe ich mich einfach nur verschrieben. Blödmann.

Eine Frau kann völlig
problemlos drei Monate nach der Geburt des Kindes dieses
stundenweise in Betreuung geben und wieder halbtags arbeiten
gehen. Gar kein Thema, weder körperlich noch pädagogisch
hochbedenklich (Krankheiten infolge der Schwangerschaft o.ä.
mal außen vor gelassen).

Doch, das ist eigentlich schon ein Thema. Stundenweise in Betreuung geben und halbtags arbeiten, das geht ja eh nicht. Sie müsste es wenigstens 5 Stunden täglich in Betreuung geben, wenn sie halbtags arbeiten geht und einen sehr kurzen Weg zur Arbeit hat. Da kann es leicht Probleme mit dem Stillen geben, und vor allem ist es nicht so einfach, eine vertrauenswürdige Person zu finden, der man sein Kind anvertrauen möchte, und die das für ein Taschengeld macht. Ein Baby kannst du jedenfalls normalerweise nicht 13jährigen Babysitterinnen überlassen.

Frau kann arbeiten. Jede Frau, die das nicht tut und
stattdessen den Erzeuger schröpft (für sich, nicht für das
Kind!) …

Hast du schon mal ein kleines Kind erlebt, das von seiner Mutter in Betreuung gegeben wird? Die schreien immer, weil die das nicht wollen. Eine Mutter, die wegen ihrem Kind nicht arbeiten geht, macht es meistens schon für das Kind.

Viele Grüße
Simsy

Nachfrage
Hallo!

Wenn Du denkst, dass es legitim ist, mal eben die Pille zu
„vergessen“, die Beine breit zu machen und sich dann das
eigene Leben schön von der armen Sau, die dafür schlechten Sex
haben durfte, bezahlen zu lassen - bitte schön.

Mal ganz im ernst: Im Posting stand, dass sie sich getrennt haben und die Ex den gemeinsamen Sohn bei sich hat. Ich weiß nicht, wie Du daraus auf diese „Ups, ich habe die Pille vergessen“ - Geschichte kommst…und dass es eine ziemliche Sauerei ist, wenn sich eine Frau wirklich so verhält, ich denke, darüber besteht Konsens. Nichts desto trotz folgen daraus auch Pflichten. Und die Unterhaltspflicht gegenüber der Mutter dient in erster Linie dem Kind, weil sichergestellt werden soll, dass das Kind ausreichend versorgt ist und die Mutter nicht aufgrund der eigenen Existenznot in die Gefahr gerät, das Kind zu vernachlässigen.

Gruß,

Florian.

Hallo!

Hast du schon mal ein kleines Kind erlebt, das von seiner
Mutter in Betreuung gegeben wird? Die schreien immer, weil die
das nicht wollen. Eine Mutter, die wegen ihrem Kind nicht
arbeiten geht, macht es meistens schon für das Kind.

Na also die Betreuung hier als traumatisches Erlebnis für ein Kind darzustellen geht meiner Meinung nach nun auch zu weit.
In Frankreich ist es üblich, dass Frauen kurz nach der Geburt ihre Kinder in Betreuung geben und voll arbeiten gehen. Ich denke nicht, dass da nur traumatisierte Kinder rumlaufen.
Und wenn sich ein Kind mal an eine weitere Bezugsperson neben der Mutter gewöhnt hat, spricht sicherlich nichts dagegen.
Das Problem ist in Deutschland meiner Meinung nach eher, dass es keine derartigen Angebote gibt, die einigermaßen erschwinglich sind. Da sollte man wohl schon überdurchschnittlich verdienen, wenn man das plant.
Aber im Grunde können wir die Diskussion ja beenden, die Frage des Fragesteller ist ja richtig beantwortet worden…

Gruß,

Florian.

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Hallo

Deshalb
besteht auch - natürlich - ein Unterhaltsanspruch des Kindes
an den nicht-erziehenden Elternteil.

Wenn beide arbeiten gehen, gibt es doch gar keinen erziehenden
Elternteil mehr. Dann könnten ja beide Unterhalt zahlen.

Äh, ich rede von fünf Stunden Betreuung resp. vier Stunden Arbeit am Tag. Bist Du von der Sorte, die meint, es gehört sich nicht für Mütter, _nicht_ den ganzen Tag nur für das Kind da zu sein?

So gut hast Du also den Artikel gelesen - nämlich gar nicht?
Nur Unterhalt gelesen und mal gemoppert? Von verheiratet steht
da nichts, es ist sogar explizit von „die Freundin“ die Rede.

Da habe ich mich einfach nur verschrieben. Blödmann.

Oh, Madame fühlt sich ertappt und fängt an zu pampen, schön. „verschrieben“… nice.

Eine Frau kann völlig
problemlos drei Monate nach der Geburt des Kindes dieses
stundenweise in Betreuung geben und wieder halbtags arbeiten
gehen. Gar kein Thema, weder körperlich noch pädagogisch
hochbedenklich (Krankheiten infolge der Schwangerschaft o.ä.
mal außen vor gelassen).

Doch, das ist eigentlich schon ein Thema. Stundenweise in
Betreuung geben und halbtags arbeiten, das geht ja eh nicht.

Äh, doch. Nämlich so:

Sie müsste es wenigstens 5 Stunden täglich in Betreuung geben,
wenn sie halbtags arbeiten geht und einen sehr kurzen Weg zur
Arbeit hat.

30 Minuten von Arbeit zu Betreuung finde ich nicht „sehr kurz“. Das sind mit Auto (bspw.) schon _einige_ Kilometer.

Da kann es leicht Probleme mit dem Stillen geben

Wie lange stillt Frau? Zwei Jahre? Ich weiß, _kann_ man machen. Muss man aber nicht, man _muss_ überhaupt nicht stillen.

und vor allem ist es nicht so einfach, eine vertrauenswürdige
Person zu finden, der man sein Kind anvertrauen möchte, und
die das für ein Taschengeld macht. Ein Baby kannst du
jedenfalls normalerweise nicht 13jährigen Babysitterinnen
überlassen.

Es gibt qualifizierte Tagesmütter. Zur Finanzierung hab ich schon was gesagt.

Frau kann arbeiten. Jede Frau, die das nicht tut und
stattdessen den Erzeuger schröpft (für sich, nicht für das
Kind!) …

Hast du schon mal ein kleines Kind erlebt, das von seiner
Mutter in Betreuung gegeben wird? Die schreien immer, weil die
das nicht wollen. Eine Mutter, die wegen ihrem Kind nicht
arbeiten geht, macht es meistens schon für das Kind.

Selten so einen Blödsinn gelesen. Achja: Ja, hab ich erlebt. Klappt super, und ist nach meinen Informationen nicht die Ausnahme.

Gruß,

Malte

Hallo Florian

Aber im Grunde können wir die Diskussion ja beenden, die Frage
des Fragesteller ist ja richtig beantwortet worden…

Ok

Viele Grüße
Simsy

Hallo!

Wenn Du denkst, dass es legitim ist, mal eben die Pille zu
„vergessen“, die Beine breit zu machen und sich dann das
eigene Leben schön von der armen Sau, die dafür schlechten Sex
haben durfte, bezahlen zu lassen - bitte schön.

Mal ganz im ernst: Im Posting stand, dass sie sich getrennt
haben und die Ex den gemeinsamen Sohn bei sich hat. Ich weiß
nicht, wie Du daraus auf diese „Ups, ich habe die Pille
vergessen“ - Geschichte kommst…

Die hab ich als „Gegenpol“ zu Simsys „Argumenten“ ins Spiel gebracht, nicht auf diesen konkreten, hypothetischen Fall gemünzt - ich hab das auch bei meinen Artikel nicht vergessen, auch wenn man das anders rauslesen mag. Deshalb nochmal ausdrücklich: Nein, nicht jede Frau, die mit Kind dessen Erzeuger verlässt, hat ihm jenes untergejubelt.

Und die Unterhaltspflicht gegenüber der
Mutter dient in erster Linie dem Kind, weil sichergestellt
werden soll, dass das Kind ausreichend versorgt ist und die
Mutter nicht aufgrund der eigenen Existenznot in die Gefahr
gerät, das Kind zu vernachlässigen.

Man kann sie ja dann greifen lassen, wenn die Mutter nicht arbeiten _kann_.

Gruß,

M.

einnahmenquelle für faule Frau
Es ist ja kein problem wenn siech die Frau wirklich um alles kümmert.
Beziehungsweise halt viel.

Es gibt genug Frauen die sich ein Kind machen lassen um ein faules Leben führen zu können.

Was sie damit dem Kind bieten usw. ist ihnen egal.

Es ist heute nicht merh so das Frauen zu Kindern oder Famile gezwungen werden, sondern Männer mit überzognen Unterhaltzahlungen der Mütter genötigt werden.

Klar gobt es Frauen die unverhoft Schwanger werden oder einen scheiss KErl hatten mit dem sie nicht zusammen Leben können oder möchten.

Aber gibt da auch hauffenweise Bitches!

Beste Beispiel die Beckertochter.

So war es, erst Pillte nicht gewirkt, später gesag
später gesagt vergessen.
Mit 19 Schwanger.

Grad als sie ihren Job wegen verlor und ihre Wohnung.

Hallo

Und dann soll es auch noch
ok sein, den finanziellen Teil einseitig dem männlichen Teil
des Erzeugerteams aufzuerlegen??

Der finanzielle Teil wird nicht einseitig dem männlichen Teil auferlegt. Denk mal an Verdienstausfall. Die meisten alleinerziehenden Mütter haben ein Einkommen an der Hartz-4-Grenze, auch wenn arbeiten und auch wenn sie vorher normal verdient haben.

Hier sind Neuigkeiten für Dich: aufgrund fortschreitender
Globalisierung steigt die Cahnce, dass es sich um den nächsten
Sozialhilfeempfänger (der sich einen Dreck um die Finanzierung
der Rente seiner Eltern und Großeltern schert) handelt, stetig
an!

Das ist doch klar, wenn sich die Mutter nur gegen heftigste Widerstände und sonst kein Mensch um seine Erziehung und sein Fortkommen kümmert. Warum sollte er sich denn später auch um die Finanzierung der Renten von Leuten kümmern, die es sogar für zuviel des Guten halten, wenn er als Kleinkind seine Mutter um sich hat?

S.

Hallo

Und dann soll es auch noch
ok sein, den finanziellen Teil einseitig dem männlichen Teil
des Erzeugerteams aufzuerlegen??

Der finanzielle Teil wird nicht einseitig dem männlichen Teil
auferlegt. Denk mal an Verdienstausfall. Die meisten
alleinerziehenden Mütter haben ein Einkommen an der
Hartz-4-Grenze, auch wenn arbeiten und auch wenn sie vorher
normal verdient haben.

Also ich bin der meinung, dass die hier beschriebene Situation „unverheiratet, schwanger geoworden, Kind eingepackt, getrennt, Unterhalt vom Staat und Ex-Freund eingefordert“ nur selten auf die Frauen zutrifft, welche vorher beispielsweise leitende Angestellte gewesen sind.
Ich halte es für absolut unumstösslich, dass es auf viele beruflich niedrig qualifizierte Frauen einen gewissen Reiz ausübt, sich mithilfe eines Kindes der Unterstützung des Ex-Freundes oder des Staates zu versichern.

Hier sind Neuigkeiten für Dich: aufgrund fortschreitender
Globalisierung steigt die Cahnce, dass es sich um den nächsten
Sozialhilfeempfänger (der sich einen Dreck um die Finanzierung
der Rente seiner Eltern und Großeltern schert) handelt, stetig
an!

Das ist doch klar, wenn sich die Mutter nur gegen heftigste
Widerstände und sonst kein Mensch um seine Erziehung und sein
Fortkommen kümmert.

Wieso denn die Mutter nur gegen heftigste Widerstände?? Diese scheint doch mit der Situation nicht ganz unzufrieden. Oder hat sie zum Erzeuger gesagt „Hier ist dein Kind, kümmere Dich drum, in den ersten drei Jahren werde ich Euch den Unterhalt bezahlen!“ ?? Irgendwie ist von einer derartigen Situation noch nie berichtet worden…

Warum sollte er sich denn später auch um
die Finanzierung der Renten von Leuten kümmern, die es sogar
für zuviel des Guten halten, wenn er als Kleinkind seine
Mutter um sich hat?

Erstens verstehst Du mich da völlig falsch, ich halte es für keinesfalls zuviel des Guten, dass ein Kind seine Mutter um sich hat, ich halte es lediglich für überzogen, zu diesem Zwecke finanzielle Forderungen an Ex-Partner oder Staat zu stellen, und sich auf diese Weise auch noch der Verantwortung, für den eigenen Lebensunterhalt sorgen zu müssen, zu entziehen.
Zweitens stellt sich für einen eventuellen Sozialleistungsbezieher die Frage ja gar nicht, ob der die vorangegange Generation unterstützen will, er wird ja eh von der „aktuelle arbeitenden“ versorgt.
Drittens lebt die Mutter ja in diesem Fall vor, wie man auf sein gesetzlich verankertes Recht auf finanzielle Unterstützung besteht.
T.

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Hallo!

Also das Juristische wurde ja bereits von Florian gesagt und da möchte ich natürlich auch nicht widersprechen.

Trotzdem möchte ich auch kurz nochmal sachlicher anmerken, dass mir der Tonfall zwischen den Zeilen, die du gschrieben hast, nicht gefällt. Das ist geprägt von einem stereotypen Bild böser Mann versus liebe Frau, was nicht besser ist als ein patriarchalisch geprägtes Weltbild früherer Zeiten.

Frauen können zu Recht fordern, dass ihre Leistungen für Kindeserziehung und Haushaltsführung anerkannt werden, meistens machen das großteils die Frauen. Umgekehrt haben aber auch Männer, die den ganzen Tag arbeiten und die Familie finanziell erhalten, das Recht, dass diese Leistung anerkannt und auch geschätzt wird. Immerhin leben viele Frauen auch davon. Viele Männer reißen sich den Haxn aus in ihrer Arbeit, nur um Frau und Kind ein halbwegs gutes Leben bieten zu können und gerade das wird leider sehr oft auch nicht gesehen und geschätzt.

Gruß
Tom

Hallo

Also ich bin der meinung, dass die hier beschriebene Situation
… nur selten auf die Frauen zutrifft, welche vorher beispielsweise
leitende Angestellte gewesen sind.

Na ja, ich habe ja auch extra geschrieben „normal verdient“ und nicht „überdurchschnittlich verdient“.

Ich halte es für absolut unumstösslich, dass es auf viele
beruflich niedrig qualifizierte Frauen einen gewissen Reiz
ausübt, sich mithilfe eines Kindes der Unterstützung des
Ex-Freundes oder des Staates zu versichern.

Hm, das will ich jetzt nicht abstreiten, weil ich nicht so viele solche Fälle kenne.

Wo ich es im Bekanntenkreis miterlebt habe, dass sich eine Frau (höchstwahrscheinlich) absichtlich ein Kind hat machen lassen, hatte ich eher gedacht, dass die den Freund in eine feste verbindliche Beziehung zwingen wollte(n). Das ist die uralte Geschichte mit dem Märchenprinzen, der einen aus all dem Elend herausholt.*)

In einem Fall hat er sie tatsächlich wegen des Kindes geheiratet, ist aber ständig fremdgegangen, am Ende Scheidung. Die Kinder sind aber liebevoll erzogen worden. In einem anderen Fall hatte sie nachher einen anderen Freund; da kann es zwar sein, dass sie irgendwie ans Geld gedacht hatte, das Kind wurde hinterher auch ziemlich vernachlässigt. Aber andererseits kam es bei mir auch so an, als ob der Vater sie (vorher) trotz Beziehung ziemlich verachtet hatte, und vielleicht hatte sie sich gedacht, dass er die Mutter seines Kindes nicht mehr verachten würde.

Das sind aber Fälle, die schon Jahre zurück liegen. Damals waren die Gesetze auch noch anders.

Ich kenne aber ziemlich viele (na ja, 3) Fälle von ledigen Müttern, die den Vater als unbekannt angegeben hatten, um einerseits den Vater von den Zahlungen zu befreien (der dann aber möglicherweise auch noch zusätzlich was fürs Kind abzweigt) und andererseits ihm gegenüber keine schlechtes Gewissen haben zu müssen, deshalb scheint mir das eher der Normalfall zu sein. Zwei von ihnen bekamen dann (teilweise) Sozialhilfe, also kam der Staat für das Kind auf. Für die Mütter wäre er damals noch sowieso aufgekommen.

Wieso denn die Mutter nur gegen heftigste Widerstände?? Diese
scheint doch mit der Situation nicht ganz unzufrieden.

Die soll doch unbedingt ganztags arbeiten gehen und das Kind in eine Kinderkrippe geben und dort erziehen lassen. Dieser Druck ist bei ledigen Müttern wirklich da und wird (manchmal, oft, immer?) auch als belastend erlebt.

Ob sie mit der Situation unzufrieden ist oder nicht, was spielt das für eine Rolle? Ich verstehe diesen Einwand nicht.

Oder hat sie zum Erzeuger gesagt „Hier ist dein Kind, kümmere
Dich drum, in den ersten drei Jahren werde ich Euch den
Unterhalt bezahlen!“
?? Irgendwie ist von einer derartigen
Situation noch nie berichtet worden…

Ich hab das schon mal erlebt, dass eine Mutter ihr Kind dem Vater vor die Tür gestellt hat. Der Vater war dann erstmal sauer auf die Mutter. Um das Kind hat sich dabei niemand gekümmert, insbesondere der Vater nicht, der hat eigentlich nur auf die Frau geschimpft.

Es ist irgendwie hormonell so geregelt, dass sich eine Mutter direkt nach der Geburt ihres Kindes in selbiges verliebt, meistens klappt das auch. Deswegen wird sie im Normalfall ihr Kind nicht so rumschieben. Es ist für das Kind existenziell notwendig, dass das so ist. (Oft geht es Vätern - besonders wenn sie bei der Geburt dabei waren - sehr ähnlich. Offtopic-Anmerkung, damit das kein Streitpunkt wird)

Erstens verstehst Du mich da völlig falsch, ich halte es für
keinesfalls zuviel des Guten, dass ein Kind seine Mutter um
sich hat, ich halte es lediglich für überzogen, zu diesem
Zwecke finanzielle Forderungen an Ex-Partner oder Staat zu
stellen, und sich auf diese Weise auch noch der Verantwortung,
für den eigenen Lebensunterhalt sorgen zu müssen, zu
entziehen.

Wie soll man sich denn gleichzeitig um ein Baby und um einen Job kümmern? Das geht doch nicht.

Zweitens stellt sich für einen eventuellen
Sozialleistungsbezieher die Frage ja gar nicht, ob der die
vorangegange Generation unterstützen will, er wird ja eh von
der „aktuelle arbeitenden“ versorgt.
Drittens lebt die Mutter ja in diesem Fall vor, wie man auf
sein gesetzlich verankertes Recht auf finanzielle
Unterstützung besteht.

Zu zweitens: Vielleicht hat sich ja irgendwann in seinem Leben, evtl. noch während seiner Schulzeit, diese Frage gestellt? Und vielleicht fühlt er sich schon so stark in eine Ecke gestellt, dass er sich gar nicht motiviert fühlt, auch nur einen Handschlag für die Gesellschaft zu tun. Muss natürlich nicht sein, kann aber. Diese Vorurteile (dass das Kind von der Alleinerziehenden Sozialleistungsempfängerin sowieso Sozialleistungsempfänger wird), die ja nicht wenige Leute haben, können durchaus dazu beitragen.

Zu drittens dachte ich, wir reden nur über die ersten drei Jahre. Bei den gutverdienden Leute, die ich so kenne, haben übrigens fast alle Mütter in den ersten paar Jahren nicht gearbeitet, höchstens wirklich stundenweise (also mal ein oder zwei Stunden, aber solche Jobs kriegt man nur mit Beziehungen).

Denn einem Kind aus gutem Hause steht es selbstverständlich zu, wie von den Ärzten empfohlen mindestens 6 Monate voll gestillt und dann langsam und allmählich abgestillt zu werden. Und dann steht ihm auch selbstverständlich zu, die Welt in Gegenwart einer geliebten Bezugsperson im Gefühl totaler Geborgenheit zu entdecken, und nicht mit 10 anderen Babies zusammen von einer fremden, auch manchmal wechselnden Personen mehr oder minder notdürftig versorgt zu werden.

Dass man die Kindererziehung in der Massenabfertigung gut hinkriegen kann, ist zwar politisch erwünscht, entspricht aber nicht so ganz den Tatsachen.

Das soll übrigens nicht heißen, dass Kinderkrippen immer schlechter sein müssen als die Betreuung durch die eigene Mutter, aber sehr oft, schon deshalb, weil da nicht sehr viel Geld investiert wird. Und es scheint auch trotz PISA immer noch die Überzeugung zu geben: Wer gar nichts kann, der kann ja kleine Kinder betreuen.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Sebastian

Äh, sorry. Von verheiratet steht da nix im Ursprungspost. Nur
von Exfreundin.

War ein Schreibfehler. Das ergibt ja auch sonst keinen Sinn. Ich meinte „nicht verheiratet“.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Thea,

Es ist irgendwie hormonell so geregelt, dass sich eine Mutter
direkt nach der Geburt ihres Kindes in selbiges verliebt,

was soll denn der Quatsch!

Das sind genau die Fehlinformationen, die Eltern in die „Rabeneltern“-Ecke drängen, wenn sie es nicht von Anfang an schaffen, „liebevoll mit ihren Kindern umzugehen“. Weshalb sie sich dann nicht trauen, professionelle Hilfe zu suchen, weil sie ja sonst zugeben müssten „schlechte Eltern“ zu sein.

Gruß, Karin

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