Frage zu Arbeitszeugnis - eilt

Hallo,

mich würde interessieren, was andere (die sich viel mit personellen Dingen befassen) zu diesen bewertenden Sätzen und dem Schlußsatz in einem Arbeitszeugnis meinen:

Frau Mitarbeiterin verfügte über ein ausgeprägtes Organisationstalent. Sie war bei allen sehr geachtet und beliebt. Frau Mitarbeiterin lernten wir als freundliche, hilfsbereite und teamorientierte Mitarbeiterin kennen.

Ihr Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei und vorbildlich. Die ihr übertragenen Arbeiten hat sie stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.

Frau Mitarbeiterin scheidet zum 15. August 2004 nach Beendigung der Probezeit aus unserem Unternehmen aus. Wir bedauern ihr Ausscheiden, da sie sich als sehr engagierte Mitarbeiterin erwiesen hat. Für ihre Mitarbeit danken wir ihr und wünschen ihr für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute.

Hallo,

wenn es möglich ist, den Passus „nach Beendigung der Probezeit“ rauszulassen, ist wahrscheinlich nichts gegen das Zeugnis zu sagen.
Das die Probezeit vorbei ist, ergibt sich normalerweise aus der Zeit die Du in der Firma warst.

Grüße,

Martin

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Kann mich dem Vordermann anschliessen.
Allerdings sollte beachtet werden, dass dieses Zeugnis trotz seines guten Klangs auch negativ gewertet werden kann: miese Laune in der Firma (deswegen ‚fliegt‘ Frau Mitarbeiterin), Standardformulierung, Grund des Ausscheidens fehlt… Um nur einige Punkte zu nennen

Alles nicht (mehr) so einfach
In diesem Sinne
mfg M.L.

Hm, schwierige Sache. Es ist nämlich so, dass das Verhältnis zu allen Kollegen wirklich gut war, nur der Chef hat immer mehr oder weniger rumzumaulen gehabt…

Ja und im Grunde kam die Kündigung weder überraschend noch das meine Bekannte traurig drüber wäre, da sie eh ne andere Richtung einschlagen will.

Nur wie sollte man da einen Grund hinein formulieren? Ich lese berufsbedingt zwar auch öfter mal sowas, wenn bei uns einer geht, aber da fällt mir nix besseres zu ein.

Hat jmd. viell. nen Vorschlag?

Hallo

mich würde interessieren, was andere (die sich viel mit
personellen Dingen befassen) zu diesen bewertenden Sätzen und
dem Schlußsatz in einem Arbeitszeugnis meinen:

Erst mal kann man dazu gar nichts meinen, weil das Zeugnis nur in Fragmenten hier zur Diskussion steht. Entweder alles oder jedwede Aussage, die Du dazu kriegst, bleibt ein „Rate mal mit Rosenthal“.

Gruß,
LeoLo

"Erst mal kann man dazu gar nichts meinen, weil das Zeugnis nur

in Fragmenten hier zur Diskussion steht. Entweder alles
oder jedwede Aussage, die Du dazu kriegst, bleibt ein „Rate
mal mit Rosenthal“

Nun, sehr viel mehr steht nicht drin, oben eben noch:

Frau XY hat vom … bis … in unserem Unternehmen als Sekretärin gearbeitet.

Ihr oblagen dabei folgende Aufgaben:

… (das was man in dem Job eben so macht)


Auf was es also im Wesentlichen ankommt ist denke ich schon die Beurteilung der Leistungen usw.

Frau Mitarbeiterin scheidet zum 15. August 2004 nach
Beendigung der Probezeit aus unserem Unternehmen aus.
Wir bedauern ihr Ausscheiden, da sie sich als sehr engagierte
Mitarbeiterin erwiesen hat.

Wir bedauern, daß wir sie rausgeschmissen haben? Das passt nicht zusammen. Da sollte ein brauchbarer Grund drin stehen (…konnten aus betriebswirtschaftlichen Gründen leider… oder was auch immer). Ansonsten würde ich die „engagierte Mitarbeiterin“ an dieser Stelle als „Nervensäge“ übersetzen.

Hallo,

ein paar Gedanken dazu:

Frau Mitarbeiterin verfügte über ein ausgeprägtes
Organisationstalent. Sie war bei allen sehr geachtet und
beliebt. Frau Mitarbeiterin lernten wir als freundliche,
hilfsbereite und teamorientierte Mitarbeiterin kennen.

Wenn ein Arbeitgeber von „ausgeprägtem Organisationstalent“, „bei allen beliebt“ und „teamorientiert“ spricht, hat er dabei oft im Hinterkopf, dass sich der betroffene Mitarbeiter vor allem als Partynudel hervorgetan hat. Nicht gerade eine Auszeichnung.

Ihr Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen war
stets einwandfrei und vorbildlich. Die ihr übertragenen
Arbeiten hat sie stets zu unserer vollen Zufriedenheit
erledigt.

„… stets zu unserer vollen Zufriedenheit …“ ist eine Silbermedaille. Die Leistungen waren gut, aber eben doch nicht sehr gut. In letzterem Falle hätte es nämlich geheißen „… zu unserer vollsten Zufriedenheit …“

Frau Mitarbeiterin scheidet zum 15. August 2004 nach
Beendigung der Probezeit aus unserem Unternehmen aus. Wir
bedauern ihr Ausscheiden, da sie sich als sehr engagierte
Mitarbeiterin erwiesen hat. Für ihre Mitarbeit danken wir ihr
und wünschen ihr für ihre berufliche und private Zukunft alles
Gute.

„Ausscheiden nach der Probezeit“, verbirgt zwar auf den ersten Blick, dass es eine Kündigung gegeben hat, klingt aber dennoch nach „hat die Probezeit nicht überlebt“. Und das ist nicht gerade positiv.

Auf der anderen Seite sind die „guten Wünsche“ auch für die „private“ Zukunft nach meiner Erfahrung die höchste Auszeichnung, die einem in einem Zeugnis zuteil werden kann. Sie signalisieren eigentlich, dass man mit dem Mitarbeiter unter dem Strich rundum zufrieden war man auch menschlich mit ihm gut ausgekommen ist.

Hallo!

zu unserer vollen :Zufriedenheit … ist eine
Silbermedaille.

sehr gut … hätte es nämlich :geheißen „… zu unserer :vollsten Zufriedenheit …“

Und dann gibt es Zeitgenossen, denen der Bleistift abbricht, wenn sie solches Zeug zu Papier bringen sollen. Ich setze unter keine in schlechtem Deutsch abgefaßte Urkunde meinen Namen, nur damit Freunde formelhaften Geredes auf ihre Kosten kommen.

Ein Tank ist voll. Was bitte ist ein vollster Tank (außer einer Stilblüte)?

Gruß
Wolfgang

Auf was es also im Wesentlichen ankommt ist denke ich schon
die Beurteilung der Leistungen usw.

Trotz und alledem hat Leo extremst Recht. Entweder man sieht das ganze Zeugnis und versucht sich dann ein Bild zu machen, oder man lässt es ganz bleiben. Die Tätigkeitsbeschreibung, und wie sie formuliert ist, kann nämlich entscheidende Hinweise geben, wie der ganze Formalfloskelsums zu gewichten ist. Das ist dann wirklich Wahrsagen à la Hogwarts, und Du weißt ja sicher, was das taugt. So schlimm kann es doch nicht sein, den ganzen Wortlaut hier zu posten, oder?

Gruß kw

Nun ja,

lt. Gesetz ist ein Arbeitszeugnis positiv und wohlwollend zu formulieren. Gerade deswegen sollte man solche „Kleinigkeiten“ wie Komparativ, Superlativ schon beachten.

In diesem Sinne
mfg M.L.

zu unserer vollen :Zufriedenheit … ist eine
Silbermedaille.

sehr gut … hätte es nämlich :geheißen „… zu unserer :vollsten Zufriedenheit …“

Und dann gibt es Zeitgenossen, denen der Bleistift abbricht,
wenn sie solches Zeug zu Papier bringen sollen. Ich setze
unter keine in schlechtem Deutsch abgefaßte Urkunde meinen
Namen, nur damit Freunde formelhaften Geredes auf ihre Kosten
kommen.

Ein Tank ist voll. Was bitte ist ein vollster Tank (außer
einer Stilblüte)?

Diese „Stilblüte“ ist nicht von mir. Stil hin oder her - es handelt sich dabei um eine in Arbeitszeugnissen allgemein übliche Formulierung, um die Bewertung „sehr gut“ zum Ausdruck zu bringen. Und an diesem Maßstab werden Arbeitszeugnisse bei Bedarf auch rechtlich überprüft.

Hallo

Auf was es also im Wesentlichen ankommt ist denke ich schon
die Beurteilung der Leistungen usw.

Ich denke, für eine Pommesverkäuferin hast Du nach einem Monat ein recht gutes Zeugnis.

Gruß,
LeoLo

hallo,

das verhältnis zum chef kommt eigentlich immer nur in einer formulierung zum ausdruck… frau blabla hatte ein gutes verhältnis zu… wenn der vorgesetzte da nicht an erster stell kommt, läuten bei einem, der sich mit zeugnissprache uaskennt die alarmglocken.

regards bianca

Habe zwar geschrieben, dass es sich um eine Sekretärin handelt, aber naja.
Es geht ja darum, erstmal ein Zeugnis zu formulieren, dies war ja nur ein Entwurf, die Tätigkeiten müssen auch noch alle entwickelt werden. Daher wäre ich eher für konstruktive Kritik dankbar!

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Hallo

Habe zwar geschrieben, dass es sich um eine Sekretärin
handelt, aber naja.
Es geht ja darum, erstmal ein Zeugnis zu formulieren, dies war
ja nur ein Entwurf, die Tätigkeiten müssen auch noch alle
entwickelt werden. Daher wäre ich eher für konstruktive Kritik
dankbar!

Konstruktivität setzt aber voraus, daß beide Seiten zum Ziel kommen wollen. Mir war später auch aufgefallen, daß Du Sekretärin geschrieben hast, aber das ist völlig irrelevant. Du hast vermutlich verstanden, worauf ich inaus will? Meinst Du wirklich, daß das Zeugnis nach 5monatiger Beschäftigung als Sekretärin des Vorarbeiters eines Mittelstandbestriebs genauso aussehen sollte wie nach vierzehn Jahren hocharbeiten bis zur Chefsekretärin bei Daimler B.nz? Du behältst einfach entscheidende Details für Dich, erwartest aber eine detaillierte Antwort. Das ist von vorneherein Quark. Daß die Antworten unzureichend ausfallen liegt daran, daß die Frage unzureichend ist. Jetzt plötzlich kommst Du darauf, mal nebenbei zu erzählen, daß scheinbar noch gar kein Zeugnis vorliegt, sondern Du selber eins für eine Bekannte schreiben willst (bzw sie sich ihres schreiben soll und Du hilfst?). Ist ja ein völlig unwichtiges Detail… Das ist schon wieder eine völlig andere Ausgangslage und mein genereller Rat in diesen Fällen lautet: gebt Geld aus und laßt es von einem Fachmann machen. Ich kenne AN, die versucht haben, gegen Ihr selber verfasstes Zeugnis zu klagen, weil sie einfach Sch… geschrieben haben. Das hat zwar bestimmt ein gewisses Maß an Amusement, aber trotzdem wünsche ich nicht, daß euch das auch mal passiert (übrigens verliert man solch einen Prozess i.d.R…). Denn danach sieht es aus, wenn man das berücksichtigt, was da schon an Ideen „zusammengetragen“ wurde.

Gruß,
LeoLo

Dies ist eine gutes Zeugniss ! In Zahlen eine 2 !

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