Frage zu den Eigenschaften von Großkapital

Ich recherchiere im Moment für eine Geschichte/Buch (Umfang noch unklar). Ich habe mich gefragt ob es möglich ist einzuschätzen wie groß die Summe des momentan besitzbaren Geldkapitals weltweit ist. Mein Gedanke ist, daß das im Umlauf befindliche Gesamtkapital aller Weltwirtschaften zusammen mutmaßlich in irgendeiner Form an einen reellen Gegenwert gebunden sein müßte.

Ein weiterführender Gedanke war die Möglichkeit wonach derjenige, der den „Löwenanteil“ dieser Geldmenge kontrolliert/besitzt/verwaltet aus dem Zinszuwachs automatisch immer oben auf schwimmen würde, wenn er erst einmal mehr als 50 % des Gesamtkapitals besitzen würde (falls das überhaupt denkbar wäre). Diese hypothetische Person würde dann also durch Zinszuwachs über kurz oder lang einem schwarzen Loch gleich sämtliches Weltkapital auf sich ziehen und letztlich wäre die Weltwirtschaft bzw. jeder Mensch Schuldner in seinen Gnaden. Naiv gefragt :: gibt es da Sicherheitseinrichtungen, die solch eine Kapitalballung verhindern würden?

Bitte zu entschuldigen, wenn meine Fragen aufgrund fehlenden Hintergrunds zu Laienhaft sind. Ich hätte dazu gern ein paar kurze oder auch ausschweifende Gedanken von Experten. Auch wonach sich der Prozentsatz der Zinsen bei Großkapital ausrichtet und ob er fest oder flexibel ist. Gibt es grundsätzliche Denkfehler?

Vielen Dank für Stellungnahmen.

Solch ein Buch wird sicher von allen Arten Verschwörungstheoretikern reißend aufgekauft.

Ich recherchiere im Moment für eine Geschichte/Buch (Umfang
noch unklar). Ich habe mich gefragt ob es möglich ist
einzuschätzen wie groß die Summe des momentan besitzbaren
Geldkapitals weltweit ist. Mein Gedanke ist, daß das im Umlauf
befindliche Gesamtkapital aller Weltwirtschaften zusammen
mutmaßlich in irgendeiner Form an einen reellen Gegenwert
gebunden sein müßte.

Börsengehandelte Unternehmen haben einen Buchwert und einen Kurswert. Beide sind aber teilweise extrem voneinander abweichend. Sie müssten also die Bilanzen und Abrechnungen aller Unternehmen auswerten sowie anschließend die Geldmenge zusammenzählen. Allerdings sollten Sie für diesen Prozess die Herstellung weiteren Geldes unterbinden, damit wenigstens für einen kurzen Moment Ihre gesammelten Werke Anspruch auf Richtigkeit haben.
Sagen Sie bitte, wann das Buch erscheint. Für diese Zeit spare ich mir den Gang in die Buchhandlung.

Habe mit derartiger Einfältigkeit gerechnet. Es würde sich wohl um einen fiktiven Roman mit Augenzwinkern handeln und weniger ansprechend für „Die Verschwörungstheoretiker“. Möchte mich für die nervliche Überstimulanz entschuldigen, die scheinbar immer noch durch solche Stichworte bewirkt werden kann. Für ihre kindlichen Vorurteile kann ich selbstverständlich nur wenig.


Für evtl ernsthaftere Hilfe wäre ich weiterhin dankbar. Es geht mir garnicht so sehr um eine genau zu nennende Summe, sondern ich möchte allein für mich eine grobe Einschätzung machen können und dazu brauche ich nur eine Vorstellung von den Ausgangswerten. Weiterhin interessiert mich auch noch die Antwort auf die Frage mit den Kapitalzinsen.

Danke und ansonsten nichts für Ungut

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Na, IHR seid ja locker drauf!
Etwas mehr Entspannung zum Wochenende, meine Herren!

Hallo,

Ich habe mich gefragt ob es möglich ist
einzuschätzen wie groß die Summe des momentan besitzbaren
Geldkapitals weltweit ist. Mein Gedanke ist, daß das im Umlauf
befindliche Gesamtkapital aller Weltwirtschaften zusammen
mutmaßlich in irgendeiner Form an einen reellen Gegenwert
gebunden sein müßte.

Also das kann man so per se nicht sagen. Das Problem fängt schon mit dem Begriff „Geldkapital“ an. Zum einen gibt es diesen Begriff in dieser Form nicht, zum anderen muss man sich überlegen, welche Bestände an finanziellen Mitteln oder aber auch Vermögen, zusammengezogen werden sollen. Es stellt sich somit ein Abgrenzungsproblem.

Die bereits erwähnten Börsen- und Buchwerte von Unternehmen greifen da auf jeden Fall zu kurz. Man müsste letztlich sämtliche angesammelten Mittel, vor allem in den privaten Haushalten, berücksichtigen. Dies wird sich aber nur schwerlich ermitteln lassen.

Man könnte die in den einzelnen Volkswirtschaften umlaufenden Geldmengen heranziehen. Dazu könnte man die Informationen der jeweiligen Zentralbanken verwenden. Ich schätze, dass es auch nur so gehen dürfte und man über diese Wert eine Näherung bekommt.

Ein weiterführender Gedanke war die Möglichkeit wonach
derjenige, der den „Löwenanteil“ dieser Geldmenge
kontrolliert/besitzt/verwaltet aus dem Zinszuwachs automatisch
immer oben auf schwimmen würde, wenn er erst einmal mehr als
50 % des Gesamtkapitals besitzen würde (falls das überhaupt
denkbar wäre).

Das ist etwas anderes. Wenn man oben die Geldmenge in den Volkswirtschaften als Proxy heranzieht, dann darf man jedoch nicht die „Zinslehre“ aus dem Alltag anwenden. Diese komplexen geldtheoretischen Zusammenhänge zu erklären, würde jetzt zu weit gehen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, suchen Sie nach der Person, oder dem Staat, die/der das meiste Vermögen bzw. nach ihrer Aussage Geld(kapital) besitzt und darauf aufbauend eine Vermehrung durch Zinsen annehmen.
Dies ist aber so auch nicht korrekt. Nimmt man einmal das Beispiel Bill Gates, dann wird man sehen, dass ein Großteil seines Vermögens nicht verzinslich ist, da seine Aktien den Großteil des Mrd.Vermögens ausmachen.

Geht man von einem Staat aus, so muss man sehen, dass dieser nicht beliebig Geld produzieren und dafür etwa Zinsen nehmen kann. Die Geldmenge bzw. die Entstehung von zusätzlichem Geld ist stets an die realwirtschaftliche Leistungskraft gekoppelt. Hinzu kommt, dass auch Staaten Schuldendienst (Zinsen) zu leisten hat.

Diese hypothetische Person würde dann also
durch Zinszuwachs über kurz oder lang einem schwarzen Loch
gleich sämtliches Weltkapital auf sich ziehen und letztlich
wäre die Weltwirtschaft bzw. jeder Mensch Schuldner in seinen
Gnaden.

Das kann aus den o.g. Gründen nicht sein. Hier muss man wissen, das der Mensch Geld niemals des Geldes wegen verdient. Man versucht also nicht Geld zu verdienen, um mehr Geld zu haben, sondern um sich damit bestimmte Güter leisten zu können. Damit wird aber der so wichtige Tausch in einer Volkswirtschaft erleichtert.

Außerdem ist es so, dass das Horten von „Geld“ nicht sinnvoll ist. Das Geld wird stets seiner produktivsten Verwendung zugeführt. Und diese wird in aller Regel nicht im Sparen begründet sein. Letztlich geht es dem „Sparer“ nämlich auch nur dann dauerhaft gut, wenn er auch seine Mittel zirkulieren lässt. Würde er dies nicht tun und alls verfügbare „Geld“ bei sich horten, würde der Rest der Volkswirtschaft „am langen Arm“ verhungern und das würde letztlich auch ihm Schaden. Die wirtschaftlichen Strukturen und Potentiale gingen verloren und in der Endbetrachtung wäre sein gesamtes Vermögen wertlos. Daher kann dies nicht in seinem Interesse sein.

Naiv gefragt :: gibt es da Sicherheitseinrichtungen,
die solch eine Kapitalballung verhindern würden?

Ja, auch hierum kümmert sich die wohl mächtigste Sicherunseinrichtung auf diesem Planeten, der Markt !

Bitte zu entschuldigen, wenn meine Fragen aufgrund fehlenden
Hintergrunds zu Laienhaft sind. Ich hätte dazu gern ein paar
kurze oder auch ausschweifende Gedanken von Experten. Auch
wonach sich der Prozentsatz der Zinsen bei Großkapital
ausrichtet und ob er fest oder flexibel ist. Gibt es

Was verstehen Sie unter Großkapital ?

VG
TraderS

Zuerst mal Danke für die Antwort. Ich erkenne die Schwiergkeiten, die sich ergeben. Dennoch hilft mir die Antwort dabei einen guten Überblick über mögliche Variablen zu gewinnen, die ich bedenken sollte. Mir geht’s im Prinzip auch nur darum glaubwürdig auf eine Summe schließen zu können, denn ich könnte ja auch einfach eine erfinden, die dann jedem mit ein bißchen Ahnung sofort absurd erschiene.

Meine Inspirationsquelle ist der sehr empfehlenswerte Roman „Eine Billion Dollar“ von Andreas Eschbach. Wobei hier Billion nicht mit dem englischen Begriff mißverstanden werden darf sondern es handelt sich dabei um 1.000 Milliarden Dollar, die ein Pizzalieferant in NewYork von einem generationenalten, privaten, italienischen Verwalter nach Willen eines Vorfahren ausgezahlt bekommt. Der Vorfahr hatte 500 Jahre zuvor eine relativ geringe Summe verzinslicht angelegt und verfügt, daß einer seiner Nachfahren 500 Jahre später die Summe ausgezahlt bekommt. Und das ohne bezüglich der Summe Bedingungen zu stellen. So absurd dieser kurze Umriß auch erscheinen mag, lohnt es sich wirklich das Buch zu lesen, wie ich meine.

Vielleicht erklärt das auch was ich mit Großkapital meine.

Nun spielte ich mit dem Gedanken herum und fragte mich, ob es tatsächlich so sein kann, daß ein Vermögen weit oberhalb aller „erdenklichen“ Größen im Bereich des Möglichen liegt. Man müßte sich ja dabei einmal vorstellen, daß dieser Besitzer sich das Geld unmöglich auszahlen lassen könnte, um es dann eben zu horten oder sowas. Der Wert wäre quasi ein virtueller, der diesem Mann über kurz oder lang sämtliche Geldwerte der Welt zusichern würde. Da ja irgendwoher der Gegenwert der Zinserträge geleistet werden muß. Die liegen soweit ich mich erinnere anfangs bei einem rechnerischen Wert von 400.000 Dollar pro Sekunde oder Minute (ist länger her seitdem ich das Buch las). Im Roman wird dem Protagonisten irgendwann klar, daß z.Bsp. die Armut der Welt, die gezwungenermaßen aufzubringende Arbeitskraft der Menschen usw nur aus seinem Vermögen resultieren, das bewirtschaftet werden muß, weil die Zinsen dies fordern. Er versucht dann zeitweise das Geld wie ein Wilder anzulegen, um die Zinslast zu mindern, was ihm aber wie bei einem Fluch gleich natürlich nicht gelingt. So ähnlich erläutern sie es ja auch mit Staaten, die Schuldendienst leisten müssen.

Hoffe, daß ich die Problematik einigermaßen illustrieren konnte und vielleicht erklärt das auch ein bißchen worauf ich gedanklich hinaus will. Übrignes möchte ich natürlich eine neue Variation der Geschichte erzählen und nicht dasselbe in Grün :smile:

Gruß

Im Roman wird dem Protagonisten irgendwann klar,
daß z.Bsp. die Armut der Welt, die gezwungenermaßen
aufzubringende Arbeitskraft der Menschen usw nur aus seinem
Vermögen resultieren, das bewirtschaftet werden muß, weil die
Zinsen dies fordern. Er versucht dann zeitweise das Geld wie
ein Wilder anzulegen, um die Zinslast zu mindern, was ihm aber
wie bei einem Fluch gleich natürlich nicht gelingt. So ähnlich
erläutern sie es ja auch mit Staaten, die Schuldendienst
leisten müssen.

Der Denkfehler, der regelmäßig bei solchen Überlegungen gemacht wird, ist, daß man für Zinsen keine Gegenleistung erhält. Das Gegenteil ist der Fall: Zinsen zahlt man dafür, daß man einen Kredit aufgenommen hat, der es einem ermöglicht hat, über seine späteren Einnahmen schon jetzt zu verfügen. Wenn man den Kredit aufgenommen hat, um einen Urlaub oder einen Mikowellenherd zu bezahlen, überkommt manchen Kreditnehmer nach 15 Monaten Laufzeit ein diffuses Gefühl der Ungerechtigkeit, weil er immer noch für etwas zahlt, wovon er nichts mehr hat.

Erwirbt ein Unternehmen hingegen eine Maschine, bleibt dieses Gefühl in der Regel aus, weil sich der Kreditnehmer bewußt ist, daß ihm diese Maschine Umsatz und Gewinn einbringt. Ähnlich ist es bei den Immobilienerwerbern, die zwar von den Zinsen nicht erfreut sind, denen aber bewußt ist, daß diese Zinsen nur ein geringer Preis dafür sind, Miete zu sparen und in einigen Jahren oder Jahrzehnten über ein eigenes Dach über dem Kopf zu verfügen.

Dafür aber, daß manche Länder Kredite aufnehmen, um sinnlose Prachtbauten oder Waffen zu kaufen, kann der Kreditgeber nichts. Das ist einig und allein Schuld der wahnsinnigen Kleptokraten, die ihre Großmachtträume über das Wohl der Bevölkerung stellen.

Insofern beginnen die Überlegungen über Großkapital und fiese Kapitalisten an der falschen Stelle.

Gruß,
Christian

Ich denke das kommt immer auf den Standpunkt an. Jemand, der Geld verleiht und dann noch extra drauf bekommt, kann immer sehr leicht gegen die „dummen Kreditnehmer“ argumentieren, die ja selber Schuld seien. Solch ein vermeintlich gutes Argument verliert plötzlich rasant an Bedeutung, wenn sich die Rollen vertauschen.

Natürlich kommen Zinsen dadurch zustande, daß Geld ausgeliehen wird. Bei einer Summe, die defacto nicht auszahlbar wäre, wäre dann aber auch der größte Teil der Summe in Umlauf und damit ausgeliehen. Ergibt sich da nicht ein Teufelskreis? Jemand der auf Vorschuß quasi jede zukünftig gedruckte Summe Geld aufgrund seines Anspruchs auf Zinsen besitzt, ist doch mehr oder weniger frei von jeder Abhängigkeit von Geld. Es spielt dann gar keine Rolle mehr, ob er und wieviel er besitzt. Er wäre der oberste Kreditgeber für jede nur erdenkliche Investition. Dann stellt sich weiterhin die Frage, ob er gezwungen wäre Zinsen zu nehmen. Da wüßte ich beispielsweise auch nicht wonach sich die Notwendigkeit richtet. Aber mir dämmert, daß Zinsen erst den Wert einer absoluten Geldsumme definieren.

Ich denke das kommt immer auf den Standpunkt an. Jemand, der
Geld verleiht und dann noch extra drauf bekommt,

Ich glaube, Du solltest Dich erst einmal darüber informieren, was Zinsen eigentlich sind bzw. wieso es sie eigentlich gibt.

Ohne Zinsen gäbe es keine Kredite, weil niemand bereit wäre, sich von seinem Geld zu trennen, weil
a) er es selber anderweitig anlegen könnte
b) Zinsen auch für das Risiko gezahlt werden, den Kredit nicht zurückzuerhalten und
c) weil Zinsen den Kreditgeber dafür entschädigen, auf das Geld für die Kreditlaufzeit zu verzichten.

kann immer
sehr leicht gegen die „dummen Kreditnehmer“ argumentieren, die
ja selber Schuld seien.

Wer sagt denn so etwas? Ich wollte nur darauf hinaus, daß jemand, der das geliehene Geld verballert, keinen Mehrwert aus dem geliehenen Geld erzielt - also im Gegensatz zu demjenigen, der das Geld investiert und dafür eine Rendite erhält, die im (üblichen) Idealfall über dem zu zahlenden Zinssatz liegt.

Gruß,
Christian

Ohne Zinsen gäbe es keine Kredite, weil niemand bereit wäre,
sich von seinem Geld zu trennen,…

Würde, hätte, könnte, wollte, … Der Punkt ist dabei eher, daß derjenige, der hat, letztlich mehr haben wird, weil er vom Nichthaben des anderen profitiert. Wer meint, daß sowas gerechtfertigt und gut ist, soll das ruhig weiter denken. Ist ein freies Land.

Die ursprüngliche Installation von Zinsen hat nichts mehr mit der heutigen Notwendigkeit zu tun. Das kann man in wenigen Minuten beim Wiki herauslesen. Jedoch ist so eine Einrichtung natürlich ungemein profitabel. Warum sollte man sowas auch hinterfragen, wenn man doch auf der richtigen Seite steht?

Falls das nun zu einer Grundsatzdebatte um die Legitimität von Zinsen wird, entzeihe ich mich. Darüber ließe sich sicher wie im üblichen sinn- und gehaltlos in alle Ewigkeit diskutieren. Aber darum geht’s mir hier nicht.

Ohne Zinsen gäbe es keine Kredite, weil niemand bereit wäre,
sich von seinem Geld zu trennen,…

Würde, hätte, könnte, wollte, … Der Punkt ist dabei eher,

Nein, das ist der entscheidende Punkt. Gäbe es keine Zinsen, würde kein Geld verliehen. Punktum.

daß derjenige, der hat, letztlich mehr haben wird, weil er vom
Nichthaben des anderen profitiert.

Komisch, ich meine, die Sache mit den Investitionen erwähnt zu haben. Wer sich Geld leiht und dieses vernünftig investiert, verdient mit Kredit und den zu zahlenden Zinsen immer noch mehr als ohne Kredit.

Die ursprüngliche Installation von Zinsen hat nichts mehr mit
der heutigen Notwendigkeit zu tun.

Stimmt, heute ist man viel eher in der Lage, den richtigen Zins zu ermitteln als vor einigen hundert oder tausend Jahren.

Das kann man in wenigen
Minuten beim Wiki herauslesen. Jedoch ist so eine Einrichtung
natürlich ungemein profitabel. Warum sollte man sowas auch
hinterfragen, wenn man doch auf der richtigen Seite steht?

Ich stehe auf keiner Seite. Wenn ich mir das richtig überlege, bin ich sogar Nettozinszahler.

Falls das nun zu einer Grundsatzdebatte um die Legitimität von
Zinsen wird, entzeihe ich mich.

Das ist mal ein Novum. Übrigens hast Du die Diskussion angezettelt.

C.

Würde, hätte, könnte, wollte, … Der Punkt ist dabei eher,

daß derjenige, der hat, letztlich mehr haben wird, weil er vom
Nichthaben des anderen profitiert. Wer meint, daß sowas
gerechtfertigt und gut ist, soll das ruhig weiter denken. Ist
ein freies Land.

Ja wenn du die Meinung schn vorgibst, dann dtu das bitte zukünftig im ersten Posting, dann bekommst du keinen anderen Antworten als du hören willst (möglicherweise auch gar keine).

Die ursprüngliche Installation von Zinsen hat nichts mehr mit
der heutigen Notwendigkeit zu tun. Das kann man in wenigen
Minuten beim Wiki herauslesen. Jedoch ist so eine Einrichtung
natürlich ungemein profitabel. Warum sollte man sowas auch
hinterfragen, wenn man doch auf der richtigen Seite steht?

Genau Wikipedia ist die Beste Quelle die die Menschheit zu bieten hat… schlisslich kann da jeder seinen Müll absondern der Lust dazu hat. Und genau das wird ja auch gemacht (Ich sag nur Borat und Kasachstan um mal ein prominentes Beispiel für Wiki Probleme zu nennen)

Falls das nun zu einer Grundsatzdebatte um die Legitimität von
Zinsen wird, entzeihe ich mich. Darüber ließe sich sicher wie
im üblichen sinn- und gehaltlos in alle Ewigkeit diskutieren.
Aber darum geht’s mir hier nicht.

Na Gott sei Dank…

Gruss Ivo

Guten Tag Denny Crane,
ich habe den Eindruck, dass Sie gleichzeitig nicht so richtig wissen,
welche Fragen Sie stellen sollen, um in Ihrem Projekt weiterzukommen
und dabei aber doch eine bestimmte Vorstellung haben, wie
Volkswirtschaft funktionieren sollte, um Ihrem Buchprojekt zu entsprechen.

Wer so ein anspruchsvolles Vorhaben wie Sie ins Auge fasst - ein
Manuskript zu schreiben, das einen Verleger findet - der muss, ja muss
sich der Mühe unterziehen, Zusammenhänge zu recherchieren und zu
verstehen. Sie können ja mit Worten umgehen. Also dürfte es keine
Schwierigkeit sein, wenn Sie sich ein Lehrbuch für Volkswirtschaft
(1.Semester) anschaffen und das durcharbeiten.
Die mannigfaltigen Fragen, die sich daraus ergeben, bringen Sie zweifelsohne weiter und Ihr Bild von der Wirtschaft erfährt dadurch
eine gewisse Anpassung.
Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Zusatz: Großkapital und schwarze Löcher

Ich habe jetzt nochmals alle Deine Beiträge gelsen und will jetzt nochmal einen kurzen Abriss dessen geben, von dem ich meine, dass es Deine Sicht der Dinge darstellt.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann gehst Du davon aus, dass es sozusagen eine „kritische Masse“ an Kapital gibt, bei der man -wenn man sie überschreitet- „automatisch“ Großkapitalist (im Sinne von „Ich habe dann alles die anderen nichts“) wird, weil man eben durch die Zinsen immer reicher wird.
Du hattest hier die schwarzen Löcher genannt. Diese saugen ja ebenfalls im Laufe der Zeit immer mehr Masse an bzw. auf.

Diesen Vergleich kann und darf man vielmehr aber nicht auf Finanzen beziehen. Wie ich bereits sagte, vernachlässigt man dabei die wesentliche Komponente „Markt“. Insbesondere die Souveränität der Marktteilnehmer ist hier von Bedeutung.

Außerdem muss noch etwas gesehen werden: Wir leben heute nicht mehr zu der Zeit der Fugger bzw. der Rothschilds.

Fakt ist, dass es heute nicht denkbar ist, dass eine einzelne natürliche Person soviel Kapital ansammelt, dass sie unumstritten reicher ist als alle und (!) alles andere.
Gegen das von Zentralbanken gesteuerte „Kapital“ (wobei diese Begriffsbezeichnung in diesem Zusammenhanf nicht korrekt ist, aber um Deinem Verständnis zu folgen, vereinfache ich dies mal) kommt niemand an.

Im Ergebnis kann sich somit niemand reicher entwicklen, als es ganze Volkswirtschaften sind. Gerade deswegen aber, weil es diese übergeordneten die Interessen ALLER berücksichtigen Instanzen (Zentralbanken) gibt, würden alle Mitglieder einer Gesellschaft (Volkswirtschaft) stets in dem Maße versorgt, wie es erforderlich ist. Es könnte sich also niemand (also einzelne natürliche Person) finanziell gegenüber allen anderen unentbehrlich machen.

Insbesondere in der heutigen, globalen Welt ist dies nicht mehr denkbar. Zur Zeit der Fugger und damit im tiefen Mittelalter war dies sicherlich noch anders. Ganz speziell kann man hier den Kreditnehmer „Das Hause Habsburg“ nennen. Die Habsburger waren eine Zeitlang in der Tat dermaßen hoch gegenüber den Fuggern verschuldet, dass die von Dir genannte Abhängigkeit als gegegen angenommen werden kann bzw. damals konnte.

Diese Zeiten sind aber wie gesagt überwunden. Heute bestehen ganz andere Abhängigkeiten, allerdings solcher Natur und Größe, die aufgrund ihrer Unübersehbarkeit schon wieder nicht ins Gewicht fallen.

VG
TraderS

Vorurteilslose Betrachtung ?
Hallo,

nachdem ich diesen Thread gelesen habe, denke ich Sie müssen sich schon die Kritik gefallen lassen, das sie zwar Fragen stellen, aber „Antworten“ für sich schon vorgegeben haben.

Stichwort „Zinsen“.
Wer würde schon Geld verleihen, wenn er zwar das Risiko einginge es nicht wiederzubekommen, aber keinerlei Chance hätte Gewinn erzielen zu können.
Risko und Gewinn/Ertragschancen stehen immer im Verhältnis zueinander.

Schließlich stellt ein Teil des Zinsen den „Konsumverzicht“ dar und der andere Teil die „Risikoprämie“.

Dann möchte ich noch kurz auf folgenden Satz eingehen:

wonach sich der Prozentsatz der Zinsen bei Großkapital
ausrichtet und ob er fest oder flexibel ist. Gibt es
grundsätzliche Denkfehler?

Was meinen Sie damit ?
Der Zinssatz bildet sich am Kapitalmarkt.

Das Wort „Großkapital“ hat zudem einen faden Beigeschmack.

Wenn Sie meinen das das Grosskapital „mehr Zinsen“ bekommt, so muss ich Sie enttäuschen. Zinsen bilden sich am Kapitalmarkt.

Schönes WE

Börsenfan1968

Vielen Dank für Stellungnahmen.

@Günther
Anpassung ist niemals sehr gewinnbringend für die Fanatsie und ich bin sicher, daß Ihnen sowas eher fremd ist was Ihnen nun zu einer spontanen Erkenntnis verholfen haben könnte.

@Ivo
Die Ablehung gegen das Wiki kann ich gut nachvollziehen, wenn doch soviel davon abhängt das wenige Wissen und viele sich lehren lassen müssen. Träumen Sie weiter :wink:

@exc
Nein, die Diskussion um den Sinn von Zinsen mache ich eindeutig bei Ihnen aus und es ist wenig verwunderlich, daß Sie auch diese Tatsache zu Ihren Gunsten verdrehen. Der Grund für meine Anfrage war eher generell gelagert und hatte niemals Diskussion und viel mehr Erläuterung als Ziel wo Sie leider bravurös und für mich dennoch lehrreich in den Sand fuhren.


Ich muß feststellen, daß man hier viel weiß aber wenig intelligent und noch weniger nett ist. Wobei ich natürlich zwischen denen unterscheide, die positiv auf meine Fragen eingingen (an dieser Stelle hohes Lob an TraderS) und jenen, die sich als manische Senfgeber zu besonders spektakulärem Graderücken gezwungen sahen. Es macht immer wieder Spaß solche Leute zu provozieren :smiley:

Danke nochmal für die Denkanstöße und bisweilen viel Spaß noch im Forum der Alleswisser und Vielverneiner mit seinen wenigen Highlights. Ich komme gern mal wieder.

Dazu fällt mir nur ein Wort ein, und das ist kein netter Ausdruck.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nein, die Diskussion um den Sinn von Zinsen mache ich
eindeutig bei Ihnen aus

Komisch ist dann nur, daß in Deinem ersten Artikel das Wort Zins alleine dreimal vorkam.

und es ist wenig verwunderlich, daß
Sie auch diese Tatsache zu Ihren Gunsten verdrehen. Der Grund
für meine Anfrage war eher generell gelagert und hatte niemals
Diskussion und viel mehr Erläuterung als Ziel wo Sie leider
bravurös und für mich dennoch lehrreich in den Sand fuhren.

Hatte der Absatz jetzt irgendeinen Inhalt? Ich lese nur Luftblasen.

Ich muß feststellen, daß man hier viel weiß aber wenig
intelligent

Um Dich zu trösten: Du bist nicht der erste, der hier verkündet, den Stein der Weisen gefunden zu haben und der einzige auf dem Planeten zu sein, der die Lage wirklich durchblickt und daß alle anderen nicht weit genug denken und zu blöd sind usw. Das Forum solche Lichtgestalten (bzw. deren Abgang) bisher immer noch ganz gut verkraften können.

Gruß,
Christian

Schönen guten Tag,

mit Interesse habe ich die Diskussion bis hierher verfolgt. Deine Fähigkeit zur Wortakrobatik könnte mich motivieren, dieses Buch zu kaufen, egal, wie sinnig der Inhalt ist. Könnte zumindest amüsant werden.

Aus meiner Sicht gehört die beschriebene Betrachtung (ein Mensch mit unendlich viel Geld…) aber eher in den Bereich der Fiktion.

Was sich mir nicht erschließt:
Angenommen am Rentenmarkt (um den geht es wohl, wenn der Begriff „Zinsen“ ständig fällt) Sind viele Billionen investiert, auf welche Zinsen gezahlt werden. Dann spielt es doch keine Rolle, an WEN diese Zinsen gezahlt werden?
Das ist vor allem für die Schuldner schnurzpiepegal. Ob die X Prozent auf die vielen Billionen nachher bei einem einzigen Menschen landen oder bei vielen Milliarden, ist für die X-Prozent vollkommen einerlei.

Es wäre auch kein Unterschied für die 500 irgendwas vor vielen Generationen gewesen, ob sie einem Menchen gehören oder auf viele verteilt sind. Entscheidend wäre nur, DAS sie angelegt wurden und so lange blieben.

Aus so einer Theorie kann man sicher ein spannendes Buch schreiben. Das wird aber sicher eher ein Roman, als ein Fachbuch.

Zwischen (teilweise auch in) Deinen Zeilen schwingt eine deutliche Kapitalismuskritik mit. Bei mir entsteht der Eindruck, dass Du besonders das Verleihen von Geld als verwerflich und ausbeuterisch betrachtest. Es besteht offensichtlich ein genereller Wucherverdacht gegen jeden, der Geld verleiht… ?

Wenn dem so ist, dann bewegst Du Dich ja durchaus in einer langen Tradition, die Prominent von Marx und Engels dokumentiert wurde. Im Rahmen der Meinungsfreiheit ist das voll OK. Zu überdenken ist nur, warum mittlerweile fast alle Gesellschaftsformen, die auf diesen Ideen basiert haben, gescheitert sind? Aber das ist ja ein gaaaaaanz anderes Thema.

Solltest Du auf die Idee kommen, die internationalen Kapitalströme einer z.B. staatlichen Kontrolle zu unterwerfen, um die Ausbeutung zu verhindern (oder sollte man sagen zu kontrollieren :wink: ), dann empfehle ich als Sekundärliteratur „Die Wut wächst“ von Oskar Lafontaine, der die internationalen Finanzströme gerne überwachen möchte. Ein herrliche Satire!
Oder war das gar nicht satirisch gemeint?

Wie dem auch sei. Bitte setz hier mal ne Info rein, wenn Dein Werk veröffentlicht wird. Der nächste kalte Winterabend kommt bestimmt…

Gruß Schorsch