Frage zu den Spannungen an der braunschen Röhre

Hallo,
Ich habe eine Frage zur „Braunschen Röhre“.
Wir haben im Physikunterricht eine Skizze von solch einer Röhre ausgeteilt bekommen und wollten eigentlich die Flugbahnen der Elektronen berechnen. Nach genaueren betrachten der Skizze habe ich bemerkt, dass am positiven Pol der Heizspannung Uh die dafür verantwortlich ist, dass Elektronen emittiert werden, der negative Pol der Lochplatte, der zur Fokussierung und Beschleunigung dient (Ub), angeschlossen ist.

Auf meine Frage ob die Spannungen sich gegenseitig beeinflussen sagte er nein. Allerdings konnte er mir auch keine Erklärung dafür geben. Er sagte nur es gäbe eine Formel jedoch bräuchten ich dafür bessere Mathematikkenntnisse um das zu verstehen.

Hat vielleicht jemand von euch eine Idee das erklären zu können? Mann kann doch nicht den Minuspol mit einer viel größere Spannung (in einem Rechenbeispiel Ub= 220V) an den Pluspol einer anderen Spannungsquelle (im Rechenbeispiel Uh 4,8V) anschließen, ohne dass diese sich beeinflussen.

Umgekehrt ist nämlich auch der Minuspol von Uh am Pluspol des Wehneltzylinders angeschlossen. Auch hier liegt ein großer Spannungsunterschied vor. (Meiner Meinung nach müssten die Elektronen von Uh zu den Pol des Wehneltzylinders hin wandern.)

Außerdem meinte er, und ich fand auch andere Skizzen, die dasselbe zeigten, dass man die Spannungen nicht direkt an den Stromquellen sondern auch danach anschließen könnte.(Das müsste ja ausschließen das die Spannungsquelle was damit zu tun hat)

Hier eine ähnliche Skizze:
(außer der Pluspol des Wehneltzylinders müsste noch an den Minuspol der Heizspannung angeschlossen sein.)

http://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/physik/on…

Vielen Dank
Chris

Hallo

Ich finde, Du drückst Dich etwas undeutlich aus. Ich versteh Dein Problem nicht ganz.
An der Heizwicklung liegen nur ein paar Volt.
Die Spannung der Kathode kannst Du entweder als separat oder auch als einseitig zur Heizung betrachten, im Bild ist ein Blech um die Kathode, welches mit einem der beiden Heizungspole verbunden ist.
Es gibt da auch verschiedene Ausführungen.
Der Wehneltzylinder braucht ebenfalls nur eine geringe Spannung, oder keine, oder gibt sie als Nachweis für emittierte Elektronen nach außen.
Der Wehneltzylinder sorgt dafür, das die Elektronen etwa punktförmig austreten, und man kann den Elektronenstrahl auch regeln, abdrehen, sperren.
Die im Bild angeschlossene dunkrote Leitung mit „+ und -“ bestimmt die Elektronengeschwindigkeit.

MfG

Hi,
im Prinzip sind Deine Ideen völlig richtig. Praktisch aber sieht die Sache ganz anders aus. Da sind Heizwendel und die Katode galvanisch getrennt. (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel)

Für die eigentliche Funktion der Röhre ist die Spannung zwischen Anode und Katode wichtig. Und die liegt bei Dir bei den 220V.

Die Heizspannung, bei Dir 4,8V, kann auch sonst welche Werte haben, hat aber letztlich mit der eigentlichen Funktion nichts zu tun. Hauptsache die Katode glüht!

Er sagte nur es gäbe eine Formel
jedoch bräuchten ich dafür bessere Mathematikkenntnisse um das
zu verstehen.

;o) - gute Ausrede!

Im Prinzip hast Du’s schon richtig erkannt!

Viel Spass noch
Zeulino