Frage zu Dispo und Ratenkredit bei der Sparkasse

Hallo,

im November des vorigen Jahres nahm ich einen Dispositionskredit meiner Sparkasse in Höhe von 700€ in Anspruch um mir etwas zu leisten. Ich befinde mich in einer Ausbildung und bekomme monatlich einen regelmäßigen und nicht gerade niedrigen Geldeingang. Trotzdem aber ist es immer wieder schwer mein Konto aus dem Soll herauszuführen, da ich schließlich auch Ausgaben besitze. Nun hatte ich eine Idee und wollte mich, bevor ich dies bei der Sparkasse erfrage, hier erkundigen.

Ich würde, sofern möglich, einen normalen Ratenkredit bei meiner Sparkasse beantragen. Mindestens kann man 2.500€ aufnehmen und dies würde beziehungsweise müsste ich auch tun.

Vorteil:

  1. Mit einem Schlag komplett den Dispositionskredit überwunden
  2. Ich kann eben diesen kündigen
  3. Niedrigere Zinsen

Lange Rede kurzer Sinn: Ist es möglich zusätzlich zu einem bereits laufenden Kredit einen weiteren aufzunehmen?

Übrigens verzichte ich auf Sprüche á la „Die Sache mit dem Dispo hättest du dir vorher überlegen sollen!“ Es ist für mich eine ernsthafte Angelegenheit. Ich stehe nicht mit beiden Beinen in einer Schuldenfalle von 10.000€, so ist es nicht, trotzdem aber vermisse ich mein geliebtes „+“ mit entsprechendem Betrag auf dem Giro.

Danke im voraus und freundliche Grüße.

Hallo,

bei einem Ratenkredit kommt es immer auf die Konditionen drauf an.

Sprich hierüber einfahc mal mit deim Berater und lass dir ein unverbindliches Angebot rechnen. Verusch solche Dinge wie Versicherungen und Bearbeitungsgebühren aus dem Kredit rauszuhalten, da diese ihn verhältnismäßig teuer machen.

So wie ich dich verstanden habe, kommst du für ein paar tage immer mal wieder aus deinem Dispo raus.

Ob sich ein Ratenkredit lohnt mußt du anhand deiner Zinsbelastungen überprüfen, da du im gegensatz zum Ratenkredit bei Dispo die tatsachlichen Solltage mit den tatsächlichen Sollsalden abgerechnet werden. Wenn du z.b. nur 10 von 30 Tagen im Monat im Dispo bis, ist dieser evtl sogar von Seiten der Zinsen günstiger als der Ratenkredit, vor allem bei der Erhöhung von 700 Euro auf 2.500 Euro kommen auhc hier zu deien Ausgaben nicht unerhebliche Kosten im Vergleich zu einem 700 Euro Dispo auf dich zu.
Wie gesagt ein rechenbeispiel und Exempel. Aber Pauschal ist der Ratenkredit günstiger als der Dispo. Evlt mal mit der Bank reden, ob Sie was an den Sollzinsen machen können, da es leichter ist und schneller die Sollzinen zu senken als für 2.500 Euro den Aufwand und Vorgang des Ratenkredits zu bemühen dann wäre dir evtl acuh geholfen.

Danke erst einmal für die schnelle Antwort.

Richtig, ich bin immer kurz im Haben - um die 70€ vielleicht. Dass dies nicht lang anhält, ist selbstverständlich. Mir geht es aber nicht nur um die Zinsen - natürlich auch, aber die gibt es nun einmal überall und denen muss man sich beugen. Richtig ist, dass bei einem Dispositionskredit die Zinsbelastung nur dann auftritt, wenn man diesen in Anspruch nimmt - sprich, bei einem Minus. Da dies, wie oben erwähnt, bei mir stets der Fall ist, zahle ich natürlich diese hohen Zinsen.

Mir geht es einfach darum, dass ich mich wieder freuen kann, wenn ich meinen Kontostand sehe. Meine bisherigen Gehälter dienten lediglich dem Zwecke der Tilgung des Kredits.

Entweder ziehe ich also einen Ratenkredit vor oder ich versuche mir einen Sparplan zu erstellen. Natürlich hätte ich dies aber vorher wissen müssen.

Hallo,

wenn du es in absehbarer Zeit nicht schaffst, deine Konto dauerhaft im Plus zu halten, weil der Dispo einfach schon zu hoch ist, würde ich auf jeden Fall einen Ratenkredit in Erwägung ziehen. Möglichst nur so hoch, dass der Dispo damit abgelöst werden kann. Dispo-Zinsen sind wirklich extrem teuer, da würde ich „umschulden“.

Ausserdem würde ich mich selbst überlisten und mein Girokonto ohne Dispo einrichten, so dass du gar nicht mehr überziehen kannst. Sonst fängt wieder der neue Dispo an…

Für den Ratenkredit würde ich nur eine sehr geringe Laufzeit wählen, 12 oder 18 Monate, dann bleibt die Zinsbelastung gering und man ist schneller schuldenfrei.

Sprich mit deinem Bankberater und sag ihm klar und deutlich, dass dein Minus auf deinem Konto in einen Ratenkredit umgewandelt werden soll.

LG, Eva

Hallo olli,

ich habe einen kleinen Gedankenansatz für dich.

Kannst du die Raten für einen Ratenkredit zahlen, obwohl du es momentan nicht schaffst, dein Konto nach und nach ins Plus zu bringen. Die Frage brauchst du hier nicht zu beantworten. Beantworte sie dir selber.

Ansonsten würde ich dir den Tipp geben, wenn es denn ein Ratenkredit sein muss diesen nur in Höhe des Dispos zu nehmen. Dann solltest du den Dispo auf deinem Girokonto kündigen damit du nicht wieder in Versuchung kommst ins Minus zu kommen.

Gruß

Samira

Samira, wenn mein Konto dauerhaft ein Plus vorweisen kann, werde ich die Raten auch zahlen können. Andere „Raten“ wie Handyvertrag oder GEZ kann ich auch zahlen ohne dass etwas in Verzug gerät. Der Dispositionskredit ist mit 700€ trotz meiner Vergütung noch zu hoch. Rechnet man all die „normalen“ oben genannten Abgänge ab, so ist man schnell wieder bei -200/300€.

Ich werde einen Ratenkredit aufnehmen, der den Betrag des Dispo-Kredites deutlich übersteigt. So habe ich ein Polster und monatliche Abgänge, die ich verkraften kann. Schließlich bleibe ich im Plus.

Hallo,

an deiner Stelle würde ich mich gegen den Ratenkredit entscheiden. Zumal die Kosten bei einer Mindestkreditsumme deiner Sparkasse trotz positivem Kontostand höher sein werden, als die taggenaue Abrechnung des Dispositionskredits. Und wenn du es jetzt schon nicht schaffst dein Konto auszugleichen, wird es mit einer (definitiv höheren) Monatsrate eher schwieriger als einfacher für dich.

Außerdem schreibst du, dass du dich in der Ausbildung befindest.
In der Regel werden Ratenkredite nicht so einfach wie (kleine) Dispokredite vergeben. Hierzu einige Anmerkungen:
Falls noch kein Arbeitsvertrag für die Zeit nach der Ausbildung besteht, wird der Kredit, sofern er dann bewilligt wird, in aller Regel auf die Dauer der Ausbildung befristet (kurze Laufzeit, hohe Rate).

Man wird eine Einnahmen-/Ausgabenrechnung durchführen. Rechne dein Ausbildungsgehalt minus deine regelmäßigen Ausgaben minus Lebenshaltungskostenpauschale (wird zuzüglich den regelmäßigen Ausgaben gerechnet, für Nahrung, Kleidung etz.) von mindestens 500 EUR. Was unter dem Strich übrig bleibt, kann maximal als Kreditrate vereinbart werden.

Ausnahmen gibt es zwar immer, aber ich habe bisher noch keinen Auszubildenden mit einem Ratenkredit gesehen. Außerdem ist es für deinen Zweck (Ausgleich Dispositionskredit) nicht die richtige Lösung, optimier lieber deine Ausgabenseite für einige Monate.

Schöne Grüße,
Sascha