Frage zu E-Motor

Guten Abend,
ich wollte unsere Kreissäge umbauen und mit einem Stern-Dreieck-Schalter versehen. Vorher wollte ich ersteinmal durchrechnen welchen Strom der Motor bräuchte wenn er im Dreieck geschaltet ist . Dazu bräuchte ich aber seine Leistung. Auf dem Typenschild steht aber nur ein Wert, ist das jetzt die Leistung die er mit Stern oder mit Dreieckschaltung liefert?
Danke im Voraus
Sascha

Hi…

ich wollte unsere Kreissäge umbauen und mit einem
Stern-Dreieck-Schalter versehen. Vorher wollte ich ersteinmal
durchrechnen welchen Strom der Motor bräuchte wenn er im
Dreieck geschaltet ist.

Daraus schliesse ich, daß er momentan im Stern geschaltet ist. Vermutlich ist der Motor dann auch nur für Sternschaltung ausgelegt und würde im Dreiecksbetrieb zerstört.

Die Stern-Dreiecksumschaltung ist dafür gedacht, den Anlaufstrom zu reduzieren, nicht zum „Tuning“.

Dazu bräuchte ich aber seine
Leistung. Auf dem Typenschild steht aber nur ein Wert, ist das
jetzt die Leistung die er mit Stern oder mit Dreieckschaltung
liefert?

Schau mal das Typenschild genau an, ob dort Δ400V oder 400/690V oder ein anderer Hinweis zu finden ist, daß der Motor den Dreiecksbetrieb überhaupt verträgt.

genumi

Uups…
Ich hab vergessen zu erwähnen das es eine selbstgebaute Säge von vor 15 oder mehr Jahren ist. Der Motor hat noch ein richtiges Klemmbrett mit dem man die einzelnen Spulen brücken kann wie man sie gerade braucht. Ein Dreieck oder einen Stern habe ich nicht finden können, daher meine Frage ob die Leistung von Dreieck oder von Sternschaltung gemeint ist. (Ob es da eventuell Richtlinien gibt wie die Angabe auf dem Typenschild auszusehen hat)

Hallo,

Ich hab vergessen zu erwähnen das es eine selbstgebaute Säge
von vor 15 oder mehr Jahren ist. Der Motor hat noch ein
richtiges Klemmbrett mit dem man die einzelnen Spulen brücken
kann wie man sie gerade braucht.

das gibts heute auch noch.

Ein Dreieck oder einen Stern habe ich nicht finden können,
daher meine Frage ob die Leistung von Dreieck oder von
Sternschaltung gemeint ist.

Keiner kann das wissen, da niemand hier sieht was du da hast.
Es sollte unbedingt auf dem Typschild draufstehen, wenn es
tatsächlich einen Drehstromanschluß hat.

(Ob es da eventuell Richtlinien gibt wie die Angabe auf dem
Typenschild auszusehen hat)

Ja, auch schon vor Jahrzehten war auf einem Asynchronmotor
die Angabe für Stern und/oder Dreieck auf dem Typschild.
Das war auch in der DDR so.

Gibt es evtl. einen Klemmplan im Innern des Klemmdeckels.
Gruß Uwi

Uups…
Ich hab vergessen zu erwähnen das es eine selbstgebaute Säge
von vor 15 oder mehr Jahren ist.

Hallo!

Ich bin kein Elektriker,
betrachte mich mal als interessierten Laien.
Grundsätzlich sollte so eine Umklemmerei jemand machen, der den ganzen Schverhalt überblicken kann. Soll sich zumindest den Motor mal augenscheinlich ansehen.

Ich schreibe jetzt nur, weil ich so ein Problem auch schon hatte.

Als dein Wohnort ist Thüringen angegeben, und wenn Du schreibst, die Säge ist 15 Jahre oder älter,
gehe ich mal davon aus, dass es eine DDR-Eigenkonstruktion ist, wie damals üblich.

So eine hatten wir auch, in Verbindung mit dem " alten Stromnetz", also 3 x 220 Volt.
Damals war auch so ein Stern-Dreieck-Umschalter dran. Zuerst wurde die Kreissäge langsam auf Drehzahl gebracht, und dann auf Höchstleistung weitergeschalten. Kenne ich noch.

Als wir dann 1995 endlich das „neue Stromnetz“ bekommen haben, wurde dann die ganze Elektrik umgestellt.
Und an der Kreissäge gab es dann nur noch ein oder aus.
Also nichts mehr mit Anlaufstellung.
Derjenige, der das umgestellt hat, meinte,
das geht nicht anders, oder ist nicht mehr notwendig.

Grüße, Steffen!

Danke für die Antworten
hat sich aufgeklärt, das Dreieck ist nur ganz schwach eingeprägt (wer suchet der findet)
@ Steffen
also möglich ist das schon wenn der Motor und die Zuleitungen das vertragen, über die Notwendigkeit lässt sich streiten, aber eine Leistungssteigerung von ca. 200% (Dreieckschaltung) ist schon beachtlich und auf jeden Fall eine Überlegung wert

Ich hab vergessen zu erwähnen das es eine selbstgebaute Säge
von vor 15 oder mehr Jahren ist. Der Motor hat noch ein
richtiges Klemmbrett mit dem man die einzelnen Spulen brücken
kann wie man sie gerade braucht.

Und wie sind sie gebrückt?

Ein Dreieck oder einen Stern
habe ich nicht finden können, daher meine Frage ob die
Leistung von Dreieck oder von Sternschaltung gemeint ist.

Es ist die maximale an der Welle abrufbare Last gemeint, bei der der Motor nicht zerstört wird.
Ein 5kW Motor kann immer 5kW, egal ob im Stern bei 230/400V oder im Dreieck bei 230V. Wobei Netze mit 230V Spannung zwischen Außenleitern eher selten sind.
Ohne Typenschild: Keine Chance.
Wozu soll der Umbau dienen?

also möglich ist das schon wenn der Motor und die Zuleitungen
das vertragen, über die Notwendigkeit lässt sich streiten,
aber eine Leistungssteigerung von ca. 200% (Dreieckschaltung)
ist schon beachtlich und auf jeden Fall eine Überlegung wert

Unfug.
Wenn er die 1,73fache Spannung bekommt, dann wird aus einem 5 kW Motor weiter ein 5kW Motor bleiben. Allerdings nicht sehr lange. Die Spule geht in Sättigung und verschmort.

Hallo,

also möglich ist das schon wenn der Motor und die Zuleitungen
das vertragen, über die Notwendigkeit lässt sich streiten,
aber eine Leistungssteigerung von ca. 200% (Dreieckschaltung)
ist schon beachtlich und auf jeden Fall eine Überlegung wert

Unfug.

wieso denn das?

Wenn er die 1,73fache Spannung bekommt, dann wird aus einem 5
kW Motor weiter ein 5kW Motor bleiben. Allerdings nicht sehr
lange. Die Spule geht in Sättigung und verschmort.

Er hat doch geschrieben, daß doch Dreieck für den Motor vorgesehen
ist. Dann hätte er also jetzt in Sternschaltung deutlich weniger
Leistung.

Gruß Uwi

Wenn er die 1,73fache Spannung bekommt, dann wird aus einem 5
kW Motor weiter ein 5kW Motor bleiben. Allerdings nicht sehr
lange. Die Spule geht in Sättigung und verschmort.

Er hat doch geschrieben, daß doch Dreieck für den Motor
vorgesehen
ist.

Er hat gesagt, dass da ein Dreieckssymbol zu sehen ist.
Aber das alleine sagt ja noch nicht, dass der Motor für 400V Spulenspannung ausgelegt ist.
Würde er ihn momentan mit Unterspannung betreiben, dann hätte er jetzt zu wenig Drehmoment. An den 5kW Belastbarkeit ändert das aber nichts.
Leider wird bei Motoren die Leistung und die Belastbarkeít durcheinander geworfen.
Die meisten Motoren leisten deutlich weniger, als das, was auf dem Typenschild steht. Und das hat auch seinen Sinn, insbesondere wenn Normbedingungen (Umgebungstemperatur z.B.) nicht eingehalten werden.

Hallo,

Wenn er die 1,73fache Spannung bekommt, dann wird aus einem 5
kW Motor weiter ein 5kW Motor bleiben. Allerdings nicht sehr
lange. Die Spule geht in Sättigung und verschmort.

Er hat doch geschrieben, daß doch Dreieck für den Motor
vorgesehen ist.

Er hat gesagt, dass da ein Dreieckssymbol zu sehen ist.
Aber das alleine sagt ja noch nicht, dass der Motor für 400V
Spulenspannung ausgelegt ist.

Das wäre zu prüfen, ist aber durchaus wahrscheinlich.
Unter der Annahme stimmt doch alles. Man kann also nicht
pauschal alles als Unsinn erklären.

Würde er ihn momentan mit Unterspannung betreiben, dann hätte
er jetzt zu wenig Drehmoment. An den 5kW Belastbarkeit ändert
das aber nichts.

Mehr Drehmoment bedeutet bei annähernd konstanter Drehzahl aber
mehr verfügbare Leistung! Genau darum ging es doch.

Leider wird bei Motoren die Leistung und die Belastbarkeít
durcheinander geworfen.

Falls der einen 400V-Motor hat, der nur auf Stern arbeitet,
dann bringt der weniger Drehmoment = weniger verfügbaere Leistung.
Die max. Leistungsaufnahme wird natürlich auch geringer sein,
als auf Typschild angegeben. Genau darum ging es doch.

Du hast mit deinen Hinweisen zur Sicherheit ja prinzipiel recht,
aber seine Überlegung pauschal mit Unsinn abzuwiegeln ist nicht
hilfreich und nur unter bestimmten Annahmen richtig.

Die meisten Motoren leisten deutlich weniger, als das, was auf
dem Typenschild steht. Und das hat auch seinen Sinn,

Auf dem Schild steht ja auch die elektrische Nennleistung, die
aufgenommen werden kann. Das ist bei einem Asynchronmotor in der
Regel die max. Dauerleistung. Kurzfristig kann die Leistung sogar
noch darüber gehen (passiert wohl eher nicht, wenn der Motor
mit Unterspannung bestrieben wird, was jetzt vermutlich der
Fall ist).

insbesondere wenn Normbedingungen (Umgebungstemperatur z.B.)
nicht eingehalten werden.

Das geht dann aber schon weit in die techn. Daten , die ja für
den Motor eh nicht vorhanden sind :frowning:

Gruß Uwi

Mein Beitrag soweit, dass ich mal gelernt habe, das Motoren ab 4 KW mit „offenem“ Klemmbrett ( Bezeichnung U-V-W- Z-X-Y) oder neuerdings L1-L2-L3 - L3-L1-L2 bezeichnet in denen sich die Brücken umlegen lassen (in Stern nur zwischen U-V-W Bzw.L1-L2-L3)wobei die 3 Außenleiter an die Unteren Klemmen angeschlossen werden.
Eine Stern-Dreieckschaltung ist in jedem fall zu empfehlen, da der Anlaufstrom in der Anfangsphase (Sternschaltung) nicht so hoch ist, wie bei direkter Dreiecksschaltung.
Also erst ca. 3-5 Sekunden im Stern anlaufen lassen, dann auf Dreieck umschalten. Probier es schneller und sag mir dann was die Sicherungen Machen. Schöne WE-Grüße Joerg

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Eine Stern-Dreieckschaltung ist in jedem fall zu empfehlen, da
der Anlaufstrom in der Anfangsphase (Sternschaltung) nicht so
hoch ist, wie bei direkter Dreiecksschaltung.

Naja, ob das in „jedem Fall“ sei muß ?
In erster Linie ist die Stren-Dreieck-Schaltung für Motoren
höherer Leistung nötig (z.B. mehr als 10kW), wenn diese unter
gewisse Last anlaufen müssen. Last kann in dem Fall auch eine
größere Schwungmassse sein, deren Trägheit erhebliches
Gegendrehmoment erzeugt.
Ein anderer Fall sind Transmissionsriemen, die bei Dreieck
sofort durchrutschen würden oder sogar von der Riemenscheibe
springen.
Andere Anwendungen (wie z.B. Pumpen, oder Maschinen mit einer
Kraft-Kupplung) benötigen sowas eher nicht.

Also erst ca. 3-5 Sekunden im Stern anlaufen lassen, dann auf
Dreieck umschalten.

Maschinen, die so lange anlaufen, fallen unter die erste Rubrik.
Bei einer Kreissäge mit Direktantrieb spielt bloß noch die Größe
des Sägeblatts eine Rolle.
Da man aber mit 4KW eh nicht so große Blätter verwenden kann, wird
das wahrscheinlich auch nicht so kritisch sein.

Anders sieht es aus, wenn noch eine Transmissionübersetzung im
Spiel ist. Wenn dann z.B. noch 1:3 übersetzt wird, wird das
Gegenmoment bei den hohen Drehzahlen erheblich größer.

Gruß Uwi

Würde er ihn momentan mit Unterspannung betreiben, dann hätte
er jetzt zu wenig Drehmoment. An den 5kW Belastbarkeit ändert
das aber nichts.

Mehr Drehmoment bedeutet bei annähernd konstanter Drehzahl
aber
mehr verfügbare Leistung! Genau darum ging es doch.

Würde ein Motor mit 230V Spulenspannung an 400V betrieben, so hätte man tatsächlich mehr Drehmoment. Und kurzzeitig somit mehr Leistung.
Langfristig (das können Minuten sein) wird er überhitzen und abrauchen.

Leider wird bei Motoren die Leistung und die Belastbarkeít
durcheinander geworfen.

Falls der einen 400V-Motor hat, der nur auf Stern arbeitet,
dann bringt der weniger Drehmoment = weniger verfügbaere
Leistung.

Och, wenn ich den genug runterbremse, dann wird der schon seine Nennleistung bringen.
Damals, auf der Berufschule, haben wir kleine Motoren an Magnetpulverbremsen leiden lassen. Natürlich konnte da ein 100W Motor auch mal seine 250W leisten. Nur halt nicht sehr lange…

Die meisten Motoren leisten deutlich weniger, als das, was auf
dem Typenschild steht. Und das hat auch seinen Sinn,

Auf dem Schild steht ja auch die elektrische Nennleistung, die
aufgenommen werden kann.

Ja? Ich habe noch keinen Motor gesehen, wo das drauf stand.
OK, cos phi und Wirkungsgrad stehen manchmal drauf. Daraus lässt sich ja die elektrische Leistung berechnen.

Ansonsten findest Du aber eigentlich nur die maximale als Dauerlast an der Welle abrufbare Leistung (oder halt Einschränkungen zur ED).