Frage zu Gemeinschaftsfernsehanlage(n)

Hallo liebe Experten,

ich hoffe mal, dass ich hier richtig bin mit meiner Frage - wenn nicht, dann bitte verschieben oder sagen wohin ich es (nochmal) posten soll. Danke.

Ich wohne in einer Gemeinschaftswohnanlage mit 80 Parteien.
Unser TV-Signal beziehen wir über eine Satellitenschüssel, die auf einem der Häuser angebracht ist. Darunter wird das digitale Satellitensignal in ein analoges umgewandelt.
Mich persönlich Ärgert das zwar, aber man kann ja nichts machen, wenn viele noch Uralt-TV’s haben, die mit digitalem Empfang nicht klarkommen.
Nun werden ca 32 Sender in dieses analoge Hausnetz eingespielt.
Darunter wirklich unnötige Sender, die vermutlich absolut niemand anschaut und andere Sender, auf denen durchaus interessante Dinge kämen (RTL Nitro, Sixx etc)… werden dabei nicht berücksichtigt.
Auf die Frage ob man denn da nicht mal umpriorisieren könnte wurde mir gesagt, dass jeder Sender, der einprogrammiert wird die Gemeinschaft 1000 € kostet!?!?

Und das ist auch gleich meine Frage - wie kommen denn so hohe Kosten zustande? Sind das Lizenzgebüren (Das würde ich noch am ehesten Verstehen)? Aber wofür? Schliesslich zahlt ja jeder Bewohner separat GEZ Gebüren…
Für die Einrichtung selbs kann es wohl kaum sein, dass jeder Kanal so viel kostet…? Falls überhaupt, dann vielleicht das Einrichten 900 und dann pro Kanal 100 - würde ich eher noch einsehen…

Die andere Frage - ist das irgendwie limitiert, wieviele Sender eingespielt werden? Über Kabel kann man ja wesentlich mehr empfangen…

Ich bin da leider etwas ungebildet und würde mich auch gerne noch weiter informieren - aber ich weiss nicht mal, wonach man bei sowas suchen müsste.
Links oder Suchtipps nehme ich auch gerne entgegen.

Vielen Dank schon mal
Grüße
Munich

Hallo !

Wenn das alles wieder analog umgesetzt wird,dann kann man wohl auch nicht viel mehr als 32 Kanäle übertragen.
Es ist dann doch m.E. so,als ob man statt Sat-Schüssel eine herkömmliche Analog-Antennen für VHF und UHF hätte. Für die alte Sendetechnik,die nun nicht mehr ausgestrahlt wird und durch DVB-T ersetzt wurde.

Hier macht man nun aus digital analog,um es im alten Kabelnetz zu übertragen.
Da braucht es für jeden Kanal eine Art kleinen Sender,der statt über Antenne(drahtlos) nun über das Kabelnetz einstrahlt und auf einem bestimmten Kanal des UHF/VHF Bandes „sendet“.

Ich kann den Preis nicht bestätigen,aber für grundfalsch halte ich die Aussage nicht.

Du hast vor dem TV-gerät und der Antennensteckdose kein Zusatzgerät mehr,keinen Receiver ? Du hast die Sender im vorh. TV-Tuner gespeichert ?

Lizenzgebühren werden das nicht sein,es sei denn es ist etwas aus dem Bereich „Pay-TV“ dabei. Und mit GEZ hats nichts zu tun,das muss man sowieso alleine für das Bereithalten der TV-Geräte/Radios/PCs zahlen,nicht fürs Programm selbst(indirekt schon). Das zahlt man ja auch bei kostenpflichtigem Kabelanschluß zusätzlich.

Aber die Umrüstung auf Digital sollte man mal bei Hausversammlung oder Eigentümerversammlung ansprechen,wenn Leitungsnetz noch benutzbar wäre,ist es bestimmt sehr preiswert.
Jeder Teilnehmer braucht dann aber einen Receiver vor dem TV-Gerät,aber die kosten wenig (20-50 €).
Wenn die Gemeinschaft die als Sammelbestellung gemeinsam beschafft,dann wirds sicher besonders preiswert.

Da kann das TV-Gerät noch so alt sein,der Receiver sorgt das Anpassen.

Probiere es vor Ort doch mal selbst aus,ob nicht im frei empfangbaren DVB-T mit Zimmerantenne oder Fensterantenne weitere Programme von Interesse zu bekommen sind,die nicht im Verteilnetz sind.
Info über die Lage vor Ort bei DVB-T hier:
http://www.ueberallfernsehen.de

MfG
duck313

Hai!

Viel ist da zu Ducks Antwort nicht mehr zuzufügen.

Ein anlaoger TV Kanal kostet heute bei der Neuinstallation etwa
1000 Euro, eine Umprogrammierung darf natürlich nur eine einfache
Technikerstunde kosten.

Für DVB-C, gneauer digitales Kabel gibt es heute Lösungen die
8 Transponder für 2500 Euro verteilen. Das entspricht etwa 35 TV
Sender und 200 Radio Sender. Wohl gemerkt das analoge Radio gibt
es dann auch nicht mehr.

Jede Wohnung muß dann entweder einen Receiver zu ihrem TV nutzen
oder sie haben schon einen Flachmann, die können das fast immer
direkt.

Lange Rede kurzer Sinn, wenn sich jemand mal wirklich ernsthaft mit
dem Problem beschäftigt sollte, für etwa 15 kEuro ist eine vernünftige
Lösung für alle zu finden sein.

Der Plem

Hallo Ducky,

Wie immer sehr kompetent und ausführlich. Leider muss ich Dir aber in einigen Punkten widersprechen.

Wenn das alles wieder analog umgesetzt wird,dann kann man wohl
auch nicht viel mehr als 32 Kanäle übertragen.
Es ist dann doch m.E. so,als ob man statt Sat-Schüssel eine
herkömmliche Analog-Antennen für VHF und UHF hätte. Für die
alte Sendetechnik,die nun nicht mehr ausgestrahlt wird und
durch DVB-T ersetzt wurde.

Ich habe Anlagen mit mehr als 60 Kanälen gebaut.

Hier macht man nun aus digital analog,um es im alten Kabelnetz
zu übertragen.
Da braucht es für jeden Kanal eine Art kleinen Sender,der
statt über Antenne(drahtlos) nun über das Kabelnetz einstrahlt
und auf einem bestimmten Kanal des UHF/VHF Bandes „sendet“.

Diese arbeiten wie Receiver, nur mit dem Unterschied dass diese einen Modulator haben, der über eine Software auf den zu sendenden Kanal eingestellt wird. Auch die Signalstärke muss auf die anderen Module angeglichen werden.

Ich kann den Preis nicht bestätigen,aber für grundfalsch halte
ich die Aussage nicht.

Stimmt. Sind nicht gerade günstig: Kathrein Twin-Modul VK netto ca. 500€. Kathrein bietet auch Quad-Module an, den Preis müsste ich bei Bedarf aber anfragen.

Aber die Umrüstung auf Digital sollte man mal bei
Hausversammlung oder Eigentümerversammlung ansprechen,wenn
Leitungsnetz noch benutzbar wäre,ist es bestimmt sehr
preiswert.
Jeder Teilnehmer braucht dann aber einen Receiver vor dem
TV-Gerät,aber die kosten wenig (20-50 €).
Wenn die Gemeinschaft die als Sammelbestellung gemeinsam
beschafft,dann wirds sicher besonders preiswert.

Vorsicht ! In Gemeinschaftsanlagen sind die Anschlüsse zu meist geschliffen.
Mit einem Receiver für 20/30 € wirst Du nichts werden. Dann schon eher Deine hochgelobte 1-Kabel-Lösung, von der ich persönlich nicht viel halte. Man ist auf einen Receiver-Hersteller gebunden und diese Receiver fallen nicht gerade unter die Kategorie günstig. Aber das hatten wir beide ja schon mal.

Probiere es vor Ort doch mal selbst aus,ob nicht im frei
empfangbaren DVB-T mit Zimmerantenne oder Fensterantenne
weitere Programme von Interesse zu bekommen sind,die nicht im
Verteilnetz sind.
Info über die Lage vor Ort bei DVB-T hier:
http://www.ueberallfernsehen.de

Gute Idee und praktikable Lösung.

Die Sender RTL Nitro, Crime, usw. sind verschlüsselt und werden sicher nicht vom Vermieter eingespeist und bezahlt werden. Es gibt jedoch die Möglichkeit über entsprechende Module diese Signale in das Netz einzuspeisen. Derjenige der dies nutzen möchte, müsste sich dann einen entsprechenden Kabel-Receiver kaufen um die Programme seiner Wahl zu entschlüsseln und dann auch anzusehen. Hier wird der Vermieter aber sicher nicht mitspielen. Zu teuer.

Sollten in der vorhandenen Anlage Sender umprogrammiert werden, ist dies eine Sache von Minuten. Der Errichter der Anlage hat diese mittels Laptop programmiert, hat somit auch die Grundprogrammierung auf diesem gespeichert. Wenn nicht, kann man die vorhandene Programmierung auslesen, auswerten und neu programmieren. Ist dann nur etwas mehr Aufwand. Genauso einfach können einzelne Kanalzüge auch umprogrammiert werden. Geht schneller als die Sendersuche am SAT-Receiver, Zumindest mit der SW von Kathrein.
Die Programmierung/Service/Wartung wird von vielen Elektro-Betrieben angeboten.

VG Steffan

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