Frage zu Grundschaltungen von Schaltnetzteilen

Hallo!

Ich hätte eine Frage zu den Grundlegenden Schaltungen von Schaltnetzteilen.
Ich verstehe die verschiedenen Sperrwandler bzw. Flusswandler schon ganz gut. Jedoch versteh ich nicht wo diese expliziet in einem Schaltnetzteil vorkommen.
ZB finde ich folgendes Blockschaltbild eines Schaltnetzteils aus Wikipedia ganz gut:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/0/0d/Schalt…

Jedoch frage ich mich, wo hier zB ein Abwärtswandler zum Einsatz kommt???

Außerdem muss man das Netzteil ja, je nachdem für welche Grundschaltung man sich entscheidet, anders aufbauen.

Bitte um Antwort.
mfg,
Paul

Hallo Paul,

Jedoch frage ich mich, wo hier zB ein Abwärtswandler zum
Einsatz kommt???

Step-Down, -Up und Inverter arbeiten nur mit einer Drossel wodurch Ein- und Ausgang nicht galvanisch getrennt sind.

Step-Down verwendet man, wenn die Eingangsspannung grösser als die Ausgangsspannung ist.
Step-Up wird verwendet, wenn die Ausgangsspannung grösser als die Eingangsspannung sein muss.
Und der Inverter erzeugt eine Ausgangsspannung mit der umgekehrten Polarität.

Außerdem muss man das Netzteil ja, je nachdem für welche
Grundschaltung man sich entscheidet, anders aufbauen.

Braucht man eine Galvanische Trennung oder mehrere Ausgangsspannung, bleibt nur die Variante mit Trafo.

MfG Peter(TOO)

ah ok, so wie ich mir dachte…
das heißt, mein gepostetes Blockschaltbild benutzt einen Trafo und ist natürlich galvanisch getrennt.
Das heißt, ein Abwärtswandler passt in dieses Blockschaltbild gar nicht hinein, da er sozusagen „alleine“ funktioniert!?

Ist sowas wie eine Gleichrichter und Glättungsschaltung mit anschließendem Abwärtswandler überhaupt als Netzteil (zB Mobiltelefon oder Ähnlich) brauchbar?
Selbst billige Mobiltelefonladegeräte besitzten einen Trafo und treffen somit auf mein gepostetes Blockschaltbild zu.

lg,
Paul

Hallo Paul,

Ist sowas wie eine Gleichrichter und Glättungsschaltung mit
anschließendem Abwärtswandler überhaupt als Netzteil (zB
Mobiltelefon oder Ähnlich) brauchbar?

Technisch würde dies problemlos funktionieren.
Wegen der fehlenden galvanischen Trennung, ist aber mit ein paar toten Benutzern zu rechnen.

Selbst billige Mobiltelefonladegeräte besitzten einen Trafo
und treffen somit auf mein gepostetes Blockschaltbild zu.

Um die vorgeschriebene galvanische Trennung zu erreichen, kommt man nicht um einen Trafo herum.

Netzteile müssen nun aber nicht zwangsweise an 230V betrieben werden.

Ein Beispiel wäre dein PC. Das Netzteil in der separaten Kiste liefert +3.3v, +5V und +12V. Deine RAMs benötigen aber 1.6V - 1.8V und die CPU Teilweise nur um die 1.4V. Bei diesen Spannungen ist aber eine weitere galvanische Trennung nicht nötig.

In der Industrie sind oft zentrale 24V Spannungen vorhanden. Eine zentrale 3.3V oder 5V Speisung hätte den Nachteil, dass auf langen Zuleitungen ein Spannungsabfall entsteht. Zudem werden gerne auch Störungen auf die Leitung eingekoppelt. Es kommt da schon mal vor, dass ein Kabel mit 24V neben der Leitung eines 40kW-Morors im selben Kanal liegt. Nun vertragen aber Microkontroller und Logikbausteine keine 24V als Versorgungsspannung.
Linearregler sind zwar einfach aufzubauen, haben aber einen schlechten Wirkungsgrad und erzeugen deshalb viel Wärme. Ein passender Step-Down-Wandler ist heute einfach aufzubauen und man bekommt alle Bauteile von der Stange.

Primärgetaktete Schaltregler mit Trafo sind recht kritisch und den Trafo bekommt man nicht von der Stange.

Eine Geräteentwicklung ist immer ein Kompromiss, sich teilweise sogar widersprechenden, Anforderungen und Vorschriften.
Es ist dann Sache des Entwicklers ein entsprechendes Konzept zu erstellen.

MfG Peter(TOO)

super antwort!
vielen dank.

Hat jemand vielleicht noch ein paar Links, Buchtipps oder Magazintipps zu diesem Thema? Vor allem würde mich auch der Stromverbrauch in Bezug zum Gesamtstromverbrauch im Haushalt/Industire etc interessieren…

lg,
Paul