Ich sehe keine indirekte Rede. Wenn Du den Autor zitierst - und die Anführungszeichen sind ja Kennzeichen des Zitats -, dann ist das so gut wie eine direkte Rede. Da reicht der Indikativ.
Schriebest Du hingegen: „Der Autor meinte, seine Aufgabe sei, den Leser zu fesseln“, dann wäre das eine echte indirekte Rede und der Konjunktiv wäre am Platze.
Intention seiner Bücher sei es, nach Aussage des Autors, „den
Leser zu fesseln.“
Hallo Bernd,
du kannst schon „sei“ schreiben, aber das ist dann ein recht deutlicher Hinweis, dass du dem Autor seine Aussage nicht abnimmst. Daher würde ich das lassen, es sei denn, du hast deine Gründe, ihn negativ darzustellen.
Nein, der Konjunktiv I hat nicht die Aufgabe, sich inhaltlich vom Gesagten zu distanzieren - er gibt nur an, dass man Gesagtes indirekt wiedergibt.
Inhaltliche Distanz drückt der Konjunktiv II aus (Intention der Bücher wäre, …)
Im Übrigen würde ich den holprigen Einschub flüssig in den Satz einbauen:
Intention seiner Bücher sei nach Aussage des Autors, „den Leser zu fesseln“.
Wenn du Konj. I benutzt, wird der Autor vorher gesagt haben: „Meine Bücher haben die Intention…“, diesen Teil gibst du indirekt wieder, daher Konj. 1. Wenn er nur gesagt hat: „Ich habe vor, den Leser zu fesseln“, dürftest du den Konj. I nicht verwenden, da du dich zu weit von seiner Aussage entfernst. Dann solltest du zum Indikativ greifen.