Frage zu Link in Empfehlenswerte Seiten

Hallo, ich warte im Brett empfehlenswerte Seiten seit einiger Zeit auf plausible Erklärungen zu der etwas abwegigen Theorie auf der Seite: http://www.s-line.de/homepages/keppler

Wer kann einem begabten Laien wenigstens einige der „Beweise“ auf der Seite schlüssig widerlegen? Klingt alles etwas komisch aber physikalische Widersprüche habe ich noch nicht gefunden.

Es bedankt sich

Greenberet
*der etwas verwirrt von der Fülle an hoffentlich falschen Beweise ist und auf Berichtigung hofft*

Wer kann einem begabten Laien wenigstens einige der „Beweise“
auf der Seite schlüssig widerlegen? Klingt alles etwas komisch
aber physikalische Widersprüche habe ich noch nicht gefunden.

Hi GreenBeret!

Du wirst auch keine physikalischen Widersprüche finden, denn es gibt keine. Die Inversion an einer Kugel „z’ = R^2/z“ ist eine Standardoperation in der Funktionentheorie. Da es sich um eine konforme Abbildung handelt (d. h. die Bilder zueinander orthogonaler Kurvenscharen sind wieder orthogonal), sind die beiden Weltbilder tatsächlich völlig äquivalent zueinander, vorausgesetzt, man läßt die Lichtstrahlen in genau den Bahnen und mit genau den Geschwindigkeiten laufen, die die Transformationsvorschrift vorgibt. Ist diese Bedingung erfüllt, kann man prinzipiell mit keinem Experiment entscheiden, ob das Hohlweltmodell oder das „gewöhnliche“ der Wirklichkeit entspricht.

„Wirklichkeit“? Man mache sich klar, was „die Wirklichkeit“ bedeutet. Sie ist immer nur das, was wir sehen (und bei der Gelegeheit mache man sich auch gleich noch klar, daß „sehen“ und „mit Lichtstrahlen ausmessen“ und „mit Maßstäben ausmessen“ physikalisch alles dasselbe ist). Sätze wie „uns erscheint es so, als ob Lichtstrahen gerade laufen, aber in Wirklichkeit laufen sie gekrümmt“, sind physikalisch sinnlos, denn der Weg der Lichtstrahlen selbst definiert , was gerade ist (die Mathematiker sprechen von der „Metrik“). Das Hohlweltmodell und das gewöhnliche hat nur auf einem Blatt Papier oder dem Computerbildschirm einen anderen Look, weil das Blatt oder der Monitor eine „Überwirklichkeit“ in Form des kartesischen Pixel-Koordinatensystems definiert, in der man die Dinge (die Metrik) von „einer Stufe höher“ (einem System, auf dem eine andere Metrik gilt) betrachten kann. Das Vorhandensein dieser Stufe ist die Voraussetzung für den Spruch „So’n Quatsch“; den Bewohner selbst steht die höhere Stufe aber nicht zur Verfügung – sie haben nur ihre eigene Metrik – und deshalb sehen (im doppelten Sinne!) sie keinen Anlaß für den Spruch.

Man kann das gleiche Spiel übrigens auch mit einer viel einfacheren konformen Abbildung machen, nämlich der linearen. Das geht so: Ich behaupte „Alle 3.8 Stunden verdoppeln sich für genau eine Minute sämtliche Abstände im ganzen Universum, und während dieser Zeit laufen alle Lichtstrahlen doppelt so schnell; danach ist alles wieder wie vorher“. Beweise mir jetzt mal, daß das nicht stimmt! Du wirst einsehen, daß Du prinzipiell keine Möglichkeit hast, mich zu widerlegen. Was willst Du armer auch machen, wo sich alle Maßstäbe mit verdoppeln?

Der einzige Unterschied zwischen der 3.8-Stunden-Verdoppelung und der Hohlkugeltheorie ist, daß erstere dümmlich-einfältig, letztere aber kurios-interessant rüberkommt. Ein prinzipieller mathematischer Unterschied besteht nicht.

Gegen die Hohlwelttheorie spricht somit höchstens eine Plausibilitätsbetrachtung: Warum sollten ausgerechnet wir – die Bewohner der Erde – in einer Hohlkugel leben, die Bewohner der Mondkolonien im Jahre 2100 aber nicht (und die Bazillen auf einem Golfball, der statt in Loch 8 in einem frischen Misthaufen gelandet ist, offensichtlich auch nicht)? Anders gesprochen: Um vom „gewöhnlichen“ zum Hohlkugelmodell überzugehen, ist man gezwungen, eine Kugel festzulegen (die, deren Radius das R in der Transformationsvorschrift "z’ = R^2/z ist). Warum sollte diese Kugel aber ausgerechnet die Erde und nicht der Mond und nicht irgendein Golfball sein?

Mit freundlichem Gruß
Martin

Hallo, ich warte im Brett empfehlenswerte Seiten seit einiger
Zeit auf plausible Erklärungen zu der etwas abwegigen Theorie
auf der Seite: http://www.s-line.de/homepages/keppler

Wer kann einem begabten Laien wenigstens einige der „Beweise“
auf der Seite schlüssig widerlegen? Klingt alles etwas komisch
aber physikalische Widersprüche habe ich noch nicht gefunden.

Hallo

Also meines Erachtens ist das Problem der Theorie die Gravitation. Er schreibt etwas von Photos von Satelliten, aber die interessante Frage ist doch, wie Satelliten überhaupt nach oben kommen.

Ich habe allerdings noch nicht versucht, die Gravitationstheorie mit der unten angesprochenen Transformation zu behandeln. Ich bin relativ sicher, daß nicht alle Grundkräfte gegen diese Transformation invariant sind, daher wäre dann ein Experiment zu finden, was die Hohlraumtheorie widerlegen kann.

Gruß
Thomas

Hallo Martin,

Du wirst auch keine physikalischen Widersprüche finden, denn
es gibt keine. Die Inversion an einer Kugel „z’ = R^2/z“ ist
eine Standardoperation in der Funktionentheorie.

das ist aber nicht die Aussage der Site! Dort wird davon ausgegangen, dass die anderen Himmelskörper tatsächlich kleiner sind - also zu irdischen Maßstäben. Wenn also ein Mensch auf dem Mond ist, wäre dieser für diesen Menschen nur 150 km groß. Wie klitzeklein ist dann erst Pluto nach diesem Modell?

Wenn auch ich davon ausgehe, das da Fehler in seinem Modell sind (Thomas Millacks Ansatz ist vielversprechend), kann man es sich so einfach wohl nicht machen - auch wenn das Modell damit sogar erklärt wäre.

Alles Gute wünscht
Michael

Hallo,

genau so wie du habe ich die Innenwelttheorie bisher verstanden. Du hast das sehr gut erklärt.
Man kann genauso - physikalisch richtig - zu sagen, die Sonne dreht sich um die Erde. Ist nur 'ne Frage des Bezugssystems (wenn wir mal davon absehen, dass all diese Systeme mit „Fixpunkten“ keine Inertialsysteme sind)
Aber das einfachere Modell ist es eben anders rum.

Doch was der Herr Keppler (2 p!) glaube ich, sagen will, ist dass es eben nicht so ist, und andere Effekte auftreten (vergleiche dieses Foto von Manhattan und das vom Bodensee, wo die Wasserline plötzlich „unter“ dem Horizont zu sehen ist. (Komisch, da geht das Licht plötzlich gerade)
Witzig ist nur, dass nur die Fotos alleine noch kein Beweis sind, sondern man muss eben auch genau die Höhe über dem Boden kennen. Dann fahre ich doch einfach mal da hin und schau’ mir das an. Da brauche ich keine Fotos von vor 100 Jahren.

Äusserst seltsam diese Sache.

Grüße