Frage zu Mißbrauch

Oha: Wortverdreher!

…dann kann das
nicht bedeuten, den anderen in die eigenen Probleme zu
verstricken und auf dessen Hilfe bloß zu hoffen. Das wäre
leicht infantil, erlaube ich mir dazu zu sagen . Mit Vertrauen
hätte das rein gar nichts zu tun. Das wäre schlicht auch
nichts anderes als nur eine Form von Missbrauch. Na bitte.

Jo! Die Frau ist nicht ein Opfer von Missbrauch - sie ist die Täterin!

Der einzige, der hier infatil herumbastelt, bist du. Das ist so dermaßen ohne Worte…

kein Gruß

noi

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Du unterstellst weiter.

Deine erste Begründung ist deine Feststellung (woher auch
immer), dass der Freund ihr „Geständnis“ überall herum
erzählen würde. Vorwurf.

Falsch. Ich habe nicht festgestellt, dass der Freund oder Andreas herumerzählt, ich habe gefragt! Tatsachen, die sich allerdings unmittelbar aus Andreas Beitrag ableiten lassen:

  • er weiß es, obwohl er sich selbst nur als „Bekannter“ der Frau bezeichnet
  • er weiß um die Folgen bei ihr (Depressionen, eingeschränkte Alltagstauglichkeit)
  • er weiß, dass der Freund einen Hals hat

Das lässt zwingend nur drei Varianten zu: Er weiß es von ihr, von ihm oder aus dem Bekanntenkreis. Dies habe ich, wie geschrieben, als Frage offen gelassen.

Angehängt habe ich den Hinweis, das unabhängig von der Antwort hier im konkreten Fall alleine die Möglichkeit, dass so etwas im Bekanntenkreis erzählt werden könnte, ein Grund sein kann, dass Frau so etwas nicht erzählt. -> Und damit übrigens eine (von mehreren möglichen) Antwort auf die Frage gegeben.

Deine zweite Begründung ist deine Feststellung, dass Andreas
in seinem Post kein Verständnis für die Freundin zeigt.
Vorwurf.

Eine Feststellung. Du hast sehr richtig eingeschränkt, dass ich Andreas nicht unterstellt habe, dass er keine Verständnis hat. Ich habe meine Beurteilung an seinem Beitrag fest gemacht, die keine Spur von Verständnis erkennen lässt. Ich lasse mich allerdings gerne eines besseren überzeugen, wenn du konkret eine Passage in diesem Beitrag benennst, die d.E. für Verständnis spricht.

Genau. Darf er das und auf diese Art nicht fragen?

Natürlich darf er das frage.

Ist es ein Grund, ihn derart anzugehen?

Der Grund für das „Angehen“, wie du es nennst, ist nicht, dass er die Frage gestellt hat. „Angegangen“ bin ich wegen des „Wie“.

beantwortest du mit fehlendem Verständnis von Andreas für die
Freundin eines anderen. Und dass Frau „lästig“ sei.
Ausweichender und an der Frage vorbei geht es wohl kaum.

Nein, das ist nicht ausweichend. Allerdings ist es möglicherweise nicht das, was Andreas (oder du, wenn du dich in ihn hinein versetzt) hören willst.

Nochmals nachgefragt und abgesehen von dem von dir als Ursache
angegebenem falschen Verhalten und fehlendem Verständnis der
beiden Jungs: Welche konkret?

Ich habe mehrere Gründe angegeben, warum eine Frau so etwas nicht, nicht jedem oder nicht sofort erzählt.

Klar, die beiden Schuldigen hast du ausgemacht.

Ich habe keine „Schuldigen“ ausgemacht. Ich arbeite nicht nach dem Schuldigenprinzip.

Hast du mal nachgefragt, ob Frau bisher irgendetwas unternommen hat, um ihr Problem anzugehen?

Warum sollte ich - zu diesem Zeitpunkt? Andreas hat danach übrigens auch gar nicht gefragt.

Ansonsten verweise ich auf Metaphers Beitrag.

Alle, die sich hier tummeln, und denen man eine gewisse Fachlichkeit unterstellen kann, haben sich in dieser Sache in verschiedenen Facetten, aber sehr eindeutig positioniert, Männlein wie Weiblein übrigens. Weil alle nur „Männer sind Schweine“ im Kopf haben? (Achtung, das war jetzt pointiert!) Oder könnte der recht eindeutige Schulterschluss, mit dem sich da vor die Frau gestellt wird, möglicherweise daran liegen, das hier mehr als nur eine Ahnung darüber besteht, was eine solche traumatische Erfahrung (die übrigens Männer wie Frauen treffen kann!, schon ein Grund mehr, hier nicht unsinnigerweise eine Geschlechterschuld anzudichten!) auch in Langzeitwirkung anrichten kann.

Es gibt dazu übrigens durchaus sehr eindrückliche Erfahrungsberichte Betroffener, die auch ein Weg wären, weitere Antworten auf diese Frage zu bekommen. Allerdings würde ich nur dann darauf hinweisen, wenn ich zu der Überzeugung käme, dass hier kein voyeuristisches Interesse vorliegt!

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Ansonsten verweise ich auf Metaphers Beitrag.

Alle, die sich hier tummeln, und denen man eine gewisse
Fachlichkeit unterstellen kann,

Ich weiß. Die Fehlbarkeit der anderen einerseits, die eigene Unfehlbarkeit andererseits. Hatte ich eingangs schon angemerkt. Es kommt darauf an, was man daraus macht und wie man damit (mit sich und mit anderen) umgeht.

Belassen wir es einfach bei diesem Stand der Debatte. Und damit kein Missverständnis bestehen bleibt: Ich nehme dies nicht persönlich, und du hoffentlich auch nicht.

Franz

Bei allem Mitgefühl und allem Verständnis für die Frau, möchte ich hier doch einmal versuchen, etwas Verständnis für den Mann zu entwickeln. Scheint mir an der Zeit zu sein.

Wenn ich eine Frau heirate, der ein Bein fehlt, weiß ich, was da auf mich zu kommt.

Wenn ich das allerdings erst in der Hochzeitsnacht entdecke, würde ich mich schnurstracks scheiden lassen.

Ähnlich verhält es sich mit einer schweren psychischen Belastung, die verschwiegen wird.

Gut, wir wollen annehmen, dass die Frau es wirklich nicht mehr wusste, trotzdem erhebt sich für mich die Frage, ob er nun damit leben muss.
Schließlich war er ja nicht schuld.

mfg

Krebs

Bei allem Mitgefühl und allem Verständnis für die Frau, möchte
ich hier doch einmal versuchen, etwas Verständnis für den Mann
zu entwickeln. Scheint mir an der Zeit zu sein.

Wenn ich eine Frau heirate, der ein Bein fehlt, weiß ich, was
da auf mich zu kommt.

Wenn ich das allerdings erst in der Hochzeitsnacht entdecke,
würde ich mich schnurstracks scheiden lassen.

Ähnlich verhält es sich mit einer schweren psychischen
Belastung, die verschwiegen wird.

Ähnlich verhält es sich mit einer Brustkrebserkrankung, die verschwiegen wurde.
Sie wird wieder krank, man nimmt ihr beide Brüste ab. Das ist nicht das, was der zukünftige Gatte haben wollte, eine Frau ohne Brüste. Und dann wird sie darüber auch noch depressiv. Unzumutbar!

Gut, wir wollen annehmen, dass die Frau es wirklich nicht mehr
wusste, trotzdem erhebt sich für mich die Frage, ob er nun
damit leben muss.

Gut, wir wollen annehmen, die Frau dachte, wie würde keinen Krebs mehr bekommen geschweige denn, ihre Brüste verlieren. Erhebt sich trotzdem die Frage, ob der arme Ehemann nun mit einer Frau ohne Brüste leben soll?

Schließlich war er ja nicht schuld.

Er kann ja nix dafür, dass sie wieder Krebs bekommen hat.

Wann war es jemals sinnvoll, eine Schuldfrage zu klären???

Das alles hier ist eine Konsumhaltung, die mir dermaßen fremd ist. Mit Gefühlen hat das nix zu tun!

just my 2 cents

Gruß, noi

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Ich schrieb von etwas Verständnis, das man für den Mann aufbringen könnte.

Und in der Tat hätte ich auch ein gewisses Verständnis dafür, dass ein Mann nicht gerade erfreut ist, wenn seiner Frau beide Brüste abgenommen werden.

Andersherum natürlich genauso.

Konsumhaltung? Mag sein. Ich bin Niemandes moralische Instanz. Aber man lebt nur einmal und dass es hinterm Horizont weiter geht hat bisher noch niemand bewiesen. Und jeder Mensch hat auch ein Recht auf sein persönliches Glück.

mfg

Und in der Tat hätte ich auch ein gewisses Verständnis dafür,
dass ein Mann nicht gerade erfreut ist, wenn seiner Frau beide
Brüste abgenommen werden.

In der Tat ist es die Antifreude des Mannes, die in einem Moment, in dem die Brüste der Frau abgenommen werden, das, was im Mittelpunkt der Erwägungen stehen sollte. scnr

Konsumhaltung? Mag sein. Ich bin Niemandes moralische Instanz.
Aber man lebt nur einmal und dass es hinterm Horizont weiter
geht hat bisher noch niemand bewiesen. Und jeder Mensch hat
auch ein Recht auf sein persönliches Glück.

Ich habe einmal eine Gegenfrage in dem Zusammenhang. Das landläufige Bild von einer Ehe und durchaus auch von einer auf lange Frist angelegten Partnerschaft ist: in guten wie in schlechten Zeiten. Nun ist es jedermanns persönliche Entscheidung, ob er die Verantwortung einer solchen Bindung tragen möchte und ich teile deine Auffassung an der Stelle, dass man nicht den moralischen Zeigefinger erheben sollte, wenn jemand eine solche Beziehung nicht eingehen möchte - voraus gesetzt, er sie spielt mit offenen Karten!

Wenn nämlich auf der einen Seite die Pflicht des Partners A stehen soll, alles zu offenbaren und zum Maßstab zu machen, was möglicherweise dem Glück des Partners B im Wege stehen könnte und sei es eine Krankheit, von der A selbst glaubt / hofft, dass sie im Griff ist, steht auf der anderen Seite auch die Pflicht des Partners B, A rechtzeitig mitzuteilen, dass er (sie) ein Partnerschaftsmodell pflegt, im dem eine wegen Krebserkrankung abgenommene Brust oder eine im späteren Alter aus Kindesmissbrauch entstandene Depression zunächst als Einschränkung des persönlichen Glücks gewertet wird.

In dem Fall ist es nämlich B, der dem Glück des A im Wege steht und die Möglichkeit raubt, eine intensive, auf gegenseitige Verlässlichkeit auch in schlechten Zeiten basierende Partnerschaft zu pflegen.

Ich möchte in diesem Zusammenhang übrigens auf die Möglichkeit hinweisen, dass es auch sehr gut sein kann, dass eine Beziehung, in der solch eine schwierige Situation erfolgreich gemeinsam gemeistert wird, besonders intensiv und glücklich sein kann.

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Sternchen
Danke, Janina, das hast du sehr schön auf den Punkt gebracht!

LG noi

Wie immer wird an diesem Punkt dann das Eheversprechen ins Feld geführt, bis das der Tod euch scheide, in guten wie in schlechten Tagen…

Wenn es denn für die Frau gut ist, soll es natürlich gelten, ansonsten, etwa wenn Frauen sich scheiden lassen, was sie momentan ja mehr tun als Männer, lieber nicht.

Das Eheversprechen ist ein Verbrechen! Es gehört längst vor den eur. Gerichtshof für Menschenrechte.

Man bedenke, da soll ein/e meist gerade mal zwanzigjährige/r, mit einer Lebenserfahrung nahe Null, versprechen, dass er/sie mit einem anderen Menschen, den er oft genug kaum kennt, verbunden bleibt, bis ins hohe Alter von ca. 80 Jahr.

Niemand wird ernsthaft verlangen, dass ein junger Mensch sich nicht verändert, dass er im Laufe seines Lebens eventuell andere, neue Vorlieben und Überzeugungen erwirbt. Hier verlangt man es, man verlangt es sogar ungeachtet dessen, dass der junge Mensch meist noch nicht einmal annähernd in der Lage war, das Zusammenleben mit dem gewählten Partner auszuprobieren, von anderen Alternativen ganz zu schweigen.

Natürlich ist so etwas nur möglich unter der Prämisse, dass unser irdisches Leben lediglich eine Probe ist, dass wir uns bewähren müssen und dafür nach dem Tod ewige Seligkeit erlangen. Eine These mit der Menschen seit jeher unterdrückt werden, die sie dazu bringt, auch das elendeste Dasein noch zu ertragen und sich vor allem nicht aufzulehnen gegen die, die die Macht haben.

Die Ehe ist ein Versprechen und wer es schafft bis ans Lebensende auszuharren und glücklich(zufrieden) zu sein, hat meine Hochachtung, aber Menschen entwickeln sich auseinander und manchem ist eben mit einer Trennung besser gedient. Eventuell sogar einer depressiven oder anderswie kranken Ehefrau. Was soll ihr denn ein Mann an ihrer Seite helfen, der ewig missgelaunt ist, weil er nur aus Zwang bei ihr bleibt? Auch das gilt natürlich umgekehrt genauso.

Für die soziale Absicherung eines Kranken ist in erster Linie die Gesellschaft zuständig, nicht der Ehegatte.

Und leicht machen wird es sich ein Betroffener, sofern er ein Gewissen hat, wohl eher nicht.

Aber wie gesagt, was er tut, muss ein jeder selbst wissen, wir sollten uns nur hüten, von vorn herein zu verurteilen und zu sagen, so etwas tut man nicht. Was man tut kann man erst wissen, wenn man selbst betroffen ist.

mfg

Sehr viel geschrieben, aber nichts zur Sache gesagt.

Darf ich daraus schließen, dass du die „Auskunftspflicht“ für eine einseitige hältst?

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Hallo

Sorry, aber eine Frau ist keine Ware, die man reklamieren kann noch ein Stück Vieh.

Und sie hat bestimmt nicht mit Absicht jetzt Depressionen.

MfG

Kerstin

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Sorry, aber eine Frau ist keine Ware, die man reklamieren kann
noch ein Stück Vieh.

Und sie hat bestimmt nicht mit Absicht jetzt Depressionen.

Ich glaube, du hast da etwas missverstanden oder den Beitrag an der falschen Stelle eingehängt. Aber das ist recht genau die Position, die Noigirich ja auch vertritt :wink:

(Mit der Ironie in schriftlichen Beiträgen ist das immer so eine Sache. *seufz* - ich kenne das Problem B-))

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Hallo,

ähm, „bis dass der Tod euch scheidet“ ist auch für mich - sagen wir mal - eine völlig unverbindliche total lebensfremde Aussage. Weil das heutzutage eher selten passiert und weil ich persönlich keinem Pfarrer so ein Versprechen geben möchte.

Aber:
unabhängig von diesem Spruch und natürlich im Hinterkopf, dass eine Ehe vielleicht nun mal nicht bis ans Lebensende andauert und unabhängig davon, dass genau dieses Problem eigentlich nix damit zu tun hat, ob man verheiratet ist oder nicht (!):
Wenn man eine Beziehung eingeht, die auf Dauer (egal, ob bis zum Lebensende…) angelegt ist, dann macht man sich doch Gedanken? Die meisten denken zumindest: hach, wäre schön, wenn wir miteinander alt werden…
Und dann denkt man unter anderem darüber nach, was passiert eigentlich, wenn mal was nicht so rosarot läuft? Stehen wir füreinander ein? Wird mein Partner mich so akzeptieren, wie ich bin, kann ich seine Macken akzeptieren (und vieles andere natürlich auch).

Für die soziale Absicherung eines Kranken ist in erster Linie die Gesellschaft zuständig, nicht der Ehegatte.:

ist das ironisch gemeint? Ich befürchte: nein…
Was hat die Gesellschaft damit zu tun?? Nur eins: sie sichert ab, dass du (momentan jedenfalls noch… wer weiß, was daraus wird) bestimmte Mittel bekommst, die dir zustehen…
Nur: Materie ist nicht alles! Wenn jemand alt, gebrechlich oder sehr krank wird, dann sollte die soziale Absicherung durch die Angehörigen erfolgen!
Ich meine das übrigens ernst: ich kann nämlich zum Beispiel Fragen nicht nachvollziehen, die darauf abzielen, warum man um Himmels willen seine Eltern im Alter unterstützen sollte, wenn man selbst nur 136.000 mtl. verdient.

Meinst du ehrlich, man solle bei Krankheit jemanden verlassen, denn eigentlich ist ja die Gesellschaft dann für ihn zuständig?

Aber wie gesagt, was er tut, muss ein jeder selbst wissen, wir sollten uns nur hüten, von vorn herein zu verurteilen und zu sagen, so etwas tut man nicht. Was man tut kann man erst wissen, wenn man selbst betroffen ist.:

Ja, damit hast du recht.
Trotzdem darf man seine persönliche Meinung wieder geben, speziell, wenn man auch noch danach gefragt wird. Im Rahmen eines Forums können solche Beiträge /Fragen eh nur einseitig und in dem Sinne „Vor-verurteilend“ beantwortet werden: wir kennen nämlich die andere Seite der Medaille gar nicht, die schildert Andreas nämlich nicht.

Greets

Hallo,

Und dann denkt man unter anderem darüber nach, was passiert
eigentlich, wenn mal was nicht so rosarot läuft? Stehen wir
füreinander ein? Wird mein Partner mich so akzeptieren, wie
ich bin, kann ich seine Macken akzeptieren (und vieles andere
natürlich auch).

Wenn man liebt, eine gewisse Ehre im Leib hat, das dem Menschen angeborene Mitleid kennt und was weiß ich, was für den einzelnen da eine Rolle spielt, wird man den Partner nicht gleich im Stich lassen, das ist doch klar. Und man wird auch auf manches verzichten, unter anderem auch auf Sex, der hier ja eigentlich den Hintergrund der Ursprungsfrage bildet.

Wenn man dann aber nach einiger Zeit fest stellt, dass keine Aussicht auf Besserung besteht, dass es vielleicht noch Jahre lang so weiter geht und dass man dabei sein eigenes Lebensglück verliert, ist es, in meinen Augen auch legitim, die Sache so gut wie möglich zu beenden. Sich nur auf Grund eines Gelöbnisses, das man einst abgelegt hat, um den Partner zu kümmern, ohne jede weitere Motivation, erscheint mir irgendwie irreal. Wobei, das Ende der Ehe ja nicht unbedingt das Ende der Fürsorge sein muss.

Für die soziale Absicherung eines Kranken ist in erster Linie die Gesellschaft zuständig, nicht der Ehegatte.:

ist das ironisch gemeint? Ich befürchte: nein…
Was hat die Gesellschaft damit zu tun??

Das ist die Frage, die sich jeder Reiche ab und zu stellen sollte. :smile:
So wie wir der Gesellschaft verpflichtet sind, so ist die Gesellschaft uns verpflichtet. Es gibt ja nun mal eine Menge Leute, die keine Angehörigen mehr haben, warum sollte es bei denen anders sein, als bei Verheirateten. Der Gedanke, dass ich eventuell mal davon abhängig sein könnte, dass meine Partnerin mich pflegt, macht mir heftiges Bauchgrimmen.

Nur eins: sie sichert
ab, dass du (momentan jedenfalls noch… wer weiß, was daraus
wird) bestimmte Mittel bekommst, die dir zustehen…
Nur: Materie ist nicht alles! Wenn jemand alt, gebrechlich
oder sehr krank wird, dann sollte die soziale Absicherung
durch die Angehörigen erfolgen!

Das macht den Kranken abhängig vom Wohlwollen seiner Angehörigen und das möchte ich weiß Gott nicht haben. Dass wir, als Gesellschaft, uns besser für den Pflegefall absichern müssten, ist natürlich klar.

Ich meine das übrigens ernst: ich kann nämlich zum Beispiel
Fragen nicht nachvollziehen, die darauf abzielen, warum man um
Himmels willen seine Eltern im Alter unterstützen sollte, wenn
man selbst nur 136.000 mtl. verdient.

Natürlich müssen Kinder die Eltern unterstützen, wenigstens nach dem heutigen Modell.

Meine Meinung ist, dass ein jeder , unabhängig davon, ob er Kinder hat oder nicht, verpflichtet ist, Kindern ein zeitgemäß, anständiges Aufwachsen zu sichern, weil die Gesellschaft nun mal Nachwuchs braucht. Das wird ja heute zumindest teilweise auch gemacht.
Genauso ist aber auch ein jedes Mitglied der Gesellschaft verpflichtet, für die Alten und Kranken zu sorgen. Wenn jeder einen gewissen Prozentsatz seines Einkommens von vorn herein für solche Zwecke abtreten müsste, würden sich solche Probleme gar nicht stellen.

Meinst du ehrlich, man solle bei Krankheit jemanden verlassen,
denn eigentlich ist ja die Gesellschaft dann für ihn
zuständig?

Dass man jemand verlassen soll, war nie meine Aussage, lediglich, dass ich ein gewisses Verständnis dafür habe, wenn einer sagt, so, ich kann nicht mehr. Insbesondere eben auch, wenn jemand sagt, ich will auf Dauer nicht auf Sex verzichten.
Sex hat für jeden Menschen einen anderen Stellenwert. Naturgemäß haben Leute, bei denen der Wert niedrig ist, kein Verständnis für die, bei denen er hoch ist. Daraus ergeben sich viele Fehleinschätzungen.

Aber wie gesagt, was er tut, muss ein jeder selbst wissen, wir sollten uns nur hüten, von vorn herein zu verurteilen und zu sagen, so etwas tut man nicht. Was man tut kann man erst wissen, wenn man selbst betroffen ist.:

Ja, damit hast du recht.
Trotzdem darf man seine persönliche Meinung wieder geben,
speziell, wenn man auch noch danach gefragt wird. Im Rahmen
eines Forums können solche Beiträge /Fragen eh nur einseitig
und in dem Sinne „Vor-verurteilend“ beantwortet werden: wir
kennen nämlich die andere Seite der Medaille gar nicht, die
schildert Andreas nämlich nicht.

Na gut, meine Meinung kennst du jetzt.

mfg

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Hallo,

aufgrund des Umstandes, dass es sich hier um ein Wissensbrett handelt, ist das was Du tust, meine Meinung lediglich zu diskreditieren, zwar legitim, aber dennoch nur schlechter Stil. Da müsste noch was (Inhalt) kommen!

Ich habe für die Frau sehr wohl Mitgefühl aber eben kein Mitleid. Das ist der springende Punkt.

Gruß mki

Moin!

Sorry, aber eine Frau ist keine Ware, die man reklamieren kann
noch ein Stück Vieh.

Und sie hat bestimmt nicht mit Absicht jetzt Depressionen.

Genau DAS wollte ich damit sagen. Ich hab es nur eben in Sarkasmus verpackt, du eben in klare Worte.

Wir vertreten dieselbe Ansicht.

Gruß

noi

Hallo,

Na gut, meine Meinung kennst du jetzt.:

Hm, ja, die kenne ich und im Grunde genommen denke ich nach diesem Post, dass wir grundsätzlich die gleiche Meinung haben. Nur im „Pflegebereich“ laufen wir ein wenig auseinander.

Ich stimme auch diesem Teil zu:

Dass man jemand verlassen soll, war nie meine Aussage, lediglich, dass ich ein gewisses Verständnis dafür habe, wenn einer sagt, so, ich kann nicht mehr. Insbesondere eben auch, wenn jemand sagt, ich will auf Dauer nicht auf Sex verzichten.:

Nur, dass ich persönlich denke, dass genau diese Lebenslagen die Lebenslagen sind, über die man doch nachdenken sollte, bevor man eine auf Dauer angelegte Beziehung eingeht. Und da fände ich es selbstverständlich, wenn BEIDE Seiten zunächst einmal zusammen versuchen, mit dem Problem umzugehen, bzw. Kompromisse zu finden, mit denen beide leben können.

Wenn das im Schluß bedeutet, man müsse sich trennen, weil sonst einer wirklich sehr unglücklich ist, dann finde auch ich, ist eine Trennung angesagt.
Nur muss man sich - meiner Meinung nach - vorher darüber im Klaren sein, dass auch schlechte Zeiten kommen können (wo wir wieder bei diesem Trauspruch sind…).

Gruß
Shannon

hi

Wie immer wird an diesem Punkt dann das Eheversprechen ins
Feld geführt, bis das der Tod euch scheide, in guten wie in
schlechten Tagen…

Man bedenke, da soll ein/e meist gerade mal zwanzigjährige/r,
mit einer Lebenserfahrung nahe Null, versprechen, dass er/sie
mit einem anderen Menschen, den er oft genug kaum kennt,
verbunden bleibt, bis ins hohe Alter von ca. 80 Jahr.

Als das Eheversprechen erfunden wurde, war es eher kein Problem es einzuhalten - denn

  1. wurden die Menschen damals noch kaum viel älter als 40 - also dauerte so eine Ehe auch nur ca. 20 Jahre

  2. gab es damals für Frauen fast keine andere Möglichkeit um versorgt zu sein, weil es kaum Bildungsmöglichkeiten für Frauen gab - eine geschiedene Frau galt als „gefallene“ Frau die dann auf den Rückhalt in der Familie angewiesen war, die ihr das gern verweigerte (Schande) … somit mussten sie bis zum „Tode“ des einen oder anderen aushalten

also ganz andere Voraussetzungen als heute :wink:

Gruß H.