Hallo,
im Internet gibts ein paar Prognosemärkte. Das sind Handelsbörsen, auf denen im JA/Nein Verfahren Wertpapire zu bestimmten Aussagen gehandelt werden. Beispielsweise „Die CDU/FDP Regierung wird 2012 stürzen“ bzw. „Die CDU/FDP Regierung wird 2012 NICHT stürzen“.
Je nachdem wie man die Aussage einschätzt kauft oder verkauft man das jeweilige Wertpapier. Im Beispiel würden am Ende von 2012, wenn bekannt ist, welche Aussage richtig ist, die Inhaber der richtigen Papiere den Wert ausgezahlt bekommen. Die anderen gehen leer aus. So viel zum Funktionsprinzip.
In den USA gibt es intrade.com, wo es um richtiges Geld geht. Hierzulande gibt es auch ein paar Prognosemärkte, die laufen aber alle ohne richtiges Geld.
Jetzt meine Fragen:
Wie sieht es rechtlich als Händler bzw. Handelsplattformbetreibern aus?
Fällt so ein (Echtgeld) Handel unter das Glücksspiel und ist deshalb verboten?
Oder zählt es zum Aktienhandel und läuft wird so behandelt wie ein gewöhnliches Aktiendepot: Dass man also einfach einen Wisch zu den Risiken unterschrieben muss und dann kann es losgehen?
Müsste der Börsenbetreiber eine BaFin Berechtigung aufweisen?
Was, wenn jemand aus Deutschland an einem online Prognosemarkt im Ausland teilnimmt, darf er das einfach so, oder ist das wie beim onlinepoker, wo man letztlich keine Rechte besitzt?
Danke für die Antworten, Grüsse!
Hallo,
Wie sieht es rechtlich als Händler bzw.
Handelsplattformbetreibern aus?
Fällt so ein (Echtgeld) Handel unter das Glücksspiel und ist
deshalb verboten?
Ja.
Oder zählt es zum Aktienhandel und läuft wird so behandelt wie
ein gewöhnliches Aktiendepot:
Wo sind da Aktien bzw. eine Aktiengesellschaft?
Dass man also einfach einen
Wisch zu den Risiken unterschrieben muss und dann kann es
losgehen?
Losgehen immer, fragt sich nur, wann’s bei der Staatsanwaltschaft dann los geht !
Müsste der Börsenbetreiber eine BaFin Berechtigung aufweisen?
Ja.
Was, wenn jemand aus Deutschland an einem online Prognosemarkt
im Ausland teilnimmt, darf er das einfach so, oder ist das wie
beim onlinepoker, wo man letztlich keine Rechte besitzt?
Natürlich, aber wenn er verliert, muss er hier nicht heulen und wenn er gewinnt und die andere Partei nicht bezahlt, hat er Probleme, den Gewinn einzuklagen.
Schönen Tag noch.
Hallo,
im Internet gibts ein paar Prognosemärkte. Das sind
Handelsbörsen, auf denen im JA/Nein Verfahren Wertpapire zu
bestimmten Aussagen gehandelt werden.
Also nichts anderes als Wetten, bei denen man die Wettscheine noch bis zum Ende hin handeln kann.
Jetzt meine Fragen:
Wie sieht es rechtlich als Händler bzw.
Handelsplattformbetreibern aus?
Fällt so ein (Echtgeld) Handel unter das Glücksspiel und ist
deshalb verboten?
Der Handel mit Papieren, die irgendeinen materiellen oder immateriellen Wert abbilden, wird nicht unzulässig sein.
Die am Ende entstehende Auszahlung erfüllt aber meiner Ansicht nach dann das, was man eben eine „Wette“ nennt.