Ich habe eine relativ einfach zu beantwortende Frage (hoffe ich jedenfalls) zu Martin Opitz’ Regelpoetik, dem „Buch von der deutschen Poeterey“ aus dem Jahr 1624.
Beim Projekt Gutenberg ist der Text zu finden:
http://gutenberg.spiegel.de/opitz/poeterey/poeterey.htm
Durch die Schrägstriche etwas verwirrt, frage ich mich, ob es sich bei dem Text um Prosa oder um eine geschlossene (Vers-)form handelt. Hat man die Striche nur gesetzt, um den Original-Zeilensprung beizubehalten? Beim Simplicissimus von Grimmelshausen beispielsweise, der aus dem Jahr 1668/69 stammt, sind im Projekt Gutenberg keine Schrägstriche gesetzt, weil das Werk in freier Form (Prosa) geschrieben ist. Der Unterschied ist mir nicht ganz klar, deshalb bitte ich um Aufklärung.
Wie immer danke vorab! 
Durch die Schrägstriche etwas verwirrt, frage ich mich, ob es sich bei dem Text um Prosa oder um eine geschlossene (Vers-)form handelt.
Das ist Prosa, schlichte Prosa.
Hat man die Striche nur gesetzt, um den Original-Zeilensprung beizubehalten?
Nein. Wenn ich das Druckbild so ansehe, versucht man hier seitengetreu zu drucken. Aber dafür lege ich die Hand nicht ins Feuer.
Das Satzzeichenwesen war zu jener Zeit noch nicht so elaboriert wie unseres. Diese Schrägstriche heißen „Wirgel“ und haben je nachdem die Funktion eines Kommas, eines Semikolons, eventuell sogar ein Satzende.
Beim Simplicissimus von Grimmelshausen beispielsweise, der aus dem Jahr 1668/69 stammt, sind im Projekt Gutenberg keine Schrägstriche gesetzt, weil das Werk in freier Form (Prosa) geschrieben ist.
Das hängt oft von dem ab, der den Text eingibt.
Gruß Fritz
Besten Dank für die Informationen, ich wusste nicht, dass die Schrägstriche die damalige Interpunktion anzeigen sollten. So scheint es mir auch sinnvoll. 
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Besser ‚Virgel‘
Guten Abend, Chris,
einen Tipp zuvor: Lass doch das Ganzkörperzitat weg. Du zwingst die Leser dazu, ganz nach unter zu drehen, ehe sie deine kurze Antwort lesen können.
Was im Vorposting steht, kann doch jeder lesen.
ich wusste nicht, dass die Schrägstriche die damalige Interpunktion anzeigen sollten.
Nicht nur die Interpunktion; auch Sinneinheiten, also nicht satztechnische, sondern inhaltliche Abschnitte wurden so gekennzeichnet.
Wenn du statt mit meiner privaten Schreibung - ich hätte das nicht tun sollen - mit „Virgel“ googelst kommst du dahin:
http://idw-online.de/pages/de/news51494
Gruß Fritz
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