Frage zu Parteiprogrammen

Hallo,

Ich weiss nicht, ob ich hier im richtigen Brett bin, aber da ich die Politik nicht wirkich (medial) vefolge, frage ich einfach mal.
Ich bin Student in Niedersachsen (SPD) und musste gerade 500+125 Euro Semestergebühren bezahlen! Dabei bin ich mit meinem 14 Semstern noch unterhalb des Durchschnitts meines Fachs meines Studienortes! Das die zusätlichen Gebühren zu einem zusätzlichen Job führt ist klar.
Welche Partei möchte die Studiengebühren (am besten sofort) abschaffen? ich habe ein wenig durch die Parteienwebseiten gesurft, ab nix konkretes gefunden. Bald haben wir Landtagswahl.
Vielleicht hat ein Leser eine konkrete Aussage eines Politikers oder einer Partei gehört/gelesen?

Chris

Hi,

da gibts wohl nur eine:
http://www.pds-online.de/politik/publikationen/press…
Ist halt nicht in deren Sinn.

Gruß
Frank

Servus Chris,

sei doch froh drüber, dass du erst jetzt zahlen musst. In BW wird ab dem 10. Semester Studiengebühr fällig. Egal wie lange und welche Regelzeit.

Gruß
Marco

Hallo Chris,
ich weiss zwar nicht, was die anderen Parteien zu den Studiengebühren sagen, aber sicher ist, dass der Bereich Bildung von der CDU und der FDP am besten abgedeckt wird. Wähle eine dieser Parteien, denn dann gehst Du kein Risiko ein. Es kann nur besser werden.Wenn Du die PDS wählen möchtest, sofern sie in Niedersachsen überhaupt antritt, so kannst Du davon ausgehen,dass sie nicht über 5 % kommt und somit Deine Stimme verloren ist. Damit schadest Du Dir selbst!
Gruß
Sibylle

Moin Sibylle,

ich weiss zwar nicht, was die anderen Parteien zu den
Studiengebühren sagen, aber sicher ist, dass der Bereich
Bildung von der CDU und der FDP am besten abgedeckt wird.

Toller Tipp! Also, wer gegen Studiengebühren ist, sollte auf keinen Fall CDU bzw. FDP wählen!

Du magst das ja gut finden. Aber der Frager hat deutlich gesagt, dass er das nicht gut findet. Und dann solltest du ihm keinen falschen Rat geben.

Ciao

Ralf

Kurz auf den Parteiseiten gesucht.

CDU :

"Die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren, darf auch in Zukunft nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Voraussetzung für die Einführung von Gebühren ist ein breit angelegtes Stipendien- und Darlehenssystem und ein verbesserter Familienlastenausgleich. Wenn diese Vorbedingung gegeben ist, können Studiengebühren ein wettbewerbliches und leistungsförderndes Steuerungselement sein. "

Quelle: http://www.cdu.de:80/projekt21/bildung/leitbild-wiss…

Fazit: Pro Studiengebühr -> Nicht deine Wahl.

FDP:

"Durch die Einführung von Bildungsgutscheinen wird ein gesunder Wettbewerb der Hochschulen um die Studierenden entfacht. Mit differenzierten und unterschiedlich profilierten Studienangeboten werden Hochschulen versuchen, die Studierenden zu gewinnen.
Das System der Bildungsgutscheine garantiert ein gebührenfreies Erststudium. Daher lehnt die FDP die Einführung von allgemeinen Studiengebühren zum gegenwärtigen Zeitpunkt ab. Die Situation vieler Hochschulen spottet einer Kostenpflichtigkeit von akademischer Ausbildung. "

Quelle:http://www.fdp-bundesverband.de/aktuell/bildung_gesa…

Fazit: Scheinen zumindest das Erststudium kostenfrei halten zu wollen.

SPD:
„Der Grundsatz gilt: Bildung darf kein Privileg für wenige sein. Begabungen müssen unabhängig vom Geldbeutel der Eltern gefördert und erschlossen werden. Die Voraussetzung dafür bilden die BAföG-Reform, die Freiheit von Studiengebühren für das Erststudium und die Zukunftsinitiative Hochschule. In Deutschland brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Studierende!“

Quelle: http://www.spd.de/servlet/PB/menu/1020610/index.html

Fazit: Ähnliche Position wie FDP.

Grüne:
"Bündnis 90/Die Grünen sind nach wie vor der Meinung, dass ohne ein weitreichendes Stipendiensystem, Studiengebühren sozial ausgrenzend wirken. Der Anteil von Studierenden aus sozial schwächeren Familien ist mit acht Prozent heute schon beschämend gering. Er würde noch weiter zurückgehen. Dies verhindern wir mit der Garantie eines bundesweit gebührenfreien Erststudiums.
Für Bildungsgutscheine
Statt den Studierenden einseitig zur Kasse zu bitten, wollen wir ihre Position gegenüber den Hochschulen stärken. Jedes Bundesland händigt seinen Studienberechtigten Gutscheine für ein Hochschulstudium aus. Die Studierenden lösen diese Gutscheine dann bei einer Hochschule ihrer Wahl ein. Es gibt keine pauschalen Abbuchungen. Nur die wirklich besuchten Seminare werden nach Anzahl der Semesterwochenstunden angerechnet. Ausgenommen von diesen Abbuchungen sind Überblicksvorlesungen und Veranstaltungen des studium generale. "

Quelle:
http://www.gruene-fraktion.de/rsvgn/rs_dok/0,5705,0…

Fazit: Auch dagegen.

PDS: Hat Frank ja schon erwähnt, wieso ihm da NUR die PDS eingefallen ist, weiss ich auch nicht, es zeigt aber doch das er das was er von mir ganz gerne fordert, nämlich sich doch mal die Alternativen anzuschauen, selbst anscheinend nicht immer tut.

Wie du siehst sagen eigentlich alle dass es nicht am Geld scheitern soll. Wobei die Union scheinbar als einzige das kostenfrei Erststudium nicht garantiert. Du wirst dich also noch tiefer mit den Programmen ausseinander setzen müssen um deine Entscheidung zu treffen.

SAN

Moin Moritz,

Gute Zusammenstellung.

Nur:

FDP:
Fazit: Scheinen zumindest das Erststudium kostenfrei halten zu
wollen.

SPD:

Fazit: Ähnliche Position wie FDP.

Die FDP hat zumindest in Baden-Württemberg Gebühren auch auf das Erststudium erhoben. Natürlich ist das möglich, dass es aufs Konto der CDU ging und sich die FDP nicht durchgesetzt hat. Widerstand von der FDP habe ich aber nicht mitbekommen.

Und zumindest die Niedersachsen-SPD kann ja nicht gegen Gebühren auf das Erststudium sein. Die hat es dort ja eingeführt.

Insofern sind die Statements nur begrenzt aussagekräftig.

Ciao

Ralf

Willst du mich vergackeiern?
hallo SAN,

PDS: Hat Frank ja schon erwähnt, wieso ihm da NUR die PDS
eingefallen ist, weiss ich auch nicht, es zeigt aber doch das
er das was er von mir ganz gerne fordert, nämlich sich doch
mal die Alternativen anzuschauen, selbst anscheinend nicht
immer tut.

zu SPD und Studiengebühren: http://www.pds-online.de/politik/aktuell/view_html?z…

zu CDU: http://www.pds-online.de/politik/aktuell/view_html?z…

zu FDP: http://www.pds-online.de/politik/aktuell/view_html?z…

zu Grünen: http://www.pds-online.de/politik/aktuell/view_html?z…

habe ic einfach mal die Partei und Studiengebühren ind die Suche gegeben und bin besser fündig geworden als mit google oder auf deren Parteiseiten.
Irgendwie habe ich nämlich festgestellt, daß man sich hin und wieder doch manchmal fragen sollte, ob die Nachwenderegierungsparteien denn das auch wirklich so meinen, was die sagen. Für mich war das bislang höchstens ansatzweise feststellbar und schlug dann meist ins Gegenteil um. Z.B. der Begriff „Reform“, bei welchem man sich heutzutage in Deckung begibt. darüber hier etwas: http://pds-online.de/service/suche/?restrict=www.pds…

Zudem habe ich auch scharfe Kritik an einer PDS anzumelden, da diese keine sozialistische Alternative ist, solange noch Leute wie Gysie oder Dehm dort etwas zu sagen haben. Die sind zu bürgerlich und machen aus diesem Land höchstens wieder eine DDR II.
Des weiteren bin ich weder ein „Marxist“ (Moussolini war einer), noch das ich erahne, wie du aus Informationsfetzen zu Wissen zu gelangen glaubst.

In meiner Intention steckt ganz einfach die Einsicht, daß sich hinter meinem Einsatz zum nachdenken über Alternativen Naturgesetze verbergen. Diese Gesellschaft ist schluicht albern, weil hier offensichtlich keiner wahrhaben will, daß eine Wirtschaft durch bunte Zettel tauschen weder produktiv noch sinnig ist. Eine Planwirtschaft mit warengedecktem Geld ist wesentlich effizienter - so aber heute auch nicht machbar, denn sie wäre das krasse Gegenteil zur Marktwirtschaft. Wenn wir nicht von Energieressourcen abhängen würden, könnten wir mit einer unabhängigen Wirtschadft in D schon fast im Paradies leben. Nur sind wir leider gezwungen, uns dieem Wirtschaftssystem unterzuordnen, bis die Masse endlich mitbekommt, daß es so nicht weitergehen kann. Aber da hoffe ich vermutlich vergeblich.

Wenn es dir gut geht, isses OK. Mal sehen, wie es deinen Kindern oder anderen dir nahestehenden mal gehen wird. Besser auf keinen Fall, wenn dann nur kurzzeitig.

Wie du siehst sagen eigentlich alle dass es nicht am Geld
scheitern soll. Wobei die Union scheinbar als einzige das
kostenfrei Erststudium nicht garantiert. Du wirst dich also
noch tiefer mit den Programmen ausseinander setzen müssen um
deine Entscheidung zu treffen.

…oder dir mal die Frage stellen, aus welchen Gründen und für welche Ziele die Parteien ihre Politik betreiben.

Gruß
Frank

PS
Merke gerade, daß die links so nicht funzen. Njaja, kannst ja selber schreiben und in die Suche eingeben :smile:

habe ic einfach mal die Partei und Studiengebühren ind die
Suche gegeben und bin besser fündig geworden als mit google
oder auf deren Parteiseiten.

Stell dir vor, genau das habe ich auch gemacht. Nur auf den echten Parteiseiten, denn du erwartest doch nicht ernsthaft, dass eine Partei das Programm der anderen besser kennt als diese Partei.

Irgendwie habe ich nämlich festgestellt, daß man sich hin und
wieder doch manchmal fragen sollte, ob die
Nachwenderegierungsparteien denn das auch wirklich so meinen,
was die sagen. Für mich war das bislang höchstens ansatzweise
feststellbar und schlug dann meist ins Gegenteil um. Z.B. der
Begriff „Reform“, bei welchem man sich heutzutage in Deckung
begibt. darüber hier etwas:
http://pds-online.de/service/suche/?restrict=www.pds…

Ein eleganter Versuch vom Thema abzulenken. Ab hier hatts rein gar nichts mehr mit dem Thema zu tun. Aber um dich zu beruhigen, gerade die Ziele machen die PDS so absolut unsympathisch in einigen Einzelpunkten sind sie durchaus konsensfähig.

Des weiteren bin ich weder ein „Marxist“ (Moussolini war
einer), noch das ich erahne, wie du aus Informationsfetzen zu
Wissen zu gelangen glaubst.

Wo habe ich dich denn als Marxist bezeichnet? Ah und Mussolinis Politik in seiner Eigenschaft als Machthaber während des 2ten WK war alles andere als marxistisch, Jugendsünden sind doch unwichtig.

In meiner Intention steckt ganz einfach die Einsicht, daß sich
hinter meinem Einsatz zum nachdenken über Alternativen
Naturgesetze verbergen.

Die Betonung liegt auf alternativ. Denn weder decken sie sich mit den normalen Ansichten, noch kannst du sie ohne bereits anzunehmen dass einige von ihnen richtig sind beweisen.

Diese Gesellschaft ist schluicht
albern, weil hier offensichtlich keiner wahrhaben will, daß
eine Wirtschaft durch bunte Zettel tauschen weder produktiv
noch sinnig ist.

Bar jeder Logik…

Eine Planwirtschaft mit warengedecktem Geld
ist wesentlich effizienter - so aber heute auch nicht machbar,
denn sie wäre das krasse Gegenteil zur Marktwirtschaft.

Nicht beweisbar, bzw die Indizien sprechen dagegen.

Wenn es dir gut geht, isses OK. Mal sehen, wie es deinen
Kindern oder anderen dir nahestehenden mal gehen wird. Besser
auf keinen Fall, wenn dann nur kurzzeitig.

…sprach der Prophet. Denn er kannte das Gotteswort.

SAN

Hallo,

Vielen Dank an alle Antworter!
Da musste ich erstmal ne Menge lesen.

Toll ist, das die erhöbenen Studiengebühren gar nicht in die Kassen der Unis fliessen. Wenn an der Uni der Schimmel an der Decke und ein paar neue Lehrkräfte eingestellt würden, hatte ich ja einigermassen Verständnis. Und die neuen Stipendien sind nichts anderes als Kredite, die man zu 100% zurückzahlen soll. Die Politiker betiteln Dinge wie Werbefachmänner. Und angehäufte Schulden sowie deren Zinsen werden bei der Bafög-Berechnung nicht berücksichtigt, naja bekommt man ja seit dem 9. Semester eh nicht mehr. Woher soll denn bei einer Diplomarbeit das Geld kommen?

**gr** Chris