Frage zu Personalführung

Hallo zusammen!

Kann mir mal schnell jemand auf die Sprünge helfen? Ich hab den Begriff gewusst aber irgendwie fällt er mir nicht mehr ein…

Grob gesagt „das Gegenteil vom Taylorismus“… d.h. keine direkte und strenge Mitarbeiterführung sondern eine Mitarbeiterführung, bei der man die Leute durch Freiheiten (+Eigenverantwortung) und einer „Corporate ID nach Innen“ (d.h. identifikation mit dem Unternehmen) motiviert, möglichst gut und produktiv zu arbeiten.

Vielen Dank schonmal!

Greetz

Hallo,

Taylorismus ist keine Art der Personalführung, sondern eine Form seine Abläufe im Unternehmen zu gestalten. Nicht ausgeschlossen ist natürlich, dass sich die Art der Gestaltung der Arbeitsabläufe auch auf die Führung von Personal auswirkt.

Generell kann man zum Beispiel unterscheiden in einen Autoritären Führungsstil. Hier gibt Cheffe alles bis ins Detail vor und lässt den Mitarbeitern keine Wahl. Danach gibt es diverse Zwischenformen in denen der Grad der persönlichen Beziehung des Vorgesetzten zu seinen Mitarbeitern aber auch die Stärke des Mitspracherechts variieren. Stell Dir das in einer Matrix vor.

Eine Zwischenvariante wäre dann der Demokratische Führungsstil. Dh. der Der Vorgesetzte gibt klare Punkte vor (führt also noch relativ stark) unter diesen Punkten können die Mitarbeiter dann aber auf demokratischen Wege wählen, was sie wollen.
Bzw. Führen durch Zielvorgabe. Wie der Mitarbeiter dann das Ziel erreicht ist dem Vorgesetzten quasi egal, so lange dabei der vorgegebene Rahmen eingehalten wird.
Häufig wird dann noch der partnerschaftliche Führungsstil erwähnt. Hier ist der Chef schon so gut wie ein Kumpel. Die Mitarbeiter handeln dann zu großen Teilen aus Verständnis für den Chef, da er einer von ihnen ist. Dann gibt es noch den Laizifairstil (sind jetzt alle Buchstaben in der richtigen Reihenfolge da?) Da können dann die Mitarbieter so ziemlich machen was sie wollen und sind führungslos ;o)

Eine gute Führungskraft variiert zwischen den einzelnen Führungsstilen und passt diese dem jeweiliegn Mitarbeiter ein wenig an. …vergleichbar mit Kindererziehung, da behandelt man ja auch nicht jedes Kind gleich. Man muss aber aufpassen, dass die Extreme in der Führung nicht zu groß werden, damit kein „Neid“ unter den Mitarbeitern entsteht. GGF werden die Führungsstile auch den Situationen angepasst. Also der Ort für den nächsten Betriebsausflug demokratisch ermittelt, während im Prozess der Produkterstellung bei einem anfälligen Produkt ganz klare Vorgaben gemacht werden.

Hoffe dass Deine Frage so in der Kürze damit beantwortet ist… für ganz präzise Aussagen muss man sich dann mit der Literatur auseinander setzen. Oft werden auch Führungsstile je nach Autor ein wenig anders benannt oder die beeinflussenden Faktoren ein wenig anders definiert, aber irgendwie überschneiden sie sich dann doch und laufen auf das Gleiche hinaus.

Hi!

Vielen Dank für die Antwort!

Ich muss fürs Studium (1. Sem BWL) eine Unternehmensdarstellung schreiben. In dem Unternehmen wird „richtig freundlich“ mit den Mitarbeitern umgegangen, d.h. viel Eigenverantwortung, Motivation z.B. durch Weihnachtsgrüße, Feiern, Freier Eintritt zu Messen, usw…

Dafür brauche ich eine möglichst „betriebswirtschaftliche“ bezeichnung.

Für die „Mitarbeiter-Unternehmensbeziehung“ habe ich die Bezeichnung „Coporate Identity nach innen“ gefunden, d.h. dass sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren und sozsuagen mit Eingebunden werden.

Vielleicht hast du mir da noch ein paar Links o.Ä. wo man da noch etwas für finden könnte.

Vielen Dank!

Greetz
Phil

Hi!

Vielen Dank für die Antwort!

Ich muss fürs Studium (1. Sem BWL) eine
Unternehmensdarstellung schreiben. In dem Unternehmen wird
„richtig freundlich“ mit den Mitarbeitern umgegangen, d.h.
viel Eigenverantwortung, Motivation z.B. durch
Weihnachtsgrüße, Feiern, Freier Eintritt zu Messen, usw…

Wie wärs mit „partizipativer Führungsstil zur Stimulanz intrinsischer Motivationsfaktoren“? Das trifft es in der Theorie nicht 100%ig aber die Richtung dürfte stimmen.

Das wäre dann übrigens, nur so nebenbei, ein neoklassisches Organisationsverständnis, wenn ich mich recht erinnere, weil immer noch zweckorientiert aber sich moderner Mittel bedienend. Viele halten so etwas für modern, aber im Hauptstudium wirst Du ggf. lernen, daß das unsinn ist. Auf die Details verzichte ich hier vielleicht vorerst!?

Taylorismus, auch nur nebenbei, ist übrigens kein Personalführungskonzept sondern ein klassisches Organisationsmodell.

Dafür brauche ich eine möglichst „betriebswirtschaftliche“
bezeichnung.

Für die „Mitarbeiter-Unternehmensbeziehung“ habe ich die
Bezeichnung „Coporate Identity nach innen“ gefunden, d.h. dass
sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren und
sozsuagen mit Eingebunden werden.

Vielleicht hast du mir da noch ein paar Links o.Ä. wo man da
noch etwas für finden könnte.

Vielen Dank!

Greetz
Phil

Cheers,
Oli