Ich frage mich (und Euch), warum die Pistazie so wenig beachtet wird?
Ich kenne Pistazien-Eis, dann gibt es sie noch geröstet und gesalzen. Und neulich fand ich Müller-Milchreis mit Pistaziencreme-Geschmack. Fertig.
Jede Andere nussartige wird bis zur Perversion ausgeschlachtet, wie die Kokosnuss, ohne Kaffeebohne geht gar nix, von der Kakaobohne ganz zu schweigen.
Die Türken machen so viel damit. Bitte nicht falsch verstehen; ich such keine DIY-Rezepte, ich wundere mich nur.
Vieleicht geht es vielen Leuten wie mir: ich habe an Pistazien noch nie einen besonderen Geschmack wahrnehmen können, der mir den Wunsch nach mehr erweckt hätte, wie es bei den meisten anderen Knabberkernen der Fall ist! Auch die diversen Zubereitungen dieser Kerne finde ich (außer z. B. süß) nicht wohlschmeckend.
Wenn ich mir den gerade erst abgeklungenen Hype um Dubai-Schokolade, … so ansehe, verstehe ich Deine Frage ehrlich gesagt nicht. Ansonsten sind Pistatien in guter Qualität teuer, und aufgrund der Lage in vielen Herkunftsländern auch nur eingeschränkt verfügbar, was alleine schon gegen einen massenhaften Einsatz spricht.
Auch sind sie erst recht spät in größeren Mengen als Snack nach Deutschland gekommen. Ich erinnere mich, dass ich meine ersten Pistatien in Schale erst als Jugendlicher Mitte der 80er geknabbert habe. Die brachte der Vater meines Austausschülers aus dem PX mit, als er mal dienstlich nach Deutschland musste, und dann bei uns vorbei kam. War ein Folienschlauch von sicher einem Meter, und auf dem Tisch türmte sich hinterher ein Berg Schalen. Kurz darauf sah man dann auch den ein oder anderen Beutel bei uns im Supermarkt (vielleicht hatten wir aber vorher auch einfach nicht bewusst drauf geachtet).
Ich nutze sie gerne, z.B. gerade letzte Woche in einer Pastete in Verbindung mit in Armagnac eingelegten Trockenfrüchten Putenleber und Schweinefleisch, und mag sie sehr.
das kann (!) daran liegen, dass Du die falschen Pistazien gegessen hast. Es gibt nämlich ganz erhebliche Unterschiede. Mehr als die Hälfte der Welternte kommt aus den USA; diese Pistazien sind in der Regel eher rundlich und schmecken mehr oder weniger nach nichts. Das sind die Pistazien, die man in Beuteln und Dosen in den „normalen“ Supermärkten bekommt und die auch dort für industrielle Produkte verwendet werden, wo es auf Geschmack weniger ankommt.
Die wirklich guten Pistazien kommen aus dem Iran oder der Türkei und da wiederum aus den Regionen Kerman und Gaziantep. Sie sind eher länglich und vor allem in türkischen Supermärkten (eine Marke, mit der man nichts falsch machen kann, ist Meray, aber oft werden die dort auch eingeschweißt verkauft, ohne dass eine Marke erkennbar ist), aber auch spezialisierten online-Händlern zu bekommen.
Während die US-Pistazien eigentlich immer unbegrenzt und in gleicher „Qualität“ zu bekommen sind, gibt es bei den Pistazien aus dem Iran und der Türkei erhebliche Schwankungen bei Menge, Qualität und Preis. Zumindest hier sind sie im Moment im Lebensmitteleinzelhandel gar nicht zu bekommen, sondern nur bei online-Händlern.
Vielleicht ist es in der älteren Generation noch nicht überall angekommen, aber die jüngere Generation bis ca 35 hyped die Pistazie sehr. Ich empfehle die Pistazienalternative zu Hanuta aus Pistazien:
Bisschen teuer, aber bei Rossmann zu den regelmäßigen Angebotszeiten für Bionahrung erschwinglicher.
Auch das Pistazienmus von Koro wäre zu empfehlen.
Den Herkunftsunterschied habe ich noch nicht feststellen können- oder nur die Guten gehabt- ich finde, sie schmecken einfach immer.
Pistazien sind teurer. Dass der Geschmack da ausgerechnet in Müller-Produkten auftaucht, verwundert mich wenig, ist bei denen allgemein doch auffällig wenig der jeweilgen Original-Zutaten enthalten. (So Zum ndest meine Wahrnehmung)
Zudem kenne ich Pistazien aus meiner Kindheit eher aus „Öko“-Haushalten.
Deswegen taucht ja Pistazienmark in der Zutatenliste auch „schon“ auf Platz 6 auf und deswegen gibt man ja auch E141 und Aroma in das Produkt. E141 macht grün und Aroma macht den Pistaziengeschmack.
Ich hatte den Vorteil, dass mein Vater mindestens einmal im Monat ab den späten 70ern Sonntagsmorgens ein Paket mit frisch gerösteten (und noch warmen) Pistazien aus Istanbul mitbrachte. Die kannte in der Schule zu der Zeit noch niemand.
Da das Produkt unter dem Namen „Pistazien-Kokos-Geschmack“ läuft, muss da gar keine Pistazie drin sein.
Aber auf der Packung sind Pistazien abgebildet, also muss auch Pistazie drin sein. Und es muss auch angegeben sein, wieviel davon drin ist. Hier: 0,07% Pistazienmark.
Auf 1429 Kilogramm Müller-„Milch“ kommt ein Kilogramm.
Das hat für die Farbe auch E141 drin (aber als Substanz ausgeschrieben; vermutlich, damit E-Phobiker nicht abgeschreckt werden. So klingt es ja mehr nach pflanzlich und das ist ja immer gut).
Ich sehe nur so grüne Flatschen. Pistazien müssen dann auch nicht drin sein, nur irgendetwas grünes. In dem Fall Farbstoff.
Vermutlich. Auf der Verpackung sind in der Tat Pistazien abgebildet. Aber es ist Milch, kein
Und da ist dann ja auch wieder unser gutes, altes E141 drin und natürlich Aroma für den Geschmack, der logischerweise von dem Hauch Pistazienmatsch nicht kommen kann.
Ja, Müller war und ist schon immer gut für hochveredelte Produkte gut gewesen. Unvergessen R’Activ, mit dessen und Boris Beckers Hilfe er endlich einen Absatzmarkt für die ansonsten ungeliebte Molke entwickeln konnte, der profitabler war als die Tiermast.
Vor allem halt grüner Zucker. Ich fand nicht, dass die Pistazien da besonders gut zur Geltung kamen, hab aber auch nur zwei Stücke probiert, von denen eines auch noch selbstgemacht war.