Frage zu Pronomen

Hallo,

ich hätte eine Frage zu folgenden Pronomen.

Ich wasche mich. Mich ist ja hier eindeutig ein Reflexivpronomen.

Ich wasche dich. Nun frage ich mich, was dich ist - es verweist ja nicht auf das Subjekt, ist dies dann einfach ein Personalpronomen?

Freue mich auf eure Hilfe! Danke!

Viele Grüße von Chris

Hallo Chris!

Genau! Das Pronomen vertritt grammatisch wie real ein Objekt. „Du wäschst dich“ wäre wiederum reflexiv. Entscheidend für eine solche doppelte Funktionalität ist der jeweilige reale und im letzten Beispiel auch eindeutig grammatische Kontext (du - dich).

Viele Grüße, Wolfgang Zimmermann

ist dies dann einfach ein Personalpronomen?

Genau das! Und zwar im Akkusativ und im Singular und maskulin.

Freue mich auf eure Hilfe!

Dir kann man aber leicht eine Freude machen. :wink:

Danke!

Bitte; gern geschehen.
Fritz

maskulin?
Hallo Fritz,

ist dies dann einfach ein Personalpronomen?

Genau das! Und zwar im Akkusativ und im Singular und maskulin.

Das Pronomen „dich“ enthält doch keinerlei Information zum Geschlecht des sich Waschenden?

Gruß, Melita

Hallo Melita,

Fritz geht wohl davon aus, dass Christine nur Männer wäscht. Vielleicht sogar weil nur die Männer sich nicht selbst waschen. Schreib es ihm einfach seiner feministischen Ader zu. IoI

Viele Grüße
franz

Du hast Recht, Melita!

Ich habe da wohl, wie Grammatiker - außer den feministischen natürlich - es fast immer tun, mit einem männlichen Sprecher gerechnet.

Es gibt dazu eine wundervolle Untersuchung von Beispielsätzen in Grammatiken. Vielleicht finde ich die noch, dann schicke ich sie dir.

Auch bei „Pooh“ habe ich gleich an eine Masulinum gedacht, denn es heißt doch „Winnie DER Pooh“. :wink:

Unser alltäglicher machismo! :frowning:

Vielleicht habe ich auch bloß nicht genau gelesen und hatte ein „ihn“ im Kopf.

F. Ben tut eindeutig zuviel der Ehrenrettung.
Ich danke ihr oder ihm dennoch für den Versuch.

Fritz

Hallo Fritz,

war nicht so sehr der feministische Aspekt, der mich zur Frage verleitete, sondern ich finde Pronomen an sich faszinierend und ich frage mich auch, ob es Sprachen gibt, bei denen das Geschlecht/Genus bei den Pronomen in der Einzahl 1. und 2. Person erkennbar ist. In meiner Muttersprache, Slowenisch, ist das der Fall bei der 1./2. Person Zweizahl/Mehrzahl Nominativ, nicht jedoch in der Einzahl. Aber das gehört nicht in dieses Brett, ich weiß…

Es gibt dazu eine wundervolle Untersuchung von Beispielsätzen
in Grammatiken. Vielleicht finde ich die noch, dann schicke
ich sie dir.

Das wäre echt lieb!!

Auch bei „Pooh“ habe ich gleich an eine Masulinum gedacht,
denn es heißt doch „Winnie DER Pooh“. :wink:

Jaaa, aber ich habe eher an einen Bären „mit geringem Verstand“ dabei gedacht, *grins*.

Unser alltäglicher machismo! :frowning:

Nö, wie gesagt, meine Frage war rein linguistisch. Ich habe nicht mal versucht, mich zu fragen, wer denn jetzt wen wäscht :smile:) und die Interpretation, dass eine Frau einen Mann wäscht, ist echt kein Machismo, oder?

Liebe Grüße, Melita

Hallo, Melita,

seit drei Tagen durchforste ich meine Dateien, heute habe ich schon amazon abgegrast, aber nicht gefunden, was ich suchte.
Fehlt noch google.

Es war entweder von der Luise Pusch oder der Trömmel-Plötz und hieß irgendwie „Roman in Grammatikbeispielen“. Frau hat also aus all den Beispielsätzen einer Grammatik zwei Biografien zusammengestellt; einer Frau und eines Mannes.
Wobei deutlich die Vorurteile und Klischess der Männer deutlich wurde.

Vielleicht weiß ja jemand anderes, wie das Buch oder der Aufsatz hieß.

Ich suche aber auch weiter, denn den Text will ich selber wieder zur Verfügung haben.

Tut mir Leid, dass ich den Mund zu voll genommen habe.

Fritz

Hallo, Fritz,
meintest Du etwa dieses: Das Deutsche als Männersprache: Aufsätze und Glossen zur feministischen Linguistik.
ISBN 3-518-11217-1 Buch anschauen
1984. Frankfurt/M.
edition suhrkamp 1217. 202 Seiten
8,50 EUR

Gruß
Eckard

Danke, Eckard,

da könnte dieser Text drin sein.
Aber sicher bin ich nicht.

Gruß Fritz

feminin!
Hallo Fritz,

hier sind drei Texte aus „Das Deutsche als Männersprache“:
http://www.zerberus.de/texte/ccc/ccc95/div/rena/luis…

Vielleicht kannst Du daran erkennen, ob es dieses Buch sein könnte?

Und hier geht’s zur Homepage von Luise F. Pusch:
http://www.luisepusch.de/sprache.html

Als Roman kenne ich „Die Töchter Egalias“ von Gerd Brantenberg in konsequenter femininer Schreibweise. ISBN:388104163X Buch anschauen. Das meinst Du eher nicht, aber es schadet auf keinen Fall, es an dieser Stelle zu nennen. :wink:

Gruß Gudrun

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Danke, Gudrun,

für deine Recherche und Mühe. Nett diese beiden Links.
Aber der von mir gemeinte Text ist da auch nicht dabei.

Ich bin ja nicht einmal sicher, ob er von den von mir genannten Autorinnen stammt.

Gruß Fritz