Spiegelteleskope, z.B. ein schnödes Newton-Teleskop bestehen ja aus einem Hauptspiegel und einem Fang- bzw. Umlenkspiegel.
Mit ist nicht klar, warum ich dann in der Mitte des Bildes, das ich beobachte, keinen schwarzen Punkt sehe.
Warum man ihn nicht sieht habe ich mich zwar selber schon des öffteren gefragt, aber es dabei belassen, nun hat mich mein großer genau das gleiche gefragt und ich mußte ihm die Antwort schuldig bleiben.
Helft einem Vater den Respekt wieder zu erlangen
Spiegelteleskope, z.B. ein schnödes Newton-Teleskop bestehen
ja aus einem Hauptspiegel und einem Fang- bzw. Umlenkspiegel.
Mit ist nicht klar, warum ich dann in der Mitte des Bildes,
das ich beobachte, keinen schwarzen Punkt sehe.
Weil jeder Punkt des Hauptspiegels jeden Punkt des Bildes abbildet.
Stell dir das mal so vor: erst hast du einen kleinen Spiegel. Wenn du ihn vergrößerst, wird nur das Bild lichtstärker, aber es zeigt keinen größeren Ausschnitt. Wenn jetzt in der Mitte des Spiegels ein Staubkorn liegt, siehst du das im Bild auch nicht. Und wenn eine etwas größere Fläche abgedeckt ist, sieht man es immer noch nicht.
Wichtig dabei ist, dass der zweite Spiegel in einer Ebene ist, auf die das Teleskop nicht scharf gestellt ist.
Du kannst auch mal probieren, einen Finger in die Öffnung zu halten, ob man das sieht. Hab grade kein Teleskop da um es auszuprobieren
Helft einem Vater den Respekt wieder zu erlangen
Warte damit noch ein bisschen, vielleicht widerspricht mir jemand und macht uns klar, dass ich Unsinn erzählt habe
Warte damit noch ein bisschen, vielleicht widerspricht mir
jemand und macht uns klar, dass ich Unsinn erzählt habe
Nee, nee, will nicht widersprechen, nur eine andere Darstellung geben.
Das Teleskop hat ja eine Linse, durch die das Licht einfällt. Diese beugt es und erzeugt im Strahlengang schließlich ein Beugungsbild (und zwar in der Aperturebene, wenn ich mich recht erinnere), welches dann entweder durch eine weitere Linse oder in entsprechender Entfernung wieder zu einem Bild transformiert wird. Dieses Beugungsbild ist im Prinzip eine Fourier-Transformation des Bildes. In dieser Ebene des Strahlenganges enthält jeder Punkt Information des gesamten Bildes (so wie im Hologramm). Die Position des Punktes entscheidet über die repräsentierten Frequenzen.
Der Spiegel sitzt nun eben nicht in einer Bildebene. Er filtert einen Teil des _Beugungs_bildes. Dadurch verringert sich im Wesentlichen der Kontrast des gesamten Bildes. Wie genau, hängt eben von der genauen Position und Größe des Spiegels im Strahlengang ab. Diesen Effekt des Kontrastverlustes duch den Spiegel nennen die Astronomen „Obstruktion“. Vielleicht hilft die die Google-Suche nach Obstruktion, Bildebene, Aperturebene etwas weiter. Auch Seiten zum Thema Phasenkontrast-Mikroskopie könnten das Phänomen weiter beleuchten, denn dort wird durch Blenden in der Aperturebene auch die Kontraste geändert!
Hallo Jo…
Diesen Effekt des
Kontrastverlustes duch den Spiegel nennen die Astronomen
„Obstruktion“.
ja, dieser Begriff ist mir geläufig.
Das hängt mit der Größe des Fang- bzw. Sekundärspiegels zusammen.
Einige Teleskoparten wie die Schmidt-Kamera haben durch diese Obstrktion arge Kontrastprobleme.
Ich glaube ich habs grob verstanden. Aber ob ich das einem neunjährigen verklickert kriege?!
aus demselben Grund, aus dem Du auch ein Haar nicht siehst, daß dir direkt vorm Auge hängt, während Du in die Ferne blickst.
Optiken bilden nur Gegenstände einer bestimmten Entfernung scharf ab, zB Sterne. Alles, was näher liegt, wird zunehmend unschärfer, bis es dermaßen unscharf ist, daß man es gar nicht mehr sieht oder nur als geringfügige Trübung des Bildes wahrnimmt.
daß man es gar nicht
mehr sieht oder nur als geringfügige Trübung des Bildes
wahrnimmt.
aber den Kontrast des Teleskops verringert. Eigentlich klar, aber man muß drauf kommen
OK, ich glaube ich habs verstanden. So kann ich es wohl auch Sohnemann erklären.
Danke!
Ich glaube ich habs grob verstanden. Aber ob ich das einem
neunjährigen verklickert kriege?!
Falls Dein Sohn eine Brille trägt, wird er den Effekt kennen, daß staubige Gläser den Blick buchstäblich trüben, man aber die einzelnen Dreckpartikel auf dem Glas nicht sieht, weil sie sich in einer unscharfen Ebene befinden, solange sich die verschmutzten Gläser direkt vor den Augen befinden.