Frage zu Telefonanschluss im Neubau

Hallo zusammen,

ich ziehe demnächst um (in einen Naubau) und wollte meinen Anschluss bei der Telekom ummelden. Ich bin zwar generell kein technischer Laie, aber in diesem Bereich kenne ich mich nicht wirklich aus, da ich das in meiner aktuellen Wohnung vor Jahren einmal gemacht habe und mich seitdem nie wieder damit befasst habe.

So sieht es aktuell in der neuen Wohnung aus:
In drei Zimmern ist je eine Dose (UAE) in der Wand, in die ich mein LAN Kabel stecken kann. Einen Telefonanschluss gibt es in keinen der Zimmer. Der Telefonanschluss ist in der Abstellkammer in einem kleinen „Kabelschrank“. Dort sind auch die drei LAN Kabel, die in die einzelnen Zimmer führen.

Mein Gedanke war nun folgender: Den Router schließe ich an die Telefonleitung an. Die drei Kabel welche zu den Dosen in die Zimmer gehen, stecke ich in den Router ein. Dann sollten alle Dosen an die Leitung angeschlossen sein. In einer der Dosen stecke ich dann das Telefon ein (benötige hierzu wohl einen TAE - RJ11 Adapter), in eine andere Dose das LAN Kabel für meinen PC.

Diese Variante habe ich so auch dem Mitarbeiter im Telekomladen beschrieben. Er meinte, das wäre nicht so einfach, ich müsste genau wissen, was im Haus (Neubau) vorgesehen ist und ich sollte das beim Bauherren erfragen. Der Mitarbeiter hat mir das zwar erläutert, aber das war mir zu viel Fachchinesisch, daher weiß ich gar nicht, was ich hier genau nachfragen soll. Ich weiß nur noch, dass man einen Splitter heute wohl nicht mehr hat/benötigt - zumindest in diesem Fall. Ich befürchte nämlich, im besten Fall wird man mir von Seiten meiner Vermietungsgesellschaft das auch so erläutern, wie ich es oben beschrieben habe. Dem Herrn im Telekomladen reicht dies aber nicht, denn er muss noch genauer wissen, wie was genau freigeschalten werden soll.

Kann mir einer vielleicht in einfachen Worten erläutern, was hier noch für Probleme auf mich zukommen könnten und was ich meine Hausverwaltung hier genau fragen sollte?

Besten Dank!

Hallo,

im Prinzip ist Deine Überlegung schon richtig. Mit dem Internet wird das wohl auch funktionieren, aber das Telefon kannst Du nicht an ein LAN-Kabel anschließen, auch nicht mit dem Adapter. Ein Splitter wird natürlich auch heute noch benötigt, aber er ist manchmal schon im Router integriert. Das Telefon kannst Du dann entweder am Splitter, wenn Du einen hast, oder am Router anschließen. Wenn Du Dein Telefon in eines der Zimmer stellen willst, mußt Du da noch ein extra Kabel (Telefon-, nicht LAN-Kabel) verlegen.

Gruß Ebi

Hallo Ebi,

danke schonmal für deine Antwort. Zum Thema Telefon hatte der Telekom Angestellte auch die meisten Fragen und wenn ich das richtig verstanden habe, muss hier nicht extra eine Telefondose in der Wohnung gelegt werden, da es hier wohl verschiedene andere Lösungen (eine wäre wohl VoIP) gäbe. Und da müsse er genau wissen, was der Bauherr sich gedacht hat. Leider hat genau hier auch mein Telekommunikations Know How aufgehört. Daher weiß ich nun nicht, nach was genau ich bei der Wohnungsgesellschaft nun fragen soll. Ich werde erstmal allgemein fragen, wie das mit dem Telefon angedacht ist, sollte hier aber keine zufriedenstellende Antwort kommen, würde ich gerne gezielt Fragen stellen und natürlich auch merken, wann ich eine passende Antwort erhalten habe, so dass ich nicht zig mal in den Telekomladen rennen muss.

Viele Grüße
Jeff

So sieht es aktuell in der neuen Wohnung aus:
In drei Zimmern ist je eine Dose (UAE) in der Wand, in die ich
mein LAN Kabel stecken kann. Einen Telefonanschluss gibt es in
keinen der Zimmer. Der Telefonanschluss ist in der
Abstellkammer in einem kleinen „Kabelschrank“. Dort sind auch
die drei LAN Kabel, die in die einzelnen Zimmer führen.

Bitte sag uns, dass das Doppeldosen sind, also solche, in die man zwei Stecker einstecken kann.

Und ich hoffe ebenso, dass diese Leitungen nicht im Kabelschrank herumbaumeln, sondern dass da auch jeweils eine Doppeldose pro Raum ist.

Mein Gedanke war nun folgender: Den Router schließe ich an die
Telefonleitung an. Die drei Kabel welche zu den Dosen in die
Zimmer gehen, stecke ich in den Router ein. Dann sollten alle
Dosen an die Leitung angeschlossen sein.

Tja, dann hast du Internet in jedem Zimmer.

In einer der Dosen
stecke ich dann das Telefon ein

Und dann siehst du, das Netzwerk kein Telefon ist.
Nein, wenn es wirklich nur Einzeldosen sind, dann musst du dich entscheiden, was du einsteckst. Telefon oder Netzwerk.
Und es kommt an der Dose nur das raus, was vorne rein geht!
Mit entsprechenden cable-sharing Adaptern kann man aber ein Netzwerkkabel für ein Telefon und einen Computer gleichzeitig benutzen. Das ist ein Notnagel für stümperhafte Installationen.

Eigentlich ist das alles einfach:
Der Telefonanschluss kommt im Kabelschrank an. Da kommen Router, Splitter, NTBA und Telefonanlage rein.
Über entsprechende Adapter sorgt man dann dafür, dass man z.B. den aus einer TAE Buchse kommenden Telefonanschluss auf die RJ45-Netzwerkverkabelung schickt und dann hinten aus RJ45 wieder TAE wird.

Das klappt immer, bei der angesprochenen Spar-Verkabelung mit EInzeldosen benötigt man halt noch ein paar Adapter mehr.

Und die Art des Anschlusses, die du wählst, hat keinen Einfluss darauf.
Du bist da völlig frei. Also analog, ISDN oder IP-basiert - alles geht.

Ergebnis
So, der Techniker der Wohnungsgesellschaft sagte mir, es wäre das erste mal, dass die Telekom nachfragen würde. Bei den bisherigen Personen die schon im Haus wohnen, hätte alles mit Telefon/Internet problemlos geklappt. Er sagte mir, Leitungen wären im Hintergrund alle passend verlegt, also könnte die Telekom eine der Dosen gegen eine Telefondose austauschen oder sogar eine Doppeldose Telefon/Internet installieren.

Also wirklich so wie man es sich vorstellt, völlig unspektakulär. Mit diesen Infos bin ich dann in den Telekomladen. Diesmal bin ich an eine Dame geraten, der ich mitteilte, was mit der Techniker des Bauherren sagte. Sie war irgendwie skeptisch, meinte aber, heutzutage würde man das ohnehin anders lösen und das wäre viel einfacher. Ich schließe alles so wie im Eingangsposting beschrieben an. Als Router solle ich einen neuen nehmen (hatte ich ohnehin vor) und das Telefon dann mittels DECT verbinden. Dann muss keine neue Dose installiert werden. So mache ich es nun.

So, der Techniker der Wohnungsgesellschaft sagte mir, es wäre
das erste mal, dass die Telekom nachfragen würde. Bei den
bisherigen Personen die schon im Haus wohnen, hätte alles mit
Telefon/Internet problemlos geklappt. Er sagte mir, Leitungen
wären im Hintergrund alle passend verlegt, also könnte die
Telekom eine der Dosen gegen eine Telefondose austauschen oder
sogar eine Doppeldose Telefon/Internet installieren.

Schön.
Das heißt im Übrigen, dass er entweder akzeptiert, dass ein Mieter eine fertig installierte und eingemessene Netzwerkstrecke zerstört oder dass es eben keine Netzwerkstrecken sind sonder popelige Telefonleitungen mit ungeschirmten Dosen.

Würde ein Techniker eines Telefonanbieters eine von mir installierte Netzwerkdose, die ich sauber verdrahtet habe und deren Funktionsfähigkeit ich durch ein Messprotokoll nachgewiesen habe durch eine Telefondose ersetzen, dann würde ich ihm den Hals umdrehen.

Und das wissen auch die Telefontechniker! Zumindest hat es bei mir noch keiner gewagt, eine Netzwerkdose herauszureißen. Die sind ja nicht doof. Statt dessen verweisen bezüglich eines ggf. notwendigen Adapters auf den Installateur und installieren ihre erste TAE Dose dort, wo auch dei Netzwerkkabel beginnen.

Aber wenn der Techniker meint, dass das kein Problem sei…
Na gut, entweder liegt da gar nix Besonderes, um das man trauern müsste, oder ihm ist es schlichtweg egal.

Zur Aussage der Verkäuferin im Telekomladen. Wenn die wirklich gesagt haben sollte „Das macht man heutzutage nicht mehr so, das macht man alles über Funk“ :

Bla! Es gibt nichts Besseres, Schnelleres, Einfacheres, Sichereres und Stabileres als ein NetzwerkKABEL. Punkt. Keine Diskussion.
Gerade in einem Mehrfamilienhaus, wo Hinz und Kunz sein WLAN selber auf irgendwelchen unpassenden Kanälen und trotz mickiriger Wohnfläche mit 100% Sendeleistung konfiguriert.

Wenn mir einer sagt „Das macht man heutzutage doch alles über Funk“, dann lächel ich mitleidig und wende mich ab.

Also lieber wäre es mir auch mit Kabel, hab auch von ein paar Nachteilen von DECT gelesen. Aber jetzt ziehen wir erstmal ein und dann schauen wir weiter. Mir ist das Internet ohnehin wichtiger als das Telefon. Evtl. werde ich wenn wir mal richtig dort wohnen, nochmal eine TAE Dose in der Wohnung selbst fordern. Aber jetzt fehlt mir dazu die Zeit und Energie, schließlich hat man beim Umzug so viel zu tun. Jetzt hab ich erstmal in die Wege geleitet, dass es mal geht, um die Details kümmere ich mich dann noch. Danke an alle, die hier mit ihren Ratschlägen mitgeholfen haben.

Also lieber wäre es mir auch mit Kabel, hab auch von ein paar
Nachteilen von DECT gelesen.

Ach, da wird viel Panikmache betrieben von wegen „Strahlung“ und so.

Aber jetzt ziehen wir erstmal ein
und dann schauen wir weiter. Mir ist das Internet ohnehin
wichtiger als das Telefon. Evtl. werde ich wenn wir mal
richtig dort wohnen, nochmal eine TAE Dose in der Wohnung
selbst fordern.

Eine TAE Dose ist nach wie vor die Voraussetzung für einen Telefonanschluss, es geht halt darum, wo man sie setzen lässt.
Und wenn du da einen Kasten hast, wo die Leitungen zu den Zimmern (hoffen wir mal immer noch, dass es Netzwerkleitungen sind), dann gehört die TAE Dose genau dort hin - und meiner Erfahrung nach wird der Techniker die auch dort installieren wollen.

Du kannst mal von den Dosen und von dem „Kabelkasten“ Fotos machen, irgendwoh hochladen und dann hier verlinken. Bilder direkt hier einstellen geht nicht - siehe FAQ:2606 (klick auf FAQ:2606 für die Anleitung!).

Eine TAE Dose ist nach wie vor die Voraussetzung für einen
Telefonanschluss, es geht halt darum, wo man sie setzen lässt.
Und wenn du da einen Kasten hast, wo die Leitungen zu den
Zimmern (hoffen wir mal immer noch, dass es Netzwerkleitungen
sind), dann gehört die TAE Dose genau dort hin - und meiner
Erfahrung nach wird der Techniker die auch dort installieren
wollen.

Die vorhandene TAE Dose ist Abstellraum in einer Art Kabelkasten. Von dort gehen auch drei Netzwerkleitungen in die Zimmer. Das sieht mir eigentlich auch so aus, wie es aussehen sollte denke ich.

Rein theoretisch könnte ich ja auch wie bisher das Telefon dort anschließen und mit einem Splitter arbeiten, dann hätte ich es so gelöst wie in meiner bisherigen Wohnung. Aber was will ich mit dem Telefon in der Abtellkammer? :wink:

Die vorhandene TAE Dose ist Abstellraum in einer Art
Kabelkasten. Von dort gehen auch drei Netzwerkleitungen in die
Zimmer. Das sieht mir eigentlich auch so aus, wie es aussehen
sollte denke ich.

Rein theoretisch könnte ich ja auch wie bisher das Telefon
dort anschließen und mit einem Splitter arbeiten, dann hätte
ich es so gelöst wie in meiner bisherigen Wohnung. Aber was
will ich mit dem Telefon in der Abtellkammer? :wink:

Gar nix. Der Router käme dorthin. An aktuellen Modellen kann man DECT Telefone direkt anmelden, also ohne weitere DECT Basis. Wenn ein Telefonneukauf ansteht: Nur ein reines Mobilteil mit Ladeschale kaufen. Aber sag vorher, welchen Router du bekommen wirst.

Damit wäre die Telefonie „erledigt“.
Wenn man dennoch ein Telefon wo anders hinstellen möchte:
Adapterleitung TAE auf Westernstecker kaufen UND Adapter Western auf TAE kaufen.

http://www.reichelt.de/TAE-Dosen-kabel-etc-/TAE-4FWS…&
http://www.reichelt.de/DSL-ISDN-Dosen-kabel/ISDN-TAE…&

Die sind so billig, da kommst du noch nicht mal auf den Mindestbestellwert…

Die Anschlussleitung holt sich das Telefonsignal aus dem Router / aus der Telefondose und schiebt es in das Netzwerkkabel, der Adapter holt sich das Signal dann im Zimmer aus der Netzwerkdose und schiebt es in die TAE Buchse, da kommt dann das Telefon rein.

An Bildern von den Kabeln bin ich immer noch interessiert, wäre nett, wenn du die mal hier verlinken könntest.