Frage zu Thermostatamaturen Dusche/Badewanne

Hallo,

ich habe mir sagen lassen das es Thermostatamaturen für die Dusche/Badewanne gibt die, solange das Wasser im Heißwasserkreislauf nicht die gewünschte Temperatur hat, das Wasser in den Kaltwasserkreislauf drücken…

Ist die Info richtig ? Wie funktioniert das ? ich habe eigentlich immer den Eindruck das das Kaltwasser einen höheren Druck hat ? muß man da evtl. erst noch etwas am Wasserkreislauf ändern ?

Welche Hersteller bieten das an und woraum müßte man in der Beschreibung achten ?
Grüße

Chris

Hallo !

ich habe mir sagen lassen das es Thermostatamaturen für die
Dusche/Badewanne gibt die, solange das Wasser im
Heißwasserkreislauf nicht die gewünschte Temperatur hat, das
Wasser in den Kaltwasserkreislauf drücken…

Wie soll das funktionieren? Beide haben den gleichen Ausgangsdruck!!

Ist die Info richtig ? Wie funktioniert das ? ich habe
eigentlich immer den Eindruck das das Kaltwasser einen höheren
Druck hat ?

Das ist nur das Gefühl. Warmes Wasser ist entspannter!

Welche Hersteller bieten das an und woraum müßte man in der
Beschreibung achten ?

Wozu sollte da gut sein ?
Wenn man warmes Wasser in den Kaltwasserkreislauf drückt, müßte das Kaltwasser weichen. Und das geht nicht, da an der Meßuhr Rückschlagventile eingebaut sind, die genau das verhindern.

mfgConrad

Hallo Conrad,

Danke dir für deine Antwort !

Wie soll das funktionieren? Beide haben den gleichen
Ausgangsdruck!!

ich war mir halt unsicher, mit dem Ausgangsdruck ist das sicher richtig, aber das Warmwasser dehnt sich bei der Erwärmung ja aus…
hat aber im Durchlauferhizer kleinere Leitungsquerschnitte…

Das ist nur das Gefühl. Warmes Wasser ist entspannter!

Unter entspannter kann ich mir im Moment nichts vorstellen, kannst du mir das erklären ?

Wozu sollte da gut sein ?
Wenn man warmes Wasser in den Kaltwasserkreislauf drückt,
müßte das Kaltwasser weichen. Und das geht nicht, da an der
Meßuhr Rückschlagventile eingebaut sind, die genau das
verhindern.

Hintergrund meiner Frage ist, das ich eine Heizung mit integriertem Durchlauferhitzer habe. Diese ist im Keller, mein Bad aber im ersten Stock. Also dauert es immer ca. 1- 1 1/2 Minuten bis endlich das warme Wasser oben ankommt. Eine Zirkulationsleitung mit Warmwasserspeicher kommt im Moment leider nicht in Frage, da die Heizung nicht über eine derartige Steuerung verfügt.

Mir kam das ja auch etwas seltsam vor als mir das einer erzählt hat, aber ich habe mir halt die folgenden Gedanken gemacht:

1: Warmwasser steigt, Kaltwasser fällt
2: Wassererwrärmung = Vergrößerung des Volumens - also Druckerhöhung im Warmwasser

Ich wollte nur lieber mal nachfragen, ob das denn tatsächlich richtig ist.

Grüße

Chris

Hallo,

ich habe mir sagen lassen das es Thermostatamaturen für die
Dusche/Badewanne gibt die, solange das Wasser im
Heißwasserkreislauf nicht die gewünschte Temperatur hat, das
Wasser in den Kaltwasserkreislauf drücken…

Eine solche Installation wäre verboten. Man muss sogar sicherstellen, dass in keinem Fall Wasser in die öffentliche Wasserversorgung zurückgelangen kann. D.h. es sind an allen fest installierten Geräten, Brauchwassernetzten, … Vorkehrungen zu treffen, die auch im dümmsten Fall ein solches Rückströmen verhindern. Schließlich könnten so Keime in die öffentliche Versorgung gelangen.

Gruß vom Wiz

Hallo Conrad,

Danke dir für deine Antwort !

Wie soll das funktionieren? Beide haben den gleichen
Ausgangsdruck!!

ich war mir halt unsicher, mit dem Ausgangsdruck ist das
sicher richtig, aber das Warmwasser dehnt sich bei der
Erwärmung ja aus…
hat aber im Durchlauferhizer kleinere Leitungsquerschnitte…

Das ist nur das Gefühl. Warmes Wasser ist entspannter!

Unter entspannter kann ich mir im Moment nichts vorstellen,
kannst du mir das erklären ?

Warmes Wasser fühlt sich weicher an.

Wozu sollte da gut sein ?
Wenn man warmes Wasser in den Kaltwasserkreislauf drückt,
müßte das Kaltwasser weichen. Und das geht nicht, da an der
Meßuhr Rückschlagventile eingebaut sind, die genau das
verhindern.

Hintergrund meiner Frage ist, das ich eine Heizung mit
integriertem Durchlauferhitzer habe. Diese ist im Keller, mein
Bad aber im ersten Stock. Also dauert es immer ca. 1- 1 1/2
Minuten bis endlich das warme Wasser oben ankommt. Eine
Zirkulationsleitung mit Warmwasserspeicher kommt im Moment
leider nicht in Frage, da die Heizung nicht über eine
derartige Steuerung verfügt.

Mir kam das ja auch etwas seltsam vor als mir das einer
erzählt hat, aber ich habe mir halt die folgenden Gedanken
gemacht:

1: Warmwasser steigt, Kaltwasser fällt
2: Wassererwrärmung = Vergrößerung des Volumens - also
Druckerhöhung im Warmwasser

Das ist so nicht ganz richtig. Durch das warme Wasser wird die Warmwasserleitung ausgedehnt, was zur Folge hat, das der Druck abfällt. Wenn Du mal den Warmwasser aufdrehst, nur ein wenig, dann hast Du am anfang am Wasserhahn einen kräftigen Strahl und mit zunehmender temperatur wird dieser Strahl immer schwächer.

Ich wollte nur lieber mal nachfragen, ob das denn tatsächlich
richtig ist.

Grüße

Chris

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owt

Wie soll das funktionieren? Beide haben den gleichen
Ausgangsdruck!!

Das stimmt bei vielen Boilern nicht.

LG
Stuffi

Wie soll das funktionieren? Beide haben den gleichen
Ausgangsdruck!!

Das stimmt bei vielen Boilern nicht.

Hat denn das warme Wasser eine andere Wasserzufuhr? Hat das spätere Warmwasser eine extra Verbrauchsmeßuhr?

Egal, ob warm oder kalt, beides ist Wasser aus dem keller aus einer Leitung.

mfgConra

Hat denn das warme Wasser eine andere Wasserzufuhr? Hat das
spätere Warmwasser eine extra Verbrauchsmeßuhr?

Egal, ob warm oder kalt, beides ist Wasser aus dem keller aus
einer Leitung.

Das stimmt ja zB bei einer Klospülung auch nicht…
Bei vielen Durchlaufwerhintzern hat das warme Wasser nur einen sehr niedrigen Druck. Außerdem ist bestenfalls der hydrostatische Druck gleich - sobald man aufdreht macht sich auf jeden Fall die andere Geometrie der Warmwasserverrohrung (Boiler, Zirkulationsleitung) bemerkbar.

LG
Stuffi

Hallo,

Bei vielen Durchlaufwerhintzern hat das warme Wasser nur :einen sehr niedrigen Druck.

Das bildest Du Dir nur ein.
In diesen Durchlauferhitzern ist eine Düse zur Begrenzung
des Durchfluß eingebaut. Dashalb liegt da aber trotzdem
der gleiche Wasserdruck an. Du merkst es, wenn Du den
Auslaß versuchst zuzuhalten. Dann ist da plötzlich genauso
viel Druck, obwohl nur wenig rausläuft.
Kaltes Wasser kann da also genausowenig rückströmen!

Außerdem ist bestenfalls der
hydrostatische Druck gleich - sobald man aufdreht macht sich
auf jeden Fall die andere Geometrie der Warmwasserverrohrung
(Boiler, Zirkulationsleitung) bemerkbar.

Das ist jetzt Krümmelkackerei.
Es ging immer noch um angebliches Rückströmen von
Warm- nach Kaltwasserleitung (oder umgekehrt?), und
dafür spielen dynamische Drücke erstmal gar keinen Rolle.
Im Gegenteil, so wie Du es darstellst, würde diese
Strömungswiderstände auch nur eine Rückströmung behindern.

Die Quelle des Druckes ist und bleibt ein einziger
Haus- oder Wohnungsanschluss.
Gruß Uwi

Hallo,

Bei vielen Durchlaufwerhintzern hat das warme Wasser nur :einen sehr niedrigen Druck.

Das bildest Du Dir nur ein.
In diesen Durchlauferhitzern ist eine Düse zur Begrenzung
des Durchfluß eingebaut. Dashalb liegt da aber trotzdem
der gleiche Wasserdruck an. Du merkst es, wenn Du den
Auslaß versuchst zuzuhalten. Dann ist da plötzlich genauso
viel Druck, obwohl nur wenig rausläuft.

Das meinte ich mit den dynamischen Drücken…

Kaltes Wasser kann da also genausowenig rückströmen!

Ich bin mir da nicht so sicher - ich habe bei Brausen mit Absperrventil im Brausekopf beobachtet, daß nach einer kurzen „Pause“ zunächst eine Zeitlang eiskaltes Wasser kommt. Dafür fällt mir im Moment keine andere Erklärung ein, als daß über den „Kurzschluss“ in der Armatur kaltes Wasser in die Leitung mit warmem strömt.

LG
Stuffi

Hallo,

Ich bin mir da nicht so sicher - ich habe bei Brausen mit
Absperrventil im Brausekopf beobachtet, daß nach einer kurzen
„Pause“ zunächst eine Zeitlang eiskaltes Wasser kommt. Dafür
fällt mir im Moment keine andere Erklärung ein, als daß über
den „Kurzschluss“ in der Armatur kaltes Wasser in die Leitung
mit warmem strömt.

Ich denke, die Erklärung ist einfacher. Dadurch daß in der
Amatur auch Hohlräume sind, die mit Wasser ausgefüllt
werden müssen, kann wahrscheinlich beim Umschalten
kurzzeitig mehr kaltes Wasser zufließen als warmes,
weil eben der Warmwasserfluß stark begrezt ist.
Es braucht dann also einen Moment, bis sich ein
eingeschwungener Zustand einstellt.
Gruß Uwi

Hallo Uwi.
Stuffi hat schon recht wenn er das ganze mit den dynamischen Drücken erklärt.

Es ist bei den Trinkwasserleitungen wie mit dem Strom. Das Trinkwasser sucht sich den einfachsten Weg.

Erklärungsversuch:
Die meisten Trinkwasser Speicher und Boiler sind in ihrem Maximal Druck begrenzt und haben dadurch meistens schon vom Hersteller mit eigebaut ein Druckbegrenzer mit Sicherheitsventil.
Wenn der Max.Druck im Speicher also durch das Sicherheitsventil auf 6bar begrenzt ist und der Druck in der Kaltwasserleitung zB.6,5bar beträgt, ist es doch für jedermann ersichtlich daß das Wasser aus der Kaltwasserleitung in die Warmwasserleitung drückt.

Wenn der Druckunterschied jetzt aber nicht durch den niedrigeren Druck im Speicher/Boiler kommt, zB. weil der Druck vom Kaltwasser auch genau 6bar beträgt, so ist der Druck beim stillstand des Wassers in der Warmwasserleitung und in der Kaltwasserleitung gleich.

Wenn das Wasser jetzt aber strömt, so kommen die Reibungsverluste hinzu und da das Warmwasser einen längeren weg zurücklegen muss als das Kaltwasser, kommt auch zuerst Kaltwasser.
Das kann im extremfall sogar soweit gehen daß eine Thermostatarmatur nicht richtig funktioniert.

Mit meinen besten Grüssen
Norbert

Hallo,

Es ist bei den Trinkwasserleitungen wie mit dem Strom. Das
Trinkwasser sucht sich den einfachsten Weg.

Ja und? Ich dachte es geht hier um Leitungen?

Erklärungsversuch:
Die meisten Trinkwasser Speicher und Boiler sind in ihrem
Maximal Druck begrenzt und haben dadurch meistens schon vom
Hersteller mit eigebaut ein Druckbegrenzer mit
Sicherheitsventil.

Wo soll da ein Druckbegrenzer eingebaut sein?
Bei Durchlauferhitzern wird der Durchfluß begrenzt.

Bei Boilern macht das wenig Sinn. Da habe ich auch
noch nie von einem Druckminderer gehört.
Druckminderer werden im Kaltwasserzulauf des Hauses
installiert (ist zumindest in Dtl. so üblich).

Sicherheitsventile (Überdruckventile) öffnen aber nach
außen und lassen so überschüssiges Wasser ab.

Wenn der Max.Druck im Speicher also durch das
Sicherheitsventil auf 6bar begrenzt ist und der Druck in der
Kaltwasserleitung zB.6,5bar beträgt, ist es doch für
jedermann ersichtlich daß das Wasser aus der
Kaltwasserleitung in die Warmwasserleitung drückt.

„Wenn und aber“. Das entspricht IMHO nicht der Realität.
Selbst wenn, dann wäre der Druckminderer auf die
beschriebene Weise kurzgeschlossen und damit wirkungslos!
Sowas wäre techn. Nonsens.

Wenn der Druckunterschied jetzt aber nicht durch den
niedrigeren Druck im Speicher/Boiler kommt, zB. weil der :smiley:ruck vom Kaltwasser auch genau 6bar beträgt, so ist der
Druck beim stillstand des Wassers in der
Warmwasserleitung und in der Kaltwasserleitung gleich.

Wenn das Wasser jetzt aber strömt, so kommen die
Reibungsverluste hinzu und da das Warmwasser einen längeren
weg zurücklegen muss als das Kaltwasser, kommt auch zuerst
Kaltwasser.

Wieso muß Warmwasser einen „längeren Weg“ als Kaltwasser
zurücklegen??? Wo gibts da Reibungsverluste, die irgend
was bewirken sollen (wenn, dann sind die in beiden
Leitungen, und in der Leitung mit dem höheren Durchfluß
sind die Reibungsverluste auch höher?
Und nu???

Die Leitungen laufen üblicherweise paralell.
Außerdem kommt das kalte Wasser über km vom Wasserwerk
ins Haus und das Warmwasser hat nur paar Meter vom
Boiler bis zum Hahn.
Was nu???

Kaltwasser kommt natürlich zuerst, schon deshalb weil
das Warmwasser in der Leitung schnell abkühlt und
dann erst vom Boiler nachlaufen muß.

Das kann im extremfall sogar soweit gehen daß eine
Thermostatarmatur nicht richtig funktioniert.

Welcher Extremfall ??
Ich sehe da keinen Extremfall.
Gruß Uwi

Hallo Uwi

Was nu???
Was nu???
Welcher Extremfall ??
Ich sehe da keinen Extremfall.

Ach Uwi, ich habe keine lust mich hier mit dir zu Streiten. Ich weiss halt was ich weiss und warum es nicht nur bei Elektroinstallationen gefährliches Halbwissen gibt.
Warum machen wir es nicht einfach so, Zitat Sprichwort:

Schuster bleib bei deinen Leisten.

Bleib du bei deiner Informationstechnik und ich bei meinen Trinkwasserinstallationen, da weiss jeder was er weiss und was nicht
Punkt und Schluss.

Mit meinen besten grüßen
Norbert

Wo soll da ein Druckbegrenzer eingebaut sein?
Bei Durchlauferhitzern wird der Durchfluß begrenzt.

Ein begrenzter Durchfluss äußert sich im dynamischen Fall als verringerter Druck.

Wenn das Wasser jetzt aber strömt, so kommen die
Reibungsverluste hinzu und da das Warmwasser einen längeren
weg zurücklegen muss als das Kaltwasser, kommt auch zuerst
Kaltwasser.

Wieso muß Warmwasser einen „längeren Weg“ als Kaltwasser
zurücklegen???

Es muß zB durch den Boiler.

Wo gibts da Reibungsverluste, die irgend
was bewirken sollen (wenn, dann sind die in beiden
Leitungen,

Nein, die Warm und Kaltwasserverrohrung sind praktisch nie gleich (Boiler, Zirkulationsleitung (Pumpe!))

Die Leitungen laufen üblicherweise paralell.
Außerdem kommt das kalte Wasser über km vom Wasserwerk
ins Haus und das Warmwasser hat nur paar Meter vom
Boiler bis zum Hahn.

Hää? Das Warmwasser war vorher Kaltwasser, nur hat es nach dem Hausanschluß halt einen anderen Weg genommen.

Kaltwasser kommt natürlich zuerst, schon deshalb weil
das Warmwasser in der Leitung schnell abkühlt und
dann erst vom Boiler nachlaufen muß.

Das hat mit dem von mir beschriebenen Effekt nichts zu tun.

LG
Stuffi