Hallo Kaj,
In diesem Film wird eine Mutter mit ihrer zuckerkranken
Tochter eingesperrt. Die Tochter hat ein kleines Gerät um den
Arm, dass einen immer weiter sinkenden Wert anzeigt.
hört sich nach viel Fantasie an. Also m.W. gibt es keine Geräte, die dauerhaft den Blutzucker (BZ) messen. Denn wie der Name schon sagt, kann der Wert nur aus dem Blut bestimmt werden. Noninvasive Messmethoden sind mir nicht bekannt.
Irgendwann nach ein paar Stunden ist das Ding auf 40 (Einheit
wird nicht erwähnt) und der Tochter wird langsam schwindlig.
Wenn es den BZ messen soll ist die Einheit mg Glucose / dl Blut. Kommt mit den 40 auch hin, denn das ist durchaus ein Wertbereich, bei dem einem schwindlig wird.
Außerdem bekommt sie wenig später Krämpfe. Die Mutter muss
also unbedingt die Medikamente für ihre Tochter holen, um ihr
eine Spritze zu geben (welche Medikamente das sind wird nicht
erwähnt).
Puuuuhhh… Coole Nummer, zusehen wie der BZ langsam in den Keller geht, um dann eine Spritze zu geben. Wenn man schon ein dauerhaft messendes Gerät hat (wie gesagt, dessen Existenz ist mir bisher nicht bekannt) würde man natürlich VOR Eintreten solcher Werte (und Folgen) bereits Glukose verabreichen - und zwar dann auch oral. Traubenzucker lutschen lassen, Cola trinken und der BZ schnellt wieder hoch.
Nun die Frage: So wie das für mich aussieht läuft die Tochter
in eine Unterzuckerung (der Wert auf der „Uhr“ zeigt wohl den
Zucker an). Ist das „normal“ bei Zuckerkranken? Ich dachte die
Unterzuckerung tritt nur ein, wenn man sich aus irgendwelchen
Gründen in der Insulindosis verkalkuliert hat. Oder passiert
das auch einfach so, wenn man nichts isst? Und welches
Medikament wird der Tochter dann per Spritze verabreicht?
Medikament der Wahl bei bewußtseinsgetrübten Patienten mit Uterzuckerung wäre Glucose. Eine Unterzuckerung kann bei Diabetikern jederzeit eintreten, auch ohne jede Überdosierung von Insulin. Viel Energieverbrauch, eine vergessene Mahlzeit, schon kann es passieren. Ist auch nicht selten oder ungewöhnlich.
Früher (als eine Blutzuckerbestimmung noch lange dauerte) war es in der Notfallmedizin Standardmaßnahme, einem bewußtlosen Diabetiker erstmal Glucose zu spritzen, da man hiervon eher ausgehen konnte als vom Gegenteil. Da heute die Meßgeräte sehr viel schneller sind wartet man meist das Meßergebnis ab.
Insulin wohl kaum.
Hoffentlich nicht 
Danke schonmal für die Aufklärung. Vielleicht lern’ ich ja was
für den Alltag.
Bitte.
Wenn noch Fragen, raus damit
CLAUS
Ciao
Kaj