Hallo Zusammen,
wir überlegen uns momentan, ob wir uns eine Eigentumswohnung zulegen sollen.
Zu unserer momentanen Situation: Wir wohnen in einer Mietwohnung, 75qm, 350€ kalt + 100€Nk, derzeit ca. 130€ für Strom/Gas.
Jetzt ist die Frage, was uns eine Eigentumswohnung inkl. aller Nebenkosten (auch die, die nicht Monatlich kommen wie Versicherungen usw,…) kostet.
Ich habe schon mit meinem Bankberater gesprochen. Bei einem Kaufpreis von z.B. 130.000€ kommen etwa 10% noch an Notar, Courtage und Grunderwerbssteuern hinzu. Die würden wir aber mit finanzieren.
Meine Frage ist jetzt, was noch an sonstigen Kosten anfallen? Da wir uns max. um 10-15qm vergrößern und eher sparsame „Heizer“ sind und eine Wohung mit gutem Energieniveau suchen, rechnen wir mit etwa 25€ mehr Heiz/Stromkosten/Monat.
Viele Grüße!
Prinzipiell zahlst du als Mieter die gleichen Nebenkosten wie als Eigentümer.
Da die neue WOhnung 10-20% größer ist, werden die kalten Nebenkosten um einen vergleichbaren Betrag steigen.
Als Eigentümer kommen noch hinzu: Rücklagen für Reparaturen/Instandhaltungen. Rechne mal mit 2% der Gebäudekosten jährlich, Verwalterkosten 20-25€ pro Monat, Kontoführungsgebühr, ggf. Rechtskosten, wenn jmd. erfolgreich gegen die EIgentümergemeinschaft klagt o.ä, evtl. Wohngeldausfall illequider Miteigentümer.
Gruß n.
Hallo! Danke, für deine Rückantwort.
Was heißt: >>Rechne mal mit 2% der Gebäudekosten jährlich?
Wenn das Gebäude 100.000€ Wert hat muss ich jährlich mit Instanthaltungskosten von 2000€ rechnen?
Grüße!
Ähhh, ja!
Abgesehen von den im Jahr auflaufenden Reparaturen wie Armaturen, Tür- und Fenstergriffe, Rollladengurte und solchen Kleinigkeiten, sind auch die Rücklagen zu bilden für größere Sachen: Fenster, Heizung, Dach, Fassade, Treppenraumsanierung, Trockenlegung usw.
Also nicht nur für das Sonder-, sondern auch für das Gemeinschaftseigentum. Da größere Reparaturen mangels vorhandener Masse von der WEG gerne per Sonderumlage finanziert werden, sollte man neben der allgemeinen Rücklage auch eigenverantwortlich etwas auf die Seite legen.
vnA
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"Gebäude"kosten=Kaufpreis-Grundstücksanteil-Erwerbskosten
Wenn man fair rechnet, muss man innerhalb von 50 Jahre den Kaufpreis noch einmal investieren, um die Wohnung /das Gebäude zeitgemäß instandzuhalten.
Die Kosten treten natürlich nicht linear auf: Heizung 15-20 J, Dach 25-30J, Steigeleitungen 30-40J. usw.
Außerdem werden Investitionen nötig, die ein Gebäude zeitgemäß erhalten: z.B. Wärmedämmung, zeitgemäßes Bad, Fahrradkeller usw.
Der Mensch, insbesondere der Wohnungseigentümer, trennt sich nur ungern von Geld, so schieben sehr viele WEGs Instandsetzungsstaus vor sich her.
Die Instandhaltungsrücklagen werden per Beschluss klein gehalten.
Das gipfelt dann regelmäßig in einem finanziellen Desaster - sprich in einer Sonderumlage.
Also nicht von geringem WOhngeld verführen lassen…die Eigentümergemeinschaft kann zwar die Rücklage klein halten, aber nicht die Haltbarkeit der Außenfassade per Beschluss verlängern.
Gruß n.
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