Frage zu Zeitungssatz

Moin,

in der Zeitung (SZ vom 15.5., S. 9) lese ich: “Wir haben in verheerenden Religionskriegen gelernt, dass die Legitimation staatlichen Handelns auf Vorraussetzungen beruht, die es selbst nicht garantieren kann.”

Worauf bezieht sich der Relativsatz? Der weibliche Artikel in Verbindung mit dem Verb im Singular (kann statt können) lässt mich ratlos zurück.

Ich verstehe die ganze Aussage nicht und würde mich über eine Erklärung freuen.

danke

Ohne Kontext ist es eher ein Ratespiel, was der Autor meint. Insbesondere fehlt, was mit „es“ gemeint ist.

Daher ganz allgemein: In den s. g. Religionskriegen ging es nicht darum, die Leute zu überzeugen.

“Europa hat es in der Hand, hier mit freundlicher Kaltblütigkeit seine Stärken auszuspielen. Wir haben in verheerenden Religionskriegen gelernt, dass die Legitimität staatlichen Handelns auf Voraussetzungen beruht, die es selbst nicht garantieren kann. Wir haben erkannt, dass der Kapitalismus ohne Bürgertum auf Dauer nicht existieren kann. Wir glauben an die irreduzible Bedeutung des Individuums als Quelle des Neuen und als Anker eines persönlichen Gewissens. Aber wir wissen auch, dass auf die Massen im Zweifelsfall kein Verlass ist.”

etwas mehr Kontext, falls das helfen sollte

Ich würde davon ausgehen, dass das “die“ sich auf die direkt davor stehenden “Voraussetzungn“ bezieht und das “es“ aus das staatliche Handeln.

Also “Das staatliche Handeln beruht aus Voraussetzungen, kann diese aber nicht selbst garantieren“ . Macht das im Kontext Sinn?

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Ich möchte das herauslesen, dass ein Staat nicht funktionieren will, wenn die Führung Moral und Ethos von oben herab diktieren will. Es braucht die intrisische Überzeugung der Mitglieder der Gesellschaft, damit der Staat funktioniert. Wenn man Freiheit und Demokratie mit Gewalt versucht durchzusetzen, gehen Freiheit und Demokratie als erstes verloren.

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Moin,

die bezieht sich auf die Voraussetzungen , es selbst auf das staatliche Handeln. Mittelschwer verkorkst.

Gemeint (hoffentlich): Die Legitimation staatlichen Handelns kann ihre Voraussetzungen nicht garantieren. Schön verschwurbelt - was wollte uns der Dichter damit sagen?

Das staatliche Handeln setzt Dinge voraus, die der Staaat nicht sicherstellen kann, zB die Anrkennung der Gewaltenteilung und die Achtung der Menschenwürde (gibt noch mehr davon).

Gruß
Ralf

Juti, so langsam nähern wir uns der Antwort auf “Was will uns der Dichter damit sagen?”

Jetzt müsste man nur noch herausfinden, was die Religionskriege damit zu tun haben sollen und was überhaupt die gemeinten Religionskriege waren.

Das müsste doch eigentlich im Kontext stehen? Findest du da nichts?

Kontext siehe zweiter Beitrag

Ah, hatte ich übersehen. Bringt uns leider aber auch nicht weiter.