Hallo Stefan,
da ich mich hier gerade angemeldet habe und gel. Bankkaufmann bin, werde ich hierzu meinen Senf abgeben :
zu a)als student solltest du dein Depot vorerst umsonst bekommen ( Consors fällt mir da sofort ein, da gab es eine zeitlang super konditionen für studenten )
Kosten bei WErtpapiergeschäften entstehen wie folgt :
- Depotführungsgebühren, meistens pauschal oder % vom Depotwert ( das könnte bei Consors umsonst sein )
- Ordergebühren (seitens der BANk: bei kleinen Aufträgen so bis ca. 5000 EUR meistens eine pauschale um die 10 EUR; seitens der Makler: Maklergebühren um die 2%)
- bei Festverzinslichen WP: Stückzinsen (da Zinsen nur jährl. gezahlt werden, muss man die anteiligen Zinsansprüche (letzte ausschüttung bis verkauf ) „abkaufen“)
- Fonds: Ausgabeaufschlag, lfd Provision (entnimmt der fonds selber)
! Tradingfonds sind mehr zum spekulieren, darum ist der Ausgabeaufschlag niedriger und die Verwaltungsprovision höher
! Classicfonds sind für langfristigen Kapitalaufbau, darum höherer
Ausgabeaufschlag und weniger Provision
Fazit : von der „Depotführungsgebühr“ kann man vorraussichtlich -wie bei einem girok- als student befreit werden; Orderkosten sind auch bankexterne kosten, diese kann man nicht umgehen-aber durch online-anbieter reduzieren, Interessant für dich ist eigentlich der Vergleich der Mindest-Provisionen bei Kauf / Verkauf. Denn darüber hinaus wirst du vorraussichtlich nicht gehen.
zu b ) Warum es die gibt ist wohl klar. Nur sieht es im Computerzeitalter so aus, dass diese kaum noch aktiv sind . Das ist nur Show für N-TV und CO
. Für die meisten Aktien kommen keine Kurse im Parketthandel zu stande. Weil die xyz aktie wird in berlin zum verkauf angeboten und in bremen gesucht … und nun ?
Heute gibt es Xetra-Handel. Das ist die EDV-basierende Handelsplattform der -lass mich lügen- Deutsche Börse AG oder wie die heisst. Der Aktienhandel läuft zu 98% über das System. Käufer und Verkäufer bieten verbindlich (über die Bank oder online ) und der Computer bringt dann Angebot und Nachfrage überein.
-> darum: immer Aktien über Börsenplatz Xetra kaufen
( du kannst nicht selber in das system !!! nicht suchen !!! für dich interessant wenn du den BÖrsenplatz angeben sollst )
zu c) Spekulationssteuern , hehe
Sofern du den Freibetrag übersteigst bist du steuerpflichtig, m.E. bist du dann gezwungen eine EkSt-Erklärung zu machen um deine Kapitalerträge anzuzeigen und steuern abzudrücken … tja, also gezwungen im sinne von verpflichtet
aber ich bin kein steuerberater
Allgemein :
Stefan, die Börse ist für normale Menschen nix anderes als ein Casino. Von Direct-Investitionen in einzelne Papiere kann ich nur AUSDRÜCKLICH abraten. Das ist nicht zu kalkulieren! ( für niemanden ) Ja, die Mechanismen, die dort wirken sind so unglaublich komplex, dass ich tatsächlich bezweifel, dass hierbei überhaupt jemand verlässliche Informationen geben kann.
FONDS sind auf den ersten Blick nicht so spektakulär, doch kann man damit enorme Risiken ausschliessen ( vor allem durch die Risikostreuung ) Mittlerweile gibt es unmengen an Branchenfonds. Diese sind natürlich wieder riskanter als BlueChip-Fonds oder Index-orientiere, aber wenn man risiko will, sollte einem das reichen …
Hoffe das hilft weiter
mfg
Torben