Hallo,
ich handele bisher immer so, dass ich keinem Menschen etwas antue, dass dieser nicht auch selber will! Das kann ich auch ganz gut befolgen, da ich in der Vergangenheit gemerkt habe, dass es mir keine Freude bereitet, andere Menschen zu etwas zu zwingen.
Jetzt ist es aber so, dass ich erwachsene, gesunde, klar denkende etc. Menschen getroffen habe, denen es egal ist, was ich mit ihnen anstelle. Sie vertrauen mir quasi ihr ganzes Leben an.
Diese Einstellung haut mich um und bringt mich auch in ein grosses Dilemma. Denn die Grenzen, die ich gehofft habe, die mir andere immer geben, sind nicht mehr da.
Sicherlich bestehen noch gesellschaftliche Grenzen und Normen etc., aber ich habe immer gedacht, dass die nur bis dahin gelten, wo zwei sich noch nicht einig geworden sind, bzw. bis dahin gelten sollten.
Ich befinde mich keineswegs in einer Situation, wo ich situationsbedingt in einer Stellung bin, wo ich diese Menschen quasi Ausnutzen kann. Dies widerspricht auch meiner Haltung, dass der Wille des anderen nicht durch eine Zwangslage etc. zu Stande gekommen ist.
Ich sitze wie auf Kohlen. Ich habe ein inneres Bedürfnis alles das zu tun, was mir erlaubt ist, aber was mir erlaubt wurde, ist einfach mehr als ich je mir erträumt hätte und daher habe ich Angst, dass mein „Motto“ nach dem ich bisher gehandelt habe, mir hier nicht weiterhilft.
Als praktisches Beispiel kann man folgendes vielleicht heranziehen.
Jemand spielt gern mit Feuer, grillt gerne, macht gerne Riesenlagerfeuer etc. jetzt kommt der Nachbar und meint. „Hallo, Du spielst gern mit Feuer? Wenn Du willst kannst Du gern mein Haus abbrennen (nicht versichert) und ich sage es keinem!“
Das einzige Risiko wäre hier (erheblich) von der Polizei der Brandstiftung überführt zu werden (anhand Indizien).
Was tun? Vielleicht gibt es ja auch klare Gedanken dazu von jemanden, der mich aus meinem Gedankenkreislauf herausbringt.
Eencockniedo
