Guten Tag,
habe eine neue Installation für 3 Räume im Keller verlegt. Alle Räume haben eine eigene Zuleitung.
Gleichzeitig ist ein 2 poliger FI Schalter eingebaut. Nun wollte ich testen,ob der FI Schalter auch auslöst. Habe zum testen in den einzelnen Räumen jeweils Nullleiter und Schutzleiter überbrückt. FI Schalter löste nicht aus. Dann habe ich das Licht eingeschaltet und den Test wiederholt, siehe da der FI löst aus. Ist das normal? Bei mir zu Hause muss das Licht nicht eingeschaltet werden und er löst bei dem gleichen Test aus. Habe dann den gleichen Test direkt im Verteilerschrank durchgeführt, auch hier löst er aus.
Kann mir jemand eine Antwort geben ob das normal ist?
Danke
Hallo Danke,
… Nun wollte ich testen, ob der FI Schalter auch auslöst. Habe zum Testen in den einzelnen Räumen jeweils Nullleiter und Schutzleiter überbrückt. FI Schalter löste nicht aus. Dann habe ich das Licht eingeschaltet und den Test wiederholt, siehe da der FI löst aus. Ist das normal?
Ja, das ist normal.
Der FI misst die Differenz der Ströme, die über die Phase L in Richtung Verbraucher fließen und über Neutralleiter N (Nullleiter) wieder zurückfließen. Überschreitet diese Differenz 15mA bis max. 30mA, so löst der FI aus.
Im Idealfall liegen in einer Hausinstallation Neutralleiter N und Schutzleiter PE auf exakt dem gleichen Potential (muss aber nicht, da sich hier auch induktive und kapazitive Einstreuungen bemerkbar machen können). Erzeuge ich jetzt einen Kurzschluss zwischen N und PE, so fließt infolge des bei beiden (fast) gleichen Potentials kein Strom oder ein Strom unterhalb der Auslöseschwelle des FI über N und somit löst der FI auch nicht aus.
Wenn Du allerdings einen Verbraucher einschaltest und dann den Kurzschluss zwischen N und PE erzeugst, teilt sich der vom Verbraucher zurückfließende Strom an der Kurzschlusstelle auf in einen Teilstrom, der weiter über N durch den FI fließt und in einen Teilstrom, der über den PE am FI vorbei fließt. Der FI erkennt eine Differenz zwischen den Strömen in L und N und… Klack!
Bei mir zu Hause muss das Licht nicht eingeschaltet werden und er löst bei dem gleichen Test aus. Habe dann den gleichen Test direkt im Verteilerschrank durchgeführt, auch hier löst er aus.
Kann mir jemand eine Antwort geben ob das normal ist?
Das ist auch normal. Hier reicht die eingestreute Spannung aus, dass zwischen N und PE ein Strom fließt, der den Auslösewert des FI erreicht oder überschreitet… Klack!
Ok?
Gruß merimies
Guten Fragewurm,
Das Grundlegende hat Meremies schon erklärt.
Habe zum
testen in den einzelnen Räumen jeweils Nullleiter und
Schutzleiter überbrückt. FI Schalter löste nicht aus. Dann
habe ich das Licht eingeschaltet und den Test wiederholt,
siehe da der FI löst aus. Ist das normal?
Im theoretischen Idealfall haben N und PE den selben Widerstand (Selber Querschnitt und selbe Länge). Der Strom im N-Leiter halbiert sich also.
Bei mir zu Hause
muss das Licht nicht eingeschaltet werden und er löst bei dem
gleichen Test aus.
Meist ist es so, dass du den N-Leiter ja nicht für dich alleine hast. Die anderen Zimmer und je nachdem auch die Nachbarn, "benutzen den selben N-Leiter.
Nun sind N und PE beim Hausanschluss miteinander verbunden und ab diesem Punkt getrennt geführt.
Im N-Leiter fliesst der Strom der Verbraucher und im PE-Leiter sollte aber gar kein Strom fliessen. Strom erzeugt aber einen Spannungsabfall, weshalb an deiner Steckdose ein Potentialunterschied zwischen N und PE besteht … 20mA Ausgleichsstrom reichen dann dem RCD.
MfG Peter(TOO)
Ich bedanke mich für die Antwort.
Gruss
Eupener1
Danke auch Dir.
Gruss
Eupener1
Hallo Eupener
Welches Netz? TN? TT? Wieso nimmst du als Elektrofachkraft, der die Anlage installiert hat, für die zwingend notwendige abschließende Prüfung nicht das VDE 0100 Prüfgerät? Wenn der FI bei deinem „Test“ auslöst, was bedeutet das dann? Isolationswiderstand, Auslösestrom, Auslösezeit? Berührungsspannung? Wie kann man das bei dem durchgeführten „Test“ feststellen?
Hans