Frage zum Katzenklo

Hallo,
wir wollen uns in einigen Wochen eine kleine Katze anschaffen. Von unserer (leider vorstorben) letzten Katze haben wir im Keller eine Katzenklappe. Sie war uns zugelaufen und von Anfang an Freigängerin und hat ihr Geschäft draussen verrichtet. Das Katzenklo hat sie selbst beim schlimmsten Wetter nicht angenommen.
Nun meine Frage: Das neue Kätzchen wird ja in der ersten Zeit im Haus bleiben, bis sie sich eingewöhnt hat. Also bieten wir ihr ein Katzenklo im Keller an. Da sie aber nur über Nacht im Keller bleibt, und am Tag durch die Wohnung stromern kann überlege ich, ob ich ihr in der Wohnung auch noch ein Klo hinstellen sollte?! Oder reicht das eine Klo im Keller und macht sie sich bemerkbar, wenn sie dort hin möchte? Die Flurtür wird dann nämlich aus „heiztechnischen Gründen“ zu sein. Unsere andere Katze hat sich immer „gemeldet“, wenn sie mal raus musste.
Übrigens möchte ich auch im Garten eine Ecke einrichten, die als Katzenklo benutzt werden kann. Entweder mit Sand oder ganz feinem Mulch. Hatte mir vorgestellt, die kleine Katze anfänglich mit Katzengeschirr oft dort hinzuführen, damit sie die Stelle kennenlernt. Wir haben hier nämlich einen direkten Nachbarn, dem es schon bei unserer anderen Katze nicht gefallen hat, dass sie in den Garten macht (und wie sollte es auch anders sein, ging sie mit Vorliebe zum „Geschäft machen“ in seinen Garten).

Wäre dankbar für einen Tipp, ob ein Klo im Keller, und eine Stelle draussen reicht. Oder ob ich in der Wohnung noch eine weitere Toilette aufstellen sollte.

Gruß, Tante Käthe

Hallo,

Nun meine Frage: Das neue Kätzchen wird ja in der ersten Zeit
im Haus bleiben, bis sie sich eingewöhnt hat. Also bieten wir
ihr ein Katzenklo im Keller an. Da sie aber nur über Nacht im
Keller bleibt, und am Tag durch die Wohnung stromern kann
überlege ich, ob ich ihr in der Wohnung auch noch ein Klo
hinstellen sollte?! Oder reicht das eine Klo im Keller und
macht sie sich bemerkbar, wenn sie dort hin möchte?

Am Anfang würde ich auf jeden Fall ein Klo ständig zugänglich machen. Ansonsten sucht sie sich eine Stelle, die ihr genehm ist. Junge Katzen werden zwar meist leicht stubenrein, da ein Katzenklo i.d.R. ihren Ansprüchen für den Klogang entgegen kommt, aber wenn keins sichtbar ist, nehmen sie mit dem Blumentopf/Sofa auch gern vorlieb. Gerade am Anfang ist es bei einer junge Katze sogar sinnvoll, sie ein paar Tage nur in einem Zimmer zu halten, in dem sich das Klo befindet (und kein verlockender Blumenkasten), um sie gleich in die richtige Richtung zu lenken.

Unsere andere Katze hat sich immer „gemeldet“, wenn sie
mal raus musste.

Das klappt vielleicht auch später mit der neuen Katze, wenn sie erwachsen ist und zuverlässig das Katzenklo aufsucht.

Übrigens möchte ich auch im Garten eine Ecke einrichten, die
als Katzenklo benutzt werden kann. Entweder mit Sand oder ganz
feinem Mulch. Hatte mir vorgestellt, die kleine Katze
anfänglich mit Katzengeschirr oft dort hinzuführen, damit sie
die Stelle kennenlernt.

Kann sicher nicht schaden, ob es aber was bringt? Ich würde empfehlen, in diese Ecke etwas Kot/Urin der Katze zu platzieren, möglicherweise rafft sie es dann. Katzengeschirr ist etwas, was einige Katzen sich gefallen lassen, andere werden beim Anlegen zum tollwütigen Oktopus mit Krallen und wenn sie es dann anhaben sind sie plötzlich querschnittsgelähmt :smile:

Gruß,

Myriam

Hallo Tante Käthe,

ich habe schon einige Katzen gehabt, die ein Klo in einem Kellerraum hatten und eine Katzenklappe nach draußen, da gab es aber immer auch eine Katzenklappe vom Keller in das Haus / die Wohnung.
„Heiztechnische Gründe“ sollten nicht ausschlaggebend sein, notfalls kann man ja in zwei hintereinander liegenden Türen je eine Katzenklappe einbauen, z.B. in die Haustüre und in die Wohnungstüre.

Ein Katzenklo oder eine als solche gedachte Stelle im Garten halte ich für zwecklos, die Katze macht entweder nur im Keller in ihr Klo oder auch im Freien, da dann aber, wo sie will.

Meine Katzen haben z.B. fast nur ins Katzenklo im Hause gepinkelt, ihre großen Geschäfte aber fast nur im Freien vergraben.

Ich halte es auch für nicht gut, die Katze - ein nachtaktives Tier - nachts in den Keller zu sperren und tagsüber in die Wohnung.

Gruß
BT

Hallo Käthe,

Du solltest auf jeden Fall für die Zeit der Wohnugshaltung der Kleinen ein Klo in der Wohnung bieten. Ansonsten läufst Du Gefahr, dass sie sich ihre „Ecke“ selbst sucht und immer wieder nutzt. Sie wird noch zu klein sein, sofort zu kapieren, dass sie sich erst melden muss, um das Klo aufsuchen zu können.

Bezüglich des Gartens wird sich - meiner Erfahrung nach - die Katze ihre eigenen Orte ausschauen. Aber lockere Erde wird natürlich gern bevorzugt. Wenn Du ihr in Deinem Garten genügend Stellen dafür bietest, könnte es gut gehen - ist aber keine Garantie, dass der Nachbargarten nicht doch „netter“ ist.

Viele Grüße

Kathleen

Ich halte es auch für nicht gut, die Katze - ein nachtaktives
Tier - nachts in den Keller zu sperren und tagsüber in die
Wohnung.

Hallo Beuteltier,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich möchte die Katze aber gar nicht dauerhaft in den Keller/Wohnung sperren. Hier gehts doch nur um die ersten Wochen der Eingewöhnungszeit, damit sie nicht fortläuft.
Wir leben hier sehr ruhig und die Katze wird auch wieder Freigang bekommen. Wir versuchen ihr die ersten Wochen so angenehm wie möglich zu gestalten, wenn sie noch nicht allein rausdarf. Mein Mann baut sogar über den Kellereingang eine provisorische Voliere, damit sie in der ersten Zeit, wenn sie erstmal drinnen bleiben soll, trotzdem frische Luft schnuppern kann. Ich denke, da machen wir uns schon wesentlich mehr Gedanken, als manch anderer Besitzer einer jungen Katze. Und nach zwei, drei Wochen wird sie dann ihre „Freiheit“ bekommen.
(Also zumindest habe ich (noch unerfahren mit kl. Katzen) gelesen, dass man sie nicht gleich, wenn man sie bekommt, allein rauslaufen lassen soll. Vielleicht lieg ich ja auch falsch???).

Gruß, Tante Käthe

Als wir ein junges 13-wöchiges Katerchen aus dem Tierheim geholt haben, haben wir ein zweites Katzenklo angeschafft (wir hatten bereits eine Katze, die über ein Klo verfügte). Beide Katzenklos wurden für ein paar Wochen im Hausflur in den Etagen aufgestellt, in denen Katerchen in der ersten Zeit vorrangig aufhielt (also Erdgeschoss mit Küche und Wohnzimmer und Obergeschoss mit Schlaf- und Arbeitszimmer). In der ersten Woche mussten wir ihm zeigen, wo das Klo genau ist, d. h. wenn Katerchen sich eine stille Ecke gesucht hat (oder einen Filzpantoffel oder ähnliches), da gescharrt hat, haben wir es hochgehoben und ins nächstgelegene Klo gesetzt. Er hat schnell begriffen, dass es sich dort viel besser scharren lässt als auf einem Teppichboden oder einem Filzpantoffel, und sich dann von selbst auf den Weg gemacht. Nach einer Weile, er war schon ein wenig gewachsen, haben wir beide Toiletten runter gebracht - immer noch Hausflur, aber im Kellergeschoss. Wir haben beide Katzen einmal dorthin gebracht, und dann haben sie es sich gemerkt, dass sie jetzt weiter laufen müssen.

Wir haben keine Katzentür nach draußen. Die beiden Katzen werden nachmittags raus gelassen und am späten Abend, wenn wir uns bettfertig machen, wieder reingerufen zum Abendbrot. Das haben sie gelernt. Wenn schlechtes Wetter ist, positionieren sie sich in der Nähe der Tür und warten auf Einlass. Kriegen sie einen Schreck, flüchten sie auch lieber nach Hause.

Der Kater, der von klein auf an ein Katzenklo gewöhnt war, macht lieber drinnen ins Klo als draußen in die Landschaft. Die Katze, die wir als etwa halbjährige Streunerin aufgenommen haben, hebt es sich lieber auf, bis sie raus darf. Sollte sie es nicht lange genug halten können, bis der nächste Freigang kommt, hinterlässt sie wirklich riesige Klumpen im Katzenklo. Dementsprechend problematisch sind auch Fahrten zum Tierarzt. Vor lauter Aufregung kann sie es auch nicht halten und wir müssen die Box dick mit saugfähigem Küchenkrepp polstern. ;o)

Bis denne
Schnoof