ich hab festgestellt, daß bei best.Witterungsverhältnissen der Empfang eines Radiosenders (der vorher bereits optimal eingestellt war) sich verändert (schlechter wird).
Außerdem verändert sich dieses, wenn man sich in näherer Umgebung des Geräts bewegt,d.h.im Zimmer seine Stellung verändert.
Ich nehme an, daß das an abgeänderten Wellenlängen liegt?
Stimmt das so und wie funktioniertz das denn genau ???
Vielleicht weiß da einer von Euch was.
Ich wäre jedenfalls für eine Info dankbar.
die Wellenlänge ändert sich nicht, sondern durch Hindernisse (Abschattung) und reflektierende Flächen wird der Empfang entweder direkt abgeschwächt, oder:
Die Echos, die durch Reflektionen entstehen überlagern sich mit dem direkten Empfang => Auslöschungen an bestimmten Stellen, Addition (besserer Empfang) an bestimmten Stellen.
Am Fernseher konnte man früher Mehrfachempfang durch Echo- oder Geisterbilder sehen. Beim Radio tritt das nur durch Verlust der Empfangsleistung in Erscheinung.
Bei DAB kommt noch ein anderer Effekt dazu: Abdämpfung, weil bestimmte Blätter als empfangende Antenne resonieren und dem Funkfeld Energie entziehen. Tritt typischerweise im Frühjahr auf.
Bei WLAN (2,45 GHz) ist das tückische, dass ausgerechnet Wasser mit dieser Frequenz resoniert und Energie aus dem Funkfeld absorbiert => trockenes Wetter, Verbindung zum Nachbarhaus funktioniert. Feuchte Wände nach Regen => Funkwellen werden in der Feuchtigkeit absorbiert. Mikrowellen arbeiten auch so - aber gewollt.
Hallo Stefan,
danke für die Antwort, hat mir gut geholfen;
da hätte ich noch eine kl.Gegenfrage:
Die Echos, die durch Reflektionen entstehen überlagern sich
mit dem direkten Empfang => Auslöschungen an bestimmten
Stellen, Addition (besserer Empfang) an bestimmten Stellen.
Beim Radio tritt das nur durch
Verlust der Empfangsleistung in Erscheinung.
Warum kann dann in so einem Zustand der Empfang wieder verbessert werden, wenn man ein kl.wenig am Rädchen (Senderwahl) dreht, wenn sich die Frequenz gar nicht verändert?
Und das mit den absorbierenden Pflanzenblättern oder feuchten Wänden ist SEHR interessant !
Die Echos, die durch Reflektionen entstehen überlagern sich
mit dem direkten Empfang => Auslöschungen an bestimmten
Stellen, Addition (besserer Empfang) an bestimmten Stellen.
Beim Radio tritt das nur durch
Verlust der Empfangsleistung in Erscheinung.
Warum kann dann in so einem Zustand der Empfang wieder
verbessert werden, wenn man ein kl.wenig am Rädchen
(Senderwahl) dreht, wenn sich die Frequenz gar nicht
verändert?
In diesem Fall hast Du kein Interferenzproblem, sondern eine schlechte Antenne bzw. eigentlich eine schlechte Erdung. Wenn Du einen leitenden Gegenstand in die Nähe einer solchen Antenne bringst, beeinflußt er ihre Resonanzfrequenz. Das Signal vom Sender hat immer noch dieselbe Frequenz, aber die verstimmte Antenne nimmt es nicht mehr so gut auf.
Durch Nachstimmen des Empfängers kann man das ausgleichen, bekommt aber dann das gegensätzliche Problem, wenn man den Gegenstand (oftmals der eigene Körper) wieder entfernt.
Wenn
Du einen leitenden Gegenstand in die Nähe einer solchen
Antenne bringst, beeinflußt er ihre Resonanzfrequenz. Das
Signal vom Sender hat immer noch dieselbe Frequenz, aber die
verstimmte Antenne nimmt es nicht mehr so gut auf.
Durch Nachstimmen des Empfängers kann man das ausgleichen,
bekommt aber dann das gegensätzliche Problem, wenn man den
Gegenstand (oftmals der eigene Körper) wieder entfernt.
Das war´s wohl ! Spitze! Danke!
Das ist dann nämlich wohl auch der Grund, warum der Effekt so weit gehen kann, daß man sogar frequenzmäßig BENACHBARTE Sender dann plötzlich an der ursprünglich "falschen"Stelle (der Frequenz eben des anderen Senders) her bringt !
Das ist dann nämlich wohl auch der Grund, warum der Effekt so
weit gehen kann, daß man sogar frequenzmäßig BENACHBARTE
Sender dann plötzlich an der ursprünglich "falschen"Stelle
(der Frequenz eben des anderen Senders) her bringt !
es kann auch sein, daß die automatische Feinabstimmung (AFC) zu wenig empfindlich ist und keinen Sender mehr findet. Oder eben auf den Nachbarsender ‚einrastet‘. Und wenn man dann die Empfangsfrequenz etwas anders einstellt, ist die AFC gezwungen, auf den richtigen Sender zu reagieren.
Daß eine schlechte Antenne die Empfangsfrequenz verschiebt, ist mir nicht bekannt. Wir reden ja nicht von einem Gradeausempfänger, oder?
Gruß
Axel
es kann auch sein, daß die automatische Feinabstimmung (AFC)
zu wenig empfindlich ist und keinen Sender mehr findet. Oder
eben auf den Nachbarsender ‚einrastet‘. Und wenn man dann die
Empfangsfrequenz etwas anders einstellt, ist die AFC
gezwungen, auf den richtigen Sender zu reagieren.
Das ist interessant; da gibt es also doch noch mehr Möglichkeiten !