Frage zum studieren

Hallo!

Ich wollte mal alle Akademiker und Studenten fragen, was sie bewogen hat, DAS zu studieren und nichts anderes?

Welche Faktoren habt ihr bei eurer Studienwahl mit einbezogen:

Durchschnitt
Interesse
Art: BA, FH, TU, Uni…
Geld
Alter

Was hat euch mehr bewogen zu studieren? Das Interesse an etwas oder das Studieren an sich?

Warum habt ihr keine Ausbildung gemacht? Gut, da gibt’s den Spruch: „Ich hab Abi, was will ich mit einer Ausbildung“

Habt ihr eure Entscheidung bereut und evtl. später eine Ausbildung begonnen?

Ich beschäftige mich seit einige Zeit mit diesen Fragen, da es ja immerhin 25% Abbrecher mit durchschnittlich 7,6 studierten Semestern gibt!

Ich freue mich auf eure Antworten.

Hallo Nikea,

Ich wollte mal alle Akademiker und Studenten fragen, was sie
bewogen hat, DAS zu studieren und nichts anderes?

Ich habe DAS (=LA GHS) studiert, weil es meinem Interesse und meinen Fähigkeiten entsprach. Ich war mir nicht so sicher ob ich DEN Beruf (= Lehrerin) ausüben wollte, wusste aber sicher, dass die Richtung stimmt!!! - Das Studium habe ich dann auch sehr genossen, was vor allem an meinem Hauptfach, Musik, lag: endlich hatte ich Gleichgesinnte getroffen, die es in dem Dorf, aus dem ich stamme, nicht gegeben hatte!

Welche Faktoren habt ihr bei eurer Studienwahl mit einbezogen:

Durchschnitt

Notendurchschnitt hätte Thema sein können, war für mich aber nicht relevant, da ich ihn umgehen konnte durch die Aufnahmeprüfung im Fach Musik.

Interesse

sehr wesentlich für meine Wahl!

Art: BA, FH, TU, Uni…

Ich fand es bei der Wahl des Studienortes wichtig: Ich konnte an Hochschule (Musik) UND Uni studieren. Das fand ich spannend!

Geld

Ich nehme an, Du meinst den späteren Verdienst? - Das hat mich so gut wie gar nicht interessiert. - Das kannst Du daran sehen, dass ich später noch Dipl. Päd. studiert habe: Mit 25 graute es mir bei der Vorstellung wohlmöglich 40 Jahre in der Schule festzuhängen und sucht nach Alternativen, ohne von Vorne anzufangen. - Da waren meine Auswahlkriterien also etwas anders gelagert. - Schon noch Interesse, aber nach Interesse hätte ich eher Rhythmik studiert. Die hätten mir fast nichts anerkannt, darum Dipl. Päd., wo ich ins Hauptstudium einsteigen konnte. Anderer Studienort wegen meines damaligen Partners und des Bedürfnisses mehr von der Welt zu sehen…

Alter

Alter von wem oder was? Mein Alter? Alter der Uni? Des Studienganges? - Also das war mir alles egal. - Außer, dass ich mein 2. Studium schnell fertig machen wollte, um endlich auf eigenen Füßen zu stehen.

Was hat euch mehr bewogen zu studieren? Das Interesse an etwas
oder das Studieren an sich?

Beides. - Das Interesse war ausschlaggebend (MUSIK!), aber die Freiheit des Studentenlebens war auch verlockend. - Ich bin damit auch gut klargekommen, habe es mir gut gehen lassen ohne ein absolutes „Lotterleben“ zu haben…

Warum habt ihr keine Ausbildung gemacht? Gut, da gibt’s den
Spruch: „Ich hab Abi, was will ich mit einer Ausbildung“

Ich wollte „immer schon“ studieren. - Ich lerne gerne, aber die Schule habe ich gehasst: so viel, was man lernen muss, was einen gar nicht interessiert. So war es für mich ein Privileg und eine Freude, endlich das lernen zu dürfen, was ich möchte und was mich interessiert!
Eine Ausbildung kam für mich gar nicht in Betracht. Wo hätte ich da auch musikalisch weiterkommen können?

Habt ihr eure Entscheidung bereut und evtl. später eine
Ausbildung begonnen?

Nein, niemals bereut!

Ich beschäftige mich seit einige Zeit mit diesen Fragen, da es
ja immerhin 25% Abbrecher mit durchschnittlich 7,6 studierten
Semestern gibt!

  • Es gibt übrigens auch Ausbildungsabbrecher… Wahrscheinlich nicht so häufig, aber ich habe das mal miterlebt und fand es sehr aufschlussreich…

Ich freue mich auf eure Antworten.

Ich hoffe das war das, was Du wissen wolltest.

Liebe Grüße,
Matuja

Hallo Nikea!

Ich komme aus einer Familie, die - obzwar eigentlich eher bäuerlichen und mittelständischen Ursprungs - mittlerweile in der 3. oder 4. Generation Akademiker hervorbringt (bis zu Professoren)

Jede Ausbildung fern einer Universität wäre für mich direkt nach dem Abi irgendwie unvorstellbar und schwierig zu argumentieren gewesen, so blöd das klingt.

Wie ich zu meinem Studienfach kam: Unwissen und Nichtwissen bei einseitiger Begabung und Familientradition. Ich wußte einfach nichts besseres und habe das gewählt, was famlilienerprobt war, da es auch meiner Begabung nahe kam. Außerdem kam mir entgegen, dass es ein sehr weiträumiges Fach war, das auch nach Beendigung des Studiums viele Möglichkeiten offen läßt und exzellente Berufschancen ermöglicht.

Ob ich es im nachhinein betrachtet nochmals studieren würde: Definitiv nein.

Aber ich halte das eigentliche Studienfach für nicht allzu wichtig. Wichtig ist das Interesse und die Freude am Wissenserwerb und das Erlernen von Methoden hierzu. Dann kann man sich danach immer noch jegliches weiteres Wissen aneignen.

Grüße
Jürgen

Hallo,

ich schließe mich meinem Vorredner in vollem Umfange bei.

Studieren tut man für sich!

Ich habe irgendwann in der 4. Klasse der Grundschule beschlossen Physik zu studieren. Weiss der Teufel, wie ich damals darauf gekommen bin. Mathe war mir zu abstrakt.)

Wegen des Geldes studiert man sicher nicht:

Was sagt ein Physiker ohne Arbeit zu einem Physiker mit Arbeit?
Einmal Pommes mit Mayo bitte.

Leider ist das kein Witz. Jedenfalls nicht für Physiker, sondern Realität.

Ich hab dann das gemacht, was alle Physiker machen: Softwareentwicklung. Hat sich gelohnt. (Meine Kollegen sind auch viele Physiker)

Jetzt zum Studium: die meisten fliegen wegen Faulheit und Gier aus dem Studium. Die wenigsten wegen Dummheit. Es ist gerade an der Uni sehr leicht, die Vorlesungen und Prüfungen auf später zu verschieben. Man kann sich dann ne ganze Weile ohne Aufwand durchmogeln und steht plötzlich vor einem Berg an Prüfungen, den man nicht mehr schaffen kann (oder will). Andere beschaffen sich am Besten gleich mehrere Nebenjobs. Bis sie von der Uni nichts mehr mitbekommen.

Ja, ich weiss, man muss auch leben und deshalb dazuverdienen. Bei manchen artet das aber aus.

Gruß

Peter

Hallo Nikea
Hmm, als es am Gymi an die Leistungskurs wohl ging, war Bio mein Lieblingsfach und ich wollte irgendwas in Richtung Bio/Medizin machen.
Als ich dann 1 Jahr spaeter zum sozialen Zweig der FOS gewechselt bin, war mein Wunschberuf irgendwas mit Sozialpaedagogik/Gebaerdensprache. Nach 4 Wochen Praktikum im Kindergarten wusste ich, dass mir der soziale Zweig ueberhaupt nicht liegt. Also zum Direktor und gefragt ob ich noch auf den technischen Zweig wechseln kann. Auf die Frage was ich mache, wenn das nicht geht, habe ich ihm geantwortet, dann mach ich eine handwerkliche Ausbildung.
Die FOS Technik war dann endlich mal was, was mir richtig Spass gemacht hat. Der Stoff hat mich interessiert, es war Praxisbezug da, ergo war klar, ich mach spaeter was im Technischen Bereich.
Da wir ja immer 4x4 Wochen Praktikum im Berufsschulgebaeude hatten, wurde mir auch recht deutlich klar, dass ich alles dran tun werde um studieren zu koennen, weil mir das Klima und der Umgangston dort an der Berufsschule einfach zu ruppig und oft auch ehrlich gesagt zu niveaulos war.
Als es an die Studienbewerbungen ging, war fuer mich eigentlich erstrangig, dass ich an einer der 2 FHs in der Naehe studieren will. Ich hab mir dann am Tag der offenen Tuer die FHs und die Studiengaenge angeschaut und mich dann im Internet durch die Studienplaene gekaempft um herauszufinden was mir wohl am ehesten liegt.
Naja, und irgendwie bin ich dabei dann auf Informatik gestossen. Das hat einfach gepasst.
Wobei ich heute sehr froh bin, dass ich hier an unserer FH die Moeglichkeit habe im Laufe des Studiums anhand der Kurswahl zu bestimmen ob spaeter ein allgemeiner, technischer oder wirtschaftlicher Dipl. Inf (FH) rauskommt.
Im Grundstudium war fuer mich naemlich absolut klar, ich werd technischer Informatiker. Das hat sich nach ein paar Pflichtvorlesungen in dem Bereich aber ganz schnell zum Allgemeinen gewandelt und inzwischen weiss ich, dass mir die Wirtschaftsinformatikthemen mit Schwerpunkt Datenbanken eigentlich am meisten liegen.
Von daher bin ich echt froh, dass ich mich vor 3 Jahren fuer diesen relativ flexiblen Studiengang entschieden habe.
Ich denke fuer mich persoenlich ist es der richtige Weg. Den haette ich aber wohl nie gefunden wenn ich weiter auf dem Gymi geblieben waere und dort mit haengen und wuergen lustlos und demotiviert mein Abi gemacht haette.
Gruss Claudia

PS: Meine Eltern sind uebrigens beide keine Akademiker. Der Wunsch zu studieren wurde mir daher auch nie von Zuhause irgendwie eingetrichtert !!!

Hallo auch

Ich wollte mal alle Akademiker und Studenten fragen, was sie
bewogen hat, DAS zu studieren und nichts anderes?

Welche Faktoren habt ihr bei eurer Studienwahl mit einbezogen:

Durchschnitt

War bei mir irrelevant. In meinen ersten Wunschstudiengang kam ich wegen N.C. nicht rein, bin aber im Nachhinein froh darüber. Dann hab ich dann halt was ohne N.C. gesucht, was immernoch meinen Interessen entsprach.

Interesse

Klar, Leistungskurse Englisch und Politik/Wirtschaft. Damit wollte ich auch gerne im Studium was anfangen können, da mich beides sehr interessiert hat und ich gut drin bin/war.

Art: BA, FH, TU, Uni…

Da hab ich etwas überlegen müssen. Allerdings haben mich die Studiengänge an den FHs nicht so wirklich interssiert. Von der BA hat mir ein (wohl sehr gefrusteter) Berufsberater abgeraten und die TU bot auch nicht unbedingt viel in meine Richtung an. Also…ab an die Uni. :smile:

Geld

Wie, Geld? Die Tatsache, dass ich kein Bafög bekomme, oder was? *wunder* Oder wieviel ich später mal verdiene? Naja, die Leute, die mit mir noch die mittlere Reife gemacht haben verdienen heute schon wesentlich mehr als ich und liegen ihren Eltern nicht mehr so auf der Tasche. Mach ich nicht gerne und versuche deswegen auch so pflegeleicht wie möglich zu sein. Klappt nicht immer…naja. *grins*

Alter

Mein Alter? Das macht mir noch keine Sorgen. Werde wohl mit 23 meinen ersten Abschluss haben. Danach wollte ich noch nen Aufbaustudiengang dranhängen. Dann hätte ich mit 25 meinen zweiten Abschluss. Soo schlecht ist das gar nicht. :smile:

Was hat euch mehr bewogen zu studieren? Das Interesse an etwas
oder das Studieren an sich?

Beides würde ich sagen. Ich lerne gerne und studieren hörte sich interessant an. Ausserdem konnte ich so weg von meiner kaputten Beziehung ziehen und mir ein eigenes Leben aufbauen.

Warum habt ihr keine Ausbildung gemacht? Gut, da gibt’s den
Spruch: „Ich hab Abi, was will ich mit einer Ausbildung“

Ehrlich gesagt hab ich mich mehr oder minder halbherzig beworben. Damals wollte ich noch bei meinem Ex einziehen und deswegen auch so schnell wie möglich auf eigenen Füßen stehen. Den richtigen Studiengang gab’s an den Unis in meiner Gegend nicht. Also war ne Ausbildung die logische Alternative. Hab aber zum Glück eingesehen, dass das nicht der richtige Weg für mich ist.

Habt ihr eure Entscheidung bereut und evtl. später eine
Ausbildung begonnen?

Nein. Ich finde Uni immernoch toll und hab auch meinen ersten Studiengang sehr genossen. Leider hat sich im ersten Studiengang nicht alles so entwickelt wie es sich entwickeln sollte. Die Uni hatte ihn grade erst neu eingeführt, Plichtveranstaltungen wurden nicht angeboten, Fachbereiche haben sich untereinander nicht ausgetauscht, selbst in einem FB haben die Leute nicht miteinander gesprochen, trotz steigender Studierendenzahlen wurden Lehrkräfte entlassen usw… An meiner neuen Uni läuft es dagegen ziemlich gut und das Studium macht auch Spass. :smile:

Hoffe, das hilft.

Kel

Hallo! Danke erstmal für die Antworten.

Mit Geld habe ich eher die Finanzierung gemeint. Über den späteren Verdienst mache ich mir echt keine Platte, zumindest nur so viel wie nötig!

Ich denke einfach mal, das bei vielen Abis die Entscheidung nicht leicht gefallen ist: Studium oder Ausbildung. Ich bin aus meiner Familie der erste mit Abi, da bekommt man kein feeback wie manch anderer. Deswegen machen ich mir wahrscheinlich grundlos über die Finazierung gedanken etc. Ausserdem weiß ich nicht genau was ich studieren will oder kann. Nach Familientradition kann ich da nicht gehen…

Ach ja, aus verschiedenen Richtungen habe ich gehört, BA ist nicht so anstrengend wie alle behaupten?!

Naja, vielleicht antwortet der ein oder andere noch und gibt mir ein paar Tipps:smile:

Danke schon mal, Nikea

Hallo!

Hallo!

Ich wollte mal alle Akademiker und Studenten fragen, was sie
bewogen hat, DAS zu studieren und nichts anderes?

also ich bin Physik-Studentin und warte nur noch darauf, dass mein Prof endlich meine Diplomarbeit korrigiert, dann bin ich fertig *freu*
Gegen Ende der Schulzeit hab ich mir überlegt, ob ich „was mit Sprachen“ oder „was Technisches“ machen soll, weil mir das beides am meisten Spass gemacht hat.
Nach einem kurzen Blick auf die Statistiken bzgl. Berufsaussichten hab ich mich dann recht schnell für „was Technisches“ entschieden… und weil ich fand (immer noch finde) dass Physik die geringstmögliche Willkür bzgl. Definitionssache und Auslegungssache hat, hab ich mich dann dafür entschieden.

Welche Faktoren habt ihr bei eurer Studienwahl mit einbezogen:

Durchschnitt

Notendurchschnitt in der Schule? naja irgendwie schon, weil mir immer alle gesagt haben, Physik ist wirklich schwierig… also wenn ich ein schlechtes Abi gehabt hätte, hätte ich es mir möglicherweise nicht zugetraut (alles im Konjunktiv)

Interesse

wichtig

Art: BA, FH, TU, Uni…

nicht so richtig wichtig…
in München wird Physik an der TU und an der Uni angeboten, und zu Studienbeginn hab ich mir irgendwie eingebildet, dass die TU da einen besseren Ruf hat… hm… ich weiß nicht, ob das wirklich der Fall ist. Allerdings wird Physik an der Uni wohl doch noch etwas mehr zu den Philosophischen Fakultäten gezählt , aber was dann im Studium wirklich passiert hängt vor allem von den Personen ab (dem Lehrkörper).

Geld

war ein Thema insofern als dass ich nicht einfach so in eine andere Stadt hätte gehen können (daheim wohnen ist halt immer noch am billigsten) … aber die kompletten Kosten (d.h. vor allem Einkommensausfall) des Studiums hab ich ziemlich stark unterschätzt! Man entwickelt sich zwischen 19 und 25 :wink:

Alter

war vielleicht insofern ein Thema als ich mein Abi mit „normalen“ 19 Jahren hatte (ein bayrisches 13-Jahre Abitur) und mich nicht genötigt sah, mir ein möglichst kurzes Studium rauszusuchen

Was hat euch mehr bewogen zu studieren? Das Interesse an etwas
oder das Studieren an sich?

Das Interesse … in der Schule wurde uns ständig gesagt „ja wenn ihr mehr wissen wollt, als im Lehrplan steht, dann ab an die Uni!“… und das Gefühl, dass es doch schon noch ein bisschen mehr Herausforderung geben sollte als im Leistungskurs :smile:
„Studentenleben“ hatte ich an meiner Massenuni, noch dazu bei den Eltern wohnend, in dem Sinne eh kaum… habe aber eine Menge interessante Leute kennen gelernt, aber das hab ich vorher nicht geahnt.

Warum habt ihr keine Ausbildung gemacht? Gut, da gibt’s den
Spruch: „Ich hab Abi, was will ich mit einer Ausbildung“

genau :wink:
bei mir kam noch dazu, dass ich locker unter den besten 10% in der Schule war (also ohne büffeln), und ich hab mir gedacht, das kann man doch sicher ausbauen… und Reisebürokauffrau fand ich nicht wirklich spannend.

Habt ihr eure Entscheidung bereut und evtl. später eine
Ausbildung begonnen?

Nein, noch nicht… Arbeitssuche steht mir aber noch bevor. Aber das wäre wirklich der einzige Grund, irgendwas zu bereuen (und angeblich sind ja unter Akademikern immer noch deutlich weniger arbeitslos als im Durchschnitt)

Ich beschäftige mich seit einige Zeit mit diesen Fragen, da es
ja immerhin 25% Abbrecher mit durchschnittlich 7,6 studierten
Semestern gibt!

ist wirklich unglaublich :wink:
meiner Meinung liegt das aber vor allem am Geld (fehlende Perspektiven bei Abschluss: Nebenjob ist lukrativer; oder sowieso genug Geld vorhanden: reich geheiratet oder geerbt - so um die 25 rum ist das keine Seltenheit)

Ich freue mich auf eure Antworten.

ich hoffe, ich war ein bisschen behilflich!
schönen Abend,
evanovka

Zusatz Finanzierung
Ok, nachdem nun klar ist was mit Geld gemeint ist…
Da ich kein Bafoeg bekomme unterstuetzen mich meine Eltern mit der Miete. Was ich sonst noch so brauche, Essen, Telefon, Buecher, etc. verdiene ich mir selber mit einem Werkstudentenjob dazu.
Macht meine Schwester die ein Jahr nach mir angefangen hat zu studieren genauso und mein Bruderherz wird wohl auch nicht drumrum kommen etwas fuer seinen Lebensunterhalt zu tun, wenn er sich in 1 Jahr fuer’s Studium entscheidet.

Hi Nikea,

Welche Faktoren habt ihr bei eurer Studienwahl mit einbezogen:

Es musste ne FH sein, weil ich für die Uni das nötige Abitur nicht hatte.

Und wohnortnah sollte es sein, damit ich keine eigene Wohnung finanzieren muss.

Was hat euch mehr bewogen zu studieren? Das Interesse an etwas
oder das Studieren an sich?

Es sollte noch wenigstens ein wenig mit meiner Ausbildung zu tun haben (Industriekauffrau) und Computer reizten mich eh - da war die Entscheidung zu Wirtschaftsinformatik nicht schwer.

Aber grundsätzlich war damals die Entscheidung fürs Studium gefallen, weil ich nach meiner Ausbildung schlechte Chancen auf ne Stelle hatte und keine Lust mehr hatte, noch länger arbeitslos zu sein. Schließlich steigen die Chancen auf nen Job nicht, je länger man arbeitslos ist…

Zu studieren, nur damit man einmal sagen kann „ich habe schließlich studiert“ finde ich dermaßen unsinnig… Erstens sollte man ne Ausbildung machen, die einem Spass macht und zweitens sollte man andren nicht nen ggf. raren Studienplatz wegnehmen. Solche Leute sind mir eher unsympathisch.

Warum habt ihr keine Ausbildung gemacht? Gut, da gibt’s den
Spruch: „Ich hab Abi, was will ich mit einer Ausbildung“

Ich habe vorher eine Ausbildung gemacht! Zwar hat mir direkt nach der Schule das Abi für ein Studium gefehlt. Aber auch schon bevor ich das Abi versiebt habe, hatte ich mich für eine Ausbildung entschieden und dann, weil ich die Ausbildungsstelle sicher hatte, auf eine Wiederholung des Abis verzichtet.

Irgendwann so zur 10. Klasse hatte ich überlegt, die Schule mit der mittleren Reife zu verlassen, weil ich nicht wusste, ob ich überhaupt Abi brauche für das, was ich machen will. Dann habe ich mich doch fürs Abitur entschieden. Im Laufe der Zeit hatte ich dann überlegt, Mathe und Informatik zu studieren. Aber damals war die IT noch nicht so weit verbreitet, dass mir mit der Ausbildung nur ein Lehrerjob oder was in der Wissenschaft eingefallen war. Und das war nicht mein Ziel, in einem der Bereiche zu arbeiten. Also hab ich mich erst mal für Abi und Ausbildung entschieden. Studieren kann man immer noch. Aber nach dem Studium ne Ausbildung zu machen, ist schwieriger.

Viele Grüße
Merlinchen

Hallo Peter,

Andere beschaffen sich am Besten gleich mehrere Nebenjobs. Bis
sie von der Uni nichts mehr mitbekommen.

Das muss aber nicht bedeuten, dass man das Studium nicht mehr auf die Reihe kriegt. In Spitzenzeiten hatte ich 2-3 Hiwi-Stellen und 2 Ehrenämter an der FH und nebenbei noch 1 Job als Vertretung einer Sekretärin (da klingelte teilweise morgens das Handy, ob ich möglichst sofort in die Firma kommen könnte).

Ja, ich weiss, man muss auch leben und deshalb dazuverdienen.
Bei manchen artet das aber aus.

Eben deshalb hatte ich die ganzen Nebenjobs. Es war nämlich keiner extrem gut bezahlt. Und regelmäßiges Kino, Tanzen und in die Kneipe gehen wollten ja auch noch finanziert werden. :wink:

Mit den Nebenjobs hatte ich keine Schwierigkeiten. Mein Problem war die Diplomarbeit. Dank eines Softwarehauses in Walldorf durfte ich 3 mal von vorne anfangen, denn die angekündigte Veröffentlichung eines Releases wurde nicht eingehalten. Das ist dann ausgeartet, weil das eigentlich nicht in meinem Zeitplan vorgesehen war. Geplant war, dass ich zu Beginn des 7. Semesters nur noch Feinheiten für die Optik an der Arbeit mache und mich dann auf die Diplomsklausuren in Ruhe vorbereite. Statt dessen startete ich zu dem Zeitpunkt die dritte Version. Die Diplomarbeit habe ich dann einen Tag vor der letzten Klausur abgegeben. DAS ist dann neben den Vorlesungen etwas viel gewesen und hat mir meinen Schnitt leider versaut - auch wenn ich mich generell darüber nicht beschweren kann.

Faul sind in der Tat einige! Mit denen habe ich kein Mitleid. Wer sich selbst kein Gramm bemüht, dem gehört es nicht anders, als rauszufliegen.

Das andere Extrem sind die Studenten, die glauben, man könne neben dem Studium ja gar nix anderes mehr machen, weil man mit dem Studieren vollkommen überlastet wäre.

Viele Grüße
Merlinchen

Hallo Nikea!

Also ich mache mein Abi erst dieses Jahr, bin mir aber sicher dass ich studieren will. Ich bin ein sehr wißbegieriger Mensch aber unser Schulunterricht langweilt mich oft, von daher denke ich dass ein Studium für mich das einzig richtige wäre.

Die Fächerwahl währe da schon etwas schwieriger, und steht auch noch nicht fest. Zurzeit tendiere ich zu Medizin, weil man da später

  1. Sehr gute Berufschancen hat und
  2. in viele Richtungen gehen (Bsp. Ich interessiere mich für Psychologie) wo man mit einem Diplomabschluß nicht weiter kommt

Ich werde mir eine Uni in der Nähe suchen, weil ich mich lieber auf mein Studium konzentrieren möchte als zu kellnern, baue also erst mal auf das Hotel-Mami. Außerdem wäre ich da auch dichter an Familie, Freunden und natürlich meinem Partner.

Hallo Nikea,

Welche Faktoren habt ihr bei eurer Studienwahl mit einbezogen:

Durchschnitt

keine Relevanz

Interesse

sehr hohe Relevanz

Geld

hat jetzt eine ordentliche Relevanz, als ich mich entschloss zu studieren, war das aber ohne Relevanz

Was hat euch mehr bewogen zu studieren? Das Interesse an etwas
oder das Studieren an sich?

Zuerst das Interesse am Fach, dann aber auch das Leben als Student.
Ich war mir schon in der Grundschule darüber im klaren, daß ich etwas naturwissenschaftliches machen (studieren) möchte. Bio, Chemie, Physik, das war noch eher diffus und zwischendrin wollte ich, bedingt durch die Apollosachen auch mal Astronaut werden, aber irgendwann bin ich über das Schwarzpulver zur Chemie gekommen.

Warum habt ihr keine Ausbildung gemacht? Gut, da gibt’s den
Spruch: „Ich hab Abi, was will ich mit einer Ausbildung“

Hähä, ich hab vor dem Studium eine Ausbildung gemacht (Chemielabborant) und die hat mir ettliche Male deutliche Vorteile gebracht

Habt ihr eure Entscheidung bereut und evtl. später eine
Ausbildung begonnen?

Ne, die Entscheidung das studiert zu haben, was ich studiert habe, hab ich nie bereut.

Wenn jemand aber meint, ein Studium sei nicht für ihn/sie, dann ist es sicher das beste, nicht zu studieren; nur weil die Eltern/Lehrer/Sonstewer meinen, nur ein Studierter sei ein vollwertiger Mensch, sollte man nicht studieren, denn diese Meinung ist Quatsch.
Wenn meine Jungs meinen, eine Berufausbildung wäre für sie der bessere Weg, nur zu. Ein guter Schreiner ist allemal besser als ein gezwungener (schlechter) Arzt.

Gandalf

Gandalf