Frage zum Thema Dampfsperren

Hallo,

gestern war mein _Schreiner da und hat mein neues Fenster eingemessen. Auf meine Antwort hin, wie ich die Wände wieder neu aufbaue hat er mich nachdenklich gemacht.

bisher war es wie auf dem Bild, und so wollte ich sie auch wieder aufbauen
http://www.dohm.biz/bilder/haus/Wandaufbau.JPG

Am Ende wollte ich die Feuchtraumrigibsplatten noch mit wasserdichter Farbe (Dieses Spezialzeug für Badezimmer) streichen.

Jetzt sagt mir mein Schreiner das ich damit ja 2 Dampfsperren errichten würde und das es damit eventuell ein Problem geben könnte. Auf die Abschließende Versiegelung der Wand möchte ich allerdings auf keinen Fall verzichten, einmal verschimmelte Gibsplatten hat mir gereicht.

Kann ich die Wand so wieder aufbauen wie auf dem Bild, oder wie muß ich das machen ?

Grüße

Christian

Moien

Jetzt sagt mir mein Schreiner das ich damit ja 2 Dampfsperren
errichten würde und das es damit eventuell ein Problem geben
könnte.

Jau, stimmt. 2 Sperren sind schlechter als eine. Allerdings sind deine beiden Sperren auf die richtigen Seite der Dämmung. Das minimiert das Risiko ganz schön. Nicht ganz auf 0…

Auf die Abschließende Versiegelung der Wand möchte ich
allerdings auf keinen Fall verzichten, einmal verschimmelte
Gibsplatten hat mir gereicht.

Ähm … waran die an der gleichen Wand ? Woher kam da die Feuchtigkeit ?

cu

Der Aufbau ist soweit in Ordnung,bin mir aber nicht ganz klar was Du da Streichen möchtest,die blauen Regibsplatten sind schon von der Herstellung her gegen Feuchtigkeit geschützt,das heißt sie mit Tiefengrund zu streichen macht nicht unbedingt sinn,wenn du den Dichtungsanstrich meins den die Fliesenleger nutzen macht das noch weniger sinn.Gibsplatten sind dafür da auch einen teil der Feuchten Luft aufzunehmen wenn ich z.B. ein Badezimmer mit Fassadenfarbe oder Latexfarbe streich läuft mir bei nicht richtigen Belüftung das Wasser die Wände herunter weil ich ja alles abgesperrt habe,wenn Du Schimmel in den Wänden hattest war da entweder eine Kältebrücke (keine Isolierung)zum Untergrund oder wenn ich mal ein undichtes Rohr Ausschließen kann ein Lüftungsproblem was heute bei den meist Luftdichten Wohnungen des Öfteren vorkommt.
mfg.der maler

Hallo,

Der Schimmel kam aus folgendem Grund:

Das Badezimmer war von 1965 und mit der Zeit sind wohl die Fugen undicht geworden. Leider waren die alten Gipsplatten keine für Feuchtraum, so das da das Wasser durchgezogen ist und die dahinterliegende Spanplatte angegriffen hat. Die ist durch die Feuchtigkeit aufgequollen und hat die Fugen weiter aufgedrückt. Es war also ein richtig schönes Feuchtbiotop hinter den Fliesen und unter der Badewanne.
Ich habe das Bad in diesem Zustand übernommen und erstmal die Fugen mit Silikon abgedichtet, da ich zuerst andere Sachen zu erledigen hatte. So hat das noch 3 Jahre gestanden, bis ich jetzt genug Zeit und Geld hatte das Bad komplett neu zu bauen.

Grüße

Chris

Hallo Christian,

Am Ende wollte ich die Feuchtraumrigibsplatten noch mit
wasserdichter Farbe (Dieses Spezialzeug für Badezimmer)
streichen.

Jetzt sagt mir mein Schreiner das ich damit ja 2 Dampfsperren
errichten würde und das es damit eventuell ein Problem geben
könnte. Auf die Abschließende Versiegelung der Wand möchte ich
allerdings auf keinen Fall verzichten, einmal verschimmelte
Gibsplatten hat mir gereicht.

Kann ich die Wand so wieder aufbauen wie auf dem Bild, oder
wie muß ich das machen ?

Der Aufbau der Wand ist soweit OK.

Allerdings stellt sich die Frage wieso du Feuchtraumrigibs verwenden willst ? Wird das dein Bade- oder dein Wohnzimmer ??

Wenn du jetzt noch eine weitere Dampfsperre einbaust, also die Rigipsplatten noch mit entsprechender Farbe behandelst, hast du das Problem, dass deine innere Holzwand Wasserdicht eingekapselt ist. Holz hat aber immer einen Feuchtigkeitsgehalt und je nach Temperatur kann das dann zu Kondenswasser führen, da die Feuchtigkeit nirgends hin kann.

Wenn das jetzt nur die Aussenwand deines Badezimmers ist, geht das noch. Du solltest aber trotzdem sehen, dass die Feuchtigkeit irgendwohin kann, also bei dieser Wand evtl. eine Hinterlüftung vorsehen oder die Dampfsperrfolie weglassen.

Wenn du dein ganzes Haus so aufbauen willst, bekommst du jede Menge Probleme.
Einerseit trägt normaler Gips mit normaler Farbe dazu bei das Raumklima zu puffern. Also bei zu hoher Luftfeuchtigkeit nimmt er Wasser auf, bei trockener Luft wird sie etwas befeuchtet.
Andererseits ist das Wasser fest zwischen diesen beiden Dampfsperren eingeschlossen und es wird anfangen zu gammeln …
Und weiterhin kann das Wasser in der Raumluft nirgends hin, kondensiert dann also an der Wand und läuft da dann runter …

Früher hat man in Bad und Küche die Decke und Teilweise die Wände mit Leimfarbe gestrichen. Diese kann rechte Mengen an Wasser aufnehmen und dadurch die Luftfeuchtigkeit puffern, sodass es nicht von der Decke und den Wänden tropft.

MfG Peter(TOO)

Ja dann reich es wenn Du den Feuchtigkeitsbereich wo neu gefliest wird und mit wasser gespritzt wird z.B. in der Dusche oder auch im bereich der Badewanne die Gibsplatten mit Duschabdichtung ich hatte das von Lugato(Baumarkt)zu Streichen am besten 2x oder man kann es auch spachteln,für die Ecken gibt es extra band was dort eingeklebt wird und dann mit gestrichen wird,so erhalte ich dann eine dichte Dusche.
mfg. der maler

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Hallo Peter,

es geht dabei um das Badezimmer und dabei auch nur die Außenwand.

Was ich mir mit euren Antworten schon überlegt habe ist, das ich nur den Bereich mit dieser Gummifarbe behandel an dem Feuchtigkeit durch Duschen (Spritzwasser) kommen kann. Dann kann die Feuchtigkeit über die restliche Wand entfleuchen, oder ?

Ich wollte halt gründlich arbeiten, weil ich auch ein neues Fenster einbaue und ich verschiedentlich schon davon gehört/gelesen habe das sich dadurch der Taupunkt in der Wand verschoben hat (oder so ähnlich) und dann die Wand verschimmelt ist. Dem würde ich halt gerne vorbeugen.

Grüße

Chris

Ja nur im Feuchtbereich das reicht wenn das Bad eine fernüftige Belüftung hat und auch im Winter die nötigen Temperaturen hat,heißt das die Heizung dort nicht ganz abgedreht wird sollte es keine Probleme geben selbst die heute oft verwendeten Farben Seidenlatex oder Fassadenfarbe sind dann kein Problem da sie Dampfdurchlässig sind eine Dispersionswandfarbe (Binderfarbe)ist natürlich noch besser in der Feuchtigkeitaufname und Abgabe.
mfg.

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Hallo Chris,

es geht dabei um das Badezimmer und dabei auch nur die
Außenwand.

Das ging aus deiner ursprünlichen frage leider nicht hervor, macht aber schon einen Unterschied :wink:

Was ich mir mit euren Antworten schon überlegt habe ist, das
ich nur den Bereich mit dieser Gummifarbe behandel an dem
Feuchtigkeit durch Duschen (Spritzwasser) kommen kann. Dann
kann die Feuchtigkeit über die restliche Wand entfleuchen,
oder ?

Kommt natürlich noch auf das Rigips an, wenn das wasserundurchlässig ist …

Ich wollte halt gründlich arbeiten, weil ich auch ein neues
Fenster einbaue und ich verschiedentlich schon davon
gehört/gelesen habe das sich dadurch der Taupunkt in der Wand
verschoben hat (oder so ähnlich) und dann die Wand
verschimmelt ist. Dem würde ich halt gerne vorbeugen.

Klar, wenn du ein ALU-Fenster einabaust.

So wie ich das jetzt sehe, hast du ein Holzhaus mit einem Badezimmer.
Und Holz verhält sich halt noch etwas anders als Mauerwerk.

Ich beziehe mich mal auf deine Zeichnung, wie sie gerade auf meinem Monitor zu sehen ist:
Wenn jetzt auf der rechten Seite der Rigipsplatten nochmals eine Dampfsperre angebracht wird, ist das Wasser in der Holzinnenwand eingeschlossen.
Es stellt sich also die Frage, wohin kann der Wasserdampf ??

Eine Möglichkeit wäre die Gipsplatten nicht direkt auf das Holz zu montieren, sondern mit ein paar mm Abstand, z.B. durch senkrecht montierte Lättchen, sodass die Luft zwischen Holz und Gipsplatte noch etwas strömen kann. Nun musst du natürlich noch dafür sorgen, dass unten und oben die Luft, bzw. die Feuchte auch aus diesem Zwischenraum ein- und austreten kann. Entweder lässt du dazu im trockenen Bereich einfach oben und unten etwas Luft zum Boden und der Decke. Eine andere Möglichkeit wäre auch die Luftkammer mit dem Hohlraum unter dem Fussboden und der Decke zu verbinden, sofern die Konstruktion entsprechend ist. Oder man schaft eine Verbindung hinter die Wand der beiden Nebenräume.
Tja, kommt jetzt halt drauf an, wie der Rest gebaut ist.

MfG Peter(TOO)

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Mach es so wie Peter es schon schreibt,schraubst Du auf der Holzwand Dachlatten drauf (wenn Du nicht mit jedem cm rechnen mußt) und darauf machst Du die Regibsplatten fest,ich weis nicht was für eine Decke im Bad ist oder auch neu kommt,dann läst Du oben 2-3cm Luft dann kann die Luft hinter den Gipsplatten Zirkulieren und wenn die Decke abgehängt werden sollte sieht man diese Belüftung auch nicht.

mfg. maler

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Hallo,

Hallo Christian,
wenn ich deine Beiträge richtig verstanden habe, dann würde ich folgendes empfehlen:
Eine Dampfsperre im Bereich der Außenwand innenseitig auf die Spanplatte, dann die Feuchtraumplatten. Dampfsperre anstelle einer Dampfbremse ausnahmsweise deshalb, weil sonst in einem Bad Spritzwasser direkt durch „offene“ Fugen der Fliesen auf die Spanplatte gelangen könnte (quillt auf). Feuchtraumplatten sind keine Dampfbremse oder Dampfsperre, sie enthalten Silicon-ähnliche Stoffe und sind daher „unempfindlicher“ gegen Feuchtigkeit, sie quellen nicht so leicht auf.
Die Oberflächenbehandlung der Feuchtraumplatten vor dem Fliesen kann man bei den Herstellern (z.B. Knauf, Rigips, Lafarge, Gyproc o.ä.) nachlesen.
Die Dampfsperre auf jeden Fall zu den begrenzenden Bauteilen (Innenwände, darüberliegende Decke, Boden) mind. 50 cm reinstehen lassen.
Wasserdichte Farbe auf der Rigipsplatte würde ich weder bei Fliesen noch bei Anstrich verwenden, nur entsprechende Grundierung.
Wandaufbau außen: Auf jeden Fall darauf achten, dass zwischen Holzaussenwand und diffusionsoffener Folie Hinterlüftung vorhanden ist (unten und oben die Verkleidung mehrere cm offen lassen).
Die „diffussionsoffene Folie außen“ ist keine Dampfsperre. Sie bewirkt, dass überschüssige Luftfeuchtigkeit aus dem Bad in die hinterlüftete Fassadenverkleidung gelangen kann und dort „entsorgt“ wird.
Fenster: Sorgfältige Abdichtung im Anschluss (Abkleben der Folie). Wärmedämmung ! Kann im Anschluss zu Fenstern immer problematisch sein.
Letztendlich: Eine durchgehende und ausreichend dicke Isolierung in der Wand einbringen. „Kältebrücken“ bei Aussenecken und Übergang zu darüberliegenden Bereichen vermeiden. Während und nach Badbenutzung (Duschen, Bad) lüften.
Grüße
BW

gestern war mein _Schreiner da und hat mein neues Fenster
eingemessen. Auf meine Antwort hin, wie ich die Wände wieder
neu aufbaue hat er mich nachdenklich gemacht.

bisher war es wie auf dem Bild, und so wollte ich sie auch
wieder aufbauen
http://www.dohm.biz/bilder/haus/Wandaufbau.JPG

Am Ende wollte ich die Feuchtraumrigibsplatten noch mit
wasserdichter Farbe (Dieses Spezialzeug für Badezimmer)
streichen.

Jetzt sagt mir mein Schreiner das ich damit ja 2 Dampfsperren
errichten würde und das es damit eventuell ein Problem geben
könnte. Auf die Abschließende Versiegelung der Wand möchte ich
allerdings auf keinen Fall verzichten, einmal verschimmelte
Gibsplatten hat mir gereicht.

Kann ich die Wand so wieder aufbauen wie auf dem Bild, oder
wie muß ich das machen ?

Grüße

Christian

Hallo,

ich bin recht flexibel was die Sräke der Wand (zumindest in dem Bereich) angeht. Ich nehme dann also einfach eine Platte die etwas dünner ist (18er statt 22er) und mache noch dünne Latten drauf. Die Wand ist nach oben hin Offen und mündet in der Zimmerdecke die im Grunde genau so aufgebaut ist wie die Wand. Dann die Rigipsplatten drauf.

Das neue Fenster wird auch wieder ein Holzfenster aus Padouk

Vielen Dank für eure Erklärungen

Grüße

Chris